Erziehung leicht gemacht

10 Kinder– da kommt es schon mal zu Reibereien. Doch ein Junge fiel mir besonder auf.
Flitzte herum, klaute nur Spielzeug, versteckte es. Bat man ihm etwas an, winkte er ab.
Störte nur, quälte die Babies. Mopste und sitbitzte. Keine ruhige Minute, beobachte die
anderen Kinder, um dann wieder auf Beutefang zu gehen.
Im Gespräch mit der Mutter dann die Aufklärung: Jüngstes Kind von Dreien, zwei große
auf einander hockende ältere Geschwister, die ihn nicht „mitspielen“ lassen wollen. Junge
hätte sich angewöhnt die Großen zu stören, kaputt zu machen, zu stänkern. Könne nicht
lange allein sein, noch allein spielen. Es sei dann sehr schwierig für ihn, dass er ständig
ermahnt werden würde, ständig nur ein „Nein“ hört.
Ganz klar, sagte ich zu ihr, dann lieber schlechte als gar keine Aufmerksamkeit. Ein
Blick, der „häh“ sagte. Also sagte ich zu ihr, dass wir wohl in der nächsten Woche dann
einfach schauen sollten, dass wir ihn bestärken, wenn er was -für uns- Positives macht.
Damit er langsam gefallen am Andersmachen findet. Ist doch logisch oder?! Die Mutter
guckte mich an als -ja wie eigentlich?!- na so halt.

4 Responses to “Erziehung leicht gemacht”

  1. mama schwaner Says:

    du wirst berichten?!

  2. kassiopeia Says:

    Was wird es zu berichten geben? Werde frech am Dienstag Rücksprache mit der Gruppenleitung
    halten -nicht nur wegen meiner Arroganz in diesen Dingen- sondern auch weil man Sohn „gequält“
    wurde. Ich weiß, als Mutter fällt es einem immer schwer Dinge zu sehen. Aber (!) die Frau mochte
    ich gern, sie scheint intelligent, sie hat drei Kinder- ein paar Jahre mehr Erfahrung als ich in dem Job-
    aber das ist anscheinend kein Grund für Selbstreflektion. Da rennt man lieber blöd dem Kind hinterher,
    schaut zu, wie es die Wasserflasche der Gruppenleitung öffnet und daraus trinkt und säuselt nur:
    Nahein. (Bitte bitte bitte.) Schlimm ist sowas, peinlich und scheiße.

  3. Corinn Says:

    Vielleicht hat sie aber auch nur so geguckt, das Du einen guten Rat gegeben hast – passiert ja nicht ständig. Vielleicht hat sie ja auch schon mal darüber nach gedacht, wie Sie sein Verhalten ändern kann.

  4. kassiopeia Says:

    Es gibt Mutter die tun das ständig- denken- und andere die gucken nur…