Archive for April, 2006

Sonnenschein

Sonntag, April 16th, 2006
Noah Leon Noah Leon Noah Leon

Im Krankenhaus

Sonntag, April 16th, 2006

Am Dienstag lag Noah auf der Neo und schlief im Wärmebettchen, bekam intravenös
Zucker in seinen kleinen Körper. Ich konnte noch nicht so lange stehen, aber war so oft es
ging bei ihm, durfte ihm einmal die Flasche geben, aber die Nachwehen waren zu heftig
und ich wusste da noch nicht das ich mir einen Stuhl hinstellen hätte können. Wir hatten
sehr viel Angst, weil niemand ausschließen konnte, dass die Ursache hierfür nicht etwas
sehr ernstes sein könnte, Kulturen waren ja angelegt, bis jetzt war noch nichts auffälliges
festgestellt worden. Wir sollten uns aber auf einen längeren Aufenthalt einstellen. Das Wärmebettchen hatte man runtergedreht, aber er konnte seine Temperatur noch immer nicht halten. Die regelmäßigen Zuckertests waren auch nicht besser, trotz getrunkener
Milch war der Wert zu niedrig, stellte man die Infusion runter. Zoe kam mich mit Papa und ihrer Tante besuchen. Leider durfte Zoe ihren kleinen Bruder nicht sehen und hatte auch nicht viel Ausdauer um lange zu bleiben.

Nach einer Nacht Schlaf, ging ich gleich um 6Uhr zu Noah um nach ihm zu sehen, der
Zucker lief noch und man hatte die Wärme des Bettchens runtergestellt. Nach dem Frühstück und Duschen durfte ich ihn wieder füttern, diesmal auf dem Arm, wir schön
das war. Ich brachte ihm seinen Schmusehund, den wir so liebevoll eingeschlafen hatten, aber auch der musstedesinfiziert werden, wie eigentlich alles andere auch. Seinen Spezialnuckel hatte er auch und eigene Kuschelschuhe, die ihm die Füße zusetzlich warmhielten. Ich setzte mich mittags zu ihm, verbog mir die Hand, nur um Noah den
Kopf zu streicheln und erzählte von zu Hause. Vom Papa, der ihn vermisst, der großen Schwester, machte ihm Mut, aber sagte ihm auch das wir solange bleiben, bis er die Hilfe nicht mehr braucht. Das Wärmebettchen wurde weiter runtergestellt und der Kinderarzt erklärte mir nachmittags, dass es noch kein Anzeichen für eine Infektion gab. Der
Kinderarzt war froh, dass wir uns nicht mehr so auf konkrete Aussagen versteiften, aber meinte, es wird wohl wenn so sein, dass sein Motor plötzlich anspringt und sein Kreislauf normal arbeitet. Die Infusion wurde langsam reduziert und man musste eben abwarten.
Ich fand er sah schon besser aus als am Tag zuvor. Es wurde Abend und die Zuckerwerte
wären in Ordnung, man musste die alte Infusionsnadel aus der rechten Hand ziehen, da
ging nichts mehr durch und hatte vorher schon eine neue gelegt beim Blutabnehmen an der linken Hand. Die Infusion war schon aus, als der Papa ihn abends ausserhalb des Wärmebettchens füttern durfte und ihn danach noch eine Stunde auf dem Arm halten durfte. Dann legte man ihn gegen 22:30Uhr ins Wärmebettchen zurück und ich ging
Schlafen.

Donnerstag morgen wachte ich schon gegen 5Uhr auf. Ich war so ungeduldig. Las, ging duschen, zog mich an. Wartete und wartete, bis zum Schichtwechsel um 6:30Uhr. Dann stürmte ich ins Neo-Zimmer und bekam kurz einen Schock, denn im Wärmebettchen lag unser Noah nicht mehr! Aber dann sah ich ihn wie die Schwester in auszog um ihn zu
baden und schon sagte sie diese himmlichen süßlich klingenden Worte: Die Nacht wurde
er so warm, dass man ihn aus dem Wärmebettchen nahm und in ein Kinderbett legte.
Völlig glücklich stand ich dann neben ihr und sah ihr zu wie Noah das erste Mal baden
ging- es gefiel ihm gar nicht gut, dass sie das Wasser über sein Gesicht laufen lies. Sie
sagte ich solle Frühstücken gehen, und der Arzt käme ja dann gegen 9:30Uhr. Um 8:30Uhr
war ich schon wieder im Neo-Zimmer und wollte zu ihm, da passierte es, sie gab ihn mir einfach mit aufs Zimmer. Ich war so glücklich, fragte mich, ob es das nur war. Ob alles überstanden war. Der Kinderarzt war recht zufrieden mit Noah, wollte aber abwarten ob
er nicht wieder einbricht und die schauen, was die neuesten Blutkultur-Ergebnisse sagen.
Ich saß da und hoffte und war nervös, um 14Uhr konnten wir heim oder eben nicht. Ich genoss unseren Jungen in der Zeit und fragte mich, was in seinem Körper wohl passierte.
Ich redete mit ihm, wie schön alles zu Hause ist. Kurz vor 14Uhr kommen Zoe, Nils und Karen. Zoe sieht das erste Mal ihren kleinen Bruder und will ihn gleich im Bettchen umherschieben, außerdem steht sie total auf seinen Nuckel! Wir teilten uns auf, Nils ging
mit Noah auf die Neo und ich zur Abschlussuntersuchung. Als die für mich vorbei war,
flitzte ich zurück zu Nils und Noah, noch immer mit Kinderarzt und ja, wir dürfen nach Hause. Endlich! Noah ist gesund!

STOP!

Samstag, April 15th, 2006

Ich muss mal für einen Moment auf die Pause-Taste drücken und zu mir
kommen, es passierte so schnell soviel…

Montag, 10.April 7.30Uhr: Ankunft in der Frauenklinik Dachau, Kreissaal.
Bin nach drei Stunden Schlaf ein wenig müde und furchtbar aufgeregt.
Man legt mich für über 1 Stunde ans CTG.

Montag, 10. April 8.30Uhr: Eine Assistenzärztin kommt und empfiehlt mir
zur Einleitung eine Tablette, die in Deutschland nicht zugelassen wird.
Ich muss dafür unterschreiben. Da die Tablette keine Nebenwirkungen hat,
fragen wir, warum sie überall nur nicht hier zugelassen wird und erfahren,
dass das Medikament zu billig ist.

Montag, 10.April 9.00Uhr: Einnahme der Tablette. Weitere 1 1/2 Stunden
am CTG. Das Mittel unterstützt meine Wehen. Ich soll 2 Stunden spazieren
gehen. Mich aber vorher auf der Station vorstellen. Wozu, denk ich mir?!
Ich möchte doch ambulant entbinden. Als die Tür zum Zimmer aufgeht und
eine junge, dicke Jugoslawin mit großen Brüsten an einer Milchpumpe hängt,
wird dieser Wunsch zunehmens größer.

Montag, 10.April 11.30Uhr: Machen Spaziergang nach Hause. Bringen Zoe
ins Bett. Mache Mittag für Nils und Schwägerin Karen. Essen und erzählen.
Machen uns auf den Weg. Der Stand der Dinge, regelmäßige ordentliche Wehen.

Montag, 10.April 13.00Uhr: Wieder-Ankunft im Kreissaal. 1/2 Stunde CTG:
Muttermund noch immer bei 1,5cm. Regelmäßige, schöne Wehen. Dr.D. schaut
vorbei. Man sagt mir, wir sollen abwarten. Noch ein Mittel wolle man mir
nicht geben, da es zu heftigen, pausenlosen Wehen führen könnte, die dem
Kind schaden, weil es keine Ruhe mehr zwischen ihnen hätte. Klingt sinnvoll!
Solle heimgehen und um 17Uhr wieder zurücksein. Hebamme gibt mir 2 Zäpfchen
mit, damit sich der Muttermund lockert, danach wird ein Bad empfophlen.

Montag, 10.April 14.00Uhr: Ankunft zu Hause. Wecken Zoe auf. Kuscheln.
Habe starke Wehen, als ich am Tisch sitze bin ich dennoch verunsichert und
frage mich, ob das alles klappen wird. Schließlich hat sich noch nicht viel
getan. Lese in der Wanne mein Buch weiter und beatme die Wehen, dann
müssen wir wieder los.

Montag, 10.April 17.00Uhr: Auf dem Weg zum Krankenhaus habe ich so heftige
Wehen, dass ich alle paar Meter anhalten und schön atmen muss, ganz fies,
denn es fängt an zu regnen. Wieder ans CTG. Die Hebamme untersucht mich und
sagt sowas wie: “Och nee, Frau Hitze!” Tja, was war wohl, eben nichts,
Muttermund 1-2cm, aber weich, ach so und erwähnte ich schon die regelmäßigen
kräftigen Wehen?! Aber wenigstens Noah gehts gut. Sie fragt mich, ob
Fruchtwasser ausläuft. Mmh, kann sein, also macht sie einen Test. Ich werd
unruhig, frage mich ob das was wird. Die Hebamme kommt wieder, und tada
es ist Fruchtwasser. Dr.D. wird um Rat gefragt: Ich solle laufen, 2 Stunden.
Also geh ich was essen. Aber nicht mehr heim. Laufe im Essensräumchen auf
und ab und lasse so sexy es eben geht die Hüften kreisen, in der Hoffnung
das Noah tiefer rutscht. Die ganze Geschichte wird zunehmens unangenehmer
und auch Panik taucht auf, jetzt wo die Blase geplatzt ist, muss er raus.
Und ich habe Angst, dass das nichts wird. Denke an eine PDA, weil das bei
Zoes Geburt auch half vorwärts zu kommen.

Montag, 10.April 18.30Uhr: Wieder-Ankunft im Zimmer, kann nicht mehr laufen.
Lege mich hin und mein Mann legt die CD ein, die wir zusammengestellt haben.
Mein Mandarinenöl atme ich tief ein zwischen den Wehen um möglichst viel
zu entspannen. Mein Mann lenkt mich ab, bringt mich zum Lachen. Das aber
vergeht mir, als eine neue Hebamme uns mitteilt, dass sich immernoch nichts
getan hat. Denn die Angst steigt weiter an, mit den Kurven auf dem CTG.

Montag, 10.April 20.30Uhr: Bekomme eine Spritze in die Hüfte gegen den
Schmerz. Es handelt sich um verdammt gutes Zeug, denn ich lasse soagr meinen
Mann fortgeheh, einw enig durchatmen. Ich fühl mich high. Der Schmerz bleibt
im Hintergrund, höre Musik und entspanne mich. Leider kann ich nicht schlafen,
wie gedacht und bitter nötig, weil die Nacht mit 3 Stunden zu kurz war.
Nach einer Stunde lässt die Wirkung nach, aber ich bin locker und entspannt
wie mein Muttermund, der nun 5-6cm geöffnet ist. Finde alles super gut, denn
nun bin ich mir sicher, ich werd ihn normal bekommen können. Entscheide mich
für eine PDA.

Montag, 10.April 22.00Uhr: Umzug in den Kreisssaal. Bin wieder klarer, fühl
mich sicher und stark, ich merke, dass ich das schonmal gemacht habe. Nach
einer halben Stunde bis Stunde vorbildlichen Beatmens der Wehen, kommt die
PDA-Frau. Bin ganz brav. Nils darf im Kreissaal bleiben und ich versuche
locker zu bleiben. PDA sitzt und die erste Dosis kommt. Bald eine zweite,
angeblich üblich bei meiner Größe. Meine CD läuft, mein Öl schwirrt im Raum.

Montag, 10.April 23.30Uhr: Der Muttermund ist 8 cm geöffnet. Alles klappt
gut, wir fühlen uns sehr wohl.

Dienstag, 11.April 0.30Uhr: Wir stocken: Noahs Köpfchen rutscht nicht tiefer,
da die Fruchtblase anscheindend oben einriss, das Wasser tröpfelt an seinem
Köpfchen nur vorbei, so kann der Schwall nicht ablaufen und das Köpfchen ist
gepolstert durch ein Fruchtwasserkissen. Eine Assistensärztin öffnet die Blase.

Dienstag, 11.April 1.30Uhr: Fast fertig. Die Übergangsphase ist grauenvoll,
ich hab das Gefühl mich zerreißts gleich. Die Hebamme sagt ich solle “sch”
ausatmen. Aber ich mag nicht mehr, der Druck ist so unerträglich. Ich warte
sehnsüchtig auf das Mitschieben-Kommando.

Dienstag, 11.April 1.45Uhr: Und Endspurt-endlich darf ich mitschieben. Kanns
kaum glauben, gleich ist er da.

Dienstag, 11.April 1.57Uhr: Noah ist da! Aber er schreit nicht richtig. Ich
hab Angst, aber die Hebamme sagt, das müsse er nicht. Ich weine! Er ist da!
Und so perfekt, wunderschön. Er sieht so winzig aus. Auf meinem Bauch strampelt
er kurz kräftig.

Dienstag, 11.April 2.05Uhr: Ich habe das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und
leider wirkt die Hebamme nervös, wie sie mit dem Handtuch an ihm herumrubbelt.
Man nimmt ihn mir. Er wird gewogen und gemessen- ich kann nicht glauben, dass
er so groß sein soll, 3920gr auf 56cm. Der Blutzucker ist zu niedrig und er trinkt
die Glucose-Mischung fast gar nicht. Man ruft eine Kinderschwester, da auch
seine Temperatur viel zu niedrig ist. Ich liege da, kann mich nicht rühren, kann
ihn nicht anfassen, kann ihn kaum sehen. Es ist grauenvoll. Der zweite Test ist
noch schlechter. Noah wird weggebracht. Nils geht mit.

Dienstag, 11.April 3.00Uhr: Nils kommt wieder. Noah liegt auf der Neo-Intensiv
im Wärmebettchen. Man versucht dort die Glucose-Mischung in ihn reinzubekommen.
Der Kinderarzt kommt dann bald zu uns.

Dienstag, 11.April 3.45Uhr: Der Kinderarzt kommt, spricht von Startschwierigkeiten,
Noah mache sonst auf ihn einen fitten Eindruck. Man hat eine Blutkultur angelegt
und einen Zugang gelegt für den Fall das er den Zucker i.V. braucht. Aber
er sei positiv eingestellt. Wir müssen wohl noch etwas dableiben. Wenn alles gut
läuft, bekommen wir ihn um 6Uhr und können um 10Uhr gehen.

Dienstag, 11.April 4.30Uhr: Man fährt mich im Bett auf die Station. Ich fühl mich
fit, denn alles ist intakt und ich war schon auf der Toilette. Anscheinend puscht
die Aufregung den Blutdruck hoch. Nils geht spazieren und zu Noah, aber lange
hält er dort das nichts-tun-können nicht aus. Ich soll schlafen, aber es geht
nicht. Ich mag meinen Jungen sehen und ich will heim zu unserer Tochter.

Dienstag, 11.April 6.00Uhr: Nils holt Noah ab. Wir schmusen und kuscheln ihn.

Dienstag, 11.April 7.30Uhr: Der Zucker ist nicht besser geworden, die Temperatur
auch nicht. Er bekommt eine Infusion. Es ist entschieden- wir müssen bleiben.
Meine Welt bricht zusammen.

Noah Leon Hitze (11.04.2006)

Mittwoch, April 12th, 2006

Er ist da.

Wir sind die Dodos…

Sonntag, April 9th, 2006

Das sagt zumindest Zoe immer wieder die letzten Tage “dodo”, ihr
erstes Wort nach Mama und Papa ist ganz eindeutig “hei-ss”, so süß!
Irgendwie schon ein seltsames Gefühl, vielleicht wird morgen die
Geburt eingeleitet und das bedeutet das wir alsbald wieder Eltern
sind. Die Einleitung ist abhängig von Dr. D., dem Wunderdoktor von
Dachau von dem man sagt er hätte magische Hände, wohl noch die gute
alte Schule genossen. Sobald der sagt es kann losgehen, wird das
wohl auch passieren. Leider sind sämtliche Versuche Noah dazu zu
bewegen von allein rauszukommen fehlgeschlagen, da hilft kein Flehen
und kein Bitten. Der kleine Mann wird nun so um die 3500gr wiegen.
Ich kanns noch gar nicht fassen. versuche mich zu verabschieden von
allem, dem Zweisamsein mit Zoe, dem Zweisamsein mit Noah im Bauch,
einfach von allem…

Perfect Drug

Samstag, April 8th, 2006

Wenn das mal nicht der Schönste Tag seit Ewigkeiten war. Zoe ist süßer
als Schokolade, Honig und Karamel zusammen. Sie macht mich total süchtig,
sie spitzt die Lippen, zieht die Augenbrauchen zusammen und sagt “nununu”.
Mit ihren beiden Zöpfen heute und den rehbraunen Kulleraugen mit diesen
langen wunderschönen Wimpern, diesem umwerfenden Lächeln, den
strahlend weißen, geraden Zähnchen, schleicht sie sich einfach ins Herz. Sie
war heute das erste Mal auf dem großem Spielplatz, einfach zu süß wie sie
guckte woher die ganzen Kinder kamen, stehen blieb und immer wieder guckte.
Schließlich fand sie ihr Glück im Buddelkasten und beschämt stellten wir fest,
wir haben ja gar nichts dabei, aber enscheinend herrscht großes Teilen auf
dem Spielplatz, zumindest beim Buddeln. Beim Abendessen, während Zoe so in
ihre Erdbeermilch pustete, die Sonne hineinschien, ach ich hätte am liebsten
geheult…

Keine Lust

Donnerstag, April 6th, 2006

Hatte gestern von 16Uhr nachmittags in der Spielgruppe bis Nachts gegen
2Uhr Wehen. Aber keine Panik mein Körper ist gnädig bekomme ich hier und
da eine Auszeit von 15-20 Minuten, und dann kommen sie ja auch in kurzen
und langen Abständen und mal heftig und ach manchmal arbeiten die so im
Hintergrund.
Gestern abend den letzten Geburtsvorbereitungskurs überlebt, es war sterbens
langweilig und ich hatte überhaupt keinen Kopf für ein wenig Gymnastik oder
Smalltalk mit anderen Schwangeren über Gelüste etc und dann das Palaber über
das Stillen. Danke, so sicher war ich mir vorher nicht, dass ich es nicht will. Den
Höhepunkt der Freude an diesem Treffen wurde für mich erreicht als ein Naivchen
diagnostizierte, Stillen sei reine Kopfsache, ob man will oder nicht. Ich glaub so
sauer erregt war ich schon lange nicht mehr. Naja, danach heulte ich mich bei
der Hebamme über meine drohende Einleitung aus, die sinnlosen Wehen und lief
heulend heim- blöden Hormone…

Zweisam

Mittwoch, April 5th, 2006

Nils arbeitet heute wieder und es ist somit Zoe und mein erster gemeinsamer
Tag seit Ewigkeiten. Eigentlich wollten wir einen Kaffee trinken gehen, aber das
fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, außerdem wäre das ganz schön
viel auf einmal, denn nachher ist Spielgruppe und heute Abend Geburtsvorbereitung,
Thema heute Stillen- sehr witzig, wo ich das doch gar nicht möchte. Naja, die Nacht
war wieder kurz, mach ich mir doch so Sorgen und Gedanken um den Zwerg in
meinem Bauch. Der Arzt wählte wohl wissend die Worte: Dann holen wir das Kind!
Eigentlich ist das nicht so das, was ich mir so vorgestellt habe, muss auch nicht
klappen so eine Einleitung und heftig kanns dadurch auch werden, zu heftig…nicht
das daraus dann doch ein Kaiserschnitt wird.

Wilde Wehen

Dienstag, April 4th, 2006

Heute morgen brav zum Arzt getrottet, da ist noch immer zuviel
Fruchtwasser, aber nur keine Hysterien. Der Blutdruck ist niedrig
und die Wehen stark, teilweise regelmäßig, und mitunter den ganzen
Tag lang. Nach drei Stunden Schlaf in der Nacht, sagte mein Arzt
wir reden mal nächste Woche Montag über eine Einleitung, da die
Wehen seit mehr als 3 Wochen bis jetzt recht nutzlos schmerzen.

Nachtgeflüster

Dienstag, April 4th, 2006

Nun sitz ich hier und weiß eigentlich gar nicht warum. Es zog so regelmäßig,
dass ich nicht schlafen konnte. Wenn ich meinem Gefühl vertrauen kann, hat
sich Noah schon gesenkt, mit dem Muttermund, der ein wenig geöffnet ist,
könnte es nun losgehen. Die Wehen kamen recht regelmäßig aber langsam
nicht mehr. Aber ich fühl mich seltsam. Um nicht alle aufzuscheuchen und
wegen falschem Alarm zu wecken bin ich nun rübergegangen um zu spielen
und abzuwarten. Während das Spiel gedowwnloaded wird, schreibe ich schnell
meinen Bericht, als Zeuge dieser wohl letzten Tage als Schwangere.
Wehen wurden stärker- ich schminkte mich und packte meine Handtasche.
Nun sind sie wieder weg, glaub ich, als ich grade duschen wollte und für einen
kurzen Augenblick glaubte, wenn die weiter hintereinander so stark und so
flott kommen, dann bleibt nicht mehr viel Zeit, grad war ich mir noch sehr
sehr sehr sicher…und nun?! Ich spiele…