Archive for August, 2009

Erziehungsfragen

Samstag, August 22nd, 2009

Zoe: “Mama, der Tom hat mein Buch kaputt gemacht.”
FrK: “Nein…äh… genau genommen war ich das…”
Zoe: “Mama! Aber das hättest du mir doch sagen müssen. Oder dem Noah.”

Öhm ja… Tiefer kann ein Kopf nicht hängen…

Babyshower Teaser

Samstag, August 22nd, 2009

Na?! Schon gespannt, die Damen?!

Die Großen unter sich

Samstag, August 22nd, 2009

Noah: “Natürlich hast du auch schon mal Schmarn gemacht!”
Zoe: “Ja, aber ich hab noch nie auf eine heiße Herdplatte gefasst.”

Diese Gespräch fand eben statt, nachdem Noah auf die heiße Herdplatte gefasst hatte. Die Darsteller
der Szene sind erst 3 und 4 Jahre alt- aber Sprücheklopfer, meine Herren…

Bedeutungsschwanger

Freitag, August 21st, 2009

Soeben hätte ich bei der Verwendung von Holzpolitur in Glück versinken können. Was soll mir
das sagen? Und erst in dieser Woche hätte ich mich am liebsten in der Garage einer Freundin
eingeschlossen… Das roch so gut- herrlich…

Sturm im Herzen

Freitag, August 21st, 2009

Jetzt sitze ich hier allein, den zweiten Abend in Folge und habe sehr viel Zeit für mich und meine
Gedanken um das Bauchbaby. In ein bißchen mehr als 5 Wochen erreichen wir den errechneten
Termin und je näher der rückt, umso mehr Kopfkino findet statt. Jeder der glaubt mit steigender
Kinderanzahl wäre eine solche Ankunft immer unspektakulärer, der irrt gewaltig.
Ich erinnere mich noch zu gut an die ersten Wochen. Während eine liebe Freundin begann im
Kopf alles zu wälzen, herrschte bei mir Ruhe. Erst dachte ich es läge daran, dass ich diese Unruhe
und alle Eventualitäten vor dem Entschluss ein viertes Kind austragen zu wollen, mit mir selber
und dem Gatten nächtelang ausgetragen hatte. Und tatsächlich weitere Wochen später war ich noch
immer entspannt, dafür hatte es eben etliche durchwachte Nächte davor gegeben. Es kann auch
damit zusammen hängen, dass ich solch große Angst hatte dieses Pünktchen in mir zu verlieren.
Ganz allmählich mit dem nähern an den Termin kommt diese Unruhe. Tausend Fragen tauchen
plötzlich auf. Wie lange werde ich diesmal warten müssen? Wie wird das? Darf ich sofort nach
Hause? Wird es wieder so sein, dass man so lange darauf hinfiebert und plötzlich geht alles viel
zu schnell und man hat das Gefühl nicht hinterher zu kommen? Werde ich stillen können? Wie sehr
werde ich mich an meine eigenen Besuchsregeln halten? Werde ich endlich liegen bleiben können?
Oder muss ich Putzen um anzukommen? Werden die Nachwehen wieder so lange so schmerzhaft
bleiben? Wie wird es den Kindern gehen? Wie wird es sein ein Baby zu versorgen ohne den Mann,
der die Flasche in der Nacht gibt und sich die Nacht mit mir teilend um die Ohren schlägt? Wie
wird es sein einen Mann hier zu haben, der Elternzeit hat? Klappt das auch alles? Wie wird es sein
wieder von vorn anzufangen, aber diesmal keine Freundinnen zu haben, die ähnliches erleben?
Wie wird es sein, wenn alle anderen befreundeten Kinder älter geworden sind, nur wir fangen bei
Null an? Wie müde werde ich sein? Wie werde ich das meistern? Werde ich weiterhin das Gefühl
haben, jedem Kind gerecht zu werden? Werden sie sich alle weiterhin geliebt fühlen? Wie wird es
mir körperlich gehen? Wie groß werden die Schmerzen beim Milcheinschuss? Wie wird das
alles klappen, trotz 8 Wochen unterschiedlichster Unterstützung? Werde ich wirklich vom Kauf
des neuen Zwillingswagens profitieren? Wird es wirklich helfen, dass es dann vielleicht nicht mehr
so heiß ist? Werde ich das Schwangersein dann wirklich nicht sehr vermissen? Werde ich glücklich
sein? Werde ich genug Zeit haben Ben Mino zu genießen?
Ich kann mich nicht erinnern in der Schwangerschaft mit Tom so unter Spannung gestanden zu
haben. Beim besten Willen nicht. Ich dachte mir, Grübeln mache ja keinen Sinn, denn es käme eben
wie es kommt. Das würde schon werden, niemand würde dabei umkommen. Aber diesmal, diesmal
ist das eben anders. Ich trage noch einen kleinen Babybären durch die Gegend, der mich braucht und
hüpfe gedanklich von einem großen Kind zum andern, um ja nichts zu übersehen. Versuche liebevoll
da zu sein und zu zeigen, dass ich jeden einzelnen so sehr liebe, dafür das er ist wie er ist und ich
mir ein Leben ohne einen diesen kleinen Muckel nicht vorstellen könnte, keinen gebe ich mehr her!

Philosophie zu Tisch

Donnerstag, August 20th, 2009

Am Mittagstisch fragt das Tochterkind: “Mama, können auch künstliche Blumen sterben?!”

Wenn Sie mich nur sehen könnten…

Mittwoch, August 19th, 2009

wie ich hier angestrengt durch die Wohnung watschel- das muss aussehen…

Grenzerfahrungen

Dienstag, August 18th, 2009

Mit den Kindern besuche ich eine andere Familie, mit einem oder zwei Kindern und irgendwann
höre ich diesen Satz. Die Mutter, die zu ihrem Kind sagt: “Ist es nicht schön, wenn so viele
Kinder zu Besuch sind?” Das sind Momente in denen ich mir inständig wünsche, ich möge mich
verhört haben.
Oder gestern an der S-Bahnhaltestelle. Meine Kinder würden nie auf wildfremde andere Kinder zu
gehen. Wozu? Sind ja ständig Kinder da. Meine Kinder genießen mal Ruhe und Frieden. Es scheint
aber Kinder zu geben, die völlig isoliert großwerden und sich hungrig auf andere Kinder stürzen.
Denn die stehen dann urplötzlich da und während die Mutter des Kindes sich genüsslich
zurücklehnt, fragt das nervige Kind: “Warum habt ihr so viele Kinder?!” Warum dies, warum
das. Ich bin doch kein Entertainer für Einzelkinder. Ich beiße mir auf die Zunge, man will ja das
arme Kind nicht verschrecken, aber der kleine Teufel in einem möchte sagen: “Du solltest dich
fragen, was an dir so schrecklich ist, das Mami nur eines von deiner Sorte wollte!” Das sagt man
natürlich nicht. Aber es nervt. Weil es öfter vorkommt, als der Leser jetzt denkt. Gerade für kurze
Bespaßung, ob im ICE, Cafe oder Haltestelle: “Geh doch mal gucken, was die anderen Kinder da
machen.” Grr. Das macht 10 Euro die Stunde, gute Frau!

4 Wochen Ferien

Montag, August 17th, 2009

Am Anfang der Kindergartenschließzeit, dachte ich mit nur genug Optimismus wird das toll!
Es läge eben an mir. Nach der ersten turbulenten Woche, folgte die zweite Woche in denen ich
eigentlich nur motzte und mich selber gar nicht ertrug, abends auch weinte vor lauter
schlechtem Gewissen. Im Kopf das Bild der Engelein. Es wäre ja nur meine Schuld, dass ich so
viel motze. Doch ganz langsam sehe ich da klarer. Fakt ist, seit 6 Wochen ist niemand da, der
mir die Kinder mal abgenommen hätte, nicht mal für ne Stunde. Ich habe zwar für Tapetenwechsel
gesorgt, indem ich abends aus war, aber das ist Zeit die ich eigentlich brauche um mal zu
Verschnaufen. Was ich also gebraucht hätte, wäre in der “Arbeitszeit” etwas Entlastung. Da hilft
auch kein Spieplatzbesuch am Wochenende, den der Mann allein unternimmt. Ich brauche mal
ne Pause. Wo sonst ein Teil des Tages jemand anderer sich das Geplapper anhört, mal etwas
verbietet tue ich das. Den ganzen Tag. Für drei kleine Wesen. Ich stehe zwar unter den Ferien
erst gegen 7.30Uhr auf, aber ab da bin ich Mama. Ich dachte, das würde schon entspannt werden,
weil die Wege wegfielen, dafür telefoniere ich mit anderen Mama’s um Dates auszumachen oder
laufe eben dort hin. Immer mit drei Kindern. Sie sind immer da. Sie haben nur mich. Es gibt keine
Kollegin, die als Ansprechpartner da ist, nur mich und die Kinder.
Dann gibt es dieses Kind in meinem Bauch, das mit aller Macht versucht im Kopf ein bißchen
Platz zu bekommen, indem ich gern hin und wieder allein wäre um mir die Vorzüge der x-ten
Tragemöglichkeit anzusehen.
Es sind großartige Kinder, die stundenlang spielen können, mit denen ich gern Zeit verbringe,
aber diese vier Wochen überfordern mich. Es ist anstrengend. Wenn ich am Vormittag noch sehr
geduldig und lustig bin, geht mir am Nachmittag oft die Puste aus. Es fällt mir sehr, sehr schwer
bei der großen Erwartungshaltung an mich selbst, den Punkt nicht zu übersehen an dem ich voll
bin und Abstand brauche. Denn während ich diesen Punkt wahrnehme, fühle ich mich schrecklich.
Beispiel: Vorhin nach dem Duschen, Tom krabbelt auf Zoe, dann auf Noah, ich versuche Zoe und
Noah ne frische Gute-Nacht-Windel anzuziehen, alle drei reden durch einander, ich versuche in
Gedanken mir zu merken, was ich als nächstes tun muss, bin beim Brot und es wird mir zu hektisch,
plötzlich werde ich pampig. Ich realisiere also: Es ist gut. Ich mache schnell Brote, gieße Milch ein
und schnappe mir den jammernden müden Tom, und setze mich zum Verschnaufen auf die Couch.
Dieses Alleinlassen der Kinder fällt mir unheimlich schwer. Auch wenn ich weiß, ich würde nur
bei der erstbesten Gelegenheit meckern. Also diesen gesunden Punkt überhaupt als solchen zu
sehen, sich einzugestehen und dann zu handeln, ist überaus schwierig. Aber ich arbeite daran.
Zudem kommt ein wohl wichtiger völlig außer Acht gelassener Aspekt: die Kinder. Sie sind keine
kleinen Engel. Sie sind mal müde, haben schlechte Laune, sind frech. Also bei allem Optimismus,
aber der ist zum scheitern verurteilt, wenn das Gegenüber nicht will. Auch das muss man sich erst
mal eingestehen können. Das Tochterkind ist in ner schwierigen Phase, zwischen ablehnendem
Frechsein und verschmusten Anlehnen. Ich mag gar nicht näher drauf eingehen. Aber Fakt ist, es
ist nicht meine Schuld, wenns hier turbulent wird und diesen Gedanken zu zulassen, hat jetzt zwei
Wochen gebraucht. Inwieweit das helfen wird die nächsten 14 Tage hier zu meistern, werden wir
sehen.

Noch 6 Wochen oder 34+0

Sonntag, August 16th, 2009

Also schon wieder ist eine Woche vorbei, jetzt in den Ferien geht das doch irgendwie schnell.
Wenn ich es nicht viel besser wüsste, würde ich denken Ben ist einen Hauch tiefer gerutscht,
da ich noch öfter zum Örtlichen muss und so einen Druck spüre der mir Schmerzen zum Po
beschert.
Heute morgen dachte ich daran, dass wir uns mal wieder die Haare schneiden lassen könnten,
dafür käme aber nur das nächste Wochenende in Frage, weil die Woche darauf lieber Besuch
ins Haus steht. Der Liebste möchte gern noch einen Freund einladen, die Oma kommt bald
von ihren 8 Wochen Urlaub zurück, der Kindergarten geht in zwei Wochen los, all das was vor
Kurzem noch in weiter Ferne lag, rückt immer näher.
Da ist diese Ungeduld und der Wunsch, die Zeit solle doch einfach noch schneller vergehen und
die Vorfreude auf Ben und dann ist da ganz selten, aber hin und wieder der Gedanke, dass
noch viel zu viel Kleinkram erledigt werden muss.
Ich schiele zurück und erhoffe mir ein Zeichen, dass es vielleicht ja doch keine so lange Zeit
mehr ist, aber finde nur Parallelen. Ich weiß, ich sollte die Schwangerschaft viel mehr genießen,
denn das Gefühl wird mir fehlen- im Augenblick weiß ich nicht was genau mir da bitte fehlen
soll, aber es wird genau so sein. Ich kenn mich doch, oder sollte ich endlich glückselig im Bett
versinken und das mit dem Schwangersein den Anderen zukünftig überlassen?! Heute dachte ich
das allererste Mal für einen Augenblick: In 7 Wochen und ein paar Tagen ist spätestens alles vorbei,
das Warten. Denn momentan drehen sich alle Gedanken nur um die Ankunft von Ben Mino, absoluter
Tunnelblick. Alles dreht sich um seine Ankunft, darum was fehlt, gepackt, gekauft, sortiert,
unternommen und noch gemacht werden kann, bevor er kommt. Denn dann ist das Leben zu
Ende! Nein, kleiner Spaß- es scheint nur so. Und das nervt. Denn es drängt sich die Frage auf,
ob es nicht viel anderes geben sollte. Aber ehrlich gesagt möchte ich nur noch an meinem Ben
schnuppern, normal sitzen können, nicht alle zwei Minuten zum Örtlichen müssen, auf dem
Rücken schlafen können ohne Atemnot und Kreislaufzusammenbruch. Und ich will diese mir
versprochenen Stillhormone, die mich Einlullen sollen- jawohl. Manno, wie lange denn noch bitte?!