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Donnerstag, April 23rd, 2009Wie war das nochmal? Wer das eine will, muss das andere mögen!? Ich will dieses Kind doch, ich
liebe dieses Kind, aber ich habe Schmerzen. Ich geb mir solche Mühe, ich ruhe Mittags, wenn
es geht, aber es tut weh. Jetzt schon. Ich würde mich ja am liebsten selber auslachen. In der
18.Woche schon das Jammern beginnen. Es zwickt und zwackt. Der Uterus fühlt sich bleischwer
an, dabei weiß ich genau, dass es für Beschwerden viel zu früh ist. Was wiegt das Kind?! Wie soll das
erst werden, wenn es 4 1/2 Kilo wiegt? Wie soll das werden, wenn meine Gebärmutter die Größe
einer riesigen Wassermelone erreicht hat? (Die gotterbärmlichen Nachwehen dann erst!) Es ist
nicht zu ändern, in dieser Woche hängt viel an mir. Ich laufe den Berg hoch in die Altstadt mehrmals
täglich, laufe ohnehin sehr viel, bin auch fit dadurch, aber egal ob ich den Kinderwagen allein
schiebe oder nebenher ein Kind an der Hand hochführe, es schmerzt. Es zerreißt mich dann
fast, dabei ist der Bauch winzig so im Vergleich mit dem, was da kommt. Ich blätterte also nach im
Ratgeber, das nennt sich Senkungsbeschwerden, dazu gesellen sich die Mutterbänder und ich
hatte in dieser Woche abends erste Wehen, “schmerzhafte ich atme dann mal, frag mich später
nochmal Wehen”. Dagegen hilft Beckenbodentraining. Daran zu denken ist aber alles andere als leicht.
Also dachte ich an Gymnastik oder Yoga. Ich überwand mich heute und rief mit diesem Gefühl von
“Nun ist nicht mehr zu früh, sondern genau richtig” bei der Yoga-Lehrerin an, die ich schon von
Gravida 2 und 3 kenne. Dann die Ernüchterung. Jetzt läuft ein Kurs, dann pausiert sie. Und startet
wieder im Juli, Anfang Juli sind wir noch im Urlaub, also beginnt mein Kurs erst am 17.07. Aber
auch nur 3 Mal, da dann die Ferien beginnen. Weiter geht es dann im September, kurz bevor ich
gebäre quasi. Das nahm mich so mit, dass ich sofort nach Geburtsvorbereitung, Yoga woanders,
Auqa-Gymnastik und Gymnastik schaute. Genau das gleiche. Kurse laufen. Pause. Start Mitte Juni
bis Juli, genau die Zeit, in der wir in Ferien weilen, Pause und Start ab September, teilweise Ende
September. Haha. Das war der Moment, in dem ich am liebsten geheult hätte und wirklich mehr
als aufgewühlt war. Da will man nicht nur meckern, sondern was tun und was ist?! Nichts zu finden.
Schlechtes Timing.
Ich bin sehr verwöhnt, wenn ich an die letzten Schwangerschaften denke, erinnere ich mich richtig
gern. Ich weiß bei Noah endete die Freude in der 32.Woche mit zuviel Fruchtwasser und Wehen,
aber es ging mir gut, auch mit 1,35m Umfang. Mir ging es gut, bis dahin. Bei Tom war der Fokus
schon ab der 17. Woche darauf gerichtet das Kind überhaupt bekommen zu können. In Dankbarkeit
schwebte ich durchs Leben. Erst die letzten Tage kotzten mich so richtig an. Vielleicht hab ich ja
auch ein paar Erinnerungen verdrängt, aber ich erinnere mich so gern. Wenn ich jetzt an die
nächsten 20 Wochen denke, wird mir übel. Wo ich immer entspannt der Babyzeit entgegen sah,
weil ich in etwa weiß, was auf uns zu kommt, wird mir jetzt übel wenn ich daran denke, dass ich
die nächsten 23 Wochen den Berg in die Altstadt weiterhin laufen muss. Täglich. Mindestens zweimal
hoch, runter geht ja, zu Freunden laufen, zum Baden, Tom tragen, Kinder auf dem Schoß oder
der Kopf auf dem Schoß beim Zähneputzen, Treppen steigen, Einkäufe tragen etcpp und während
dessen diese Schmerzen? Dafür ist es zu früh, meckern dürfen Frauen mit dickem Bauch! Aber es
zieht! Entweder verschwindet der Schmerz von allein und ist eine Phase oder nur durch Sport, zu
dem ich mich selber zwingen muss, würden die Beschwerden besser werden. Ich möchte den Kopf
in den Sand stecken oder nie wieder unter der Bettdecke vorkommen, jawohl. Und wenn ich im
Bett zu munter weiter mampfen würde wie die letzten Tage, dann wird nicht nur der Bauch größer!



