Ein bedeutendes, historisches Ereignis

Mir ist langweilig. Mir. Und Sie sind Zeuge. Normaler Weise ist mir nie langweilig. Immer muss ich
noch dies und das. So wie gestern Nacht, noch eben schnell Überweisungen, noch eben schnell
das Bad geputzt, noch eben schnell die Wäsche gefaltet und verräumt.
Aber heute. Heute ist mir genau deswegen langweilig. Also gerade jetzt. Die Kartoffelsuppe kocht und
leistet dem ersten Brei dort Gesellschaft, die Äpfel und Birnen ziehen gerade mit Nelken und Zimt für
die Apfeltaschen, der Trockner läuft schon und die Waschmaschine auch, abgewaschen hab ich schon,
keine Wäsche zum Falten mehr da, Glühwürmchen Tom schläft im Augenblick, Glühwürmchen Noah
hat sich tapfer gehalten und darf nun eine DVD schauen und der Gatte, der Allerbeste, der saugt und
wischt gerade drüben im Schlaf- und Kinderzimmer, Wohnzimmer hat er schon. Und was mach ich
jetzt? Ach ja, wickeln, damit mir nicht langweilig wird.

Es gäbe was zu tun, aber ich kann weder einkaufen gehen gerade, noch Toms Zimmer aufräumen und
ganz bestimmt werde ich dem Gatten nicht den Staubsauger entreißen… Ich trage geschäftig Ben und
produziere Milch…

PS. Der Trockner piept. Arbeit! :)
PS2. Doch noch feucht. Aber gleich ist der Brei fertig, glaub ich. Ach Kinder ist das schön- kein Stress!

6 Responses to “Ein bedeutendes, historisches Ereignis”

  1. eva Says:

    äh, wie machst du das nur? ich komme nie! an einen punkt, der mir sagt: alles fertig. wenn ich mit einem fertig bin, lauert schon das nächste. und das nächste und das nächste. dauernd wird etwas wieder neu vollproduziert!
    ok, vielleicht bin ich ja langsamer, weil fast 40??? ;D
    herzliche grüße, eva

  2. Jinlys Says:

    Deshalb sollte man nie zu fleißig sein – sonst hat man am nächsten Tag nichts mehr zu tun. *g*

  3. 5kidsmami Says:

    …genieße es!!! Sobald ich mal ein paar Minuten nichts zu tun habe, dann werde ich schon gleich nervös, man ist das richtig gewöhnt schon oder?
    Also genießen, genießen und nochmal genießen!!!! :-)

  4. bauchherzklopfen Says:

    An manchen Tagen wäre ich gern nur halb so produktiv wie Sie ;) Aber es gibt Tage, da komm ich genauso wenig aus der 120%-Leistungskurve heraus. Also mein Tipp für Entschleunigung: ab in die Badewanne! Mit Buch, Kerzen, Kakao oder irgendwas anderem, was Sie mögen.
    PS: Hmmmm, Apfeltaschen…

  5. kassiopeia Says:

    @eva: Es gab doch noch was zu tun. Aber das war mir nicht möglich und dieses Gefühl von „schnell, schnell“
    war einfach mal nicht da… Herrlich!

    @Jinlys: Es gibt ja nie, nie was zu tun, aber ich hab nur einen Wischmob! :)

    @5kidsmami: Ach das hab ich! Das Glück weilte nur kurz, aber es war schön so ein „Ich könnte zwar, aber es
    muss nicht zwingend, denn das Wichtigste ist getan…“

    @bauchherzklopfen: Ach Sie! Nun machen Sie sich mal keine Sorgen! Ich kann gar nicht mehr ohne Wuseln und
    Pausen hab ich genug, ich bin nämlich ziemlich egoistisch und eingebildet was die Hausarbeit angeht, wenn ich
    das Gefühl hab, mir wirds zuviel, dann explodier ich und zieh die Notbremse! :)
    Ich liege sehr und sehr gern in meiner Badewanne… Das ist schön… Aber diese Momente der Langeweile sind
    wirklich seltenst geworden…

  6. jo Says:

    Oh das kenne ich auch manchmal, bei mir ist es keine echte Langeweile, weil ich auf irgendwas warte und durch wie Wohnung wandere und denke, dass es sich eh nicht lohnt die 5 Minuten noch was anzufangen… :/