Archive for Oktober, 2009

Schicke Augenringe

Montag, Oktober 26th, 2009

Nach dem Schminken heute festgestellt, dass da kein Makeup hilft. Der beste Abdeckstift
macht keine müden Augen munter. Dabei bin ich sogar sehr glücklich. Glücklich, aber
eben müde. Ben schubte am Wochenende und wollte öfter gestillt werden, so auch in der
Nacht. Wir haben aber jetzt, da Ben ein paar Zentimenter größer und kräftiger ist, begonnen
nachts auf der Seite zu stillen, das vorher tatsächlich anatomisch nicht klappen wollte. Und
siehe da, danach einfach Einschlafen ist himmlich. Für beide. Ben wird beim Umbetten nicht
unnötig geweckt und ich kann endlich wieder gemütlich mit Ben kuschelnd schlafen!

Hallo Ernst!

Montag, Oktober 26th, 2009

Heute klingelte der kleine Ernst (des Lebens) an unsere Tür und nahm meinen Gatten einfach mit-
die beiden haben freundlicher Weise die großen Kinder auf dem Weg zur Arbeit in den Kindergarten
gebracht. Erst gegen 14Uhr wird der kleine Ernst vom Liebsten ablassen, dem dann hoffentlich
die Flucht gelingt, denn im Kindergarten wollen dann wieder zwei Kinder abgeholt werden und
im Anschluss hätten sie Lust zum Turnen zu gehen.
Die kleinen Kinder und ich, wir lassen es uns derweil gut gehen und üben fleißig für den großen
Ernst(fall) in vier Wochen. Und ich finde für so einen ersten Tag machen wir das ganz gut. Ich hatte
große Sorge, dass der große Kleine hier beim Anblick des kleinen Ernst in Tränen ausbricht und
nicht von Papas Seite weichen möchte. Schließlich verließ er mit Papa jetzt vier Wochen morgens
das Haus und kam wieder mit ihm zurück und genoss das süße Lotterleben mit zwei Eltern. Aber
der große Kleine war total süß und hat dem kleinen Ernst, dem Papa und den zwei Großen
liebevoll gewunken… Nur die Mama, die musste sich ein paar Tränchen wegwischen…

Hätten Sie’s gewusst II?!

Sonntag, Oktober 25th, 2009

Als ich die Nacht im Wehenzimmer des Kreisssaals verbrachte, weil Ben sich in BEL gedreht hatte
und ich nicht wusste, ob am nächsten Tag ein Kaiserschnitt nötig sein würde oder ob ich ihn auf
normalem Wege bekommen würde können, kam mir wieder ein Name in den Sinn: Hobbs. Die
ganze Nacht tat ich kein Auge zu, streichelte meinen Babybauch und sagte ihm immer wieder, dass
wir zwei das schon schaffen würden und er sich keine Sorgen machen braucht, er könne sich
auf mich verlassen und wenn er so zu uns kommen mag und jetzt dann soll es eben so sein. Und
hätte er es sich nicht doch noch anders überlegt, hätte er einen Namen mehr als seine Geschwister
gehabt: Ben Mino Hobbs.

“Jetzt wart du erstmal bis…”,

Samstag, Oktober 24th, 2009

“du 18 Jahre alt/ ausgezogen/ umgezogen/ verlobt/ verheiratet/ viele Jahre verheiratet/ Mutter/
2-fache Mutter/ vielfache Mutter bist, dann sprechen wir uns nochmal!”

Wie oft habe ich diesen Satz gehört. In verschiedensten Variationen. Im Augenblick höre ich meist
diesen Satz: “Jetzt wart du erstmal bis die Kinder in die Schule kommen.” Denn dann- glaubt man
diesen Menschen, fängt mein Dasein als Mutter erst an und hört die Welt auf sich zu drehen. Denn
Schule ist “etwas ganz anderes”. Jetzt im Augenblick ist alles noch ganz easy, aber wenn erst die
Schule losgeht, dann wirds hart. Jedenfalls solle ich erstmal abwarten, bis die Schule losgeht! Ich
glaube, dass es anders wird. Aber das ist auch alles. Ich möchte nicht naiv erscheinen und glaube,
dass sich vieles mit Schulbeginn verändert, aber ich bin im Augenblick nicht unterfordert mit meinen
vier Kindern. Die sind klein. Glaubt man diesen Leuten, ist das Leben jetzt ein Spaziergang und erst
später wird es kompliziert, anstrengend und fordernd. Aber das ist es jetzt schon. Ich wachse in
meine Rolle. Ich wachse mit meinen Kindern und die letzten Jahre machten mich stark. Die Schule,
die der Gatte und ich jetzt durchleben ist eine gute Vorbereitung. Wir sind eben viele und das
rasch geworden. Wir wissen was wir tun.

Ich glaube, dass wir auf dem besten Weg sind eine Großfamilie zu werden. Und das ist nichts, was
einfach so passiert. Ich kämpfe dagegen an, schließlich will man schön vernüftig sein. Das ist ja
schließlich nicht normal. Glaubt man der neuesten Elternausgabe, wollen wir mit den Kindern
etwas kompensieren: In dieser kalten Welt, einen warmen Ort schaffen, denn wir leben isoliert.
Davon weiß ich nur gar nichts. Ein Teil des Artikels hat mich geschockt, das Bild das dem Leser
vermittelt wird ist einfach schaurig. Ich frage mich wie andere Eltern es geschafft haben ihre
Familienplanung zu leben. Wie sie mit dem Gedankenkarussell umgegangen sind. Einfach wie
man mit dem Gefühl umgeht: “Wir sind noch nicht komplett.” Eine Schwangerschaft ist anstrengend,
manchmal belastend für die ganze Familie. So beginnt es. Erneut ein gesundes, lebendes Kind
zu bekommen wäre ein Wunder. So geht es weiter. Der Blick für jedes einzelne Kind, um nichts
zu übersehen und emotional optimal zu versorgen bleibt Lebensaufgabe.
Soviele Gedanken, die man sich vorher macht und dann pauschalen Urteilen zu unterliegen
machte mich schon beim vierten Kind wahnsinnig. Denn jede Nacht auf dem Weg ins Bett, gehe
ich an jedem Kind vorbei und dann beginnt das, was sich im Bett fortsetzt: War ich für alle da?
Was hab ich übersehen? Ich denke an den Tag von jedem einzelnem Kind. Was gibt es für
Sorgen und Probleme? Wo hätte ich anders reagieren können? Hab ich etwas vergessen? Was
war schön und gehört wiederholt? Wo brauch ich Hilfe?
Ich definiere mich nicht über meine Kinder. Ich liebe mein Leben! Ich liebe meinen Mann und
meine Kinder. Ich liebe das, was ich tue. Ich lebe mein Leben jetzt und nicht erst in 20 Jahren.

Irgendwas ist immer…

Freitag, Oktober 23rd, 2009

Versuchen Sie mal vier Kinder zu fotografieren. Entweder wird geweint, weggeguckt, böse
geschaut oder Mamas Socken ist auf dem Bild…

Vier

1 Monat Ben

Freitag, Oktober 23rd, 2009

Ben 2Ben 1Ben 3
Letztes Jahr sah das so aus…

Wenn Ben nach dem Stillen seinen kleinen Kopf ganz behutsam auf meinem Busen legt ist es das
wohl schönste Bild für mich als Mutter. Wie er ganz entspannt auf ihm gebettet liegt und seelig
schläft- auf dem wohl weichesten Kissen der Welt in völliger Geborgenheit. Ich genieße es dabei
seinen Kopf mit dem vielem Haar zu streicheln und die samtene Wange. Während dessen fliegt
mir dieser wunderbare Duft entgegen und ich möchte nur noch die Welt anhalten…
Unvorstellbar, dass Ben schon einen Monat bei uns ist. Gewachsen soll er sein?- Niemals!
Zugenommen soll er haben?- Nein, Quatsch. Ist er nicht noch genauso klein wie am Tag seiner
Geburt?- Bestimmt. Hab ich nicht alles getan, um die Zeit langsamer vorbei gehen zu lassen?
Unvorstellbar, dass Ben erst einen Monat bei uns ist. Er gehört doch schon immer zu uns! Wie
soll das denn mal gewesen sein ohne ihn?- Ich kann mich nicht erinnern.

Du hast einfach zwischen uns gefehlt. Wir waren nicht komplett, aber jetzt seit einem Monat
machst du uns noch glücklicher! Du bist der Kleinste in unserer Runde und hast gleich 5
Menschen, die sich täglich um dich kümmern und liebevollst auf dich acht geben.
Seit ein paar Tagen bist du noch wacher. Du magst dann in genau diesen Wachphasen nicht
gekuschelt werden, dass machst du doch schon im Schlaf. Du willst die Welt entdecken!
Mit großen Augen schaust du dir alles an und wenn du einen von uns entdeckst, dann leuchten
deine Augen und du schenkst demjenigen dein strahlendes Lächeln! Man muss dich auch schon
hin und wieder auf eine Decke legen, da reichen ein paar Minuten, aber du genießt es dich mal
auszubreiten, mit den Armen zu wedeln, mit den Beinen zu strampeln und frei den Kopf zu
drehen, solange einer in deiner Nähe ist. Einfach nur noch auf dem Arm reicht dir nicht mehr.
Dabei findest du es schön getragen zu werden, ob im Tuch oder auf dem Arm- sitzend gefällt
dir das eben nur noch, wenn du gerade so müde bist, dass du den Schlaf suchst. Deinen
Appetit stillst du alle 3-4 Stunden. Dabei isst du meist zuviel und spuckst das Zuviel einfach
wieder aus. Nachts schaffst du nicht so ausgiebig zu trinken wie tagsüber. Wenn du dann am
Busen wegnickst, kann ich nicht mit dir zusammen weiterschlafen. Sobald ich es mir bequemer
mache, wachst du auf. Dann suchst du erneut ohne wirklich zu trinken. Nur von deinem Papa
lässt du dich in den Schlaf lullen, nuckelst an seinem kleinen Finger, denn noch immer hat dich
der Schnuller nicht so ganz überzeugt. Zusammen schlaft ihr dann eingekuschelt bis du wieder
Appetit hast. Jede Nacht. Und jede Nacht versuche ich mit dir zu einschlafen und jede Nacht
wirst du unruhig und schläfst erst bei deinem Papa. Seit ein paar Tagen bietet sich am Abend
ein ähnliches Bild. Du bist wach, möchtest aber nicht kuscheln, irgendwann wirst du müde und
dann hilft dir dein Papa beim Schlaf finden. Erst wenn du fündig geworden bist, kann ich dich
wieder nehmen und mit dir im Arm kuscheln.
Zu erleben wie du die Welt entdeckst ist ein Geschenk, denn auch wenn ich es gar nicht glauben
kann, dass du schon wieder einen Monat bei uns bist und mir diese Zeit vorkommt wie ein
Wimpernschlag, erfülllt es mich mit Freude und Stolz dir beim Großwerden zu zu sehen. Für uns
Eltern hat ein neues Abendteuer begonnen…

4 Wochen Stillen

Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

Da ich Ben nur am Morgen im Kreisssaal gestillte hatte und er den Rest des Tages verschlief, hatte ich
Sorge, dass der Milcheinschuss länger auf sich warten lassen würde. Ich achtete sehr darauf, dass ich
genug aß und trank, um Kraft zu haben, die mein Körper brauchen würde um Milch zu produzieren.
Mir ging es nach der Geburt von Ben sehr gut. Ich war einfach nur glücklich, hielt mein Kind im Arm und
genoss diese erste besondere Zeit. Am nächsten Morgen kam die Hebamme, die ich mir fürs Stillen
extra gesucht hatte zu uns. Sie lobte mich und Ben, aber sie wies mich auch auf meine Fehler hin. Mir
half der geübte Blick von Außen, denn sie zeigte mir schnell, wenn Ben oder ich nicht richtig lag, wie
ich ihn besser halten sollte, ihn locken. Mit jedem Anlegen wurde ich sicherer. Ich war sogar erstaunt
wie gut und rasch das alles klappte, wie gut Ben saugte und wie gut mein Busen das mitmachte. Die
Hebamme war stolz, diese Anerkennung durch sie tat mir gut. Schon am zweiten Abend wurde die
Brust sehr warm. Ich konnte es nicht so richtig glauben, aber da war er schon der Milcheinschuss. Am
nächsten Morgen dann war der Busen wirklich eckig. Die Hebamme machte einen Quarkwickel, weil mir
die Wärme nicht behagte. Aber das war eine riesen Sauerei- wurde nicht wiederholt. Die Brustwarzen
waren zwar stark beansprucht, aber nicht wund. Die Hebamme gab mir eine Ringelblumensalbe zur
Vorbeugung und Linderung. Zusammen mit der Muttermilch, die ich nach jedem Stillen einziehen lies,
wirkte das Wunder. Ich kam wunderbar zurecht. Am Abend des dritten Tages dann wurde der Busen
tatsächlich viereckig. Ich konnte nicht ohne große Schmerzen die Arme anheben. Alles war schwer,
bleiern und druckempfindlich. Nach jedem Stillen legte ich Kühlpads in den BH, der den Busen so gar
nicht mehr richtig fassen konnte. Davor hatte mich die Hebamme gewarnt. DIe Milchplatten schieben
sich übereinander, der Körper produziert überall- auch dort, wo das Kind nicht abtrinkt. Sofort kam bei
mir die Angst hoch eine Brustentzündung zu bekommen, da mir klar war, dass Ben gar nicht schaffen
konnte alles ab zu trinken. Doch ich wurde beruhigt, dass würde nicht passieren, da der Körper von
selbst merkt, dass er zuviel Milch produziert. Ich hoffte, dass das wirklich rasch vorrüber geht und der
Busen wieder kleiner wird- immerhin passte ich nicht in die 75H hinein- und seine alte, weichere Form
annimmt. Ben trank tapfer ab und auch der Busen produzierte nicht mehr allzu viel. Nach einer Woche
hatte sich die Produktion eingespielt, der Busen war wieder wunderbar weich und nicht mehr
druckempfindlich. Dann kam schon der erste Schub. Dauernuckeln an der Brust, aber auch das
verkraftete diese gut. Selbst die Nachwehen waren unter dem Saugen nicht so schlimm wie erwartet. Die
erste Zeit war ich mir nicht sicher, wie ich nun nachts schlafen möchte, um ein Auslaufen und Nasswerden
des Lakens oder Oberteils zu verhindern. Ich benutzte mal nichts, mal die Lilypadz. Mittlerweile schlafe
ich nach einem Tipp von der Dickbauchmarie mit Top und Stilleinlagen in der Nacht, ganz ohne BH-
anders undenkbar. Aber auch das hat sich mittlerweile gut eingespielt- einzig wenn die Milch
einschiesst, brauche ich etwas Schutz für meine Kleidung. Das Einschießen der Milch bleibt bis jetzt
schmerzhaft. Mittlerweile sind die Brustwarzen nach vier Wochen sehr strapaziert, das bedeutet für
mich regelmässige Pflege mit der Salbe sonst habe ich Schmerzen. Obwohl wir uns in der Nacht ja
quasi die Arbeit teilen- ich stille, Nils beruhigt und wickelt- empfand ich das Stillen besonders in
dieser Zeit als belastend. Bis vor kurzem musste ich immer das Licht anmachen, jetzt geht es ohne.
Ich wusste nicht immer wie spät es ist, habe mich immer aufgesetzt, um nicht einzuschlafen und las
während dessen blogs oder twitter, Zeitschriften oder in meinem Buch. Immer öfter schlief ich dabei
ein mit Ben am Busen, wurde später wach und wusste nicht, ob wir immernoch oder schon wieder
stillen, er gut getrunken hat oder nicht, schließlich gib es am Busen keine ml- Anzeige. Ich habe
lange überlegt, ob ich nach Bedarf stillen kann. Ich haderte sehr mit mir, aber es schlauchte. Seitdem
ich mich vorgestern entschieden habe, mehr auf die Uhr zu achten, geht es mir besser. Bei unserem
Ausflug gestern wusste ich genau, wann ich mit ihm rechnen kann und das ich dann Ruhe für ihn
brauche, heute nach dem Kinderarzt, unterwegs zum Kindergarten, Einkaufen und Optiker angewiesen
auf Busse und zu Fuß in der Kälte, half es mir ebenso rechtzeitig ohne Tränen einen ruhigen Ort zu
finden. Es ist schön zu wissen, wann er ungefähr die nächste Mahlzeit braucht und ich freue mich
dann schon auf diese gemeinsame Zeit mit Ben. Nur einmal wach zu werden in der letzten Nacht war
schön. So hatte ich endlich Zeit, ein bißchen am Stück zum schlafen. Ich stillte vorm Zubettgehen,
einmal in der Nacht und gleich morgens. Nach dem morgendlichen Stillen stand ich auf und setzte
mich gemütlich an den Tisch zum Frühstück mit den Kindern, das war schön. Vorher undenkbar, weil
ich gerade erst nach dem Stillen eingeschlafen war oder noch immer stillte. Trotz der Vorteile fiel mir
das Wachwerden in der letzten Nacht viel schwerer, als in den Nächten davor. Ich spürte plötzlich die
letzten Wochen- die Müdigkeit. Stillen ist anstrengend. Man muss nicht nur darauf achten, dass man
gut isst und trinkt, man muss entspannt sein, denn man ist eine Milchproduktionsstätte. Das zerrt auf
Dauer und das merken nicht nur die Brustwarzen. Es ist eine einzigartige Nähe. Man ist allein
verantwortlich für das leibliche Wohl des Kindes. Man braucht nicht auf Zweisamkeit zu verzichten,
man kann aber auch erstmal nichts davon abgeben. Auch wenn man sein Kind kuschelt und schmust,
während man die Flasche gibt, ist man nicht immer nackt dabei. Beim Stillen ist das anders. Gerade das
fällt mir am Schwersten. Mein Körper gehört mir. Ein Busen ist ein Busen- mit oder ohne Milch. Der
Busen ist und bleibt sekundäres Geschlechtsmerkmal. Ich möchte mich nicht nackt ausziehen vor
anderen Menschen mit denen ich nicht das Bett teile. Ich möchte nicht am Tisch sitzen mit gelüftetem
Oberteil. Mir ist es unangenehm Freundinnen zu besuchen, deren Ehemänner von zu Hause aus
arbeiten. Eine vollkommene Lösung habe ich noch nicht gefunden. Ich trage im Moment meist ein
Top unter einem Longsleeve. Zum Stillen ziehe ich das Top unter die Brust, damit ich den BH öffnen
kann und das Longsleeve nach oben, das hat den Vorteil das meine empfindlichen Nieren bedeckt
bleiben, mein Bauch ebenso und nur ein Busen frei liegt. Hat aber den Nachteil, dass es eine ziemliche
Fummelarbeit ist bis man endlich Stillen kann. Ich muss außerdem damit leben, dass Ben mal die
Brust loslässt und ich plötzlich barbusig da sitze. Still-Oberteile gibt es wenig schöne, zudem meist
teuer. Ich habe mir aber ein wunderschönes Stilltuch in dunklem lila gekauft, dass geknöpft wie ein
Poncho den Oberkörper bedeckt. Zwar muss man auch hier den Busen frei machen, wenn man sein
Kind nicht unter dem Tuch stillen möchte -was mir persönlich nicht gefällt- aber, man kann sich
danach unter dem Tuch wieder ganz in Ruhe anziehen, ohne den Blick auf die Brust frei zu geben.
Zusammen mit den Zeitfenstern kam ich gestern und heute sehr gut zurecht.
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl wie durch mich und meine Milch unser Ben wächst und gedeiht.
In den letzten vier Wochen hat er 1,2kg zugenommen. Das erfüllt mich mit Stolz. Ihn in meinem Arm
zu halten und zu sehen wie er trinkt, erfüllt mich mit stolz, weil wir es geschafft haben: Wir stillen. Es
kostet nichts, außer Stilleinlagen und einen BH, man wäscht keine zig Fläschen über den Tag verteilt
ab und verschwendet damit kostbare Zeit, man hält kein wimmerndes Kind auf dem Arm, während
man darauf wartet das die blöde Flasche fertig wird, man muss sein Kind nicht hergeben, weil jemand
anderes mal kurz gern eben füttern möchte, man muss nicht noch zusätzlich zu all dem anderen
Zeug noch einen Beutel mit heißem Wasser, Fläschen, Pulver, Löffel und Co herumschleppen- es ist
einfach praktisch. Aber eben nicht einfach. Stillen ist nicht die ungeteilte Glückseligkeit, aber für uns
ist es eben im Moment genau das Richtige.

Klabauter
Danke nochmal von Herzen, wenn auch sehr verspätet an dieser Stelle an Frau Klabauter für das Still-Startpaket!

U3 mit Ben

Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

Ben wurde gestern vier Wochen alt. Zeit für die U3. Ausnutzen der allerletzten Tage Elternzeit,
um einen halben Familienausflug zu machen. Gleich morgens kurz vor 9Uhr beim Kinderarzt sein,
setzt zwar gutes Zeitmanagment voraus, aber es erspart einem langes Warten, denn man darf
eigentlich immer sofort in eines der Behandlungszimmer. Meistens ist es das rote Zimmer, weil
es das Grösste von allen ist. So auch heute, denn wir waren mit allen drei Jungs da- Zoe weilte
schon im Kindergarten und wartete auf die Ankunft ihres Bruders. Der erste Schnupfen, den Ben
gleich zu Beginn seines Lebens bekam ist fast auskuriert. Seine Hüfte sieht gut aus, er hört 100%
auf dem rechten Ohr, die Messung links wollte der Arzthelferin nicht so richtig gelingen. Es gibt
keine Probleme mit Ben. Er gedeiht prächtig und so wundern wir uns nicht über die Maße unseres
vierten kleinen Wunders:

Ben U3: 5410g/ 58cm/ KU 38,5cm (4 Wochen alt, gestillt) bei der Geburt waren es 4220g/ 54cm/ KU 36cm
Tom U3: 5460g/ 60cm/ KU 40,0cm (7 Wochen alt, nicht gestillt) bei der Geburt waren es 4510g/ 53cm/ KU 37cm
Noah U3: 5150g/ 58cm/ KU 37,0cm (4 Wochen alt, nicht gestillt) bei der Geburt waren es 3920g/ 56cm/ KU 36,5cm
Zoe U3: 4670g/ 57cm/ KU 37,0cm (4 Wochen alt, teils/teils) bei der Geburt waren es 3820g/ 54cm/ KU 35,5cm

Hätten Sie’s gewusst?!

Mittwoch, Oktober 21st, 2009

Noch bevor ich überhaupt mit Ben schwanger wurde -als für uns feststand, dass wir noch ein weiteres
Kind wollen- haben wir allen Freunden und Bekannten von unseren Wunsch nach einem weiteren Kind
erzählt und auch von unserem Vorhaben uns diesen Wunsch zu erfüllen. Ich ertrug einfach den Gedanken
nicht, von Menschen, die uns sogar nahe stehen diesen gewissen pseudo-intimen Blick zugeworfen zu
bekommen mit der Frage: “Und? War das geplant?!” Das wird man schließlich noch oft genug gefragt.
Das hatte zwar zur Folge, dass mich besonders liebe Freundinnen jedesmal, wenn sie mich erklickten
mit einem anderen intimen Blick ansahen und fragten: “Und? Hat es schon geklappt?!” Aber das war
einfach schön, weil sie sich so sehr mit uns darauf freuten.

Beim nächsten Kind machen wir es ganz anders und erzählen es erst nach der 20.SSW!

Alles neu macht der Herbst…

Dienstag, Oktober 20th, 2009

oder so…

Jedenfalls habe ich eben unseren Anrufbeantworter neu besprochen. Genau genommen war es
für mich das allererste Mal. Fakt ist, man muss ganz schön viel Luft holen, um zu trällern:
“Wenn Sie eine Nachricht hinterlassen möchten für Nils, Jeanine, Zoe, Noah, Tom oder Ben…”
ausatmen, “sprechen Sie bitte nach dem Signalton.”

Es lief noch immer die Ansage, die der Gatte direkt nach dem Kreisssaal gesprochen hatte:
Ben wäre da, wir im Wochenbett und melden uns, wenn die Welt sich für uns wieder weiter
dreht. 4 Wochen lief diese Ansage jetzt…