Nichts als die Wahrheit oder Nieder dem Perfektionismus

Denn das bin ich nicht. Ich bin ordentlich, aber nicht perfekt. Ich bin durch den Wind im
Augenblick und hetze der Ordnung hinter her. Dabei geht es mir nicht gut. So nicht. Hier
eine Momentaufnahme der Küche am Donnerstag 16:45Uhr. Die Tengelmannlieferung
kam gerade, Ben fiebert nach dem Impfen und ich stehe da und wirtschafte. Das ist ja auch
richtig, aber nicht als würde mich jemand verfolgen.

Vielleicht hilft es. Frauen der Welt vereinigt euch und haltet zusammen. Einen Scheiß auf den
sauberen Fußboden! (Ich geb mir zumindest Mühe das zu Empfinden! Irgendjemand ne
Ahnung wie schwer mir das fällt hier zu posten?)

19 Responses to “Nichts als die Wahrheit oder Nieder dem Perfektionismus”

  1. Frau Bruellen Says:

    Witzig. Ging mir heute genauso. Wegen Schlafmangel und Jobangst bin ich dünnhäutig, dann ist Mittagessenchaos, der Kleine müde, der Grosse fordernd, die Spül- und Waschmaschine fertig, das Gemüseabo kommt und ich würde am liebsten heulen. (Heute zugunsten von zwei Kaffees und Basteln mit Little Q. auf das eigentlich in der Mittagspause geplante Badputzen verzichtet. Was bin ich stolz auf mich.)

  2. bauchherzklopfen Says:

    wenn meine hebamme wüsste was ich hier in den ersten zwei wochen nach der geburt schon im haushalt gewuselt habe… also ich kenn das mit dem perfektionismus sehr gut.

  3. ami Says:

    als vorsitzende des vereins „nieder mit der hausarbeit – für unordnung e.V“ darf ich dir sagen, dass es bei uns an gut aufgeräumten tagen so aussieht wie auf den fotos. und das tollste – wir leben alle, haben keine ansteckenden krankheiten und auch besuch fühlt sich pudelwohl.

    :) lass los – du hast viele gute gründe dafür. gönn es dir!

  4. Marlies Says:

    Ich wollt’s grad schreiben: bei uns sieht’s immer aus, wenn nicht noch ein bisschen schlimmer. Also keine Sorge… :)

  5. Patricia Says:

    Ja, bei uns sieht es auch seeehr häufig so aus – und wir leben alle noch. Meine Oma würde sagen, übertriebene Ordnung fördert nur Allergien, also lass das Chaos Chaos sein und schnauf mal ganz tief durch, wenn du Zeit hast. Dem Verein von Frau Ami trete ich heute noch bei ;-) …

  6. alexxblume Says:

    Haha, Frau Ami, ich bin ja irgendwie keine Vereinsmeierin, aber DEM Verein trete ich ebenfalls bei! Hiermit geschehen. :D
    Kassiopeia, atme durch und lass auch mal Fünf gerade sein! Mein Lebensmotto ist schon lange: Zuerst kommen die (Mit)menschen (Familie voraus!), dann kommen die Dinge. Und inzwischen kann ich sogar mich zu den Menschen zählen, d.h. ich lass auch mal ganz egoistisch für MICH selber das Aufräumen und/ oder Putzen sein, damit ich aufschnaufen und mir was Gute zun kann! Das konnt ich lange nicht, aber es schafft echt mehr Lebensqualität – und Gelassenheit lässt sich lernen! :) Viel Glück!

  7. Lisa Says:

    Ach komm.. du hast vier Kinder! Ich finde, da darf es auch mal nach LEBEN aussehen. Brauchst dich nicht verstecken!

  8. kassiopeia Says:

    @Lisa: Das ist genau das, was ich überhaupt nicht gern höre: „darf ja schmuddelig sein bei vier Kindern“-
    Auch wenn ich weiß wie es gemeint ist :)

    @FrauBrüllen: Das ist so in etwa das Gefühl, dass ich heute nachmittag auch hatte… Grauslig gut beschrieben!

    @Ami: Und warum fällt mir das so schwer? Das Zulassen? Ich weiß das alles. Ich fühl mich bei andern nicht
    unwohl, nur weil Brösel auf dem Tisch sind, aber ich breche in Hysterie aus bevor jemand kommt und schäm
    mich wirklich. Wie kann ich das ändern? Putzen tu ich eh schon nicht gern, aber ordentlich mag ich es, aber
    das ist mit der Realität nicht mehr vereinbar. Deswegen heute dieser seltsame Schritt hier. Und wenn ich die
    Fotos ansehe, seh ich genau wo was liegt und was ich noch schnell alles gerade rücken, weglegen, verstecken,
    abwischen und wieder ordentlich hinstellen müsste… Gruselig! Ein wirkliches Problem, kein Spaß.

    @Marlies: Also so was hatte ich mir gedacht oder befürchtet, aber es fällt mir wirklich schwer angekündigten (!)
    Besuch so herein zu bitten. Es geht nicht. Und ich geb mir Mühe. Falte schon mal Wäsche nebenher oder
    lass sie liegen oder der Abwasch stapelt sich. Aber so wie da oben- never!

    @Patricia: Ordnung und Sauberkeit ist nicht das gleiche. Ich putz unheimlich ungern. Ich brauche aber Ordnung.
    Und von Ordnung bekommt man keine Allergien, nur die Kinder nen ordentlichen Hau: Vorbesuchsputzen eben :)

    @alexxblume: Ich muss irgendwie da raus. Das es so aussieht, öfter und am Tag verteilt ist mir klar und in
    Ordnung, dass ich davon ganz verrückt werde ist was anderes und das eigentliche Problem. Und das ist es
    wirklich: ein Problem. Ich schau auf die Bilder und möchte noch ganz schnell dieses und jenes…

    @bauchherzklopfen: So bin ich auch. Und ich sagte mir immer, dass ich so bin. Das mag ja auch zum Teil so
    sein. Aber in diesen Wochen in denen ich mental sowas von überlastet bin, mir auch noch darüber nen Kopf
    zu machen ist nicht besonders gesund und gut für mich und uns.

  9. Frische Brise Says:

    Phö, ich seh nix! Seht Ihr was?

    Ich denke, SOLCHE Beiträge sollte es viel öfter geben ;-)

  10. Lisa Says:

    Das schmuddelig hast du aber selbst reingeschummelt. Ich finde nämlich nicht, dass es schmuddelig aussieht. Es sieht einfach nach Leben aus. Eine geschniegelte sterile Küche ist auch nicht gerade einladend.

  11. Ines Says:

    Da ist ja noch ein bißchen Platz auf den Schränken, da könnte noch mehr rumstehen, also ehrlich viel zu wenig Kram.
    (Das wäre bei uns schon fast aufgeräumt!)

  12. Katrin Says:

    So wie auf den Bildern sah es bei uns die letzten Jahre immer aus. Meist sogar noch viel schlimmer …
    Mittlerweile wusle ich auch immer mehr herum, allerdings fahre ich morgens auch mal weg zum Einkaufen, ohne den Tisch vorher noch abzuräumen.
    Ich kann das gut verstehen, bei vier Kindern häuft sich insgesamt bestimmt soviel Arbeit an, daß man am liebsten alles gleichzeitig wegräumen würde. Das geht aber nur mit einem riesigen Energieaufwand, Energie, die man eigentlich dringend für andere Dinge bräuchte.
    Gerade vor einem Umzug ist der Stress am größten, da nebenbei auch noch sortiert und ausgemistet werden muß, die Sachen verpackt werden müssen und somit noch mehr Zeit weggeht.
    Also Augen zu und durch, vielleicht ab und zu doch mal über einen unaufgeräumten Tisch wegsehen und eine Runde raus an die frische Luft um abzuschalten :-)
    Liebe Grüße,

    Katrin

  13. alamne Says:

    Sieht einfach so aus als würde jemand da leben. Und ich finde es toll, dass du das postest! Ich mit meinem Hang zum Perfektionismus würde die Bilder vorher aufhübschen. Aber so wie bei dir, sieht es bei uns auch oft aus. Und wenn du mal genau hinsiehst, dann wird die auffallen, das eigentlich nicht so viel herum steht oder liegt.

  14. eva Says:

    oh. ich bin tief betroffen. so, wie es da aussieht, geht es wirklich nicht. absolut unerträglich. jeder fände das unmöglich, an so einem tisch sitzen zu müssen. ne wirklich, so eine furchtbare arbeitfläche, vollgestellt— ironie off ;)

    HALLOOOOO?

    ich bin jemand, der grade sein leben vor dem umzug versucht zu entchaotisieren. ich rümpel die letzten jahre weg, versuche mich an ordnungsregeln zu halten, die wohnung ordentlich zu halten. ich kann gerade ein wenig nachvollziehen, dass dich das stört, ich bin gerade auch echt darauf bedacht, dass das chaos nicht wieder hereinbricht und geniesse es, einfach mal die wohnungstür offen stehen lassen zu können beim müll wegbringen.
    aber ich habe auch eine anstrengende zeit hinter mir. da ging eben nur noch schadensbegrenzung. emotionaler halt war wichtiger als eine ordentliche bude. dreckig find ich auch fies, das ging bei mir auch immer, obwohl mir putzen keinen spass macht.
    ich sehe es auch als eine phase an. wir haben uns alle nicht mehr wohlgefühlt, streit, stress, keine energie zum räumen.
    du ordentliche 4fach-mutter: sei unbesorgt. du hast den grund doch drin. du weißt, was du brauchst, um dich wohlzufühlen. und du weißt, dass es eine übergangszeit ist. und du weißt auch, dass fiebernde kinder wichtiger sind als ein tisch, der mittags noch das frühstück drauf hat. so what. entspann dich. es wird wieder anders!
    bals kanst du dich auf einer riesen fläche austoben im ordnungswahn. aber jetzt musst auch du mal da durch!
    viel energie weiterhin von kernsanierungs-stress zu umzugs-stress. denk einfach an die unmittelbar bevorstehende, blühende zukunft :) das hält mich auch hoch!
    lg eva

  15. Chrizzo Says:

    Ich muss da an dem gleichen Problem arbeiten wie Du! Hier wird auch besuchsgeputzt und aufgehübscht, was die Energie hergibt. Ich würde mich auch sehr sehr schwer tun, angekündigten Besuch in so ein „Chaos“ hinein zu bitten. Aber, hier sieht es auch in erschreckend regelmäßig kurzen Abständen so aus, wie auf Deinen Fotos. Seit wir wieder in Deutschland wohnen und in der Nachbarschaft so viele Familien mit kleinen Kindern haben, werde ich aber gelassener; denn bei denen sieht es ab und an eben auch mal so aus, wenn wir dort sind. Mir hilft das. Auch Deine Bilder. Bei Gelegenheit, wenn ich meinen Blog mal wieder reanimiere poste ich dann mal Bilder vom Chaos hier. Vielleicht hilft Dir das im Umkehrschluss auch. ;-)

  16. frau musgrave Says:

    Ganz ehrlich? So sieht’s bei uns eigentlich immer aus, und egal wie sehr ich hinterherraeume, spaetestens nach einer Stunde ist es wieder im chaotischen Urzustand. Ich kann’s nicht aendern: mein Mann ist ein Messie, mein aelterer Sohn ist ein Messie, und ich hoffe noch dass das Baby sich anders entwickeln wird ; ) Ich find’s auch zum k.otzen, aber so isses nunmal, und in diesem Sinne mach ich mir jetzt einen Cafe und setz mich in die Sonne und trinke ihn im Geiste mit Dir zusammen!

  17. Jacqueline Says:

    Ja!
    Genauso! Hier auch.
    Und besonders schlimm bei angekündigtem Besuch. Meine Herren, was wird da gewuselt.
    Im Alltag? Pflichtbewußtes Räumen, denn es „könnte“ ja Spontanbesuch kommen.
    Was würden DIE dann denken?
    „Schafft sie noch nicht mal den Haushalt einigermaßen in Schuß zu halten, bei gerade mal 2 Kindern.“ Überall krümelig. Boden, Stühle und Tisch.
    Der Besuch weiß i.d.R.auch nicht, dass es nach jeder Mahlzeit so ausschaut…und Erklärungsversuche sehen dann immer so schnell nach Rechtfertigung aus. Was denken die anderen denn? Was könnten sie denken?
    Und was denk ich, beim Besuch, wenn der Freundinfußboden vollgekrümelt, und der Tisch unaufgeräumt ist? „So ist das halt mit Kindern. Herrlich diese Gelassenheit.“
    Wir sind sowas von blöd. Wissen es, können aber irgendwie nicht anders.
    AHHHH

  18. tonni Says:

    Mensch, Du Liebe.
    Bei uns – mmh, eigentlich, ja eigentich sieht es fast immer so aus. Es gefällt mir nicht. Meistens. Dann stichts im Bauch und im Herz, weil ich müsste dies und das und hier her und da weg aber es funktioniert nicht. An manchen Tagen macht es mich innerlich rasend. Wahrscheinlich ein ähnliches Gefühl, was Dich treibt es alles gerade zu rücken. Die Ordnung wieder herstellen.

    Aber an den meisten Tagen – ist es wie es ist. Es gefällt mir nicht, aber ich sehe drüber hinweg. Und lebe darin, damit, dazwischen. ANgekündigter Besuch, ja da wird schon beuschsgeputzt und geräumt. Aber mmh, eigentlich siehts schon noch ähnlich aus ;-).

    Ich würd Dir gern ein wenig abgeben von meinem „mittendrin einfach leben“ und Dir ein wenig abnehmen von dem Getrieben sein, es machen zu müssen.

    LG!

  19. jo Says:

    Ich habe auch schon gelernt, dass das nunmal so ist wenn man (viele) Kinder hat. Punkt. Ich sage zu meiner Schwiegermutter, die hier oft meint aufräumen zu müssen, immer, dass wenn ich mich ständig darüber aufregen würde, ich bald einen Nervenzusammenbruch bekäme. Was denkst Du wie hoch mein Legewäschestapel gerade ist, wie lange wir die Sachen schon komplett davon anziehen statt aus dem Schrank und WIE OFT ich in letzter Zeit mit den Kindern um 9 im Bett war? ;-) Ich muss auch an mich denken und wenn ich hier zusammenbreche, wer schmeisst den Laden dann? Umziehen werden wir wohl auch bald…
    Alles Liebe