Archive for Dezember, 2009

Weihnachten

Donnerstag, Dezember 24th, 2009

Ich denke, wenn man Kinder hat oder regelmässig mit ihnen Zeit verbringt wird einem
genau an Weihnachten bewusst wie schnell die Zeit vergeht, da man sich an diesen
Tagen an all die vergangenen Feste erinnert, ob man beim ersten Fest mit ihnen noch
schwanger war oder bereits ein Baby im Arm hielt.
Zoe feiert ihr sechstes Weihnachtsfest, wir feiern mit unseren Söhnen Noah und Tom
das fünfte und dritte, weil ich mit ihnen schwanger schon feierte und Ben feiert sein
allererstes Fest.
Ich habe heute morgen beim Frühstück mit meinen Eltern in Berlin telefoniert und
ihnen einen guten Flug gewünscht, denn seit Zoe’s ersten Weihnachtsfest haben wir
nicht mehr zusammen Heilig Abend verbracht. Darauf freu ich mich heute besonders.
Ich hab in den letzten Wochen und Tagen oft Sorge gehabt nicht alles zu schaffen, was
ich mir vorgenommen hatte, denn ich wollte doch allen ein Stück weit zeigen, dass ich
an sie denke, doch gerade nach Nils Kündigung stand die Welt noch einmal zusätzlich
Kopf. Mit ein bißchen Planung und ein paar Abenden, die sehr viel Abwechslung
brachten hab ich alles geschafft und als ich heute morgen erwachte -sie möchten nicht
wissen mit welchen Worten, ich wach wurde- war mir alles Wurscht. Ich bin immer
noch nicht ganz gesund, auch das völlig egal. Wie es aussieht ist egal. Ob das Essen
anbrennt egal. Ob das Tochterkind beim Frühstück -”ausgerechnet heute motzt”- ist
egal. Alles egal, hauptsache wir sind zusammen! Wir machen uns doch ein schönes Fest.
Es ist doch unser. Wir sind die Bestimmer!
Und wir verbringen unseren Tag so: Ich stehe früher auf und bin komplett fertig schon
zum Frühstück, da ist also der Druck raus. Wir machen uns ein schönes Frühstück wie
zum Wochenende mit Kornflakes, Kakao, Croissants, Eiern, Cappuccino, Orangensaft
und Co. Dann wird die Küche aufgeräumt und abgewaschen. Weil die Kinder so
aufgeregt sind machen wir einen Kinder-Weihnachtsfilm an und Nils bringt die
Lichterkette an, während der Kater in den Baum springt und Tom herum wuselt, weil
er zu klein für einen Film ist und ihn das nicht wirklich interessiert, Mama schaut zu
und bloggt darüber, während Ben sein erstes Schläfchen hält. Mama positioniert die
Lichter und die Kinder schmücken dann den Baum zusammen mit uns. Zum Mittag
gibts was schnelles und dann versuchen wir mal alle zum Schlafen zu Bringen, weil es
ja spät wird. Oma und Opa kommen dann gegen 14Uhr und zusammen wollen wir in
die Kindermette- zum ersten Mal. Ein schöner Spaziergang rundet das ab. Zu Hause
wartet der heiße Tee und die köstlichen Kekse auf uns, die wir essen während die
Kinder die Geschenke auspacken, die der Weihnachtsmann brachte, während wir
spazieren waren. Der Weihnachtsmann hat dann seinen Teller leer verputzt, den wir
ihm jedes Jahr hinstellen und vielleicht war dieses Jahr sogar das Christkind hier. Wenn
die Kinder spielen und ihre Geschenke entdecken macht ein Teil der Erwachsenen das
Essen. Falls die Kinder übermüdet sind, weil der Mittagsschlaf nur eine gute Idee war
aber leider nicht gemacht wurde, gibt es für die Kinder Lauras Weihnachtsstern zum
Anschauen. Und wenn auch das Essen verputzt ist, gehen die Kinder schlafen und die
Erwachsenen plumpsen aufs Sofa… Das wäre unser Gerüst, was dann passiert ist dann
das eigentliche Fest! Bis zum Bloggen bin ich immerhin gekommen! :)

Von Herzen Ihnen allen da draußen ein wunderschönes Fest, genau so wie Sie es gern
feiern möchten!

Weihnachtskramszeug

Mittwoch, Dezember 23rd, 2009

*56 Karten
*2 Päckchen
*7 Pralinen-Säckchen für Erzieherinnen
*1 Pralinen-Säckchen für den Paketboten
*16 gebastelte Tütchen mit einer Kleinigkeit für Kindergarten-Freunde von Zoe und Noah
*25 Geschenke
*7 Gläser Lebkuchencreme

3 Monate mit Ben

Mittwoch, Dezember 23rd, 2009

Kleiner Mensch

Lieber Ben,

ich kann mich noch gut erinnern, kurz bevor du dich auf den Weg zur Welt machtest, da wurden
so viele kleinen Menschen drei Monate alt. Und immer dachte ich: “Schon? Wo ist die Zeit hin?”
Heute wurdest du 3 Monate alt. Aber ich kann gar nicht sagen, dass mich das wirklich überrascht,
denn die Zeit mit dir war so wundervoll- ich hab nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Es
ist eben immer genau richtig. Ein viertel Jahr bist du schon bei uns- Ist das nicht grossartig?
Du bist einfach ein Teil von uns. Jeden Tag ein bißchen mehr. Und auch wenn ich hin und wieder
kurz ganz tief Luft holen muss, wenn ich ein Foto kurz nach deiner Geburt sehe, möchte ich die
Zeit gar nicht anhalten. Es ist so schön zu erleben wie du wächst, dich veränderst. Deine ganzen
vielen braunen Haare sind ausgefallen. Ich hab ehrlich gesagt keinen Schimmer wo die eigentlich
hin sind, denn in der Hand hatte ich nie eines, aber nun dieser zauberhafte kleine Flaum auf
deinem Kopf ist blond. Du hast so ein wunderschönes Gesicht und wenn ich mit dir vor dem
Spiegel stehe, siehst du genauso aus, wie wenn ich direkt in dein Gesicht sehe- es scheint so
symmetrisch. Deine Augen strahlen immer und wenn du lachst, hast du kleine Grübchen in den
Wangen und du lachst so herzlich und offen- vorallem laut. Auf dem Wickeltisch unter dem Mobile
kullerst du dich regelmässig oder wenn dich einer anlächelt, findest du das manchmal so schön,
dass du hell laut lachst. Du lachst und kicherst sogar im Schlaf, du scheinst witzige Sachen zu
träumen. Schlafen tust du nach wie vor in unserem Bett und gestillt wirst du eigentlich seit
4 Wochen wieder nach Lust und Laune. Die letzten Tage warst du vormittags wach, nachdem du
ein Nickerchen nach dem Familienfrühstück eingelegt hattest, schliefst dann den ganzen langen
Mittag über sehr ausdauernd, dann warst du am Nachmittag wieder wach und am Abend möchtest
du erst öfter trinken und später am Abend wirst du müde und schläfst wieder in unserem
Armen ein. Irgendwann tragen wir dich dann rüber ins Schlafzimmer, wenn wir auch schlafen
gehen und da schlummerst du einfach mit uns zusammen. Ganz entspannt. Eigentlich schon
immer, nur wickeln wir dich nicht mehr im Akkord wie die ersten Tage, sondern eigentlich nachts
gar nicht mehr. Aber ich weiß, dass der Rhythmus sich ständig verändert und sich deinen
Bedürfnissen immer neu anpasst.
Getragen wirst du, wenn du müde bist am allerliebsten bäuchlings im Fliegergriff, da brauchst
du manchmal keine Minute und schon hört man dich Schlafen. Ich kann oft selbst gar nicht
glauben wie schnell du da eigentlich weg schläfst. Man merkt dann das du müde bist, daran
dass du unruhig wirst, nicht mehr angekuschelt getragen werden möchtest, nicht mehr gucken
magst und dann gehts eben ab auf den Unterarm.
Ansonsten liegst du sehr gern unter deinem Spielebogen- da hört man dich dann eine Weile
klimpern, bis du eben nicht mehr magst. Oder du schaust du einfach zu, was wir so treiben den
ganzen Tag und wenn du keine Lust mehr hast, merkt man das ganz schnell. Wir sind eben ein
gutes Team. Obwohl ich nie das Gefühl hatte, das wir das nicht sind. Es wird nur noch besser.
Die Taufe vor eineinhalb Wochen war für dich sehr aufregend. Das alles hast du verarbeitet,
indem ich dich recht häufig gestillt habe. In diesen Pausen hast dich dann wieder entspannt.
Du hast dir so eine Auszeit gönnen können, weil wir uns dafür einfach zurückgezogen haben.
Es ist einfach schön zu merken wie alles sich eigentlich immer mehr einspielt und du bist
so ein lieber Knopf, so ruhig und entspannt. Natürlich weinst du auch mal, wenn wir gerade
keine Hand frei haben, aber das sind eben Ausnahmen. Es ist einfach nur schön mit dir, wir
sind ruhig und entspannt und du fühlst dich wohl und scheinst schon lange angekommen
in der Welt und bei uns. Ich hab dich unendlich lieb!

Ähm ja…

Dienstag, Dezember 22nd, 2009

Kann schon mal passieren, wenn man beim Geschenke einwickeln, den Fuß benutzt um den
Knoten fest zu ziehen…

Missgeschick

Leben im Zuviel

Dienstag, Dezember 22nd, 2009

In diesem Jahr hatte eine Mutter unseres Kindergartens eine Idee. Über 300 in Armut
lebende Kinder werden hier durch die Tafel gespeist. Weihnachts-Naschereien erreichen
die Kleinen erst nach dem Fest, darunter alte Kalender und Nikoläuse, die die Kinder
viel zu spät bekommen. Sie sprach die Eltern der Kindergartenkinder an, ob sie nicht
bereit wären vor der Weihnachtszeit ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, um sie diesen
300 Kindern zu spenden.
Nun kann man sich darum streiten, ob diese Kinder tatsächlich in Armut leben, für
jeden bedeutet das Wort etwas anderes, man kann darüber diskutieren, warum deren
Eltern kein Geld für einen Schokoladenkalender haben oder einen Nikolaus. Kann man,
muss man aber nicht. Für uns stand ein ganz anderer Gedanke im Mittelpunkt. Unsere
zwei großen Kinder besuchen einen Kindergarten mit katholischem Träger. Man gibt sich
dort -wie wir auch- sehr viel Mühe den Kindern Werte zu vermitteln. Sie können dankbar
sein, denn sie haben alles Nötige.
Von einer Freundin bekam Zoe dieses Jahr einen Spielzeug-Adventskalender und damit
die Jungs nicht benachteiligt würden, bekamen sie von ihrer Oma ebenso einen. Zudem
gab es nach langem hin und her von uns einen selbst bestückten Schokoladen-Advents-
Kalender wie jedes Jahr für alle drei grösseren Kinder, obwohl offensichtlich war, dass das
eigentlich zuviel ist. Die Enthüllung des Kalenders teilen sie sich, doch jeder bekommt täglich
ein kleines Stück Schokolade. Als Kind fand ich das großartig: Jeden Tag ein kleines Stück,
dass man genießen konnte. Darauf sollten sie nicht verzichten, nur weil Erwachsene Spielzeug-
Kalender besorgt hatten. Für mich gehört das dazu, aber so hatten unsere Kinder plötzlich
eigentlich jeweils zwei Kalender. Diese 300 Kinder, die von der Tafel unterstützt werden,
haben laut Aussage dieser gar keinen. Ein paar andere Eltern und wir brachten unsere
Spende in den Kindergarten und unsere Kinder brachten diese Spenden zur Tafel hier im Ort.
Sie teilten. Denn uns geht es gut. Wir sind dankbar. Wir geben etwas ab.
Es war ein schönes Gefühl, den Kindern nicht nur vorzubeten, dass man das tun sollte,
sondern es sie fühlen zu lassen. Ebenso wie sie mit Eifer die Spardose füllten, die zum
Falten im Kindergarten auslag. Obwohl wir evangelisch sind, haben wir uns vorgenommen
am Heilig Abend in der Kindermette unsere Spardose abzugeben. Die Kindergartengruppe
unseres Sohnes war im Altenheim und hat dort gesungen. Wir haben lange überlegt
wie wir oder was wir Heilig Abend tun könnten, um etwas von unserem Glück abzugeben.
Wir sind auch fündig geworden. Wir machen uns seither noch mehr Gedanken rund um
den Überfluss und das Wegwerfen von Dingen, die anderswo viel dringender gebraucht
werden.
Nun kam es, dass die Kindergartengruppe unserer Tochter in einer Bank eingeladen war,
um dort den Christbaum zu schmücken. Es war wohl der 7. Dezember. Zur Belohnung für
das Baumschmücken gab es einen Weihnachtsmann aus Gips zum Bemalen und zu
meinem Entsetzen einen Schokoladen- Adventskalender. Nicht mal zwei Wochen nach
unserer Tafel-Aktion, aber dafür 6 Tage zu spät für das erste Türchen. In mir brodelte
es. Ich verstand es nicht. Und es machte mich dermaßen wütend. Weil klar war, was mit
diesen Kalendern passieren würde. Und meine Befürchtung wurde in dem Moment wahr
als das Tochterkind fragte: “Mama, kann ich dann zu Hause ein paar Türchen aufmachen?”
Ein paar- warum? Weil es eben nur Schokolade ist. Der völlige Überfluss dieses
Kalenders an dieser Stelle, zu diesem Zeitpunkt macht mich noch heute wütend. Unsere
Kinder dürfen Naschen, aber in Maßen. Ein Adventskalender zum Plündern gehört nicht
dazu…

Kaltes Wochenende

Dienstag, Dezember 22nd, 2009

Frost

Wohin mit den Geschenken?

Montag, Dezember 21st, 2009

Ich habe dieses Jahr alle Geschenke schon früh besorgt, habe mit den Verwandten darüber
gesprochen, dass die Kinder nicht überschüttet werden sollen- soweit so gut. Nur gibt es
dennoch ein Problem: Wir haben keinen Platz mehr.
In unserem Schlafzimmer steht neben dem Wäschekorb ein großes verpacktes Geschenk,
über das ein Laken drapiert ist, darauf stehen drei weitere grössere Pakete voll mit
Geschenken, im Kleiderschrank liegen weitere verpackte, verhangene Geschenke und auf
dem Schrank im Wohnzimmer liegen noch unverpackte. Die sind zwar nicht alle ausschließlich
für die Kinder, doch je mehr Geschenke man verpackt, desto grösser wird ihre ganze
Anziehungskraft. Noch nehmen die Kinder den Raumklau gar nicht so wahr, noch keiner
zuppelte am Laken oder schaute in die Pakete oder wunderte sich gar über die Unordnung
und seltsamen Vorgänge in unserem Kleiderschrank, dabei ist es so offensichtlich: Es wird
eng. Wir haben zwar viel Platz mit unseren 116qm, doch seitdem wir vier Kinder haben ist
es gemütlich in unserer Wohnung geworden. Jeder Raum wird optimal genutzt, Stauraum
wird zur Mangelware. In vier Zimmer stehen sechs Kleiderschränke und fünf Betten,
zugegebener Maßen es sind sogar sieben Schlafstätten, aber das ist eine andere Geschichte.
Als ich hochschwanger in unsere Wohnung zog erschien sie riesig. Wir wussten tatsächlich
nicht, was wir mit so viel Platz anfangen sollten. Also machten wir uns ein Arbeitszimmer,
aber eher weil wir keine Idee hatten, was wir mit diesem Raum sonst tun sollten?! Im
Kinderzimmer kam man sich richtig verloren vor, soviel Platz bot dieses. Etwas mehr als
fünf Jahre später wird es langsam gemütlich hier. Es ist wunderschön, aber doch arg
gemütlich. Und das obwohl der kleinste Mensch hier überhaupt keinen Raum einnimmt, da
er die meiste Zeit über auf einem von uns liegt- sehr Platzsparend. Wenn wir aber zu Sechst
in unserem winzigen Bad sind, schauen sich die zwei grössten Platzhirsche an und wünschen
sich ganz arg mehr Raum für Geschenke!

Was vom Bade übrig blieb…

Montag, Dezember 21st, 2009

Hai

Diese Söhne- ein seltsames Volk…Finde immer wieder Gefallen an der anderen Seite :)

Smells like…

Sonntag, Dezember 20th, 2009

Zoe will Ben, der auf mir schläft vorm Zubettgehen knutschen. Ich halte ihr Ben also vors
Gesicht und Ben bekommt seinen Gute-Nacht-Kuss, da rümpft Zoe ihre kleine Nase:
“Ben riecht nach…”- “Milchkotze, ich weiß!” Mama lächelt verständnisvoll und sagt: “Der
badet aber jetzt gleich.”

Strohwitwe

Freitag, Dezember 18th, 2009

Weil der Gatte das Wochenende -tagsüber wohlgemerkt- durch Abwesenheit glänzt, habe ich
heute geputzt- die ganze Wohnung, damit ich erst gar nicht auf die Idee komme irgendetwas
anderes machen zu müssen am Wochenende als mit den Kindern Zeit zu verbringen. Genug übrig
an Hausarbeit ist ausserdem eh immer, ich sage nur: Wäsche, Abwasch, Nahrungszubereitung.
Und was machen die großen Kinder heute, nachdem ich so großzügig um sie herum geputzt
habe, schließlich war ich so gut wie fertig als sie von Oma und Opa frei Haus geliefert wurden?!
Übermüdet sein, weinerlich sein, schreien und weinen und sich dennoch gegenseitig ärgern- bis
auch der letzte weint und schreit (Stichwort: Ohrenstöpsel für Mami.) Also das volle Mami-
Programm bis der Gatte endlich viertel nach sieben kam. Da schrie Zoe noch immer aus dem
Bett, weil Noah ja frische Bettwäsche bekommen hatte und sie ja bitte schön auch so welche
haben wolle- und zwar sofort.
Aber ich bin versöhnt. Hundemüde, mit tut alles weh vom Großputz, aber mir gehts gut! Denn
ich war heute schon wieder aus! Jetzt zum Stillen bin ich wieder da und schlaf mich schön
aus morgen früh, für das was da kommt. Und am Dienstag geh ich wirklich ins Kino und der
nächste Damenabend kommt bestimmt. Der Gatte ist Montag wieder on Tour, also über
mangelnde Zeit für sich kann sich hier niemand beklagen, nur über Schlafmangel.