Winzling

Im Augenblick gibt es hier und da ein großes weites Rauschen in unserem Leben und dieses
Rauschen schlägt Wellen in alle Bereiche.
Ich fühl mich oft klein in den letzten Tagen. Wie ein Winzling. Ich hab das Gefühl meinen Job nicht
mehr so richtig gut zu machen und hinterfrage mich oft. Sorge mich. Ich kämpfe noch, vielleicht
sollte ich einfach damit aufhören mit den Armen zu rudern und das endlich annehmen, es so
nehmen wie es eben gerade ist. All die Verzweiflung und die Wellen annehmen und nicht versuchen
weiterhin alles so gut machen zu wollen wie immer, als wäre nichts. Muss man denn immer alles
gut machen? Und da wellt es so herum in meinem Kopf. Wie schlimm ist dieses und jenes, eigentlich?
Sollten mich die Erwartungen Dritter überhaupt interessieren? Egal. Nicht mal darüber sollte ich
grübeln. Zeitverschwendung. Irgendwie. Und dennoch. Ich fühl mich winzig im Augenblick. Winziger.
Mein Selbstbewusstsein bekommt Risse. Und weicht einem Argwohn, einem sich beobachtet fühlen
und nicht gut genug sein. Fragt sich nur für wen, für mich oder irgendjemand Dritten…

8 Responses to “Winzling”

  1. mama schwaner Says:

    ohne große worte: wir sind alles nur menschen und nobody’s perfect. mit viel worten: wollen wir mal telefonieren? :)

  2. kassiopeia Says:

    Irgendwie schon! :)

  3. jo Says:

    *drück Dich*
    Ich halte diese Phase – wenn Babies wacher sind, aber noch nicht selbständig genug um glücklich zu sein, also etwa 4-5Monate bis ca. 18Monate – immer für die schlimmste: sie schlafen kaum noch oder schlecht, kriegen Zähne, die ersten Krankheiten, neues Essen, sind unzufrieden, wollen krabbeln, laufen, reden… Ich komme da immer zu nichts, kann den Laden grad noch so am Laufen halten. Und dann tröste ich mich immer, dass es bald besser wird. Das weisst Du ja auch schon, anhand Deiner Grossen! Also lass es ein paar Monate so wie es ist, niemand wird ernsthaft darunter leiden ausser Dein Selbstbewusstsein, und das erholt sich wieder ;-)
    Liebste Grüsse, jo

  4. Patricia Says:

    Ach Mensch, wer sagt denn, dass IMMER ALLES zu 100% erledigt werden muss? Es gibt immer Phasen im Leben, wo das nicht möglich ist, und Menschen, die nicht perfekt sind, sind menschlich – und damit bessere Vorbilder für Kinder als unfehlbare Eltern … Take the pressure down :-)!

  5. eva Says:

    Schau Dir selbst in Gesicht und sage:
    Ich bin gut, ich bin schlecht, ich bin nicht perfekt, ich bin alles. Ich bin! Und dazu gehört einfach alels, auch ganz blöde Phasen, in denen wir nicht mehr wissen, was mit uns geschieht.
    Eine Mutter von 4 Kindern hat natürlich einen gewissen Anspruch an sich selbst, steht ständig in der Beweispflicht.
    Herrgott, setz Dich an den Tisch, trink nen leckeren Kaffee und lies verdammt nochmal die Zeitung, die Dich jETZT interessiert.
    Stell Dich nicht hinten an.
    Du schaffst eine wahnsinns Menge! Vergis das nie.
    Und: who cares, wenn die bekackte Wäsche rumfliegt und die Zimmer aussehen, als ob ne bombe eingeschlagen hätte? Dein Ego? Wofür?
    Die Winter war hart. Der Frühling naht!
    Liebe Grüße, Eva, dasselbe durchgemacht habend und jetzt schon einen Schritt weiter (zum Glück, wieder Lichtblicke!)

  6. eva Says:

    sorry für die rechtschreibung bin in eile. den sohn abholen u know

  7. Schussel Says:

    Nun habe ich ja keine Ahnung, was genau bei Dir gerade Wellen schlägt (die Förderungssache?). Aber das ist eigentlich auch ganz egal. Denn: nein, die Erwartungen von anderen musst Du nicht erfüllen, bestimmt nicht! Warum auch? Ihr müsst euch wohlfühlen, Du und Deine Familie. Ich weiss selbst, dass diese Erwartungen und so weiter von außen immer wieder hereindrücken, bei euch bestimmt noch mehr als bei uns mit nur einem winzigen Knirps, aber man sollte sie auch immer wieder wegdrücken.

    Wenn Du selbst nicht zufrieden bist, – auch das kommt vor, oder? Natürlich kann man im Zweifel an sich arbeiten und dazulernen, aber doch auch nicht rund um die Uhr. Irgendwo habe ich einmal den schönen Satz gelesen: „wir können nicht ständig perfekte Mütter sein, aber wir können selbstbewusste Mütter sein und das unseren Kindern vorleben“. Dass wir auch Zweifel haben, auch Fehler machen, auch nicht immer alles klappt und manchmal dann doch wieder, dass wir Dinge im Nachhinein anders sehen oder einfach nicht wissen, was gerade passt, das wird es doch immer wieder geben, oder? Und das ist in Ordnung so.

    Rest am Freitag bei Kaffee, hoffe ich :)

  8. Morphium Says:

    „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ Antoine de Saint-Exupéry

    Bei uns geht es auch gerade drunter und drüber, aber so chaotisch es bei uns auch zur Zeit ist, ich könnte nichts weglassen.
    Und ich glaube Ihnen geht es auch so. ;)