Aus die Maus- Thema Stillen

Nein, im Ernst. Für große Diskusionen sorgte der Beitrag zum Thema
Stillen nach langer Zeit nun doch. Um mal Aufklärung zu leisten: In der
ganzen Zeit, in der mein kleines Reich nun hier existiert, gab es noch nie
einen Beitrag, den ich kürzen musste. Neuerdings schon. Warum?- Nun
weil ich es nicht vertreten konnte, derartige Äußerungen stehen zu lassen,
ob nun gegen das „Nicht-Stillen“ im Allgemeinen, oder mir sagen lassen zu
müssen, ich hätte „alles falsch gemacht, was man falsch machen kann“.
Das habe ich ganz einfach nicht. Ich weiß besser Bescheid über das Stillen
als viele andere, ganz einfach aus dem Grund, weil ich eine Entscheidung
zu treffen hatte- Stillen oder nicht? Logisch das ich richtige, echte
Informationen einholte!
Falls jemand Zahlen liebt, drei Prozent aller Frauen können aus körperlichen
Gründen nicht stillen, warum sollte ich nicht dazu gehören? Fest steht
meine Erstgeborene wäre an meiner Brust verhungert. Und es ist völlig egal,
ob es daran lag, dass sie die Brust ablehnte, ich zu wenig trank oder ich es
rein körperlich nicht kann. Fest steht weiterhin, dass ich sie unbedingt stillen
wollte, aber es sollte nicht sein. Auch egal ist, ob es daran lag, dass ich von
Anfang an dazufüttern sollte. Die Kleine hatte einfach Hunger, und es reichte
nie oder es kam nie irgendetwas, was sie satt gemacht hätte. Als gute Mutter
musste ich abstillen, um das Drama, die psychische Belastung, die Belastung
der Mutter-Kind-Beziehung zu beenden. Jeder bewunderte meine Ruhe und
Liebe, sie immer und immer wieder anzulegen,es gibt einfach nichts
Verwerfliches an meiner Entscheidung. Und wie schwer mir diese dennoch
fiel. Und wie ich geheult habe. Nichts von alledem hätte ich anders machen
können, nichts war auch nur annähernd falsch. Was stellt man sich denn unter
Flaschenkindern vor?! Lieblose Eltern, die ihre Kinder im Autositz mit
Sicherheitsabstand füttern?!
Es ist furchtbar wie arrogant und herablassend Stillende sind. Ich könnte das
auch! Wie grauslich ist es ein Kind bis weit nach 1 1/2 zu stillen?! Fakten sind:
Die Muttermilch übernimmt mit der Zeit mehr Schadstoffe aus der Umwelt,
d.h. dem Effekt der Krankheitsprävention wird entgegen gewirkt. Zudem ist
es furchtbar, was man seinem Kind damit antut. Hierbei muss ich hoffentlich
nicht ins Detail gehen. Dabei geht es nämlich ganz bestimmt nicht mehr ums
Kind, sondern um eine Frau, die nicht loslassen kann.
Ich bin eines ganz bestimmt nicht, nämlich ein militanter Stillgegner! Ich
überredete diese Woche eine Freundin zu Stillen. Sie wurde auf Wunsch gleich
nach der Geburt abgestillt, doch nach einer Woche Milcheinschuss. Nun ist sie
glücklicher, denn für sie steht fest, dass ist das letzte Kind. Gleichzeitig rief mich
aber eine Freundin aus dem Krankenhaus an, ja die die eine Entzündung hatte.
Und was ist passiert? Eine erneute Entzündung. So heftig, das sie ihr die Brust
aufgeschnitten haben, 4cm, jeden Tag wird gespült, genäht erst nächste Woche.
Sie hätte weiterstillen können, das Kind hätte dann die leckeren Bakterien
mitgetrunken, aber somit, hätte ein akutes Risiko gestanden, die andere damit
zu invizieren. Sie hat auf Rat der Ärtze abgestillt, denn Antibiotika und
Schmerzmittel sind zum Bakterienfluss weder schmackhaft noch gesund. Und
eine Mami die keine Medikamente nimmt und fiebrig stirbt, möchte das Kind
sicherlich auch nicht.
Und jetzt lasst mich raten! Wieviel miliante Stillende schreien nun Einzelfall
oder sie hätte durchhalten müssen. Oder gibt es dafür Mitleid?! Wer gibt Euch
das Recht darüber zu urteilen, ob die aufgeschnittene nicht stillende Mama, eine
gute ist und das darf, aber eine psychisch belastete Mutter nicht?! Wer zum
Teufel???

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