Bis an die Grenzen…

und darüber hinaus.

Nachdem ich heute morgen um 9Uhr allein mit den Kindern im Kindergarten aufschlug,
musste es schnell gehen. Doch immer, wenn ich Zoe soweit hatte sich von uns zu
verabschieden, war Noah weg; aufm Klo, in der anderen Gruppe. Dann schrie Tom, also
Tom auf den Arm genommen, dann wurde mir sehr warm, Noah an die Hand, Küßchen
und nichts wie raus. Schnell zurück nach Hause laufen, Eltern von Zweijährigen wissen
um die Lichtgeschwindigkeit, die man mit ihnen zurücklegt. Also angekommen im trauten
Heim, Tom gefüttert, Mittag gekocht, alle gewickelt, wieder angezogen, raus. Zum
Montessori Kinderhaus, wegen der Ein-Tages-Vormittags-Gruppe-für-Kinder-die-keinen-
Kindergartenplatz-bekommen-haben. Auch vor Ort ein wunderschönes Haus, eine alte
Villa um genau zu sein, liebevollst dekoriert, voll mit glücklichen Kindern. Wir bekommen
den Platz. Von Oktober (!) an, darf Noah einen Vormittag ohne mich sein. Was für eine
Erleichterung (< - Achtung Sarkasmus)! Ist natürlich kein Stress, zwei Kinder in zwei unterschiedlichen Häusern abzuholen, ist ja nur einmal in der Woche (<- Sarkasmus). Von dort ging es dann in praller Mittagssonne zu Zoe's Kindergarten, weil man ja nicht dreimal am Tag raus muss. Wir genossen ein Eis in der Sonne, und ich dachte alles wird gut. Ich beschloss wirklich erst morgen zur Anmeldung in die Kirche zu gehen. Morgen geht es dann um die 3-Tages-Vormittags-Gruppe-für-10-Kinder-die-keinen-Kindergartenplatz- bekommen-haben. Wir kauften noch eben soviel Obst wie wir noch tragen konnten und ich schob dann 2/3 der Kinder ächzend in der Sonne nach Hause. Dort war ich selig und ich fing an das hier zu schreiben, während Tom mir von der Decke aus zusah, Noah ein Spiel auseinander nahm und Zoe mit dem Lichtschalter spielte. Alles wird gut, dachte ich, bis das passierte. Alle Kinder eingepackt und zum Arzt gefahren, natürlich wie auch
sonst ohne Auto mit dem Bus. Das ganze zurück noch einmal und nun nachdem ich die
Kinder mit falschem Sandmann abgefüttert habe, sitze ich hier und schreibe zu Ende.

3 Responses to “Bis an die Grenzen…”

  1. eine Familie wie andere auch Says:

    Mein Gott, was für ein Wahnsinn und wie Du das meisterst ohne verrückt zu werden! Ich komme mir schon völlig unfähig vor, weil ich manchmal nicht weiß, ob das alles mit Aliya UND Baby fluppt. Das ist ja geradezu lächerlich! Was ich mich auch immer frage ist, wie Du den kleinen Noah transportierst?! An den Xplory kann man doch kein Kiddy-Board anbringen oder?

    Alles Gute und eine erholsame Nacht wünsche ich Euch!

  2. kassiopeia Says:

    Das schlimme ist an so einem Tag/Woche, dass nachdem alle drei Kinder endlich schlafen,
    der Abwasch und die Wäsche ruft, die Tische abgewischt und die Berge Klamotten vom
    Ausziehen sortiert werden müssen und noch vieles mehr- danach ist einfach nicht Schluss…

  3. kassiopeia Says:

    Ach so und der Noah läuft meistens. Bei sehr langen Strecken oder wenn sein Mittagsschlaf
    mit dem Termin kollidiert, heute 11:45 im Kinderhaus, dann nehme ich immer den Zwillingskinder-
    wagen. Wenn wir aber nur Zoe abholen oder nur zur Bushaltetelle müssen und nach dem
    ankommen am Ziel nur die paar Meter bis zum Kinderarzt, muss er laufen. Er hat es jetzt aber
    auch perfektioniert. Er trainiert wie ein Sportler das Laufen trainiert. Es klappt toll. Was ich auch
    toll finde ist, wenn er arg müde ist, und man hat nur den Stokke dabei, ihn einfach ins Tragetuch
    auf die Hüfte zu setzen, dass ist im Prinzip nichts anderes als das Tragen auf dem Arm, aber es
    erlahmt den Arm nicht so schnell, es verteilt sich auf dem Rücken. Am Wochenende ist Noah
    dabei eingeschlafen, während ich noch schön den Kinderwagen schieben konnte. Als ich im
    Winter schwanger mit Noah war, musste Zoe (gerade eins geworden) auch viel laufen. Ich trug
    sie sicherlich auch oft gegen ärztlichen Rat, aber es ging nicht anders. Bei Noah war das anders,
    der wurde herumkutschiert bis Tom da war und erst dann musste er selbst aktiv werden. Das
    schöne daran war aber, dass er ganz begierig darauf war, weil er vorher immer sitzen musste.