Wenn einer eine Reise tut

Ich habe vergessen wie winzig klein die Gänge im Flugzeug sind, wie entnervt viele
Menschen sind vor lauter Ungeduld. Wie ein Akrobat habe ich ein Kind vor der Brust
hängend, eines links, eines rechts in die richtige Reihe bugskiert, hingesetzt und
in Limbohaltung, weil akute Kopfstoß-Paranoia, während Tom alles andere als glücklich
da herum schwankte, in einer Haltung die ihm nicht so ganz behagte, das Schreien
begann, die Kinder angeschnallt. Aber wenn man erst mal sitzt…
Beginnt man zu erklären. Wann gibt es etwas zu Essen. Wann der Durst gelöscht
wird, die Koffer endlich kommen, der Kinderwagen wieder aufgebaut werden kann,
nur um ein paar Meter weiter alles wieder abzubauen und drei Kinder ins Auto zu
schmeißen und dann 30 Minuten Hals verrenken um die Kinder, weil es mittlerweile
19:30Uhr vom Einschlafen abzuhalten. Man wird kreativ, textet neue Lieder, die in
etwa so gehen: „Du musst doch noch den Sandmann anschauen…“ Man dann
in die Strasse einbiegt, singend, ein Kind jammert, weil Bauchweh und ein Baby
weint, weil das alles irgendwie doch blöd ist grad.

Aber ja gut wars ;) Sehr gut sogar. Eben NurFliegen. ;) Mit anschließendem
NurKurzGuckenWoDieZahnbürstenDiePyjamasDieSandmannDVDundDieWindelnSind.

3 Responses to “Wenn einer eine Reise tut”

  1. Mizz Foxxy Says:

    Berlin heißt Dich willkommen! :-)

  2. Karin Says:

    danke für den Beitrag. Schöne Tage in Berlin!

  3. eine Familie wie andere auch Says:

    ich kenn das. Wir sind mit Aliya oft geflogen und ich habe das gehasst! Das war der pure Stress, da sie teilweise den ganzen Flug lang durchgeschrien hat. Puh!