Archive for Februar, 2007

“Zuucka, Zuucka”

Dienstag, Februar 20th, 2007

Gar nicht frech war gestern Zoe. Nach unserem Arztbesuch, bei dem der
Arzt mir den Eindruck vermittelte froh zu sein, einfache Erkältungen vor
sich zu haben, standen wir brav in der Apotheke und warteten auf unseren
Hustensaft, der erst aus dem Keller geholt werden musste. Und dann ging
es los: “Zucka!”. “Zucka!”. “Zucka!” “Zucka!” Ein bißchen musste ich ja
schon lachen über Zoe’s Dreistigkeit, aber das machte natürlich gar keinen
guten Eindruck. Als die nette Dame aus dem Keller kam und Zoe immer
noch nach “Zuucka!” schrie, meinte diese: “Jaja, gleich bekommst du deinen
Traubenzucker.” Da könnte man einen roten Kopf bekommen. Und dann
gabs gleich wieder zwei eingepackte Traubenzucker-Nuppsies. Und was
macht meine Tochter? Ohne zu mir hoch zu sehen, ruft sie: “Hallo! Auf!!!”
Können Sie sich den Blick der Apothekerin vorstellen?!
Aber mal ehrlich sind se doch selber Schuld, immer was zu geben! Immer!
Und dann nicht einen, nein, gleich zwei, drei oder vier Stück! Danach hab
ich versucht Zoe daran zu erinnern, dass es doch viel leichter war niedlich
zu gucken und lieb zu sein…

Wieder hier

Freitag, Februar 16th, 2007

Ich war krank, so krank, dass ich das letzte Wocheende im Tiefschlaf verbrachte.
Das war nicht so wirklich toll, aber mir konnte es egal sein, schließlich schlief ich.
Danach, muss ich nicht wirklich erwähnen, war mein Rythmus total im Eimer
und so ist das nach gestern, der erste Tag, der trotz Schnupfnase und Essens-
verweigerer einigermaßen normal ist.

Schon seltsam

Freitag, Februar 9th, 2007

Vielleicht liegt es am Kranksein, dass ich heute darüber nachdenke. Aber
ich denke nicht, dass Väter soviel darrüber diskutieren, ob es richtig ist,
dass sie arbeiten gehen, ob sie die Kinder dann nicht in falsche Hände geben,
ob das alles ein Fehler ist. Nicht das sie gar nicht denken würden, ich möchte
auch nicht sagen, dass sie sich für ihre Kinder nicht interessieren. Aber die
Mama’s wägen hier und da ab, verlieren sich sehr oft in heftigen und oft auch
unerbitterlichen Diskusionen.

Gott schütze…

Freitag, Februar 9th, 2007

das Desinfektionspray. Wenn die Kinder krank sind, laufe ich wie wild durch die
Wohnung damit, um zu verhindern, dass ein Kind das andere ansteckt. Das ist
mir noch nie gelungen, aber ich habe dann das gute Gefühl alles getan zu haben,
um das zu verhindern. Aber ich liebe es damit auch Zoe’s Töpfchen zu putzen,
alles rein, obwohl so dreckig- es minimiert die Berührungsängste. Einfach toll!!!

Lob haben wir nicht zu erwarten

Donnerstag, Februar 8th, 2007

schreibt Madlen Ottenschläger in der Brigitte. Frauen ihrer Generation, Jahrgang
79, sind eigentlich sowieso immer Schuld. Gegen harte Vorwürfe müssen wir uns
wehren-verspielen wir wirklich die Emanzipation? Wir sind die Töchter. Heute
haben wir tatsächlich die Wahl. Wir haben sogar die Wahl nicht frei zu Wählen.
So einfach, aber doch so kompliziert ist das geworden. Denn was wir auch tun,
eigentlich tun wir doch immer das falsche. Frau Ottenschläger hat Recht. Bleibt
eine Frau daheim, ist sie Schuld, “dass die Emanzipation bald den Bach runter
geht, sie ist Schuld, dass wir bald Fachkräftemangel haben; sie arbeitet ja nicht.”
Aber was wenn eine Frau arbeitet und keine Kinder hat?!- Dann “als
Karrierezicke bin ich Schuld, dass Deutschland bald ausstirbt.”

Schatz, ich hab nichts anzuziehen

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Wie oft sagen Frauen wohl diesen Satz in ihrem Leben?! Aber ehrlich bei mir
stimmt er. Denn ich bin keine Frau, die ein Ankleidezimmer hat, weil sie alles
aber auch wirklich alles aufhebt. Ich sortiere aus und lasse wegschmeißen
(Danke Heide! ;) Da bin ich gnadenlos. Ich sammel halt nicht so gern und ich
liebe es schön übersichtlich. Wäre da nur nicht der Geldbeutel. Da erlaubt sich
der Mann schon mal den Spruch: Dann nimm halt wieder zu!
Dann lieber nackend! ;) Ich muss einkaufen gehen, ganz dringend. Es juckt. Es
ist Zeit. Es muss einfach sein. Aber ich muss warten, denn wir haben noch
Schulden bei Oma, nächsten Monat Vereins- und Kursbeiträge zu zahlen. Wir
sind nicht arm, aber bei uns heißt es meistens entweder oder und das bedeutet
dann meistens doch lieber den Babysitter anzuheuern…

Unkündbar!

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Mal überlegen, was hab ich eigentlich den ganzen Tag gemacht?! Aber im Ernst,
hab über Ami einen interessanten, aber sehr kurzen Artikel entdeckt. So viel Frau
auch, so wenn sie denn wirklich “nur” Hausfrau ist schuftet, bleibt doch wirklich das größte Problem der soziale Kontakt. Oder würden wir hier sonst schreiben?!
Denn trotz verschwörerischen Blicken der Mütter, die sich sich dort draußen
gegenseitig zuwerfen folgt danach nicht wirklich viel. Hier muss Mama die Initiative ergreifen. Das belastet zusätzlich.
Aber soviel wir auch Jammern über die beschissene Gewerkschaft, die schlechte
Bezahlung, die vielen Überstunden, die nicht vorhandene Bezahlung und fehlende
Urlaubstage, in einem Punkt braucht Mama sich keine Sorgen zu machen: Sie ist
unkündbar!

Sich grün und blau freuen

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Wo fang ich jetzt am besten an. Ja, auch bei uns war es vorhin still. Hinter mir
spielten die Kinderlein und ich saß am Kindertisch und rechnete. Total vertieft
widmete ich mich unseren Finanzen und dem Speiseplan, da quiekte Zoe. Mit
einem Was-ist-denn-jetzt-schon-wieder-Blick drehte ich mich rum und fühlte
mich plötzlich so… Auweia, dachte ich, als ich Noah die schöne neue Kreide von
Zoe aus der Hand nahm, feinste Kreide aus dem Ideeladen geteilt in zwei Hälften
(sehr diplomatisch Noah!) und Noah mal ganz in grün und blau, sowie der Boden.
Mal was anderes, auf jeden Fall. Kreide- entdecke die Vielfalt.

Sollte mir das zu denken geben?

Mittwoch, Februar 7th, 2007

Gestern lies ich wie so oft den Kindern und mir ein Bad ein. Und während ich
wieder versuchte Noah festzuhalten, gleichzeitig darauf zu achten, dass Zoe
nicht umkippt, dabei Spaß haben und lächeln nicht vergessen, obwohl das
Make-up nur so herunterrinnt, setzten die Kinder das Bad gemeinschaftlich
unter Wasser. Irgendwann kuschelte sich Noah an mich, so dachte ich, doch
da plötzlich ein gar lustiges Geräusch und Gekicher- Noah prustete beherzt
in meinen Busen, so wie wir das normaler Weise auf seinem Bauch machen. Und
weils so schön, wippte und vibrierte gleich nocheinmal das Ganze. Zoe kümmerte
sich fürsorglich um ihr Baby, Noah stieß sich hier und da den Kopf. Und als
ich dann so zu Zoe sagte, wasch doch deinem Baby auch die Haare, fand sie das
eine gute Idee. Aber noch besser fand sie es, den Kopf ihres geliebten Baby’s
gegen den Badewannenrand zu knallen. Mist, jetzt wo ich mir meiner Vorbild-
funktion bewusst bin, sollte ich vielleicht aufhören Noah immer wieder mit dem
Kopf gegen den Badewannenrand zu knallen, zumindest wenn sie dabei zusehen
kann.

Ganz persönliche Zahlen

Dienstag, Februar 6th, 2007

Endlich ich habe es geschafft, nachdem ich reihum hören musste, wie Mamis nach
der Geburt verlauten ließen sie seien schlanker als eh und je oder sogar noch
dünner, habe ich entwas kund zutun:

Als ich meinen Mann kennenlernte war ich so schön schlank. Ich hatte ein Gewicht X.
Nach nur 1 1/2 Jahren, in denen wir anscheinend viel gegessen hatten, an unserem Hochzeitstag wog ich schon x+10. Wie Sie ja sicherlich alle wissen, war ich ja da nun schon schwanger.
In dieser Schwangerschaft nahm ich über 20 Kilo zu. Also kann man bei x+ 10 +20
schon von “großer” Liebe sprechen. Nach der Geburt nahm ich nur höchstens 10 Kilo ab.
Als ich also mit Noah schanger wurde wog ich noch x+ 10 +10. Nahm wiederum fast 20 Kilo zu, was wie Sie sicherlich auch wissen, an dem Polyhydramnion lag.
In den Wehen liegend, wog ich also x+ 10 +10 +20.
Sie dürfen auch lachen, schließlich hatte ich mein Körpergewicht fast verdoppelt.
Nach der Entbindung wog ich dann noch x+ 10+ 12. Schon mal nicht schlecht, hätten ja auch 10 mehr sein können.
Aber es reichte mir, also mühte ich mich ab. Ich kann mit stolz sagen, dass ich
innerhalb sehr kurzer Zeit erst 10 und nun endlich 15 Kilo abgenommen habe. Nur zum Verständnis, wir sind bei x+7.