Archive for Mai, 2009

Our next Baby…

Samstag, Mai 30th, 2009

Lieber kleiner Ben Mino,

in einer stürmischen Nacht hast du dich unter 500 Millionen Teilnehmern durchgesetzt! Du gabst
alles, fandest den richtigen Weg und hattest auch das berühmte Quentchen Glück. Im großen
Finale hast du klar gegen Hunderte Andere bei der Jury gepunktet. Ein großes Feuerwerk feierte
deinen Sieg.
Seidem sind 160 Tage vergangen. Vom einstigen Sieger des Abends ist nicht mehr viel übrig, im
Gegenteil, du hast dich rasend schnell weiter entwickelt.

Ich weiß nicht wie du das anstellst, aber mit deinen eigentlich winzig kleinen Füßchen, den paar
Zentimeter Leben und den paar Gramm hast du es heute Abend bis über den Bauchnabel geschafft,
du arbeitest dich vor Richtung Busen immer gegen die Rippen. Schon jetzt. Es schmerzt nicht, nein
es nervt mich auch nicht, diese Tritte sind ein unglaubliches Geschenk. Wenn ich merke wie mir die
Puste ausgeht am Abend, wie ich strampel aber langsamer werde, merke wie auch das Magnesium
weniger gut wirkt, stellt sich langsam wieder Sorge um dich ein, die Gedanken und die Vorfreude
kreisen um dich, ich merke wie du Zeit forderst, die dir zusteht und in alle dem sind diese vielen Tritte
ein Segen, ein Zeichen das es dir ganz wunderbar geht. Ich kann es kaum glauben, schon morgen
rutschen wir in die 24. Woche, wir bauen unser Nest aus, freuen uns mit jeder Woche mehr auf dich!

(Ich schreibe das heute aus einem besonderem Grund. Ich wollte diesen Artikel schon nach der
letzten Ultraschalluntersuchung schreiben in der Hoffnung es gäbe ein schönes Bild des kleinen
Wunders. Gab es leider nur für meine Erinnerung, nicht festzuhalten, weil der kleine Mensch
mit seinem Kopf angekuschelt zur Blase lag. Aber so langsam finde ich es unerträglich, nur vom
ihm oder dem Bauchbewohner zu schreiben, die ganze Familie weiß wie das Kind heißt. Es macht
das ganze so viel schöner und greifbarer, wenn man das Kind beim Namen nennt…)

PS: Sei nicht sauer, wenn deine Schwester Zoe Sophie und deine Brüder Noah Leon und Tom Clueso
öfter mal anklopfen, drücken, fühlen. Sie sind doch einfach nur neugierig! Du steckst das schon
weg! Kannst also aufhören zurück zu klopfen!

Vom Nestbau…

Samstag, Mai 30th, 2009

das Tochterkind wollte heute etwas pflanzen, also suchten wir die Samen in ihrer Schublade
aus ihrem Nachttisch. Der war vielleicht voll, also bat ich sie, dass wir den zusammen aufräumen
und sie- nur sie- entscheidet was weg kann.
Gesagt, getan. Das Tochterkind hat eifrig aufgeräumt und sich getrennt. Früher ja, da habe ich
Dinge, die mich nervten in die oberste Schublade unserer Schlafzimmer Kommode getan und
wenn nach Wochen oder Monaten keine Suche gestartet wurde, warf ich es weg. Manchmal wurde
gesucht und ich rückte raus. Manchmal wurde nach eineme Jahr gefragt, wo der alte Feuerwehr
mannanhänger ist, wenn man doch in dieser Woche für dieses Jahr einen neuen bekam. Das
bringt einen in Bedrängnis, besser wenn die Dame mit dem Elefanten-Gedächtnis, sich erinnern
kann, was sie selbst weggeworfen hatte. Ich bin sehr stolz. Selbstverständlich habe ich nie und
nimmer gerufen: „Nicht doch das!“ dabei waren ein paar Bilder dabei, die wirklich schön waren,
aber sie sollte das selber entscheiden. Die Erwachsenen hier haben jeweils jeder eine Kiste voller
Kram. Und was für Kram da drinnen ist. Trauriger und lustiger Kram, nen Haufen Zeug. Noah
brauch dringend Platz für sein Kram.

So suboptimale Momente…

Freitag, Mai 29th, 2009

Ich stehe mit meiner Freundin im kleinen Laden hier oben in der Altstadt. Ich bin kinderlos
unterwegs, scherze mit ihr, während sie ihren Sohn vor sich hier schiebt. Wir landen vor der
Bäckerei- Fachverkäuferin und ihren köstlichen Backwaren:

FrauK: „Braucht er noch was? Ne Brezn?“
G: „Och ja.“
FrauK: „Du auch ne Käsesemmel?“
G:“Nee…“
FrauK: „Also ja.“

Ich wende mich an die Bäckerei-Fachverkäuferin und sage: „Also eine Brezn bitte und zwei
Käsesemmeln, nein drei mein Mann braucht auch eine.“

G. möchte mir Geld geben, doch viel lieber gebe ich G. Geld für einen gebrauchten Spielebogen,
den ich ihr gern abkaufen möchte, also scherzen wir rum, Geld fliegt runter und letzendlich
landen noch 5 Euro in ihrem Geldbeutel. Während ich einen Schein zücke um die köstlichen
Backwaren zu bezahlen, sagt die Bäckerei- Fachverkäuferin:

„Und erst noch mit Mutti rumstreiten..“

Betretenes Schweigen. Dann lautes Lachen. Na gut. Uns ist auch schon aufgefallen, dass ich erst 25
bin und sie so jung wie meine Ma.
Aber das war etwas leicht daneben getippt…

Freitag Abend…

Freitag, Mai 29th, 2009

Pearls

zu finden wie immer hier… und noch vieles mehr

Wer ist das? Und wo ist meine Tochter?

Donnerstag, Mai 28th, 2009

Was ist denn nur hier los?! Soviel Vernunft, Einsicht und Kommunikation ist zuviel für mich.
Jeden Abend ziehen sich die Großen aus, bringen ihr Zeug im Idealfall in den Wäschekorb, ich
dusche Zoe, dann gibt es Abendessen. Gefolgt vom Hände waschen, der Zahnreinigung und
dem Sandmännchen. Im Kinderzimmer wird dann gelesen- im Wechsel suchen die Kinder
ein Buch aus. Im Anschluss wird gesungen, ich frage die Kinder nach dem Traurigsten und
dem Schönsten, Knutscherei. Erst danach wird Tom Bett fertig gemacht, bekommt noch
eine Kuschelflasche, Zähne geputzt- im Bett dann Lesen und Singen.
Ich hatte heute Abend ganz schön zu schnaufen, also erklärte ich den Kindern, ich würde
heute ihre Hilfe brauchen. Ich will nicht meckern, ich will nicht alles immerzu wiederholen.
Soweit so gut. Als Zoe endlich in der Wanne steht mit dem Rücken zu mir, bitte ich sie sich
doch zu mir umzudrehen, aber das Kind grinst. Ich kläre das Kind auf, dass es ein denkbar
ungünstiger Zeitpunkt ist, Tom jammert und ist sehr müde, Noah ist fertig und möchte essen,
alles wartet auf sie, wenn sie sich also nicht umdreht, würde ich rausgehen und wir lassen das
Duschen ausfallen. Das Kind grinst, ich erinnere das Kind an die eben gehörten Worte, doch
als nichts passiert verlasse ich das Bad, um den Jungs das Brot zu schmieren. Das Tochterkind
beginnt zu motzen, ich auch. Ich erkläre gern lauter, dass ich ihr alles vorher erläutert hätte
und sie leider nicht mitessen kann, wenn sie sich nicht anzieht. Aber sie tottert nur weiter,
dass sie ja nicht geduscht hat. Ich sage ihr, dass sie ja nicht einmal mit mir spricht, sondern
nur meckert. Ich bin verärgert. Als die Jungs im Eiltempo fertig sind, mach ich sie sauber. Und
sage zu Zoe im Nebenzimmer, sie sollte ihre Windel und ihren Schlafanzug holen und schon
einmal ins Wohnzimmer gehen. Ich warte innerlich auf das Ausrasten, weil sie ja gar nichts
gegessen hätte und noch gar nicht geduscht hätte, doch als ich gerade dabei bin Noah die
Zähne zu putzen, kommt Zoe ins Bad mit ihrem Kram und diesen riesigen Kulleraugen. In dem
Moment denke ich noch, für den Blick mach ich alles, sie muss nur fragen, aber sie will nichts.
Als Noah fertig ist, sagt Zoe sie müsse jetzt Hände waschen und Zähne putzen. Mir kommt das
seltsam vor. Ohne Schimpfen?! Wo ist der Haken? Sie wäscht sich die Hände, ich kämme ihre
langen Haare, putze ihre Zähne und frage sie nach dem Zahnseidentier, das sie sich wünscht.
Ohne Meckern geht das Tochterkind ins Wohnzimmer und lässt sich anziehen- alle drei Kinder
sitzen Sandmann bereit im Wonhzimmer. Ich bin noch immer skeptisch und sage vorsichtig
zu Zoe, dass sie aber morgen zum Frühstück ganz viel Essen müsste, worauf das Kind sagt, ja
weil es hätte ja kein Abendbrot gegessen. Ich warte noch immer auf den Urschrei und sage,
dass ich es schön fände wenn wir morgen wieder alle zusammen Abendbrot essen, worauf sie
sagt, ja und duschen. Sogar nach dem Lesen als ich mit Tom gehen will, warte ich, doch vergeblich.
Kein Schreien, kein Brüllen, kein Schlagen oder Treten, einfach gar nichts. Nichts. Nicht mal
Ärger! Nichts. Ich bin beeindruckt. Ich find das ganz famos! Und warte ja immernoch, ob nicht
noch die Frage nach dem Hungerstillen aufkommt.

Die Sicht der Dinge…

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Nach meinen letzten Jammereinträgen, dachte ich mir. Wie kann das sein?! Liegt es wirklich an
der Woche oder eher an mir und meiner Sicht der Dinge?! Ich war sehr angespannt am Sonntag.
Vor mir lagen drei Tage ohne Mann. Abgesehen von der Liebe und diesen anderen Kleinigkeiten
lastete schon am Sonntag Abend so ein Päckchen schwer auf meinen Schultern. Ich hatte Bammel.
So richtig. Hatte ich mir vorher in meiner wundervollen Art gedacht mich nur an einem der Tage
noch zu verabreden, am besten Mittwoch, wurde plötzlich alles voll.
Wenn das Universum mir sagen wollte, wie aufgeschmissen ich ohne meinen Mann wäre, haben
diese Tage das wirklich liebevollst offenbart.
Am Montag startete der Tag noch mit Mann. Eigentlich entspannt mit Tom zu Hause, ich schaffte
viel zu Hause, holte Zoe ab wie immer, ging mit den Kindern ein Eis essen, dann kam Oma
um überraschend mit den Großen zum Turnen zu gehen, während Tom mal bei mir und nicht wie
sonst bei ihr weilte. Ich ging mit Tom einkaufen, machte Haushalt usw. Am Abend erwartete mich
der erste KiGa-Elternabend für Noah, der gleich wieder länger als 2 Stunden dauerte. Als meine
Schwiegermama ging, war es schon 21.30Uhr. Kein Mann da. Und das wissen, morgen musst du
alles wuppen. Alleine. An Schlaf war nur leider nicht zu denken.
5.50 Uhr quasselte Tom. Und Kopfschmerzen summten im Hirn. Ausgerechnet. Nicht oft habe ich
Kopfschmerzen, aber natürlich in diesen popligen 3 Tagen nehmen wir alles mit. Ich schaffte es
geduscht, geschminkt, geföhnt und mit 3 1/2 Kindern pünktlich um 8.15Uhr aus dem Haus. Ging
auch nicht anders. Nächste Woche sind bei Noahs 3-Tagesgruppe 2 Wochen Ferien, wenigstens
diese Woche sollte er noch gehen, außerdem stand Kleinkind-Turnen mit Tom um 9.15Uhr auf
dem Programm. Im Kindergarten helfe ich gerade der Tochter beim anziehen, da kommt eine
Mutter zu mir: „Sage mal, ist das okay, dass dein Kleiner da draußen fast aus dem Wagen fällt?!“
Darauf gab es nichts zu sagen. Natürlich hatte ich vergessen Tom anzuschnallen, eine andere
Mutter war so geistesgegenwärtig in liebevoll aus dem Kinderwagen zu heben, ohne vorwurfsvolle,
rein gar nichts bringende Sprüche. Also mit so einem mulmigen Gefühl verließ ich den Kiga und Zoe
und brachte Noah in die Tagesgruppe, hetzte gerade zu rechtzeitig zum Turnen. Im Anschluss
einkaufen gegangen und wieder zurück Noah abgeholt und dann Zoe, weil wir am Nachmittag in
der Altstadt um die Ecke verabredet waren und ich mir so einen Weg sparte. Super Sache. Wunderbar
am Nachmittag den Kindern im Garten beim Spielen beobachtet und Heim bevor es wurde dunkel.
Sehr dunkel. Rechtzeitig kamen wir trocken heim, ich riss die Fenster auf um stickige Luft raus
und frische rein zulassen und die Millionen Blütenpollen, die dann überall überall lagen. Nach dem
Abendbrot und Waschen der Kinder saugte ich das im Wohnzimmer eben weg, die Uhr tickte, es
wurde später. Als ich den HDD-Recorder anmachen wollte für das allabendliche Sandmännchen
für die Kinder, ging nichts. Das war der Moment in dem ich fast heulte. Diese beschissene Einsicht,
dass man eben nicht alles allein kann. Diese Hilflosigkeit, weil man trotzdem muss. Fürchterlich.
Nach 10 Minuten ging das Ding wieder. Es wurde später. Als die Kinder im Bett lagen, kam ich nicht
etwa zum Fernsehen nein, es ist Ende des Monats, die Überweisungen warteten. Als ich völlig
knülle und in freudiger Erwartung des heutigen Tages ins Bett ging, schlief ich dann doch wie ein
Stein.
Als ich vom Wecker wach wurde, wurde es auch Zoe und der Kater, der miaute. Sehr laut. Als ich die
Wohnzimmer öffnete um das Tier zu befreien, wusste ich wieso. Einmal Katzenklo vergessen ins
Wohnzimmer zu stellen, einmal Sofa voll gemacht. Jawoll! Jackpot. Kein Mann da. Also ich allein
die Maschine angemacht, Essig rausgekramt, Dreck entfernt. Später den Müll machen wollen, den
sonst der Mann macht und was passiert?! Mir reißt der Müllbeutel! Mir! Heute! In diesen Tagen
juhu! Im Wohnzimmer und beiden Kinderzimmer lagen noch immer die Blüten überall, nur bisher
keine Zeit sie zu entsorgen. Eigentlich sollte das ein ruhiger Morgen werden, doch plötzlich genau
in dieser Woche macht Zoe’s Gruppe einen Ausflug zur Feuerwehr, alle Kinder bitte bis 8.30Uhr
bringen. Also wieder das Haus pünktlich 8.15Uhr im Eilschritt verlassen: wieder geduscht, geföhnt
und geschminkt und mit allen 3 1/2 Kindern sauber, bekleidet und nach einem gemeinsamen
Frühstück. Eigentlich wollte ich bei Noah in der Gruppe bleiben, weil gestern spontan
beschlossen wurde, dass die Tageskindermuttis nicht ihre Kinder wie immer um 11.30Uhr holen,
sondern um 10.30Uhr ein gemeinsames Frühstück stattfindet! Ich hätte mir viel Rennerei erspart.
Ich hatte Rückenschmerzen, aber zu Hause stand noch das Frühstück auf dem Tisch, der Abwasch
wartete, die Wäsche und die kaputte hin und wieder Wasser spuckende Maschine lief, musste laufen
wegen der Katze also rannte ich nach Hause. Für eine Stunde saugen im Wohnzimmer und Toms
Zimmer, wischen vom Wohnzimmer, Abwaschen und schon war ich weg. Ich versuchte das „Frühstück“
über zu entspannen. Ich gab alles. Lief zurück und legte Tom schlafen, Noah nickte auch mal wieder
ein und ich rappelte mich auf und schob das Wohnzimmer wieder zurück, schüttelte den
gewaschenen Couchbezug aus (Federn). Um 14.15Uhr weckte ich die Jungs. Das war mühselig,
beide so müde. Aber ich musste los, weil wir auch heute verabredet waren und weil das in der Nähe
so langweilig ist, dachte ich mir je weiter weg desto besser also zweimal Bus fahren. Das erfordert
wiederum genaues Timing. Auch das schafften wir, 15.30Uhr waren wir da. Verbrachten einen
schönen Nachmittag im Garten, bis Noah bewaffnet mit dem Bobbycar nicht anhielt, sondern auf ein
vom Grundstück fahrendes Auto hielt! Ich rief einmal Stop, zweimal und dann kreischte ich nur noch.
Noah hielt gerade noch rechtzeitig an. Ich hatte solche Angst. Es war unglaublich. Der Autofahrer
konnte Noah nicht sehen und Noah reagierte nicht. Gar nicht. Er sah das Auto vor sich. Ich stand weit
weg und hatte Tom auf dem Arm, nichts mit Rennen. Ich schrie. So sehr, dass die Leute aus ihren
Häusern glotzten, bei der Frau des wegfahrenden Autofahrers klingelten, die zu mir kam und wirklich
lieb fragte, ob was passiert sei, worauf ich nur antworten konnte: „Mein Sohn hielt nicht an, als ihr
Mann vom Grundstück fuhr. Er hätte ihn fast umgefahren, weil mein Sohn nicht stoppte, deshalb
kreischte ich!“ Mir rutschte mein Herz heute also sonste wohin. Egal ob der Busfahrer heute beim
Umsteigen ne Schwangere mit drei kleinen Kindern stehen lies, egal dass ich abends noch im
zweiten Kinderzimmer die blöden Blüten wegsaugen musste und es wieder später wurde als 19Uhr,
alles egal.
Wir haben diese Tage geschafft. Ich hab diese scheiß vollgepackten Tage geschafft, ohne motzen und
ohne nur das Schlechte zu sehen. Die Tage waren anstrengend, aber das gehört dazu. Ich bin
stolz auf mich. Ich lag vorhin in der Wanne, es duftete gut und ich war so entspannt. Es liegt an
mir. Die Woche war böse. Es kam alles auf einmal. Morgen kommt ein Kellerentrümpler für den
wir letzte Woche 2 Stunden opferten um vor zu sortieren bevor Nils flog, denn der Entrümpler
kommt morgen schon um 8Uhr. So wie der Mann, der die Waschmaschine reparieren soll, der
kommt morgen zwischen 8.00 und 11.00Uhr. Und weil Nils morgen früh länger hier bleiben muss,
um mir den Mann anzuleiten im Keller und den Reparierer reinzulassen und ich Zoe währenddessen
in den Kiga bringen muss, kommt er wieder später heim. Aber er wird am Abend kommen, denkt
an das Katzenklo, macht den Müll, wäscht den Rest ab, deckt morgens den Tisch und macht die
Kinder fertig, hilft mir, ist für mich da, bringt mich wieder zum Lachen, lästert mit mir, schnattert
mit mir und schläft zusammen mit mir ein… Ach schön…

Geht vorbei… kommt was neues…

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Eben an unser Tochterkind gedacht. Gibt ja so Spezialisten, die allen ernstes sagen, hätten wir nur
ein Kind wie XYZ bekommen, sprich ein fürchterlich, schreckliches, grausiges Kind, dann hätten wir
nicht den Wunsch nach gleich Vieren davon! Nur ein wirklich anstrengendes Kind hätte gereicht.
In solchen Momenten denke ich gern an Zoe und die vielen Anekdoten, die Menschen die mir nahe
stehen die Augen weit aufreißen lassen, aber so ist Zoe eben… Aber weil alles vorüber geht, hier das
neueste heute im Bus, etwas das ich immer öfter höre:

Zoe: „Sonst schmeiß ich mich auf den Boden und schreie!“
FrauK: „Dann mach doch!“

Und was passiert? Nichts. Einfach nichts. Liebe Eltern da draußen, auch diese Phase geht vorbei!
Dieses Schreien und Kreischen, dafür kommt dann ne andere, aber auch die geht vorbei! Echt jetzt.
Ich bin da zuversichtlich!

Ich werd alt…

Dienstag, Mai 26th, 2009

Gestern sagte ich dem Tochterkind, ich würde es heute vor dem Mittagessen abholen, weil wir
am Nachmittag verabredet wären hier oben in der Altstadt und wir uns so einen Weg sparen
würden, käme ich gleich mit Noah um 11.30Uhr zu ihr in den KiGa. Heute morgen erinnerte ich
sie noch einmal pädagogisch wertvoll:

FrauK: „Zoe, ich hol dich dann heute früher ab. Vor dem Mittagessen, ja?!“
Zoe: „Ich weiß Mama! Das hast du mir doch gestern schon gesagt!“

Können Sie sich mein Gesicht vorstellen?! Das Kind ist und bleibt 4. Aber der Klugscheißmodus
ist gestartet…

Ein langer ruhiger Fluss

Montag, Mai 25th, 2009

Es gibt so Morgende im Bad, da starre ich ungläubig auf meinen Bauch und denke: „Und da ist
ein kleiner Mensch drinnen, der alles neu macht?!“ Ich weiß, dass dieser kleine Mensch da ist,
denn er tritt mich genau jetzt, als würde er ständig sagen wollen, dass er da ist. Aber wenn ich
mich umschaue und unseren im Moment Jüngsten sehe, der gerade erste Worte spricht, aber noch
immer auf seinen Knien die Welt erobert, dann scheint das noch so lange hin, doch das trügt.
Wenn unser Baby geboren wird, ist unser Tom schon wieder 1 1/2 Jahre bei uns. Manchmal scheint
das eine ganze Weile und dann wieder so kurz: unsere zwei Jungs, unsere Tochter. Ich glaube
in dem Moment, in dem Tom beschließt nun nur noch zu laufen, mehr als zwei Schritte, wird das
im Kopf noch mal einiges auf den Kopf stellen. Dann sieht er einfach so alt aus wie er ist und
nichts täuscht mehr darüber hinweg wie die paar Zentimeter, die momentan über dem Boden
rutschen.
Auch der Gedanke, dass vieles von vorn beginnt und einem ganz bestimmten Muster folgt. Alle
4 Kinder wachsen in dieser Wohnung auf. Schon zu Zoe habe ich gesagt, sie solle nicht den Mülleimer
im Bad ausräumen, dann zu Noah und nun sagte ich es zu Tom. Irgendwann werde ich es auch
zu unseren Ungeborenen sagen. Auch werde ich zusehen, wie die Handtücher im Bad ausgeräumt
werden, an Zahnpasta gelutscht, Zahnbürsten durch die Wohnung getragen, Handtaschen und
Rucksäcke ausgeräumt, Essen vom Küchenfußboden geklaubt, ins Katzenklo gegriffen wird und
noch so vieles mehr. Genau in diesen Augenblicken weiß ich, alles war schon mal da. Genauso.
Ich höre im Moment meinen Sohn Noah rufen: „NEIN! TOM! NEIN!“, denn die Jungs streiten schon
mal heftig. Vor nicht allzu langer Zeit hörte ich Zoe rufen: „NEIN! NOAH! NEIN!“, bald wird wohl
Tom seinem Bruder ein zartes „NEIN“ ins Ohr brüllen voller Zorn und Hilflosigkeit. Wo sich jetzt
die beiden Jungs öfter in die Quere kommen, gab es eine Zeit voller Zoe und Noah, die sich in die
Quere kamen. Zoe hält sich immer öfter raus, schreit nicht mehr so viel. Vermutlich wird Noah
irgendwann ruhiger und ich muss nur noch die Kleinen von einander trennen, weil der 2 Jährige
von einem Baby geärgert wird. Mal wieder. Denn das kennen wir schon. Genauso. Komisch und
schön zugleich. Alles wiederholt sich. Und während man auf die Ankunft des Jüngsten Sproß wartet,
hat die eigentlich doch noch kleine Vierjährige mit ihrem Grips geschafft sich logisch selber das
Uhrlesen bei zubringen. Nichts kompliziertes, keine Viertelvor oder Viertelnachs, sondern sie
weiß die aktuelle Stunde, die naht, ist oder kommt. Wow. Ich liebe es so sehr, beim Großwerden
zuzusehen: meine kleinen Ü-Eier. Denn auch wenn sich so machnes entwicklungstechnisch
wiederholt sind sie alle jeder für sich einzigartig. Vier kleine Menschen bald, zum Lieben, Verzweifeln
und Beobachten.

Einer geht noch…

Samstag, Mai 23rd, 2009

einer darfs noch sein!

Pünktchen & Karos

Zu finden hier. Schauen Sie mal rein! Vielleicht ist ja auch eine Kleinigkeit für Sie dabei!