Archive for Februar, 2010

Kreatives Tochterkind

Sonntag, Februar 28th, 2010

Männlein

Es hat alles seine Zeit…

Sonntag, Februar 28th, 2010

Winter ist wunderschön. Man igelt sich ein. Man hat Zeit zur Ruhe zu kommen. Man schaltet einen
Gang zurück. Man lebt sich durch das Jahr, fiebert dem Fest entgegen und dann ist gut. Dann ist
endlich mal gut, denn es ist Winter. Ich las, ich badete, ich lief am Wochenende in Freizeithosen. Ich
lümmelte im Bett. Ich aß viel Schokolade und trank heißen Tee. Und genoss das Faulsein und mich
Ausruhen. Ich zog mich ein Stück zurück, denn die Aktivitäten sind begrenzt.
In den letzten Tagen strahlte die Sonne. Erste Sonnenstrahlen in diesem Jahr, milde Temperaturen
und ich taue auch innerlich auf. Langsam möchte ich wieder raus an die Luft, bin ich wieder gerne
draußen und werde aktiv. Lausche den Vögeln, hole die anderen Sachen aus den Schränken. Der
Winter hat langsam seine Aufgabe erfüllt und nun kann allmählich der Frühling kommen… Und auch
ein Blick in den Kalender verrät: nicht mehr lange…

Und ich wachse…

Samstag, Februar 27th, 2010

Seitdem ich Kinder habe, wachse ich. Über mich hinaus. Tag für Tag und Woche für Woche.

Ich habe zauberhafte, tolle Kinder. Sie sind klug, witzig und wunderschön sowieso. Meine
geliebten Kinder eben. Aber es ist nun mal so, dass Kinder mehr brauchen als nur was zum
Essen und Anzuziehen. Wir vermitteln Werte, wir geben Halt- wir sind da. Immer und für
immer.
Zoe schreit im Augenblick sehr viel und laut. Bei unterschiedlichsten Anlässen. Das macht
sie seitdem sie auf der Welt ist. Zoe hat eine gottgegebene Ausdauer und Kraft, die einen mit
reißt. Tolle Eigenschaften fürs Leben, aber nicht für mich als Mutter, denn ich darf mich
nicht mitreißen lassen. Den schlimmsten Wutanfall kann ich eindämmen, in dem ich ihr Fels
bin, ihr mit Ruhe und Ausgeglichenheit zeige, dass ich sie liebe und ihr den Rahmen biete,
den sie in dem Moment braucht, für ihre Wut, ihre Unsicherheit, ihren Frust, ihre Hilflosigkeit,
ihre Angst, damit sie weiß, eigentlich braucht sie gar nicht so zu brüllen. Das kann ich nicht
immer. Und in Phasen ihres Lebens, in denen sich ihre Unsicherheit so geballt zeigt, brauche
ich Nerven der besonders guten Sorte. Denn meine Ohren tun weh davon. Und manchmal gebe
ich zu, ist es mir peinlich und unangenehm, denn ich kann ihr nicht einfach den Mund zu
halten oder die Augen zukneifen und mich weg wünschen, denn sie würde da noch immer
stehen und brüllen. Sie schlagen ist auch keine Alternative, außerdem würde unsere schlaue
Tochter dann nur noch lauter schreien, dass man das nicht darf, sie hätte also nur noch mehr
Grund wütend zu sein und verletzt und ängstlich, alles eher das Gegenteil von dem, was ich
mir wünsche. Eine Phase. Sicherlich. Eine Phasen mit geballten Anfällen. Und ich wachse…

Gleichzeitig wachse ich im Augenblick mit Noah. Noah braucht ein bißchen Unterstützung durch
eine Ergotherapeutin. Diese Unterstützung zu organisieren, ließ mich rennen in den letzten
Wochen und am Abend da sitzen, nachdenkend und recherchierend. Ich musste mich mit
dem Kinderarzt auseinander setzen und zum Augenarzt um Auszuschließen, dass er schlecht
sieht. Nun ist alles erstmal in die Wege geleitet, jetzt heißt es nur noch Beobachten und hoffen,
dass wir richtig entschieden haben. Aber es heißt auch einmal in der Woche die Großen früher
abholen um Noah zur Ergotherapie zu bringen und jeden Abend vor dem Schlafen mit ihm noch
Entspannungsübungen zu machen. Es wird ebenso zum Alltag irgendwie und irgendwann.
Und ich wachse…

Da wären noch Toms Schreiattacken. Tom schreit, wenn er sich verletzt, wenn er frustriert ist,
aufwacht oder nicht wieder einschlafen kann. Laut. Ebenso laut wie seine Schwester und mit
einer ähnlichen Ausdauer. Auch hier klingelt es von Zeit zu Zeit in meinen Ohren. Hinzu kommt,
dass er eben erst zwei Jahre alt wird. Er ist eine Miniausgabe eines Kindes. Die Probleme
beim Schlafen sind wir nun aktiv angegangen. Er hat seinen Mittagsschlaf selbst gekürzt und
erwacht nun nach einer knappen Stunde. Soweit so gut, nun wäre es nur noch prima, wenn er
einfach nach mir ruft und nicht laut schreit, wenn er aufwacht und wartet bis ich zu ihm komme.
Außerdem habe ich Tom schon in der letzten Woche zwar im Zwillingskinderwagen zum Kindergarten
gefahren, aber den Berg mit 13% Steigung in die Altstadt zurück ist er allein gelaufen. In den
letzten zwei Tagen ließen wir den Zwillingskinderwagen ganz und gar stehen und Tom läuft
an meiner Hand als hätte er nie etwas anderes getan. Es scheint ihn auszugleichen. Trotzdem
ist all das ebenso neu für mich, wie alles andere. Ich brauche Zeit mich daran zu gewöhnen draußen
auf drei aufzupassen anstatt auf zwei laufende Meter. Und ich wachse…

Der kleinste Mann. Ben wird aktiver. Und so begann ich mir Sorgen zu machen, wenn er drüben
allein in unserem Bett lag, während wir hier saßen. Also musste ich mir etwas überlegen. Ben an
sein eigenes Bett gewöhnen. Denn er schlief allein in unserem Bett wunderbar. Sobald wir aber
zu ihm kamen, wurde er wach und wollte gestillt werden. Ich hatte das GEfühl ihn zu stören,
denn ich lege mich nicht einfach in ein Bett. Nein ich bin und bleibe ein Grübler und wuchte mich
daher ständig von einer Seite zur anderen bis ich endlich einschlafe, irgendwann im Laufe meiner
Kruschtelei weckte ich ihn. Keine große Überraschung. Also fing ich in den letzten Tagen damit
an Ben außerhalb unseres Bettes in den Schlaf zu stillen und ihn im Anschluss in sein eigenes
Bett zu legen. Das fand Tom wiederum ganz toll. Vielleicht tut es beiden gut zusammen zu
schlafen. Wenn er dann in der Nacht wach wird, bevor oder nachdem wir rüber gehen, kommt er
wieder in unser Bett, da sind wir ja dann auch dabei und passen auf ihn auf. Dann steht da noch
die Essenseinführung auf dem Plan, denn Ben hat Hunger und bekommt Zähne. Diese sind zwar
noch nicht ganz draußen, aber ich wurde gestern schon herzlich vor Langeweile und Kauen gebissen
und das tut wirklich sehr, sehr weh. Überall kleine Baustellen, überall Beachtenswertes. Und
ich wachse…

Ich bin froh, all diese Dinge wahr zu nehmen. Ich bin froh, alle diese Dinge zu bewältigen. Und
ich wachse wirklich jeden Tag. Ich wachse seit dem ersten Kind. Und ich werde weiter wachsen.
Aber im Augenblick kommt alles so geballt, dass es sich anfühlt als würden alle an mir ziehen.
Oder mich antippen, „Mama, kannst du mal…“ Ich kann. Sehr gerne sogar. Aber noch viel lieber,
hätte ich kurz Zeit um auf Toilette zu gehen bevor das nächste Kind etwas von mir möchte…

Ja, leck mich doch am…

Donnerstag, Februar 25th, 2010

Wenn mich heute noch öfter jemand so anschreit, schwöre ich- ich höre auf zu säuseln und
zu ignorieren und zu hoffen, dass das unerwünschte Verhalten aufgegeben wird, sondern
ich brülle zurück… Sehr laut… Ich mag nicht mehr.

Helme HeineKrachmacher

Scheinbar das Lieblingsbuch von Zoe und Tom.

OHM… ich gehe heute Abend noch aus, OHM…

Genesung

Donnerstag, Februar 25th, 2010

Es scheint überstanden. Noah ließen wir gestern fiebrig ins Bett, weil es ihm soweit ja relativ
gut ging und er erwachte fieberfrei. Ben scheint das auch soweit überstanden zu haben. Wir
drei besiegen jetzt noch die lästigen Reste der Erkältung und dann wären wir bereit für was
neues
wieder fit.

Danke allen für die Genesungswünsche!

P.S. Tom sieht schlimm aus, wie geschlagen. Wenn noch mal einer sagt, so könne man nicht fallen,
kann man auch. Vielleicht kann der Augenarzt noch mal gleich schauen, ob alles soweit okay ist.
Hab ihm Arnicasalbe draufgeschmiert auf die Prellungen und Euphrasiatropfen fürs Auge gegeben.

Von Geschwistern

Mittwoch, Februar 24th, 2010

Wir hatten mal ein Baby. Eines, das wir hüten und beschützen konnten. Eines, das einzig an
unseren Mangel an Erfahrung litt und sich so mal verletzte. Später an ihrem eigenen Mangel
an Erfahrung litt und sich so selbst ein manches Mal verletzte.

Dann wollten wir ein zweites Kind und später mehr. Und damit begann etwas. Etwas Neues.
Die Kraft zwischen Geschwistern, die Unbedarftheit im Umgang miteinander. Auf der einen
Seite. Auf der anderen Seite unsere eigenen Gefühle. In einem weiten Spektrum. Von Mitleid,
wenn das jeweils ältere Kind, dem jüngeren das Spielzeug wegnimmt. Über Hilflosigkeit wenn
das jüngere Kind eng am Körper getragen werde möchte und das ältere aber auch Liebe und
Nähe braucht, sich verletzt und auf den Arm möchte. Wenn man dazwischen sitzt und weint,
weil man nicht weiß, wen man zuerst weinend liegen lassen soll. Zu Wut, wenn ein Kind das
andere verletzt. Plötzlich wird dieses bedingungslos geliebte Kind mit Erwartungen konfrontiert.
Nämlich die, das andere geliebte Kind nicht zu verletzen. Auch hier gibt es Abstufungen,
Rivalitäten unter einander beim Spielen, Unfälle und einfach Gewalt aus Unwissen. Ich sah
zu wie Noah und Zoe sich gegenseitig Spielzeug aus den Händen rissen, dabei schrien,
einander hauten. Ich sah mit an, wie Zoe auf den ganz kleinen Tom fiel, auf seinen Bauch.
Und riss mich zusammen angemessen zu reagieren, danach sollten wir zur Kontrolle zum
Kinderarzt. Heute wurde ich vom Bad aus Zeugin, wie Tom mit seinem Lauflernwagen von
Haba zweimal gegen den Kopf oder das Gesicht von Ben fuhr, der am Boden lag und spielte.
Ich war nur kurz Händewaschen. Ob Tom ihn gesehen hatte oder nicht, er hatte ihn verletzt.
Ich hatte Angst. Hab sie noch immer und werde wohl morgen erst wieder entspannt sein.
Ich war entsetzt. Auch wenn ich weiß, dass er es nicht voller Bösartigkeit getan hatte. Ich
fragte mich, warum die Großen die drum herum saßen, nicht reagiert hatten, aber dieser
Bruchteil des Handelns war wohl meiner gewesen. Ich hatte Tom in sein Bett gesetzt und
Ben sofort an mich gedrückt. Ein Kühlakku geholt und war panisch durch die Gegend gelaufen.
Erstmal trösten, später gucken. Erst Minuten danach beim Abtasten und Ansehen, fiel mir
auf, dass das Spielzeug noch in seinen Händen war… Es war nichts weiter passiert… Aber ein
Schreck…
Ich konnte nicht lange böse sein auf Tom, denn er brauchte mich auch, meinen Trost, meine
Liebe. Und da war der Gedanke. Es gibt Kinder, die bringen ihre Geschwister um, ungewollt.
Und die Eltern lieben sie trotzdem. Denn es geht nicht anders. Man kann nicht immer zur
richtigen Zeit zur Stelle sein, leider…

Später fiel Tom so unglücklich auf Noahs Bettkante, dass er ein blaues Auge und eine dicke
Beule an der Stirn davon trug. Und da war sie wieder die Angst um ein Kind. Ein Nachmittag.
Ein einziger Nachmittag. Und da war wieder der uneinfühlsame Satz des Kinderarztes der
damals nach dem Unfall gesagt hatte, so sei das eben in großen Familien. Aber das ist einfach
so in Familien. Kinder sind eben einfach Kinder.

Und dann sieht man zu, während das kleinste Kind seelig in den Armen schlummert, wie die
drei anderen mit- und neben einander spielen, liebevoll mit einander umgehen, so empathisch,
teilen als wäre es das natürlichste der Welt. Und in diesem Augenblick ist das Leben vollkommen.

Mini-Lazarett, die Zweite

Mittwoch, Februar 24th, 2010

*Ben war heute schon vergnügter, nicht mehr so anhänglich wie gestern, trank aber sehr häufig,
schlief aber immer nur sehr kurz. Temperatur bei 38.1°C- es wird rasch besser, so scheint es
jedenfalls. Aber seine Erkältung macht ihm nach wie vor zu schaffen.

*Noah war heute auch wieder deutlich fitter, aber dafür bei 39.8°C- am Nachmittag gleich nach
dem Mittagsschlaf. Aß im Anschluss wieder gut Toast, Apfel, Banane und Brezn. Hatte sich
nach den zwei Mal gestern nicht noch einmal erbrochen, aber auch seltsamer Weise keine
Verdauungsprobleme. Auch er leidet noch unter seiner Erkältung. Noah bleibt morgen natürlich
auch noch zu Hause, aber Zoe wird wieder gehen.

*Mein Kopf ist dicht und ich werde gleich ein schönes Erkältungsbad genießen.

Frauen leiden…

Mittwoch, Februar 24th, 2010

Also ich hab wirklich nichts anzuziehen, genau genommen habe ich mehr Umstandsmode in meinem
Kleiderschrank als normale Kleidung… Aber, das könnte wiederum an diesen vier Kindern
liegen, die erst seit 5 Jahren hier rum leben…

Live aus dem Mini-Lazarett

Dienstag, Februar 23rd, 2010

*Noah hängt bereits den ganzen Tag im Bett wie ein Schluck Wasser. Behielt immerhin schon etwas
zu Trinken bei sich. Knabberte braunen Apfel und einen Haps Zwieback…

*Ben fiebert noch immer bei 38.8°C. Hat aufgehört nach dem Stillen sofort zu Spucken. Nach Anraten
vom Kinderarzt ließen wir ihm einen Moment, damit sich der Magen beruhigen konnte und stillten
kleine Dosen, die in ihm blieben. Jetzt hat anscheinend der Durchfall das Spucken abgelöst. Ben
wurde jetzt gegen 16.30 Uhr das erste Mal richtig lange gestillt. Ich hoffe, dass die Milch erstmal bleibt,
wo sie ist. Ich ließ mich dann von meinem Gefühl leiten, dass ich auch erst gar keinen Appetit hatte
und jetzt immer mehr. Hoffen wir das Beste.

*Der Gatte, Zoe und Tom halten derweil die Stellung, fasten aber mit.

*Frau K. gibt sich allergrösste Mühe morgen wieder fitter zu sein.

Wir sind ganz außer uns…

Dienstag, Februar 23rd, 2010

nicht vor Freude, sondern im wörtlichen Sinne.

Noah hat sich in der Nacht übergeben müssen und Ben auch. Das erste Mal. 5 Monate ist er
heute alt und behält nichts ins sich und er wird ja nur gestillt… Außerdem hat er 38.8°C. Gut,
dass er 9 Kilo wog, vielleicht kann er so den Verlust durch das Spucken besser wegstecken.

Jetzt sind alle Kinder daheim, der Freelancer auch, aber als Krankenpfleger, denn mir ist gestern
Abend nicht schon der Kopf zugegangen, sondern mir ist dermaßen flau, da wären wir schon mal
zu dritt. Wir haben das Abendessen abgesagt und ich hoffe ich muss mit Ben nicht ins Krankenhaus,
denn ich mach mir Sorgen. Das kleinste Kind, dass hier mal Spuckerei hatte, war damals ein 8
Monate alter Noah kurz vor Weihnachten und einmal gleich nach Weihnachten. Spuckende Babies
sind ganz schrecklich…