Archive for April, 2008

Ernährungsberatung für 3 Jährige

Mittwoch, April 30th, 2008

Unsere Tochter sitzt nun immer öfter am Tisch und klassifiziert die Nahrungsmittel
in „gesund“ und „ungesund“. An der Tür zu ihrer Gruppe hängt ein Plakat, links
Bilder von gesunden, rechts von ungesunden Lebensmitteln. Mir macht das Angst.
Denn nicht die Kinder sind Schuld an ihrem Übergewicht. Natürlich ist es schön,
wenn Kinder nachvollziehen können, warum es heute nach Schokotorte, Burgern
und Gummibärchen nicht noch einen Liter Cola gibt, aber wieviel Verantwortung
sollen unsere Kinder denn noch übernehmen?! Was nützt es den Kindern zu wissen,
dass fettige Soßen dick und krank machen, wenn Mama und Papa sich selbst nicht
ausgewogen ernähren können?! Gibt es nicht schon genug essgestörte Kinder?!
Ist das richtig, dass sich schon die Gedanken der Kleinsten so um Essen drehen?
Ich sage ihr immer, dass es keine gesunden und ungesunden Lebensmittel gibt,
alles in Maßen sei okay. Ehrlich gesagt, frage ich mich nur, woher sie nun wissen
soll was „in Maßen“ genau bedeutet…

17:20Uhr

Mittwoch, April 30th, 2008

Kinder sind toll. Ich liebe meine Kinder, aber alles woran ich jetzt denken kann, ist das ich
sie gleich zum aufräumen auffordere, sie umziehe, mit ihnen Brote esse um sie dann zum
Finale vor den Sandmann zu setzen, danach ein Buch und ein Liedchen trällern für jeden
und dann, ja dann ist fast Feierabend. (Wir ignorieren einfach den Knirps…)

Prävention

Dienstag, April 29th, 2008

Gestern Abend hatten wir das Glück ein Angebot im Kindergarten wahrnehmen zu können.
Die Caritas lud ein zu: „Leben im Schlaraffenland- Was braucht mein Kind zum Glücklichsein?“
Man sprach über Konsumerziehung, denn dieser Themenabend wurde von der Schuldner-
und Insolvenzberatung ins Leben gerufen. Sie versuchen dort zu bewegen wo alles anfängt,
bei den Kleinen. Es war ein toller Abend und man diskutierte offen und ehrlich. Letzten Endes
landeten wir im Gespräch da wo wir hier in unseren Blogs auch immer landen: Womit stärken
wir unsere Kinder und womit schaden wir ihnen?! Ein gesundes Selbstbewusstsein der Kinder
„ist die Voraussetzung, um später auch schwierige Lebenssituationen bewältigen zu können“.

Gerade im Moment, wo hier und dort schwer diskutiert wird, möchte ich nur sagen, dass wir
aktiv werden sollten und nicht panisch reagieren, sondern uns die Zeit nehmen, weiter in die
Zukunft zu denken, authentisch sein und unsere Kinder stark machen. Wir können sie nicht
vor allem beschützen. Unsere Arbeit ist nicht damit getan, unsere Kinder aus der Öffentlichkeit
heraus zunehmen, dass ist falsche Sicherheit, in der man sich wiegt. Ich verstehe die Angst
und das man das Risiko immer möglichst gering halten möchte. Ich finde es auch in keinster
Weise lächerlich, dass man sich Gedanken macht. Das ist unglaublich wichtig. Nur finde ich
es gefährlich, da man schnell das Gefühl bekommt, dass Kinder mit Passwörtern beschützt
wären. Unsere Kinder müssen uns Vertrauen und das Gefühl haben, dass sie uns kommen
können, wenn man ihnen wehtut. Aber auch ernstgenommen werden, wenn sie „nein“ sagen.
Denn nur mit einem starkem Selbstbewusstsein können sie schon bei kleinen alltäglichen
Grenzüberschreitungen- die netten tätschelnden Omis unterwegs – laut und deutlich zur Wehr
setzen.

Halbes Brunch

Sonntag, April 27th, 2008

Kennen Sie das Problem: Es ist Wochenende und Sie möchten in Ruhe frühstücken,
nur die kleinen Geister lassen Sie nicht?! Hier die Lösung: Man verbiete unter der
Woche Nutella, Pulver für Milch, Müsli und Kornflakes, Actimel und Joghurt zum
Frühstück, erlaubt es nur für das Wochenende. Und tada, plötzlich sitzt man in Ruhe
über eine Stunde gemütlichst in der Küche, bei leckerem Saft, Tee, Rührei, Flakes,
Erdbeeren und isst in aller schönster Ruhe, während die Kinder versuchen möglichst
viel Nutella zu vernichten und die gezuckerte Milch aus ihren Schüsseln schlürfen…

Hand in Hand

Sonntag, April 27th, 2008

Heute morgen kamen die beiden Großen Hand in Hand in die Küche gelaufen, um
beim wieder ins Zimmer gehen, zu verkünden: „Wir ham uns lieb!“

Die Großen

Samstag, April 26th, 2008

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Tabula rasa

Freitag, April 25th, 2008

Erst durch Tom’s Geburt habe ich etwas wichtiges begriffen. Hier bei uns leben drei
kleine Menschlein. Drei verschiedene Charaktere. Und so gern man sagen würde,
dass man Allen das gleiche gibt, behandeln kann man nicht alle gleich. Tom’s
Facetten kommen erst nach und nach zu Tage, aber irgendwie hilft seine Anwesenheit
zu verstehen und zuzulassen. Alle bekommen die gleichen Eltern, doch jedes Kind
bringt etwas (unverwechselbares) mit. Jedes Kind braucht etwas anderes und bleibt
so immer es selbst von Anfang an.

Zoe (das Leben) ist pure Energie. Sie ist emotionsgeladen und kraftvoll, manchmal wie
eine Urgewalt. Wenn sie wütend ist, kann man sich dem nicht entziehen und wenn sie
glücklich ist ebenso wenig. Zoe hat mich so oft an meine Grenzen getrieben und noch
weiter hinaus. Durch sie musste ich scheitern lernen, denn manchmal hilft einfach nichts.
Und manchmal mach ich vor lauter hochgekochter Emotion genau das Falsche. Aber
damit muss ich leben, Zoe fordert mich. Sie hat mich stark gemacht. Zoe hat mich ins
Leben zurück katapultiert und zeigt mit jeden Tag auf Neue wie aufregend alles ist und sein
kann, wenn man es denn zulässt. Zoe ist wie die Sonne.
Zoe braucht klare Grenzen, da sie so ihren Halt findet. Sie sucht die Auseinandersetzung.
Aber möchte bedingungslos geliebt werden- was sich nicht immer einfach gestaltet. Ohne
diesen Rahmen, ohne ihre Routine fühlt sie sich schnell verloren und versucht dann mit
allen Mitteln wieder Begrenzung zu finden. Sie braucht immer dieselben Abläufe, da sie
sonst leicht aus dem Gleichgewicht gerät. Sie ist ein Freigeist, der aber einen stabilen
Rahmen braucht.

Noah (der Ruhebringer) ist mein Gleichgewicht. Er hat die ganze Familie geerdet. All die
Orkane, die durch unsere vier Wände fegen, fügen hier kaum Schaden an. Noah ist ein
Kuschler und ein Kind was manchmal auch nach Ruhe und Harmonie schreit. Mit seiner
Ankunft ist hier irgendwie alles ins Lot gebracht worden- ich habe nach all der inneren
Unruhe meine Mitte gefunden. Er kam genau richtig und so fühlt es sich heute noch an:
genau richtig. Noah ist wie alles Grüne.
Noah braucht Nachsicht. Er braucht die Ausnahmen. Er fordert sie danach auch nicht
erneut ein. Eigentlich braucht er diese strenge Routine nicht unbedingt. Er findet es schön,
wenn alles entspannt und harmonisch ist und das bedeutet eben auch mal Loszulassen
vom Alltags-Korsett. Er ist offen für alles Neue und erfreut sich an Chaos. Turbulenzen
im Alltag verkraftet er sehr gut, wenn er immer wieder den Weg zurück zur Basis finden
kann. Solange Noah spürt, dass er geliebt wird und alles bestens ist, macht er jedes
Abenteuer mit. Noah hat mich mutig gemacht.

Tom (der Zweifler) scheint das Bild mit Wolken vervollständigen zu wollen, immer ein
bißchen verträumt. Eigentlich hier, aber doch nicht richtig da. Tom bremst mich. Er lässt
mich innehalten. Durch ihn habe ich gelernt hin und wieder einen Gang runter zu
schalten- abzuschalten. Tom macht mich nachsichtig und bringt mich zum philosophieren.

Noah Bowie

Freitag, April 25th, 2008

a) Noah’s Kopf ist genauso groß wie Zoe’s, obwohl er eineinhalb Jahre jünger ist.

b) Noah’s Hände sind größer als Zoe’s.

c) Noah’s Augen sind nicht mehr blau, sondern blau-grün. Auf beiden Augen ist der
Grundton ein schönes Blau. Um die Pupille herum findet man grüne Streifen. Wobei
das auf der linken Seite viel ausgeprägter ist und der Eindruck entsteht, Noah hätte
ein grünes und ein blaues Auge.

Kleine Annäherung

Donnerstag, April 24th, 2008

Ich habe gestern Abend ein Geschenk für meine Schwester bestellt. Vermutlich möchten
mich meine Eltern nach dem Auspacken killen, aber ich dachte, dass wäre eine schöne und
vernünftige Idee. So kann sie selbst nachlesen und muss sich nichts mehr erzählen lassen,
vielleicht freut sie sich.

Mal wieder…

Mittwoch, April 23rd, 2008

ein Stöckchen, danke Manja!

12 Dinge, die dich ärgern:

* dass Fahrradanhänger so teuer sind
* dass ich abends nicht einfach mal in Ruhe sitzen kann
* dass meine Haare nicht nach dem Aufstehen einfach sitzen
* dass mein Bauch aussieht wie eine aufgeplatzte Tomate
* und sich daran auch mit Sport nie was ändern wird
* dass es kein Bonusprogramm für gute Muttertaten gibt
* dass ich seit Monaten keinen Frauenabend mehr hatte
* dass ich zu wenig Zeit nur mit meinem Mann habe
* dass die Katze immer auf den Tisch springt um den Bambus anzunagen
* dass ich nicht mehr Geld für Blumen und Pflanzen habe
* dass ich nicht mehr Geld zum Beschenken von Dritten habe
* dass ich nicht mehr essen kann ohne aus allen Nähten zu platzen

11 Dinge, ohne die Du nicht leben könnest:

* Make Up
* Schaumfestiger
* Fön
* Rundbürste
* Zahnbürste
* Internet
* HDD-Recorder
* H&M
* IKEA
* Ehemann
* Kinder

10 Dinge, auf die Du Dich freust:

* Sommerurlaub in Dahme
* Fahrräder
* Wenn die Kinder ausziehen ;)
* Schwanger werden ;)
* Wochenenden
* Feierabend
* das nächste Date mit meinem Mann
* das nächste heiße Bad
* mal wieder Kino
* Weihnachten

9 Dinge, die Du täglich trägst:

* viel Verantwortung
* viele Kinder
* den Kinderwagen
* Make-Up
* drüber
* und drunter
* Schuhe
* Brille
* Windeln

8 Serien/Filme/, die Du immer wieder sehen könntest:

* Lost in Translation
* Die fabelhafte Welt der Amelie
* Babystation
* Grey’s Anatomy
* ER
* Private Practise
* Dr. House
* CSI Las Vegas

7 Objekte, die Du täglich anfasst:

* Ehemann
* Zoe
* Noah
* Tom
* Fläschen
* Windeln
* Kühlschrank

6 Dinge, die Du jeden Tag tust:

* duschen
* Haare föhnen
* schminken
* anziehen
* lesen
* putzen

5 Lebensmittel ohne die Du nicht leben könntest:

* Schokolade
* Mineralwasser
* Rotwein
* Serrano Schinken
* Erdbeeren

4 Menschen, mit denen Du gerne mehr Zeit verbringen würdest:

* mir selbst ;)
* Ehemann
* einer Freundin
* meine Oma

3 Deiner momentanen Lieblingslieder:

* Linkin Park „Shadow Of The Day“
* Ingrid Michaelson „Keep Breathing“
* Amy Winehouse „Back To Black“

2 Menschen, die Dein Leben sehr beeinflusst haben:

* Nils
* Zoe

1 Mensch mit dem Du den Rest deines Lebens verbringen könntest:

* Nils

Hab ich ja vergessen: Wie wärs damit Mama Schwaner, Daniela und Kati?!