Archive for the ‘jour ordinaire’ Category

Mudders Socken

Sonntag, April 1st, 2012

Ein absolutes Seelentrösterchen ist es am Freitag vom Mann Post von Mudder Seemann ans Bett zu bekommen. Dort lag ich mit Fieber und allem, was niemand braucht und es tat mir gut, diese Farbwunder an meine Füße und ziehen und zu merken wie schnell sie warm wurden…

Danke du Liebe! Du bist ein ganz wunderbarer und toller Mensch, ich freu mich nach wie vor und werd sie immer mit einem Lächeln anziehen. Wie schon die Socken davor, die leider nicht mehr unter uns weilen… :)

Blogparade: Wie vereint ihr Kind und Beruf?

Sonntag, April 1st, 2012

Irgendwie waren die Worte doch zur richtigen Zeit, an der richtigen Stelle und deswegen beantworte ich die Frage von der Pusteblume nur allzu gerne…

Als ich meinen Mann kennen lernte, war ich an einem noch sehr kritischen Punkt in meinem noch recht jungen Leben (Ich war 18.) Da er sich im letzten Ausbildungsjahr befand oder auf dem Weg dahin, war für mich sofort klar, dass ich von Berlin nach München ziehen würde, denn bis dahin hatte ich in meinem Leben kein Ziel außer weiter machen.
Ich hatte mir sogar einen Ausbildungsplatz in München geangelt, aber hier unten angekommen tat ich mich lange Zeit schwer. Ich habe viel ausprobiert, ich hatte eine Ausbildung mitten im Jahr begonnen, in einem Supermarkt gearbeitet und als Kindersitterin. Aber ich wusste nicht, wo es hingehen sollte, nichts war von Dauer und ich war bestimmt oft verzweifelt. Ich wollte alles gut machen und setzte mich sehr unter Druck, fühlte mich oft versagen.

Was ich aber wusste, was wir wussten ist, dass wir Kinder wollten. Das war bis dahin nie ein so großes Thema für mich gewesen, Ehe ebenso wenig, aber mit diesem Mann auf einmal schon, deswegen ließen wir den Dingen ihren Lauf.
Irgendwann nach ein paar Monaten hatte ich die Pobacken zusammen gekniffen und großes Glück, ich hatte noch einen Platz an der Fachoberschule für Sozialwesen bekommen. Quasi fast ein Jahr nach dem Umzug nach München ging ich hier wieder zur Schule fürs Fachabi. Mit den üblichen Schwierigkeiten, die ich von mir kannte und an denen ich die Monate zuvor mit Hilfe gearbeitet hatte und weiterhin dran war, biss ich mich durch und schaffte trotz fiesen Mathedefiziten und Hochzeitsvorbereitungen das Probehalbjahr. In den Flitterwochen dann mit gerade 20 und 1 1/2 Jahren Beziehung bemerkte ich, dass ich schwanger mit unserer Tochter war. Ein großes Glück, nach all der Zeit, in der es nicht geklappt hatte, denn nun war der Punkt erreicht, wo wir nach dem Probieren und Warten und Kämpfen doch vernünftig sein und verhüten wollten. Mit Ach und Krach und ein paar sehr guten Noten ausgleichend schaffte ich die 11. Klasse und die Schwangerschaft. Ich dachte mir noch, dass ich vielleicht in einem Jahr zurück kehren könnte an die Schule und mein Fachabi beenden.
Obwohl ich in meiner Ausbildung in zwei Kinderkrippen gearbeitet hatte. Aus einer ließ ich mich aus diversen Gründen sofort wieder rausholen und in der anderen fühlte ich mich wohl und die Arbeit mit den Kindern und Erzieherinnen war wirklich schön, dennoch wollte ich das ab diesem Zeitpunkt schwanger für meine Tochter schon nicht mehr so gern. Ich wollte für sie da sein. Aber wusste ja nicht, wie die Realität mit Kind aussehen würde…

Doch als Zoe dann da war und nachdem ich mich in die Mutterrolle gefunden hatte- was seine Zeit intensiv brauchte, wollte ich mehr. Wir wollten sehr rasch ein weiteres Kind. Und Zoe abgeben wollte ich auch nicht. Zumal ich das auch nicht gekonnt hätte. Ich verdiente ja nichts und der Kindervater arbeitete damals nur Teilzeit (,aber auch in mehreren Jobs, wenn ich mich recht entsinne). Das Geld reichte nur sehr knapp. Aber wir hatten uns, das war uns wirklich wichtig und wir arbeiten hart an unserer Beziehung, wir waren ja beide immer noch sehr jung.
Als Zoe geboren war, meine ich, dass es hier in unserer Stadt auch nur eine Krippe gab, die bevorzugt natürlich Kinder von Alleinerziehenden und zwei berufstätigen Elternteilen nahm. Also auch hier, gab es Einschränkungen.

Wir hatten dann das Glück recht schnell Noah zu bekommen und so wurde ich als Zoe 9 Monate alt war, wieder schwanger. Als Noah nicht ganz zwei Jahre alt war kam Tom und als Tom 1 1/2 Jahre alt war, kam Ben zu uns. Ich hab nie was vermisst. Ich habe nie gelernt mich über Arbeit zu definieren, vielleicht nie so diesen Drang zurück zu etwas zu müssen wie andere Frauen. Es war Zeit um Kinder zu bekommen.

Ich habe einen Mann an meiner Seite, der wusste, dass ich meine Arbeit durchaus für eine solche halte und wir beide ein Team sind. Ohne ihn, kann ich nicht daheim bleiben, ohne mich kann er nicht arbeiten gehen.
Ich hatte nie das Gefühl etwas zu verpassen. Ich war glücklich. Ich sehe mich auch nicht als klassisches Heimchen. Diskussionen, um Emanzipation ermüden mich eher. Ich weiß, was ich kann und was ich will. Und wenn ich morgen sterbe, habe ich so gelebt wie ich das wollte.
Es gab sogar einen Zeitpunkt recht früh nach Noahs Geburt, da hätte ich die Wahl gehabt mein Fachabi zu machen und der Mann hätte in der Zeit wohl die Kinder gehütet, aber ich hatte mich bewusst dagegen entschieden.

Seit Ende des letztes Jahres mache ich eine Ausbildung als Tagesmutter. Zum einen, weil es ein Job ist, der etwas die Kasse aufbessert, die notorisch leer ist, dann weil er sich gut mit meiner Familie vereinbaren lässt und gefragt ist und weil ich wissen wollte, wie das ist, einem Ziel nachzujagen. Denn Pläne hab ich mit Ende 20 noch genug. Ich wollte wissen, wie realistisch es ist abends zu lernen, am Wochenende. Ob Kindergeburtstag oder Krankheit. Es klappt bisher ganz gut. Meine Pflegeerlaubnis habe ich schon länger, aber ich arbeite meinem Papier entgegen. Aber alles in meinem Tempo und so wie es gut für uns ist. So vereine ich Beruf und Familie. Nämlich irgendwie gar nicht und dann wieder ganz viel. Ich arbeite nicht, und dennoch ist die Familie mein Beruf. Ich bin Mama von vier Kindern.

Als ich meinen Mann kennen gelernt habe, dachte ich wohl nie im Leben daran, fast 10 Jahre später hier zu sitzen. Ich denke heute auch, wenn wir beide nach Berlin gezogen wären, hätte unser Weg vielleicht ganz anders ausgesehen. Meine Ma hat selber immer mehr gearbeitet als mein Vater und ich kannte niemanden dort, der wirklich zu Hause geblieben wäre, um das Kind oder die Kinder zu versorgen und wenn dann ging das Tratschen ab Alter X irgendwann los. Hier in Bayern ist das noch ein bißchen anders. Zumal habe ich eine Schwiegermama, die ihre Kinder komplett anders aufwachsen ließ als meine Ma uns. Sie hat sich zu Hause um ihre Kinder gekümmert, auch wenn hier und da Arbeit zu tun war. Richtig zurück kehrte sie in einem der Berufe, die sie gelernt hatte, in dem Jahr, als wir zusammen zogen oder als Zoe auf dem Weg war.

Wir hatten hier für unser Modell also auch gefühlt mehr Chancen auf Akzeptanz. Aber auch war da Zwang, von dem ich schon schrieb. Ich hätte ungelernt niemals die Betreuung der Kinder bezahlen können. Ich bin aber dankbar für die drei Jahre, die ich mit meinen Kinder Zeit habe. Die wir uns nehmen, denn wir sind weder reich noch richtig arm. Das was monatlich rein kommt, geht auch wieder raus, bis auf etwas Kleingeld für die Kinder. Wir fahren damit meistens ganz gut, nur mögen wir keine Überraschungen- zum Beispiel kaputte Haushaltsgeräte. Als kleine Großfamilie verzichten wir komplett auf Urlaub, außer unseren Sommerurlaub am Meer im kleinen Zauberhaus der Schwiegereltern, das wir großzügigerweise umsonst behausen dürfen, außerdem besitzen wir beide weder Führerschein, noch hätten wir Geld für ein Auto oder dessen Unterhalt- zum Thema leisten können. Wir haben keine Kredite laufen und werden vermutlich nie ein Haus selber bauen, bilden aber im Moment auch keine Rücklagen. Dafür Leben wir in einem schönen Haus mit Minigarten und unsere Kinder wissen wir in guten Händen, ob Kindergarten oder Schule.

Unser Modell ist also zum einen Teil aufgezwungen, zum anderen frei gewählt. Was ich gelernt habe in diesen ersten 1 1/2 Jahren ist das das gar nicht so einfach ist. Mamasein bedeutet von zu Hause aus großen Aufwand. In erster Linie emotional stabil zu bleiben. Mit 21 Jahren war es schwierig für mich Anschluss zu anderen Müttern zu finden. Ich war oft einsam, auch wenn ich diverse Sachen mit Zoe machte. Ich war auch damals nicht so offen wie heute. Erst als ich sehr schwanger mit Noah am Nachmittag mit Zoe in einer Spielgruppe Anschluss fand, blüte ich auf. Ich fand Freundinnen, die mich bis heute begleiten und immer wieder auch neue dazu. Ich baute ein Netzwerk auf für mich und meine Kinder und schaffte eine Wohlfühlatmosphäre. Hier habe ich viele Freundinnen, die gute Ausbildungen hatten und nicht in ihren Beruf zurück wollen, sich umorientiert haben, ich habe Freundinnen die zwei Ausbildungen geschafft haben und trotzdem lange Zeit keinen Fuß zurück fanden in einen von beiden Berufen, Freundinnen die weiter studiert haben und fabulöse Abschlüsse gemacht haben, als ihre Kinder im Kindergarten untergebracht waren, Freundinnen die es nicht nötig haben arbeiten zu gehen und andere die sich ein Leben ohne ihre Arbeit nach einem Jahr nicht vorstellen konnten. Die meisten arbeiten Halbtags und reißen sich oft ein Bein aus um Kind und Beruf miteinander zu verbinden. Das tue ich bewusst nicht, weil es keine Garantie für gar nichts gibt. Es höre so oft, man müsse halt am Ball bleiben, schließlich will man in 20 Jahren auch arbeiten können, aber ich denke eben selbst wenn ich mich jetzt irgendwo durchbeiße, bekomme ich keinen 30 Jahresvertrag, vielleicht will man mich auch dann später nicht.
Ich habe Wünsche für mein Leben, wenn die Zeit reif ist, wann die Zeit reif ist, wird sich zeigen. Und man braucht dann sicherlich auch den Willen und ein Quäntchen Glück. Einen kleinen Weg habe ich eingeschlagen, so wie es für uns eben gut ist. Und das wünsche ich jeder Familie, einen Weg zu finden, der zufrieden macht. Denn den Orden für Mutter oder Mitarbeiter des Jahrzehnts bekommen wir vermutlich so oder so nicht, recht machen können wir es nur uns selbst.

Wochenende

Sonntag, März 25th, 2012

Gestern war ich mit dem Tochterkind in der Gärtnerei, nur um noch ein bißchen Farbe in den Garten zu locken und weil ich den Kindern versprochen hatte, dass wir auch bald zusammen etwas einpflanzen würden. Ich liebe ja Ranunkeln und Vergissmeinnicht, dazu gab es Hornveilchen, Stiefmütterchen und Margeriten.
Die Töpfe habe ich dann gestern mit Zoe, Tom und Ben bepflanzt, ich finde sie sind wunderschön geworden und es hat unheimlich viel Spaß gemacht, aber wenn die halbe Terrasse am Ende und diverse Kinder voller Erde waren :)

Wir hatten ein wunderwunderschönes Wochenende. Waren sehr viel draußen, gestern gab es selbstgemachte Pizza nach Barcomi Rezept und nach Lust und Laune belegt, heute haben wir gegrillt. Es gab eine Menge Eis, Früchte und Gemüse an der frischen Luft, ganz viel barfuss und T-Shirts und noch mehr Sonne. Da hat der Regen gestern Nachmittag auch nichts gemacht. Wir haben das tolle Wetter schon die ganze Woche genossen und so kann das jetzt einfach weiter gehen- einfach traumhaft!

Erster Regenbogen- Geburtstag

Sonntag, März 25th, 2012

Heute vor einem Jahr bist du auf die Welt gekommen. Auch wenn dieser Tag vor einem Jahr alles andere war, als das was wir uns erträumt hatten, hatte ich keine Angst davor, dass er sich jährt. Am Morgen habe ich eine farbige Kerze angezündet und zusammen haben wir den Tag in der Sonne genossen. Alles heute war bunt.
Komisch, denn der Tag ist doch komplett anders als ein normaler Geburtstag, denn an diesem Tag hast du schon gar nicht mehr gelebt. Dennoch verbinde ich soviel mehr Farbe mit ihm. Ich hab heute viel an dich gedacht, aber mit einem Lächeln.
Du bist doch da. Anders als man möchte, aber du bist immer ein Teil von uns. Ich hab dich lieb.

Ein (un-)perfekter Moment

Samstag, März 24th, 2012

Zoe jammert schon den ganzen Tag immer mal wieder, dass sie jetzt bittedanke einen Barbiefilm sehen will, aber sofort. Den Jungs ist auch langweilig, beide sitzen um uns herum. Ich häkel weiter an meiner Decke, während Ben auf meinen Füßen rumturnt. Der Kindervater liest, während zwei Jungs ihm sehr nahe kommen, immer wieder untermalt von “Können wir fernsehen?!” oder auch “Mir ist soo langweilig!”. Ben greift nach der Wolle, zwirbelt sie um seine Hand herum und murmelt was von “Isch bön gefangen…”… Der Kindervater unterbricht seine Leselust und hebt die Wolle von Ben auf, wickelt sie um seine Finger, zeigt dem Tochterkind mal eben diverse Fingerspielchen damit. Tom hat in der Zwischenzeit sein Darth Vader Kostüm geholt und grinst mich breit an, Noah blättert im Star Wars Legobuch, nachdem er gefühlt schon 20 Mal gefragt hat, wann es endlich Pizza gibt …

Ein bißchen choatisch, ganz unrund und unperfekt- aber der Himmel auf Erden für mich.

Ein Jahr ohne dich.

Donnerstag, März 22nd, 2012

Und ob ich wollte oder nicht dieser Tag würde sich das erste Mal jähren. Heute morgen nachdem Zoes Bus weg gefahren war, lief ich mit deinem Bruder Ben zur Gärtnerei und dann zum Friedhof. Wir haben für dich eine weiße Rose gekauft und zwei Kerzen, Oma hatte mich gestern gebeten auch eine für sie anzuzünden. Heute ist ein Tag der Trauer. Heute vor einem Jahr bist du gestorben.
Was macht man an solch einem Tag? Wir haben vier Kinder, ich kann mich nicht einschließen und den ganzen Tag weinen, auch wenn einem danach ist. Da passiert soviel, wenn man Kinder hat, das war schon bei deiner Beerdigung so. Kinder verändern das Trauern.
Als vor ein paar Wochen der Tag der offenen Tür für unseren Kindergarten beim Elternbeiratsabend bekannt gegeben wurde, wusste ich sofort, wie könnte man dieses Datum auch vergessen, dass das heute sein würde. Mir blieb erst die Luft weg und dann dachte ich, vielleicht sollte das so sein? Ein Zeichen? Denn vor einem Jahr schleppten wir uns doch noch am Abend zu diesem anderen Kindergarten, in den wir wechseln wollten, trotz schlechtem Gefühl rein aus Vernunftsgründen. Die Seelsorgerin im Krankenhaus bestätigte mich drei Tage später, meine Kinder trotzdem auch weiterhin dort zu lassen, wo sie einfach hingehörten- in unserem Kindergarten. Also waren wir heute da- bei unserem Tag der offenen Tür. Es war schön, dort zu sein, wo man sich geborgen fühlt. Die Möglichkeit haben etwas zurück zu geben. Einen solchen Tag so ausklingen zu lassen…
Heute morgen schien so schön die Sonne. Wie vor einem Jahr. Ich weiß gar nicht mehr, was wir genau gemacht haben. Ich weiß nur, dass wir gerade vom Termin mit Noah nach Hause wollten, ich kann mich an die Busfahrt erinnern und dann wieder nicht. Ich kann mich an den Rollator der alten Dame erinnern, der mich schlussendlich daran gehindert hatte, mich so hinzustellen wir sonst. Ich kann mich daran erinnern, dass Zoe und Noah getrennt saßen, meine ich. Ich kann mich erinnern, dass Tom bockte und sich nicht hinsetzen wollte und ich kann mich an dem Moment erinnern, als plötzlich der andere Bus vor uns stand und der Busfahrer Notbremste. Daran das ich umfiel. Und Ben im Kinderwagen auf mich. An diesen Schmerz. Und daran dass ich nur froh war, dass es den Kindern gut geht und gleich nach ihnen sah. Aber dir ging es nicht mehr gut. Du hattest keine Chance gegen die Einblutung. Dein kleines Herz blieb einfach stehen.
Jeden Tag fahren wir diese Strecke, obwohl wir dich da verloren haben. Dich- einen kleinen Menschen. Du warst winzig klein, aber alles an dir war fertig. Deine Knochen hätten sich verdichten müssen und du selbst wachsen, aber du warst so perfekt. Ein kleiner Mensch. Ich hatte dich schrecklich lieb.
Als ich da heute morgen stand, tat alles weh. Ich fahre dich nicht in unserem Kinderwagen umher, nein ich stand heute morgen vor deinem Stein, brachte Blumen und zündete Kerzen an.
Ben verstand nicht, was da los war. Er war letztes Jahr erst 1 1/2. Er hat mich in den Arm genommen und ich hab versucht wie immer die Balance zu finden. Ich weinte und liess mich trösten, er sollte sich keine Sorgen machen.

Wir vermissen dich. Du hast uns alle verändert. Papa sagte vor ein paar Tagen, dass dein Verlust Narben bei uns allen hinterlassen hat. Auch bei den drei Großen. Es ist nichts selbstverständlich. Und ein bißchen werden wir immer Angst vorm Glück haben.

Ich. Ich bin deine Mama. Und auch wenn der Alltag soviel bereit hält, wenn ich da stehe, fühle ich das große Loch, dass in meinem Herzen ist. All die Liebe, die für dich hatte. All die Sehnsucht. Es ist egal wie groß du warst, in meiner Handfläche hättest du Platz gefunden.

Ich liebe dich. Und als ich heute ging, sagte ich zu dir “Du wirst immer mein Kind bleiben…”

Ich weiß nicht, ob es in Ordnung ist, diesen Text zu verlinken, aber er hat mich so unheimlich berührt in diesem Monat, dieser Appell: “Jetzt aber zwingt uns nicht mit Wort und Blick, unser Unglück zu leugnen…
Glaubt daran, dass unsere Belastbarkeit wächst. Glaubt daran, dass wir eines Tages mit neuem Selbstverständnis leben werden.”
Ich bin in Gedanken bei euch und all den anderen Eltern, die auf dem Weg sind…

Farbe

Montag, März 12th, 2012

Ein paar Stiefmütterchen und ein bißchen Steinbrech bereiten mir seit dem Wochenende beim Heimkommen einen wunderschönen Empfang…

Ein Familien- Schnipsel

Sonntag, März 11th, 2012

*Nach einer Woche krank sein, sind wir auf einem guten Weg, hoffe ich. An Tom Geburtstag hatte es mich voll erwischt, ich lag um 19Uhr im Bett und kroch so mehr schlecht als recht durch diese Woche. Auch jetzt bin ich noch nicht ganz gesund, der Husten will einfach nicht weg gehen.
Mehr Sorgen mach ich mir um Noah, der heiser ist seit über einer Woche. Ich werde mich eventuell morgen mal mit ihm zum Kinderarzt wagen. Tom wiederum scheint das Kranksein überstanden zu haben, aber irgendwas stimmt im Moment nicht. Ich ahne ja, was dahinter steckt, aber es ist eine schwierige Phase.

*Nach allem hin und her geben wir morgen die Schulanmeldung ab. Wir sind glücklich und erleichtert, dass Noah jetzt auch fest seinen PLatz an der Schule hat. Fehlen nur noch ein paar organisatorische Dinge.

*Nach dem Geburtstag im März ist immer vor dem Geburtstag im April. Und wir haben nun eine Idee für Noahs Party. Muss sich nur noch eine Oma begeistern lassen, dann machen wir für ihn mal was ganz anderes aus Gründen. Wir planen einen größeren Ausflug, er scheint ganz begeistert von der Idee.

*Gestern haben wir den ersten Tag richtig viel draußen verbracht, traumhafte Temperaturen von über 9 Grad jagten uns raus und mich zur Gärtnerei. Ein paar Pflänzchen mussten es sein, ein bißchen Farbe anlocken. Außerdem haben wir unheimlich viel geschafft im Garten. Zoe war eine große Hilfe und die Jungs hätten auch am liebsten zig Sachen eingepflanzt. Bald!

*Zoe hat gestern in feierlicher Tradition unseren Osterstrauch geschmückt. Ich hab dann noch ein paar Sachen hingestellt, schönes Oster- Schnickeldi hab ich noch immer nicht wirklich viel. Und letztes Jahr, fiel es sowieso mehr aus als auf. Aber ein paar Ideen haben wir schon für unseren Familien-Oster-Brunch.

*Am Wochenende habe ich mich um drei Dinge gekümmert, die mir wichtig waren. Mit unter war ich mal wieder auf dem Friedhof. Das hat mich ziemlich viel Überwindung gekostet. Dort steht nun ein neuer Stein mit einer wunderschönen Inschrift vor der Spirale des Lebens. Dafür stand keine Bank mehr da, was ich sehr schade fand, weil ich gar nicht wusste wohin mit mir. Vom dem Stein hatte ich ein Foto gemacht. Zoe hatte das Foto entdeckt und hat mich abends als ich in anderer Situation ein Foto gemacht hatte, gefragt was da steht und es vorgelesen, ein bißchen musste ich es erklären, aber es war ein komischer Moment, doch sehr unwirklich.

*Zoe war dank meiner lieben Freundin am Mittwoch beim Reiten. Wenn alles gut klappt, kann sie das jetzt einmal in der Woche mit ihrer liebsten Freundin “Schwesti”. Eine ganz tolle Sache. Sie freut sich so sehr und ich bin dankbar für meine Freundin, die das alles in die Hand genommen hat. Komisch, wo ich doch so gar nichts mit Pferden anfangen kann. Aber das soll Zoe nicht aufhalten…

*Ben ist wirklich in der 1- Tages- Gruppe angekommen. Das ist so großartig. Die Gruppe gibt es jetzt noch bis Juni. Seine Anmeldung liegt jetzt im Kindergarten der großen Jungs und ich bin gespannt, ob er wirklich einen Platz in diesem Jahr dort bekommt.

*Ansonsten kommt ein bißchen Ruhe ins Haus, so erhoffe ich es mir, weil mein Kurs momentan bis Mitte April pausiert. Ich erwünsche mir jedenfalls spürbar ein bißchen mehr Zeit, vor allem ungestörte Wochenenden und unter der Woche keine zusätzlichen Termine dadurch mehr.

*Nicht nur die Gartensehnsucht hat mich gepackt, sondern auch das Häkeln. Mit Ende 20 hab ich doch jetzt wirklich damit noch angefangen. Ganz langsam arbeite ich mich an mein heiß geliebtes Projekt, was sehr zeitaufwenig ist, gerade als Anfänger und keine große Erfahrunghaber.

*An diesem Sonntag fühl ich mich emotional wie ein ausgelutschter Drop, auch wenn ich alles mir wichtige geschafft habe. Morgen versucht der Kinderpapa mal sein Glück bei der Bahn, um eine Reise im Mai zu meinen Eltern zu ermöglichen. Wenn das klappt, würde ich mich sehr freuen. Auch das ein Recherchieren und Basteln, um möglichst in den Ferien, ohne wichtige Termine zu verpassen, ohne viele Urlaubstage zu nehmen, sowie zu einem der günstigsten Preise zu verreisen.

Deine Stimme…

Sonntag, März 11th, 2012

klang wie immer. Und ich hatte mich wochenlang nicht getraut dich anzurufen, weil ich genau davor Angst hatte. Die Themen sind die gleichen und doch sind sie es bei weitem nicht. Dein nächster großer Arzttermin ist am 22. März. Ein kosmischer Witz. Wird dir dieses Datum Glück bringen, weil dort schon so viel Unglück geschah oder werden wir am Ende diesen Tages auch in diesem Jahr vom Unglück überrollt?
Du hast wenig Kraft, kannst nicht lange sprechen. Alles also wie immer und doch nicht. Niemals habe ich es bereut hier her gezogen zu sein, aber gerade in dieser Zeit wäre ich so gerne näher bei dir. Und wenn ich es ausspreche und höre, was mit deiner Stimme passiert, wenn du mir antwortest spüre ich, wie schwer auch dir alles fällt.
Ich erzähle dir von unseren Plänen und Wünschen noch vor August zu kommen und wir ahnen beide, dass wir nicht wissen können, ob wir uns dann (noch) sehen. Im Moment wissen wir so wenig. Aus lebenserhaltend scheint lebensverlängernd. Aber niemand weiß jetzt genau, wohin die Reise geht. Was gäbe ich drum heute mit dir Kaffee zu trinken.
Stattdessen sagst du nach all den Jahren, wie sehr du uns lieb hast und dass ich alle ganz fest drücken soll, dass konntest bis vor kurzem nicht. Du hast es mit uns, durch uns gelernt. Und heute kannst du es sagen. Ich hoffe, du weißt wie sehr wir dich lieben, wie sehr ich dich liebe…

Es tut schrecklich weh.

“Ich bin ein Weidenkätzchen…”

Sonntag, März 11th, 2012

“Die sehen mich bestimmt nicht…” dachte sich unsere Katzendame heute morgen, als sie immer wieder nach dem Strauch schnappte…