Fläschchen- Training?

Muss man mit 6 Monaten aufhören zu Stillen? Und wenn ja wie? Hört man abrupt auf und gibt
das Fläschchen oder ersetzt man einfach eine Stillmahlzeit mit Brei? Oder stillt man bis einer von
Zweien keine Lust mehr hat?
Eine Freundin meinte, ich müsse ihrer Meinung nach demnächst ein Fläschchen mit Muttermilch/
Plastikmilch anrühren, damit Ben sich schon mal an das Fläschchen gewöhnt, denn sonst bräuchte
ich mich nicht wundern, wenn er sich später mit dem Fläschchen schwer tut. Das Problem ist nur,
ich möchte ihm gar kein Fläschchen geben. Momentan gehe ich abends aus und komme eben zurück
für seine nächste Stillmahlzeit. Ich hab ihm noch nie ein Fläschchen angeboten weder mit Plastik-
noch mit Muttermilch. Und den Nuckel bekommt er auch nicht, da der Zug abgefahren ist, damit
bräuchte ich jetzt nicht mehr anfangen. Aber stutzig macht mich das schon. Trotzdem will ich
nicht auf eine Eventualität hin, jetzt etwas tun, was ich gar nicht möchte- diesen Milchmix
anbieten. Ich könnte ja stillen bis er drei ist, sagt die andere Freundin. Ja, das möchte ich auch
nicht. Ich hab mir ehrlich gesagt zu diesem Abstillen noch gar keine Gedanken gemacht. Ich dachte,
wir machen das einfach solange es für uns passt. Aber auch bei der Rückbildung hörte ich eine
Frau zur anderen sagen, nu sei ja bald Schluss mit Stillen und darüber sei sie ja traurig, wäre ja
schließlich das letzte Kind. Nanu, dachte ich einfach so Brust weg? Und Flasche her? Wozu dann
der ganze Aufwand vorher? Ich will ja jetzt gar nicht anfangen wieder Pulver und Wasser durch
die Gegend zu tragen. Das muss jetzt nicht sein. Und noch springt er mir nicht auf den Tisch, Brei
ist also noch nicht so das Thema bei uns. Aber sagen Sie mal, wie war das denn so bei Ihnen?

39 Responses to “Fläschchen- Training?”

  1. Steffi Says:

    Ehrlich gesagt, hab ich mit dem Stillen ja eher sehr wenig bis keine Erfahrung. Aber es kann sicher nicht schaden, wenn man auch hier auf sein Bauchgefühl hört.

  2. Schussel Says:

    Also ich würde genau das sagen, was Du auch nennst: man stillt, bis einer von beiden keine Lust mehr hat. Ganz ohne feste Regeln.

    Nur so als Beispiel: hier wurde mit 5 Monaten erstmals essbares angeboten, wovon der Knirps aber kaum wirklich gegessen hat. Also normal weitergestillt. Irgendwann wurde das Essen mehr, und noch später wurde das Stillen weniger. Jetzt stillen wir immer noch oft zwischendurch, wenn ich da bin, und den ganzen Tag gar nicht, wenn ich arbeite. Zweites Beispiel – eine Freundin hat nach 8 Monaten relativ abrupt abgestillt, innerhalb von 1-2 Wochen, und auf Milchfläschchen umgestellt. Ging auch. Wieder andere Freunde stillen tatsächlich mit drei Jahren noch, aber eben sehr selten. Alles ganz unterschiedlich.

    Solange es Dir und ihm gut damit geht, muss niemand irgendetwas. Warum auch? Und wie Du es dann konkret anstellst mit dem Abstillen, das ist doch sehr davon abhängig, wie alt das Kind dann ist – da würde ich einfach abwarten, ob das nun in drei Monaten oder in 9 Monaten oder noch später oder früher oder wann auch immer ist. Ich glaube jedenfalls nicht, dass Du jetzt irgeneinen magischen Zeitpunkt verpasst, auch wenn Du nicht zum Langzeitstiller werden willst.
    Achja: der Knirps tut sich mit Fläschchen auch schwer, die wenigen male, die wir es probiert haben, dafür trinkt er aus der Tasse. Würde ich nicht mehr stillen wollen, dann würde ich ihm eben Milch dort rein füllen – auch egal :)

    Du machst das schon alles richtig.

  3. giftzwerg Says:

    Ich unterschreibe mal bei Frau Schussel ;) Niemand muss irgendwas.

    Ich habe Emma nach 6 oder 7 Monaten einmal am Tag ein bisschen Brei gegeben und weiterhin einfach so oft gestillt, wie sie es wollte. Irgendwann hab ich dann die 2. und 3. Mahlzeit eingeführt und nicht irgendwie extra/berechnend weniger gestillt. Sie hat mir schon gezeigt, wann Hunger war. Dadurch, dass wir ja immer gestillt haben, war sie eh nie zu wenig mit Flüssigkeit versorgt, irgendwann haben wir dann auch noch den Tee (aus einem normalen Becher oder einem Trinklernbecher, mal so mal so) eingeführt, das ging problemlos.
    „Extra“ abgestillt haben wir gar nicht, das lief sich von allein aus, weil der Hunger ja gar nicht mehr da war und sie nach wie vor auch anders zur Ruhe kommen konnte als am Busen. Es wurde also von ganz allein immer weniger bis mit 19 Monaten irgendwann (von ihr gewollt) Schluss war :)

    Bei Freya will ich das genauso halten, nur eben nicht mit Brei beginnen wenn sie zeigt, dass sie gern was festes möchte, sondern mit „normalem“ (natürlich ungewürzten, passenden) Essen von unserem Tisch und das nach und nach ausbauen. (Frau Schussel hat da einen feinen 2.Blog zu dem Thema ;) )

    Du MUSST jetzt keine Flasche gewöhnen, echt nicht.

  4. giftzwerg Says:

    (nicht „nach wie vor“ sondern „nach und nach“ und die tausend Wortwiederholungen und wirren Sätze und so, die ignorieren wir jetzt mal… *räusper* sorry… )

  5. kassiopeia Says:

    DANKE! :) (Ich mag ehrliche wirrwarr-Sätze! :) )

    Ich hab da einfach überhaupt kein Erfahrung. Ich könnte es mir eben genau so vorstellen, stillen bis 1 1/2- so wie die
    anderen drei Kinder bis dahin immer am Abend ein Fläschchen bekamen. Darüber hinaus fühlt sich sehr fremd an. Aber
    eben jetzt auf Milchnahrung umswitchen will ich auch nicht… Ich glaube, ich still jetzt weiter bis der kleine Mann
    Interesse an Essen zeigt und schau dann mal weiter. Ein Schritt nach dem anderen…?

    Lustig oder? Ohne zu wissen, was das ist mit dem Essen vom Tisch- und gegen den Kinderarzt hat Zoe hier Brot
    gegessen, als sie es konnte. Brei wollte sie nie. Noah nur einen bestimmten und Tom aß ihn mit Hingabe, den guten selbstgekochten. Werde wieder Brei anbieten, aber wenn Ben nicht will, dann eben nicht. Und keines meiner Kinder nahm je ne Schnabeltasse, dafür gleich den Becher…

    Ich fand das nur so fies. So nach dem Motto, wenn ich dann das Fläschchen geben will- was ich jetzt noch nicht mal weiß- dann bin ich selber Schuld, wenn es zu spät dafür ist und er es ablehnt. :/

  6. GEM Says:

    Ich schließe mich Schussel und Giftzwerg an.
    Mit ungefähr sechs Monaten kannst du mit der Beikost anfangen. Manche Kinder haben schon etwas früher Interesse an fester Nahrung, andere aber auch erst später. Dann ersetzt du einfach eine Stillmahlzeit durch eine Breimahlzeit. Anfangs ißt das Kind vielleicht noch keine ganze Breiportion auf, dann stillst du anschließend noch, bis es satt ist. Sobald sich das eingespielt hat, wird die nächste Stillmahlzeit ersetzt usw. Da ich im ersten Lebensjahr noch keine Kuhmilch gegeben habe, habe ich stattdessen weitergestillt. Als später das Stillen als Trinken nicht mehr ausreichte, habe ich Wasser in einer Schnabeltasse bzw. Trinklernbecher gereicht. Ein Fläschchen, weder für Fertigmilch noch für Wasser, habe ich also nie gebraucht. Nach dem ersten Lebensjahr aß das Kind vom Familientisch mit, übrig blieb nur noch das Einschlafstillen als schönes Ritual. Irgendwann stellte ich fest, daß das Kind auch ohne Stillen einschlafen kann bzw. nicht mehr nur die Brust die Beruhigung geben konnte, und irgendwann, nach eindreiviertel Jahren, hatte ich für mich den Punkt erreicht, daß ich aus verschiedenen Gründen einfach nicht mehr Stillen wollte.
    Still, solange du willst und du dich gut dabei fühlst!

  7. Nilaja Says:

    Also bei uns wurde einfach Brei angeboten und angenommen.
    Fläschen haben wir nie richtig probiert.
    Es wurde einfach eine Mahlzeit nach der anderen ersetzt, wenn das Kind es akzeptiert hat.

  8. rike Says:

    als nur stiller mitleser nun doch ein kleiner eintrag von mir…
    bin gerade mit dem zweiten kind stillend unterwegs und kann dir nur empfehlen, so wie schussel schreibt, ganz deinem gefühl und kind zu folgen. ganz grundsätzlich gibt es keinen strikten plan, jeder macht das auch irgendwie anders, aber du wirst das schon rausfinden, wie es für euch am besten geht.
    mit fläschchen würde ich, wenn es keinen guten grund dazu gibt, nicht anfangen.
    ich habe beim ersten kind nach 6 monaten vollgestillt versucht, mit einem mittagsbrei zu beginnen, wurde aber abgelehnt. dann immer mal wieder probiert und dann haben wir schließlich im 9. monat richtig mit brei angefangen. erst eine mahlzeit, und erst auch weiter dazu gestillt, bis der brei besser gegessen wurde und dann das stillen zu dieser mahlzeit immer weiter verringert (wenn das kind dann gut ißt, hat es auch gar nicht mehr so viel milchdurst danach). und so geht das die anderen mahlzeiten weiter. irgendwann ist das dann ein selbstläufer, weil nicht mehr so viel milch produziert wird, wenn nicht mehr so viel getrunken wird… – und schwupps, stillt man langsam ab.
    das ins-bett-bringen-stillen war die letzte stillmahlzeit, die wir noch lange hatten und haben dann mit 13 monaten ganz aufgehört. damit war ich sehr glücklich…
    ich kann dir nur wärmstens das buch von hannah lothrop „das stillbuch“ empfehlen, was, finde ich, nicht zu unrecht so angepriesen wird. das hat mir wirklich gut weiter geholfen und man kann schnell mal nachschlagen.

    alles gute euch! klingt doch alles sehr gut.
    liebe grüße*

    ps: ich lese sehr gern bei dir mit, macht echt spaß…

  9. Anne Says:

    Meine Kinder haben sich beide selbst abgestillt. Mit der Beikosteinführung ab dem siebten Monat wurde der Bedarf nach Muttermilch eben nach und nach geringer und somit auch die Produktion. So verschwand eine Mahlzeit nach der anderen, bis ich jeweils nur noch das morgendliche Kuschelstillen-damit-ich-nicht-aufstehen-und-Brei-machen-muss und weils so schön war übrig blieb. Und als das irgendwann auch nur noch gefühlt drei Tropfen waren, habe ich, bei der Großen mit neun, bei der Kleinen mit elf Monaten irgendwann mit einer Träne im Knopfloch entschieden, dass es vorbei ist, weil die Babies das schon viel eher so entschieden hatten. Und ehrlich gesagt, irgendwann habe ich es dann auch immer genossen, nach anderthalb Jahren den Körper auch mal wieder für mich allein zu haben.
    Also am besten nicht auf Tipps hören, sondern der Natur und euch beiden den Lauf (im wahrsten Sinne…) lassen.

  10. Trueffel Says:

    Vollgestillt habe ich, bis der Zwerg 6 Monate alt war. Danach war ich etwas verunsichert weil es überall hieß, er müsse nun auch Brei bekommen. Jetzt ist er bald 2,5 Jahre alt, dockt an manchen Tagen immernoch an. Zum beispiel zum Mittagsschlaf oder wenn ich morgens noch zu müde bin um aufzustehen (06:30 ist wirklich eine blöde Zeit). Im februar kommt seine Schwester und ich nehme an, dass ich dann zumindest kurzfristig zur Tandemstillerin werde. Für uns ist es ok so, wie es ist. Ich wäre auch nicht auf die Idee gekommen, abzustillen um Plastikmilch einzuführen. Da seh ich nicht wirklich Sinn dahinter. Ich hab auf meine Frage, was für einen Unterschied es denn machen würde, ob ich meinem Kind nun MuMi oder Kunstmilch gebe, auch nie eine zufriedenstellende Antwort bekommen. Von daher Daumen hoch für die variante „So lang es bei uns passt.“

  11. roevardotter Says:

    Ich habe Mattis damals bis ca. 14 Monate gestillt. Immer so wie er wollte. Mit anderer Nahrung (Brei) haben wir so mit 7 Monaten angefangen. Eine Flasche habe ich ihm nie extra gegeben. Hat unser Kinderarzt auch von abgeraten.
    Er meinte dann rennen wir demnächst auch nachts zum Fläschen machen los.
    Es gab dann so noch Wasser oder Tee zum trinken. Abgestillt hat sich Mattis von ganz alleine. Er hat die Muttermilch dann nicht mehr eingefordert.

    Für uns war das Stillende beide ok.
    Bloß nicht kirre machen lassen von den ganzen Außenmeinungen und viel Spaß beim Stillen. :-)

  12. kassiopeia Says:

    Ich hätte einfach nie gedacht, das ich das so schön finde und gar nicht das Bedürfnis habe etwas zu beenden. Ich
    hab nie darüber nachgedacht, wann dann mal Schluss sein müsste oder ob und wann man Fläschchen geben sollte.
    Ich bin jetzt doch sehr erleichtert zu lesen, dass ich nicht allein dastehe mit meinem Gefühlen.

  13. Sophie Says:

    Als stille Mitleserin:
    Wenn er bis jetzt keine Flasche gesehen hat nimmt er sie jetzt genausowenig wie in ein paar Monaten und er muß sie auch gar nicht nehmen.
    Munter weiterstillen und alle schwätzen lassen, das kommt alles von selbst.
    Viele Grüße, Sophie, Mama von 3 Kindern

  14. kassiopeia Says:

    @rike: Danke, bei Komplimenten werd ich immer rot, dass können SIe jetzt natürlich nicht sehen, aber ich
    freu mich sehr, sowas zu lesen! :)

    @Sophie: *Lach!* Ja da haben Sie wohl recht, jetzt ist wohl genauso toll für ihn wie in drei Monaten! Danke! :)

  15. Ines Says:

    Darf ich auch noch meinen Senf dazu geben ;-)
    Als ich mit Kind Nr. 1 schwanger war, erzählte mir eine Krankenschwester ihr Tochter habe zum ersten Geburtstag des Kindes aufgehört zu Stillen. Ich war damals entsetzt wie jemand so lange Stillen kann. Nun ja Sabine wurde zu ihren ersten Geburtstag plus einen Tag abgestillt, ich hab sie ganze 9 Monate voll gestillt. Kind 2 wollte mit 9 Monaten nichts mehr und Kind 3 auch so etwa um den 8. oder 9.Monat. Das mit dem ersten Geburtstag ist irgendwie ein reales „Ziel“, eine Idee die mir sehr gut gefällt.
    Früher fand ich es auch immer total abartig wenn Kinder noch mit anderthalb gestillt werden. Eine Freundin stillt noch ihr Kind ist in Marlens Alter und ich finde es überhaupt nicht schlimm.
    Mach wie es dir beliebt und wie es Ben gefällt, Regeln sind da ein bißchen fehl am Platz. Und Stillen ist nicht nur ungemein praktisch, es ersetzt so einiges.

  16. Gabriela Says:

    In unserem Haushalt gab es noch nie eine Flache in Gebrauch. Soviel (wenig) dazu, ich muss den Platz hier räumen, aber es ist ja schon viel gesagt….

  17. Gabriela Says:

    ich meine natürlich „Fläschchen“…

  18. kassiopeia Says:

    @Ines: Da sagst du was! Früher fand ich das auch komisch, bis mir dämmerte, dass da kein Unterschied besteht
    zwischen einem Fläschchen am Abend mit 1 1/2 und dem Stillen am Abend bis 1 1/2. Jetzt schauen wir mal, wie es
    hier weiter geht. Noch ist er ja klein. Praktisch, ja- in jeglicher Hinsicht. Nur nachts wäre Schlaf ne feine Sache! :)

    @Gabriela: OH Gott, du hast recht! Das sah auch seltsam aus die letzten Tage. Fläschchen! :) Danke. Und hier
    habs die schon. Und auch für Ben, falls er vor Hunger gebrüllte hätte, aber das war ja nie nötig, da die Milch
    so früh kam! :)

  19. lena Says:

    wir waren heute bei der u5 und die kinderärztin meinte, dass ich jonas nachts nicht mehr stillen soll, sondern ihm die flasche geben soll. ich dachte erst, ich hätte das irgendwie falsch verstanden und hab dann auch vergessen nachzufragen. und überhaupt wäre es jetzt auch an der zeit ihn abzustillen, da er einfach zu groß und zu schwer wäre. ich bin ziemlich verärgert und verunsichert aus der praxis gegangen.
    ich werde ganz sicher nicht abstillen und auch keine flasche anfangen, wozu auch, ich brauche das stillen, ebenso wie jonas. noch fühlen wir uns beide wohl in unserer stillbeziehung und ja, er ist größer und schwerer als andere babys in dem alter, aber dann ist das eben so.
    ich finde es viel anstrengender, mich zu rechtfertigen und rumzudiskutieren, warum ich noch so viel stille, als nachts aufzustehen und jonas anzulegen.

  20. kassiopeia Says:

    @Lena: Ist sowas nicht schlimm? Das tut mir leid, sowas zu lesen und es ärgert mich auch. Vorallem immer
    wieder von Kinderärzten.
    Das Argument ist auch verunsichernd, als täte man seinem Kind was schlechtes. im Gegenzug erzählt man
    Müttern von zarten Kindern, es wäre Zeit zu zufüttern. Die Kinder entwickeln sich einfach total unterschiedlich!
    Ben ist auch ein Riesenkerl. Und nur zum Spaß fragt man mich, was ich dem gebe. Na dann freu ich mich mal
    auf die U’s nächste Woche. Das kann was werden.

  21. Frische Brise Says:

    Ich bin ja Flaschenmama, aber ich finde es auch Quatsch, jetzt noch mit der Flasche anzufangen. Ich denke, das läuft beim Stillen genauso wie bei der Flasche. Ab Einführung der Beikost wirds halt weniger mit der Milch.

    Und Muttermilch mit Pulvermilch zu mischen finde ich irgendwie total abwegig!

    Lass Dich nicht verrückt machen und mach es so, wie es Euch beiden gut tut.

  22. Klabauter Says:

    Ich wollte Weihnachten Alkohol. Das war also die per Datum definierte Stillgrenze. Außerdem guckte uns das Kind schon im 3. Monat jeden Bissen vom Löffel. Der wollte essen! Also nach und nach eine Mahlzeit eingeführt und nach dem Essen gestillt. Langsamer Ausstieg.

    Mach es nach dem Bauchgefühl. Was du willst, ist richtig. Und du kannst stillen, wie du Lust hast. Und wenn du keine Lust mehr hast, dann kannst du immer noch nachdenken, wie es weiter gehen soll…

  23. Feuervogel Says:

    So. Jetzt ich auch noch … ;o)

    Ich habe 6 Monate vollgestillt und hätte es vermutlich auch noch länger tun sollen, denn ML war ganz sicher noch nicht so weit für Beikost. War ein schwieriger Anfang. Was jedoch schnell ging war, dass sie nach dem festen Essen (sowohl mittags als auch abends) hinterher keine Milch mehr wollte – satt ist eben satt.

    (Wenn mich übrigens heute jemand fragen würde, würde ich mit dem Breifüttern eher abends anfangen, ich fand Brei unterwegs immer eine Riesenmatscherei. Da war dann das praktische am Stillen dahin, weil man mittags immer zuhause sein musste.)

    Da ich meistens feste Mahlzeiten gestillt habe – hier musste ja die Mama das Kind erinnern und nicht umgekehrt – war nicht viel mit zwischendurch. Als dann auch die Nachmittagsmahlzeit ersetzt war und sie sich so mit ca 9 monaten nachts nicht mehr gemeldet hat, blieb nur noch das Stillen am Morgen. Und da mache ich jetzt einen Unterschied zu meinen vielen Vorrednerinnen: Ich hatte irgendwann das sichere Gefühl, dass da nicht mehr viel kommt. Der Test mit der Waage hat dann auch bestätigt, dass da nur noch 10 g zu holen waren. Ich hab dann also dem Kind, das nie aus der Flasche getrunken hat, ein Milchfläschchen gemacht, welches sie in Nullkommanix leergezischt hat. Und dabei ist es geblieben, bis sie 2 Jahre alt war. Morgens und vorm Schlafengehen ein Fläschchen Pulvermilch.

    (Und *pssst* auch heute noch gibt es morgens und abends einen „Schoppen“ aus der Pulle – indessen allerdings Kuhmilch – das brauch auch ich einfach für meine Nerven. Besonders an den Tagen wo sie ansonsten gar nichts isst.)

    Mammutkommentar – ich hoffe, es nervt nicht. ;o))

  24. alexxblume Says:

    Soo, und ich auch noch :) Im Prinzip schließe ich mich meinen Vorrednerinnen in Punkto “ es gibt keine feste Regel“ und „so lange beide Lust haben“ an. Wichtig ist nur, dass Du wirklich auch nach Dir schaust, denn bei mir z.B. war es bei unserem Kleinen eben nicht so, dass er „von selber irgendwann nicht mehr wollte“, im Gegenteil, ich bin mir sicher, dass er wohl heute mit fast 2 1/2 immer noch trinken würde, wenn ich es zugelassen hätte, was mir aber definitiv zu viel wurde, vor allem, weil er so zum „Ich hol mir 30 mal am Tag drei Schluck-Trinker“ mutiert war. Ich hatte aber keine Lust, den halben Tag barbusig als lebende Milchbar dazusitzen, folglich musste was geschehen… Fazit: Wenn Du merkst, du möchtest es eigentlich lieber anders haben, dann würd ich dir empfehlen, änder was. So lange Du (und Ben) zufrieden seid, würd ich sämtliche anderslautenden, gut gemeinten Ratschläge schlichtweg ignorieren :)
    Viel Spaß jedenfalls weiterhin noch wünsch ich Euch zweien ^^

  25. Katrin Says:

    Bei uns gab es auch kein Fläschchen. Moment, doch, bei Emilia 2 Monate lang, hatte ich fast vergessen.
    Bei Emilia habe ich 11 Monate gestillt, davon 7 Monate voll. Bis zum 11.Monat wurde dann eine Mahlzeit nach der anderen ersetzt, mit 9 Monaten wurde sie nur noch morgens und abends gestillt, ab dem 10.Monat nur noch morgens.
    Als sie 11 Monate alt wurde hatte ich keine Lust mehr auf Stillen, einfach so. Also bekam sie statt der morgendlichen Stillmahlzeit erstmal eine Flasche Kuhmilch (es ging aber nur die lactosefreie, die schmeckt fast wie Muttermilch ;-)), ab dem 13.Monat eine Schale Joghurt mit Müsli (ist auch genug Calcium drin !).
    Bei Nevio habe ich 5 Monate voll gestillt. Dann zeigte er deutliche Beikostzeichen und ich begann mit Gemüsebrei.
    Gestillt habe ich ihn dann bis er 13 Monate alt war. Bis zum 10.Monat fast ausschließlich nachts (zu dem Zeitpunkt habe ich es ihm dann mühsam abgewöhnt, da ich nicht mehr nachts stillen wollte – war sehr anstrengend), dann nach Bedarf, meist abends zum Einschlafen und morgens zum Kuscheln.
    Auch bei ihm ging das Abstillen von mir aus, ich hatte einfach keine Lust mehr, als er 13 Monate alt war. Er wurde immer fordernder, versuchte ständig, mir das T-Shirt hochzureißen, da war es für mich vorbei.
    Bei Nevio war es allerdings sehr schwer mit dem Abstillen, er wollte nämlich noch nicht. Und so hatte ich ganze 4 Wochen lang ein schlimm heulendes Kind in meinen Armen, das verzweifelt nach der Brust suchte :-(
    Ich Nachhinein denke ich mir, ich hätte ihn doch noch weiter stillen sollen, vielleicht steckte er gerade in einem Entwicklungsschub – jedenfalls war der Zeitpunkt sehr schlecht …
    Fazit: Ich würde es einfach nach Gefühl machen, genau wie die Vorschreiberinnen, und nicht auf Geschwätz von Außen hören.
    Kinder brauchen keine Fläschchen. Nevio hat zum Beispiel ab dem 13.Monat auch jeden Morgen eine Schale Joghurt bekommen. Das hat er bis zum zweiten Geburtstag beibehalten, danach wollte er nicht mehr ..
    Liebe Grüße,

    Katrin

  26. Lia Says:

    Töchterchen wollte gar keine Flasche, als ich (wider mein Gefühl) das erste Mal versucht hatte nach sechs Monaten mit der Plastikmilch anzufangen. Also haben wir etwas mehr als ein Jahr gestillt, mit (nicht ganz Plan gerechter ;) Beikosteinführung, so wie es eben gepasst hat (ich habe nie eine ganze Woche einen Brei gegeben, sondern schon viel früher variiert). Aufgehört haben wir dann mit dem morgendlichen Stillen als letzte Mahlzeit, weil wir beide dann ohne konnten.
    Ich habe stillen nie wirklich geliebt, werde es aber ab Sommer auch wieder machen, weil ich es einfach so praktisch finde :)

    Die Kleine hat übrigens nie Plastikmilch genommen, am Ende hat sich rausgestellt, dass sie eine leichte Lactoseintoleranz hat, die wissen schon recht gut, was sie brauchen und was nicht.

  27. Dani Says:

    Hallo Kassiopeia!

    So lange stillen wie Mutter und/oder Kind es möchten! Mit 6 Monaten kann man Brei anbieten, aber es ist halt Beikost und KEINE Ersatzkost. Jetzt die Flasche zu geben macht doch garkeinen Sinn, warum auch? (Vorausgesetzt Mutter und Kind kommen nach wie vor mit dem stillen klar.) Deine Milch hat alles was Dein Kind braucht, Flaschennahrung ist und bleibt künstlich.

    Der kleine Räuber wird jetzt 15 Monate alt und ich stille noch. Nur noch zum einschlafen und auch das wird weniger. Und das ist jetzt absolut in Ordnung für uns beide. Er stillt sich langsam selber ab – so ist es perfekt und die sanfteste Abstillmethode!

    LG

    Dani

  28. Patricia Says:

    So lange, wie es euch beiden damit gut geht, würde ich stillen. Kind 1 hab ich ja damals nur sehr kurz gestillt, verunsichert wie ich war, aber Kind 2 hat bei 18 Monaten irgendwann abends das Stillen vergessen, und da war es gut, und Kind 3 stille ich derzeit noch morgens und abends, aber eher, damit wir beide zur Ruhe kommen. Wenn sie nicht mehr mag, höre ich auf. Warum sollte man schlagartig mit sechs Monaten anfangen, Fläschchen zu trainieren? Ich kenne kein rationales Argument dafür.

  29. stadtfrau Says:

    ich habe 6 monate vollgestillt und dann noch 2-3 monate zusätzlich. ich muss ehrlich sagen: ich habe sehr gerne gestillt, aber ich habe auch gerne damit aufgehört. die 6 monate hatte ich mir als ziel gesetzt, die letzten zwei wochen des 6. monats war ich schon eher unzufrieden mit der situation, ich wollte nicht länger meinen busen (ständig) zur verfügung stellen – und mein kind wollte oft an die brust. ich hatte tatsächlich das gefühl, er zehrt mich aus.
    wir haben zunächst eine mahlzeit mit brei ersetzt, anfangs fand er es toll, dann hat er wohl gemerkt, dass er dadurch weniger brust bekommt und verweigert. es hat ein paar wochen gedauert, bis sich alles eingependelt hat und ich habe sehr wohl als übergang fläschchen mit bröselmilch angeboten, v.a. am abend, weil ihn das nuckeln doch sehr beruhigt hat, dieses abendfläschchen hat er dann auch lange beibehalten.

  30. DasDanny Says:

    Hallo Du Liebe :-)

    Weisst Du wie ich es mit allen Drei gehalten/halte???

    Ich lass/liess sie einfach stillen, bis sie eigenes Interesse am Essen zeig(t)en. PUNKT.

    Ein Stillkind braucht kein Fläschen (als ich das las sträubten sich mir die Nackenhaare und ich habe ein riesen HÄÄÄÄÄäääääää?????????????? überm Kopf)

    Ich denke das Fläschen kommt eher zum Einsatz weil die Mütter dies brauchen ;-)

    Ich und aktuell mein Zaubermäxchen lassen uns ganz von unserem Instinkt leiten. Wenn er die Brust nicht mehr will, dann ist das eben so. Da er mein letztes Kind ist, geniesse ich einfach solange ;-)

    Übrigens haben die 2 Großen, immer was Festes gegessen, anstatt die Mahlzeit zu stillen. Ich habe keine Flaschen gemacht. Zum beruhigen gabs den Schnuller/Finger, und die Beiden haben sich auch das zeitig und selbst abgewöhnt.

    Ganz viele liebe Grüße
    DasDanny

  31. kindelfind Says:

    *überleg* Man vergisst so schnell… Die erste Beikost gab es bei uns ca. mit 5 Monaten. Die anderen Mahlzeiten waren da natürlich noch Stillmahlzeiten. Aber kaum hatte ich die 2. Stillmahlzeit ersetzt, also so 1-2 Monate später, klappte es dann auch mit dem Stillen nicht mehr. Ich hätte jetzt fast geschrieben, dass meine Tochter nicht mehr wollte – denn so habe ich es auch in Erinnerung. Wie sich das genau äußerte weiß ich aber schon gar nicht mehr. Fakt ist aber, dass es mir dann auch ganz gelegen kam. Ich muss aber dazu sagen, dass es vorher schon sporadisch Pre-Milch gegeben hatte. Alle paar Wochen mal, wenn ich mal etwas länger außer Haus war. Abpumpen hatte bei mir nämlich nie geklappt.

    Aber – du musst gar nix! Ich denke, wenn du da auf dein Gefühl vertraust, machst du schon genau das Richtige :)

  32. Mudder Seemann Says:

    Ich habe alle Jungs so lange gestillt, wie sie selbst es wollten und mich erst dann mit dem *und nun?* befasst – sich früher um waswärewenns Gedanken zu machen, zermatert nur ;)

  33. Janine Says:

    Dein Gefühl macht das schon richtig. Solange, wie es für Euch beide passt!

    Ich habe vollgestillt bis Robin mir mit 5 Monaten jeden Bissen mit den Augen von der Gabel klaute. Also erste Breiversuche mit Nachstillen. Ansonsten weiterhin Stillmahlzeiten. Der Brei wurde mehr, die MuMi weniger, als er mich mit 8 Monaten blutig gebissen hatte und er eh nur noch die Morgenmahlzeit aus der Brust bekam war für mich der Punkt zum Schluss machen. Er hat danach nie ein Fläschchen bekommen (und hätte es sicher auch nicht genommen) sondern Essen ganz normal Brei und Trinken halt ungesüßte Tees soviel er wollte. Und er ist jetzt mit nicht mal 3 Jahren schon der 2.größte in seiner Gruppe und mit 16 Kilo auch nicht gerade leicht. Ihm hat kein Fläschchen gefehlt ;-)

    Also, vertrau einmal mehr auf Deinen Mutterinstinkt und Du wirst sehen, alles läuft hervorragend!

  34. Laudi Says:

    Bei uns haben sich auch beide Jungs von allein abgeseilt. Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl.
    Wie oben schon ausführlich beschrieben.

    Liebe Grüße

  35. Eva Says:

    Stillen ist kein Plan. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Das regelt sich von ganz allein.
    Kind 3 und 4 werden von mir immer noch gestillt (9 Monate) und bekommen auch keine Flasche. Warum auch? Die ersten Beiden bekamen auch keine Flaschen.
    Flasche ist ja kein „muss“. Wann der Stillzeitpunkt zu Ende sein wird, bestimmst allein Du mit Deinem Kind. Lass Dir da mal nix (r)einreden.

  36. tonni Says:

    Hier wird gestillt. Bis es nicht mehr passt. So wie es sich ergibt, ganz von allein. Vielleicht weil ich nicht mehr mag (unwahrscheinlich derzeit ;-)) vielleicht weil das Babylein das so möchte.
    Brei gibts hier erst dann, wenn sie zeigt, dass sie dran interessiert ist. Derzeit interessiert sie ne Menge Zeug am Tisch: nämlich alles was glitzert und glänzt. Essen? Ich glaub, das hat sie nicht mal bemerkt….
    Ich mach mir einfach später Gedanken drum.
    Und sie ist „schon“ bald 7 Monate.

    Bei der Grossen gabs um die 6 Monate den ersten Brei und um den 7./8. Monat herum dann ersetzte ich Milchmahlzeiten mit Flaschenmilch – weil ich arge Rückenprobleme hatte und sie nur noch schwer stillen konnte. Und so ergab es sich, dass das Stillen abnahm und schliesslich vorbei war. Ohne grosse Vorausplanung.

  37. Morphium Says:

    Mit der Kleinen Göttin werde ich es so halten wie mit dem kleinen Diktator früher.
    Den habe ich 6 Monate vollgestillt und dann angefangen Mahlzeiten auszutauschen.
    Mit 13 Monaten wären wir mit dem Stillen eigentlich durchgewesen, da er seine Mahlzeiten komplett ohne Brust bestritten hat, aber wir haben es dann doch noch so gehalten, das er bis er 2 Jahre alt war vorm Zähneputzen noch einmal gestillt wurde, aber nur wenn er ds wollte.
    Ich wäre mit dem Stillen schon vorher durchgewesen, aber habe erst da den Dreh gekriegt zu sagen, das Schluß ist.
    Gebissen hat er mich übrigens nie.

  38. eva Says:

    kind 1: wollte plötzlich mit 5,5 monaten gemüse essen, kartoffeln, möhren, kürbis und co. riesen aufstand. hab einfach angefangen mit mittags, dann nachmittagsbrei, dann abends, aber gestillt hab ich immer nebenher. abgestillt mit ca 13 monaten, als er laufen konnte. aber da war es auch nur noch morgens.
    kind 2: verabscheute bis ca 8 monate sämtliche breie. dann nach 8 monate möhre, aber bitte stückig und selbst manschen ;) ass mit ca 9-10 monaten so gut wie alles mit von unserem tisch. nebenher, abends, morgens, gestillt, mit 13-14 monaten nur noch morgens, das war dann auch zu ende.
    kind 3: wollte 1 jahr nur vollgestillt sein, probierte vorsichtig alles ab ca 10 monaten, aber eben nur probieren. breie wurde strikt verweigert. ab 1 jahr plötzliches reinhauen und mitessen an unserem tisch. abgestillt mit ca 13-14 monaten.
    flaschen bekamen meine nie, wer mochte, bekam morgens milch zu trinken, aber im becher. allerdings war der schnuller im einsatz, nuckeln wollen die meistens noch gern.

    du brauchst dich echt nicht verrückt machen zu lassen, still einfach weiter und folge dem essensinteresse deines kindes!
    wusstest du, dass eine tasse brokkoli mehr calcium als 1 tasse milch hat?? mandelmus hat auch viel.
    lg eva

  39. Wolfram Says:

    Wenn’s nicht schon so oft gesagt worden wäre, würd ich noch auf meinen Sohn verweisen (aber das ist 10 Jahre her…), der nie ein Fläschchen gesehen hat und nach der Mama die Schnabeltasse kriegte. Und beifügen, daß ihr das tun sollt, was ihr für richtig haltet.

    So aber begnüge ich mich mit einem – aus dem Gedächtnis zitierten – Vierzeiler von Eugen Roth:

    Es ward dem Kind mit viel Gestöhn
    dereinst die Flasche abgewöhnt.
    Doch, ach, gewöhnt es sich als Mann
    die Flasche schnellstens wieder an.