Archive for Dezember, 2008

Ja, ich will

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Ich dachte, wenn nur der Sommer vorbei wäre, dann käme die Ruhe. Aber dem war nicht so.
Ich dachte, wenn der Herbst vorbei wäre und Weihnachten naht, dann käme Ruhe, weil ich
schon im Sommer Ideen für Geschenke hatte, doch die Ruhe kam nicht. Bis jetzt. Es ist
unruhig. Es ist auf der einen Seite so wie ich es immer wünschte, lebendig und auf der anderen
Seite stellt sich dieses Gefühl nicht ein, dieses ja so fühlt es sich gut an. Ich weiß woran das
liegt, aber im Moment bin ich nicht richtig fähig irgendetwas daran zu ändern. Aber ich muss.
Im Moment ist es so, dass ich mich fragte, warum ich nur so gereizt bin und mir die kommenden
Festtage so gar nicht besinnlich erscheinen, und vor allem warum zum Teufel ich das nicht in
die Hand nehme. Es geht nicht recht. Ja, ich will abends arbeiten, ich will abends Gäste, ich
will Freunde und ich will Kinder hier zum spielen. Aber ich will das so nicht. So heißt, dass in
den letzten drei Wochen hier bei mir, von mir 3 Frühstücke, eine Nikolausfeier, ein Frauenabend,
ein VersicherungstantenAbend, ein SchwiegerelternAbend, ein paar TherapieMorgende und
etliche NatürlichNehmIchDeinKindSuperGernNachmittage auch gern in zweifacher Ausführung
stattfanden. Nebenher führt man eine Ehe, arbeitet spät abens, aber so klappt das einfach
nicht weiter. Ich will das so nicht. Doch das sind ganz seltsame Gefühle für mich. Ich war ewig
freundschaftslos und jetzt jemandem zu sagen, nein danke du, ich bin voll- das kann ich nicht.
Es fällt mir schwer “Nein” zu sagen, weil ich will, denn ich könnte etwas verpassen. Ich versuche
Abtriche zu machen: dann liegt die Wäsche eben vier Tage verstreut im Wohnzimmer, dann liegt
der Berg Versicherungspapiere eben auf dem Schreibtisch, dann wird das Paket einen Tag
später Retoure geschickt, dann geh ich eben nicht zum dritten Laternenlauf in einer Woche, aber
wenn man merkt dass das alles nur noch Jobs sind und das alles keinen Spaß mehr macht, dann
sollte man die Notbremse anziehen.

Der Tag

Montag, Dezember 15th, 2008

Wenn die Jungs schon schlafen und Zoe als Letzte noch auf ist, gehe ich oft nochmal zu
ihr, noch einmal Kuscheln, noch einmal Küssen, noch einmal reden. Und dann frage ich
sie: “Was war das schönste heute für dich?!” Darauf sagte sie heute: “Das ich zu Hause
bleiben durfte!”- “Und was war das Blödste?”- Darauf folgte ein tiefer Seufzer, Gedanken
zurück an die fürchterliche Situation in der Küche: “Das die Große sich nicht neben mich
setzen wollte.” Ich zerschmolz und erklärte, dass diese Große vorher einfach noch nie hier
war und sehr schüchtern war, so wie sie selbst, wenn wir anderswo neu sind. “Marina
hat uns doch noch nie gesehen! Die kannte dich doch gar nicht!” Achso. Später lag sie
noch immer wach im Bett: “Mama und weißt du was noch blöd war? Das die Mädchen
wieder nach Hause gefahren sind!”…

Es war schön! Und muss unbedingt wiederholt werden!

Jetzt mal ehrlich!

Sonntag, Dezember 14th, 2008

Diese Laura mit dem Stern, die geht mir auf die Nerven. Seit Wochen oder/und
Monaten lesen wir Abend für Abend kleine Passagen aus dem Buch zum Film vor
bis zum Ende, nur um dann wieder von Vorn zu beginnen. Zoe sei Dank.
Und jedes Mal fügt man Zeilen hinzu, zum Beispiel wenn Laura spät abends einfach
ihrer Mutter hinterher rennt, die mit dem Auto ein paar Straßen überquert bis Laura-
ohne Bescheid zu sagen und ohne Jacke einfach ins Dunkel rennend bemerkt, dass
sie sich verlaufen hat. Das macht man aber nicht, einfach so weglaufen, da muss man
dem Papa schon vorher Bescheid sagen, auch wenn die Mama den Cellobogen vergessen
hat! Auch abends arbeitende Mütter werden ihre wahre Freunde mit dem Werk
haben, wenn der Max vor sich hinmurmelt, dass es ganz toll ist und es ja niemandem
auffallen kann, wenn die Mama nicht da ist und er jetzt der Laura hinterher fährt, mit
dem Fahrrad im Dunkeln.
Auch dieses durch die Luft fliegen ist so eine zu erklärende Geschichte. Die Leute vom
Text scheinen die eine oder andere Droge konsumiert zu haben, wenn die Blechkatze so
durch den Weltraum mit ihrem Propeller fliegt. Andere werden ihre Freude damit haben,
unbedingt schenken!

Wie die Zeit vergeht…

Samstag, Dezember 13th, 2008

Déjà-vu mit Zoe und Noah…

Januar 2007 & Heute
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Nachts

Samstag, Dezember 13th, 2008

Alle Gäste sind eben gegangen und es ist angenehm still. Ich räume meine Küche auf, werde
in Ruhe Unmengen Geschirr abwaschen, einfach weil in meinem Kopf noch ales dröhnt und
es gilt ein großes Stimmengewirr auseinander zufriemeln. Ich wünsche allen eine gute
Nacht und angenehme Träume…

Ganz ehrlich

Freitag, Dezember 12th, 2008

manchmal schaue ich meine Tochter an und sie erzählt und erzählt und erzählt von ihrem
wunderbaren, aufregendem Tag und ich hab Mühe ihr zu folgen, weil ich so vertieft bin
in ihre wunderschönen dunkelbraunen Augen, die langen Wimpern und diese schön
geschwungenem Augenbrauen. Und dann, genau dann bin ich so gerührt und stolz, dass
ich ihre Mama sein darf und mit erleben darf, wie sie aufwächst…

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Doppel-Date

Freitag, Dezember 12th, 2008

Die Tage vor Weihnachten sind meist alles andere als besinnlich, jedenfalls hier. Ich hoffe sehr
auf Ruhe nach dem 24.12. Entweder sind eine Horde Kinder hier, wahlweise mit oder ohne Mütter
oder ich habe mir Menschen eingeladen, manchmal auch Muss-Termine. Heute Morgen Frühstück
bei mir im kleinen Rahmen, während unsere Zweijährigen im Kinderhaus weilten, aßen wir vier
Mütter mit jeweils drei Babies gemütlich und tranken Literweise Kaffee. Heute Nachmittag gemütliches
Beisammensein mit einer lieben Freundin. Und das hätte ohne Kinder glatt weg besinnlich sein können ;)
Jetzt klingelt es gleich und 7 Damen stürmen das Haus die Wohnung für sensationel besinnliches
Fondue. Aber dann, dann ist erstmal Wochenende.

Klingeln Sie doch, es wird nur niemand aufmachen! Erst Montag!

Immer ein komisches Gefühl

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

in der Magengegend, wenn man mit 4 Kindern und Baby in die Altstadt tingelt,
aber nur weil ich eines der Kinder zum ersten Mal allein habe und es daher gilt,
sich schnell durchzusetzen. Bin froh, dass alle heil hier ankamen. Machten sogar
noch einen kleinen Abstecher zu Weihnachtsmarkt um Lokomotive zu fahren.

Angstvolles Einschlafen

Dienstag, Dezember 9th, 2008

Noah hat Angst. Angst vor den Nachbarn. Ich weiß nicht wieso, ob es die Schritte sind,
das Karaoke- Singen oder die Intonation der Vietnamesen. Er schrie am Sonntag. So wie
noch nie zuvor. Er legte sich wieder in sein Bett und schrie kurze Zeit erneut. Wir probierten
alles: trösten, schmusen, bestimmt auftreten, immer wieder regelmässig gucken gehen
und versichern, dass man wirklich da ist, bevor er schrie. Es half nichts. Ich blätterte
hektisch in meinem Homöopathie Buch, stellte fest, dass ich dringend die homöopathische
Hausapotheke und das Kinderbuch brauche. Es war wirklich zum Verzweifeln. Er war
nassgeschwitzt, sein Herz raste und irgendwann hatte er sich auf 38°C hochgeweint.
Panikattacke. Ich benutze Kügelchen und Co. so selten, aber ich griff in die Tasche und
holte die Rescue Tropfen raus, nach zwei Gaben, schlief er endlich ein. Gestern Abend
war ich allein, und war drauf gefasst. Ich sagte Noah, dass der Kater eingesperrt sei,
ich da wäre, ich gleich, wenn Tom auch im Bett ist sofort gucken komme und gab ihm
noch vorm Sandmann die Tropfen. Kein Geschrei. Der heutige Abend nahte. Er hatte
keinen Mittagsschlaf gemacht, weil Zoe blau machen durfte, ich erneut allein, Noah
müde und fertig, klebte an mir wegen den Nachbarn, als wir mit dem Zähneputzen
fertig waren -erneute Gabe der Tropfen- wollte er schon nicht ins Bett. Ich habe noch
das komplette Zimmer aufgeräumt, damit es aussieht wie immer, gesagt der Kater sei
eingesperrt und dass ich gleich nochmal gucken komme nach beiden, wenn Tom schläft.
Wieder kein Geschrei. Ich hoffe das bleibt so und gebe weiterhin die Tropfen…

Geschäftsideen Deluxe

Dienstag, Dezember 9th, 2008

Liebe FrauRieke, wäre das nicht etwas für dich?

Ich habe soeben im deutschen Vorabend-Programm, in einer Sendung mit drei Gängen,
einen eindeutig homosexuellen Mann gesichtet, der über steif geschlagenes Eiweiß sprach-
in einer Schürze mit der Aufschrift: Dick mit Chic.