Archive for Juni, 2008
Selbstversuch Resumee
Donnerstag, Juni 19th, 2008Man sollte es wirklich ernster nehmen. Fakt ist, eigentlich weiß man/frau wie es geht.
Doch zur Umsetzung bedarf es mehr als nur den eigentlichen Willen: seelische Fitness
aller Beteiligten ist Voraussetzung. Auch gibt es Momente, da sollte man einfach Brüllen.
Ein liebenes “STOP!” kann leben retten, denn bis das gesäulelte “Da vorn bleibst du
aber bitte jetzt stehen!” das Innenohr des Kindes erreicht, die Information weitergeleitet
wird, dann noch vom Empfänger positiv aufgenommen wird und schlussendlich zum
tatsächlichen Stehenbleiben führt, hat das Auto das Kind meterweise mitgeschleift.
Mein abschließendes Wort richtet sich an die Eltern, die gern Abwarten und an das
Positive im Kinde glauben möchten und auf so etwas wie Einsicht hoffen: Vergesst es!
Warum man nämlich oft einfach nur brüllt liegt schlicht und einfach daran, dass man
die Kurve nicht gekriegt hat. Man verpasst den Punkt, wo man einfach schon irre genervt
ist zu gern, weil man es gut meint…
Zoe und ihr Mann
Donnerstag, Juni 19th, 2008Während dort ganz andere Männer das Leben der Mädchen bereichern, hält hier
eine ganz andere Phase einzug. Es war ein ganz normaler Nachmittag, wir saßen
am Tisch, da strich sich Noah übern Bauch und verkündete: “Baby im Bauch!”
Also klärte ich auf, dass das nie so sein würde, und weil ich schon sooft erklärte
hatte, dass er zwar Kinder bekommen könnte, sich dafür aber vielleicht ne nette
Frau suchen sollte, sagte ich: “Wenn die Zoe mal groß ist und einen netten Mann
hat, kann Zoe ein Baby bekommen.” Da schaute mich meine Tochter völlig
verständnislos an: “Aber ich hab doch schon einen Mann!” Da war ich gespannt:
“Ja, wen denn?!”- “Na, den Papa!” Ahso…
Meine erste Massage
Mittwoch, Juni 18th, 2008Gestern war es soweit. Außer von meinem Mann wurde ich noch nie so wirklich massiert.
Hebammenoma schenkte mir aber diese eine Stunde sanften Massierens von einer, die
weiß wie es geht.
Ich muss zugeben, dass ich nicht aufhören konnte darüber nachzudenken, dass ich einen
Menschen dafür bezahle mich zu berühren- das ist seltsam. Der Gedanke, dass ich mich
dafür ausziehen muss, kam mir auch erst ziemlich spät. Ich entschied mich für die Variante
mit Slip. Ich fand es sehr diskret. Ich war allein beim Ausziehen, legte mich schonmal hin,
deckte mich zu und dann ging es auch schon los. Es war wunderbar entspannend, drei
oder viermal nickte ich kurz weg. Aber eben auch befremdlich. Ein Stück weit fühlte ich
mich ausgeliefert, aber immer nur ein Bein, dann das andere, erst ein Arm, dann der
andere, der Rücken, die Schultern, der Kopf, einmal umdrehen und von vorn. Es war die
klassiche Liege mit Guckloch. Seltsam zwei hin und her laufende Puschen sehen zu können,
während man so in Ekstase vor sich hin sabbert…
Viel Zeit zum Nachdenken. Davon hatte ich reichlich. In einem Gespräch mit ihr vor der
Behandlung kamen wir auf mein grösstes Problem: Dass ich nicht verstehe, warum ich so
plötzlich nicht mehr von Dankbarkeit erfüllt bin, nicht mehr fröhlich. Warum ich so hänge,
obwohl alles so gut läuft, es quasi keinen Grund für Traurigkeit gibt. Sie meinte, wenn man
ständig unter Anspannung steht und die fiele dann weg, kann man in ein Loch fallen,
obwohl alles perfekt läuft. Die Anspannung fällt von einem ab und man sackt in sich
zusammen. Das trifft es im Moment. Aber helfen tut es nicht. Ich mag mich so nicht, aber
ich wehre mich nun schon eine ganze Weile dagegen und geholfen hat es nichts. Es
annehmen, dass es im Moment so ist, fällt mir am schwersten, aber ohne wird es wohl
nicht besser werden.
Ne Neue
Mittwoch, Juni 18th, 2008Ich brauch auch ne neue Tasche, als ich beim Friseur war und die selbe Tasche trug, wie
beim letzten Besuch vor einem Jahr (!), weiß man es ist Zeit für ne Neue. Das war mir wirklich
und tatsächlich unangenehm, vorallem weil das Innenfutter kaputt ist und sowieso. Aber ich
bin so wählerisch…
Selbstversuch vs Realität I
Dienstag, Juni 17th, 2008Tag 1 +2: Es ist schwer. Wenn ein Kind mit dem Filzstift den Katzenkorb anmalt, man das
verbietet sich umdreht, um ein anders schonmal anzuziehen, das kreative Kind ins Zimmer
gelaufen kommt und plötzlich einen braunen Schnurrbart vorzuweisen hat- ist es sehr
schwer, ruhig zu bleiben. Vorallem, wenn das kreative Kind vorher schon einen Schrank
anmalte. Wenn ein Kind beim Abendbrot erst 3 Mal die Salami fallen lässt, weil so schön
fettig und lustig, um danach im hohen Bogen das Würstchen durch die Küche fliegen zu
lassen, ist es irre schwer nicht zu blöcken. Ich rollte mit den Augen und dann sprach das
Kind, das Kunststücke liebt: “Mama nicht so gucken, sondern lachen!” Das war leicht ;)
Der Tag ist nun geprägt von: “Wenn du nicht, dann” oder “sonst”. Also kam es heute zu drei
großen Krisen mit beiden großen Kindern. Krise 1, eines der Kinder lief immerzu auf die
Strasse, unabsichtlich weil es an dieser Stelle keinen richtigen Bürgersteig gibt, sondern
alles ebenerdig ist. Alsa sprach ich: “Lauf bitte am Rand.” Irgendwann passierte es wieder.
Also blöckte ich. Auf dem Rückweg sagte ich: “Wenn du nicht am Rand läuft, kommst du
an die Hand!” Es kam, wie es kommen musste und beide gingen an der Hand nach Hause.
Krisenpunkt 2: Der Hausflur. Drei Treppen müssen die Kinder laufen, drei Treppen muss ich
Tom hochtragen, drei Treppen den Kinderwagen hochziehen. Ein Kind verweigert das
Laufen immer: Torkelt, schwankt absichtlich, macht sich schwer, verweigert alles. Also
ging ich mit Tom auf dem Arm und dem anderen Kind hoch, und sagte dem stillen Bocker:
“Auf der Treppe sitzen bleiben!”. Als ich dann wieder unten war, wollte das sich verweigernde
Kind plötzlich ganz schnell allein nach oben. Sonst zog ich es schonmal die Treppe hoch,
wutentbrannt. Hätte das nicht auf Anhieb geklappt, hätte ich erst noch den Kinderwagen
hochgezogen. Bis die Einsicht gekommen wäre.
Krisenpunkt 3: Buchauswahl beim Bett-Ritual. Dank eines Zwangs musste es monatelang
immer dasselbe Buch sein. Im Nachhinein irgendwie ein Segen, man konnte es bei
Fremdübernachtung auch mal vergessen, da wir es singen konnten. Nun immer das rosa
Buch! Aber das hat sehr viele Seiten. Sehr viele. Also sagte ich: “Nein, dass dauert zu
lange. Such bitte ein anderes heraus.” Kreisch. Brüll. Nein!!! Also sprach das Muttertier:
“Entweder suchst du eines aus, oder ich!” Brüll. Kreisch. Nein!!! Also nahm das Muttertier
ein anderes Buch heraus und begann zu lesen. Kreisch. Brüll. Nein!!! Also sprach das
Muttertier: “Entweder hörst du auch zu schreien oder ich geh mit Noah raus und lese
es ihm allein vor. Der will es lesen, versteht aber kein Wort, weil du so schreist” Brüll.
Kreisch. Nein!!! Also ging das Muttertier mit Noah zur Tür heraus, las das Buch und danach
gingen wir wieder rein. Kein Gebrüll. Kein Gekreische. Das war eigentlich mal ein großes
Standbein unserer Erziehung: Die Kinder wussten, wir meinen es ernst.
Warum tun wir das? Die Kinder sollen lernen, dass alles was man tut eine Konseqenz mit
sich zieht. Kippt jemand ein Glas um und überschwemmt den Tisch, bringe ich Lappen
oder Tücher zum Aufwischen. Fliegt die Wurst durch die Küche, stehe nicht ich auf um
sie wieder aufzuheben. Das funktioniert ganz gut. So machten wir das auch, bis meine
Kraft nachließ und Anschreien leichter war.
Klappt es immer: Nein! Als ich heute Abend im Stress war, Tom schrie und weinte, weil
hungrig, aber die Kinder mussten umgezogen werden, der Stressspiegel stieg und ich
hatte erst bettfertig und das andere Kind ließ sich Zeit, ich zuoft bitten musste: “Hol
deinen Pyjama. Der Tom weint. Wir müssen uns beeilen.” Und das Kind kommt dreimal
nackt zurück, aber ohne Pyjama. Ja dann ist da nichts mehr im Gehirn aktiv, was sagen
könnte: Von lauter Rufen geht da auch nichts schneller. Oder ein Teil des Hirns, der hätte
sagen können: “Komm wir holen ihn schnell zusammen.” Alles aus: Stress.
Auf dem Weg zur Besserung…
Dienstag, Juni 17th, 20083 Jahre Frau Klabauter
Samstag, Juni 14th, 2008Wenn auch etwas zu spät: Herzlichen Glückwunsch! Und vielen Dank für Ihren Witz und
Ihre Herzlichkeit. Mit Ihnen kann man immer wieder die Leichtigkeit des Seins entdecken!
Besser als…
Samstag, Juni 14th, 2008Pause? Das neue Design sollte ich wohl erstmal sacken lassen! Seltsam nach der langen Zeit…
BLOGPAUSE?
Freitag, Juni 13th, 2008Ich bin hin und her gerissen, weil es so viele Menschen gibt, von denen ich eben nur
Online erfahre, ob es ihnen gut geht oder nicht. Nur hier, hab ich die Möglichkeit schnell
Trost zu spenden oder einfach da(bei) zu sein. Ich habe nur durchs Bloggen so wahnsinnig
tolle Menschen kennengelernt, daher spricht soviel dagegen eine Pause einzulegen.
Immer wenn sich dieses Gefühl einschlich, gab es einen Menschen, der mir zeigte,
warum ich eigentlich blogge.
Ein Aber gibt es dennoch. Es futtert Zeit, aber das tun Freundschaften eben. Aber es
zieht Kraft, gerade bei Diskussionen, die einem so schon an die Substanz gehen. Gibt es
einem oft den allerletzten Rest, aber manchmal eben auch Trost. Hier hab ich oft gelacht,
aber auch geweint…