Emanzipation durch Sex

In den Achtzigern gab es Bewegung innerhalb der Feministinnen, die zu einer
Spaltung führte. Während ein Teil sich dem Sexpositiven zuwandte, blieb der
andere Teil beim Antipornografischen. Die Sexpositiven wehrten sich gegen
die von Männern kontrollierte Sexualität. Die Frauen gingen davon aus, dass
eine sexuelle Befreiung positiv für die angestrebte Gleichberechtigung und
mehr Unabhängigkeit wäre. Sexuelle Revolution heißt heute Lady Bitch Ray
oder Charlotte Roche. Beide wenden sich an junge Frauen, plädieren für mehr
sexuelles Selbstbewusstsein. Frauen werden aufgefordert mehr zu ihrer
„Motze“ oder „Fuschi“ zu stehen und Körperflüssigeiten an TV-Moderatoren weiterverschenkt. Wie hätte
das Publikum reagiert, wenn Sabine Christiansen Sperma von Edmund Stoiber übereicht bekommen hätte?
Doch auch hier gehen die Damen zwei verschiedene Wege. Während Lady Bitch Ray in Highheels und
hübsch rasierten Schamhaar die estetische weibliche Emanzipation wiederfindet, fordet Roche die
natürliche Seite der Frauen, indem sich ihre Romanfigur mit eigenem Körpersaft einschmiert. Frau setzt
auf den Schockeffekt durch Gossen- und Fäkalsprache, das kennen viele von ihren 3-Jährigen. Es wird
vesucht mit Sprache ein Tabu zu brechen, fragt sich nur welches.

8 Responses to “Emanzipation durch Sex”

  1. Katrin Says:

    ihhhh… das steht da wirklich drin!? In diesem rosa Buch!?
    Pfui…

  2. Mama Schwaner Says:

    hast du das rosa buch gelesen?

  3. kassiopeia Says:

    Warum fragst du?

  4. mama schwaner Says:

    naja, ich wollte halt wissen, ob du es gelesen hast und ob ich nun jemanden habe, mit dem ich mich zusammen über einzelne textpassagen aufregen kann :) mehr nich… *grusel*schauder*ekel*

  5. kassiopeia Says:

    Es gibt so Dinge… du verstehst ;) Darf ich fragen, warum du es gelesen hast? Und ob du
    es zu Ende gelesen hast?

  6. mama schwaner Says:

    ich hab es aus reiner sensationsgeilheit gelesen :) es lag da letzte woche bei meinem chef im büro rum als ich urlaubsvertreterisch dort unterwegs war. und da hab ich es mir mitgenommen und auch bis zum ende gelesen. wobei ich ja finde, dass die ersten zwei drittel des buches nicht zum schluss passen. und ich hielt mich für „abgehärtet“ und unbeeindruckt. war/bin ich aber nicht. es hat mich teilweise wirklich schockiert und das hat für mich nichts mit sexueller gleichberechtigung, offenheit oder revolution zu tun, gar nicht auszudenken, was passieren könnte, wenn einige „coole“ junge mädchen auch nur annähernd so sein wollen wie dir romanfigur…

  7. mujerfuriosa Says:

    ich fand lady bitch ray als ich sie im fernsehen sah zuerst sehr…sagen wir mal…irritierend und dann faselte sie irgenwas von stipendium und kA wars linguistik und dann war mir llar:thater at its best!
    und ehrlich!? find ich gut. denn diese ewige rumgegröhle der „rappenden“ männerwelt geht mir tierisch auf den ääääh…sack (?) ;) frau dreht spieß mit plattester provokation um und zieht eine absolut nicht ernstgemeint show ab.
    was das rosa buch angeht – ich finde charlotte roche an sich schon sehr toll – werde ich es nicht lesen. meine sensationsgier reichten nur für 2 seiten und das wars dann.
    ich glaube ja nicht dass das wer nachahmt ;)

  8. Isabella Says:

    ich hab es in meinem regal stehen und werde es auch wegen sensationsgeilheit lesen… aber derweil reiss ich mich noch nicht so drum!