Ein Wochenrückblick.

In diese Woche schlief ich mit gemischten Gefühlen, denn ich war unglaublich müde. Hinter uns lag ein
turbulentes Wochenende mit einem Kind, das mal eben am Sonntag noch 41.0°C hoch fieberte. Außerdem
hatte ich mittlerweile Angst einzuschlafen- zu Recht, denn die letzten Nächte verbrauchte ich zu großen
Teilen bei Noah, weil er schrie/ weinte/ verschwitzt/ durstig/ wach war. Ich war am Ende meiner
Kräfte und auch diese Nacht zum Montag war nicht sehr erholsam. Am Montag hatte ich das Glück,
dass das gesunde Kindergartenkind von der Oma abgeholt wurde und so konnte ich mich ganz meinen
Sohn witmen, der zum motzenden Kotzbrocken mutiert war. Daran waren sicherlich das hohe Fieber und
der Schlafmangel Schuld. Aber das Antibiotikum wirkte und ich musste raus, deshalb ging Noah trotz
Übermüdung am Dienstag in den Kindergarten. Dort angekommen musste ich mich erstmal rechtfertigen
und erklären und man wollte mich schon wieder mit Noah Heimschicken, weil wir kein Attest dabei
hatten. Aber ich wollte doch mit Tom (und Ben) zum Turnen. Man gab Noah Asyl, der einfach nach den
letzten Nächten kein Quell der Freude war, aber das war ich auch nicht mehr. Noch so ein Tag mit ihm
und hätte versucht, ob er doch noch in die Babyklappe passt. Um 12Uhr stand ich aber schon brav
wieder am Kindergarten, um meine zwei Großen dort abzuholen, damit Noah Mittagsschlaf machen
kann. Den weckte ich aber kurze Zeit später, damit er nachts endlich wieder durchschlafen kann und
sich so erholt, wieder in seinen Rhythmus findet. Am Nachmittag ließ ich mich wieder anmotzen und
gegen 16Uhr besuchten wir noch eine Freundin. Die Ablenkung tat allen gut. Spät erst ging es am
Dienstag ins Bett für die Kinder. Endlich schlief Noah wieder gut und sah am nächsten Morgen gleich
viel besser aus. Ich übrigens auch. Denke ich zumindest, vom Pony-Problem mal abgesehen. Am Abend
lief ich ins Haus, nahm Maß und checkte vor die Übergabe am Freitag noch einmal das komplette
Haus. Sehr viel später dann noch ein bißchen House und der Tag war gelaufen. Am nächsten Morgen
wieder früh raus, weil Bens erste Fenkid- Stunde auf dem Programm stand. Also ließ ich mich mal
aufklären, womit ich es eigentlich zu tun haben würde. Sehr interessant. Nun ja, dieses Singen hasse
ich ja wie die Pest. Bei Fenkid noch Zeichensprache dazu und dreimaliges Wiederholen. Ich tu das
für Ben. Ben inmitten anderer echter Babies. Tom zeigte sich nur von der besten Sorte und schrie
immerzu vor Empörung. Nettes Alter, diese Zweijährigen. Super erster Eindruck. Dann fiel mir ein,
dass auf dem Herd noch drei Brei kochte. Also dachte ich mir, tu ich gleich noch mehr für meinen
ersten super Eindruck und renne mal hysterisch nach Hause. Kinder ließ ich da. Ging einfach
schneller so. Als ich zurück kam -natürlich hatte ich den Herd ausgemacht, aber der Kopf ist voll
und hat vergessen das Abstellen des Herds als Info zu speichern- war Tom halbnackt. Soviel zum
ersten Eindruck. Gleich danach liefen wir zum Kindergarten um Noah noch einmal früher zu holen,
damit er Zeit hat sich langsam an den Kindergarten und den Tag zu gewöhnen. Noah wollte nach
dem Mittag zu Hause leider nicht schlafen und mutierte gegen 16Uhr zu einem wegdämmern
wollenden, motzenden Kotzbrocken. Ich verhinderte das aber mühevoll und so strahlte mich am
nächsten Morgen wieder mein allerliebstes zweites Bärenbaby an. Am Abend packte ich fleißig.
Donnerstag endlich etwas Ruhe am Vormittag. Alles nur ein bißchen früher, denn Tom musste
früher ins Bett, damit wir schon um 13Uhr los konnten, damit Noah rechtzeitig bei der Ergotherapie
ist. Ich hatte aber seine Hausschuhe vergessen, also rannten wir kurz Heim, ich brachte zwei
Kinder hoch und rannte mit Noah und Kinderwagen zurück und lieferte ihn ab. Zu Hause war
Zoe verwundert, warum ich schon da wäre, schließlich hatten sie sich eben erst ausgezogen und
sie wollte allein auf Tom aufpassen, auf Ben auch. Ich stillte Ben, putzte ein bißchen und zog dann
wieder los um Noah abzuholen. Ich ließ Zoe für die paar Meter mit ihren kleinsten Brüdern allein.
Auch an diesem Nachmittag hatte ich dann gut etwas geschafft, es galt das Wohnzimmer zu
Wischen, weil klar war, dass ich am Freitag nicht da sein würde und wohl das gesamte Wochenende nicht,
Montag auch nicht, Dienstag und Mittwochvormittag nicht. Keine Zeit für irgendwas in den nächsten
Tagen, was wichtig in dieser Wohnung wäre. Donnerstag Abend saß ich zwei oder drei Stunden
vor meiner Ikea-Liste und rechnete und notierte, weil Nils mit seinem Vater am Freitag nach der
Hausübergabe um 12Uhr dort hin wollte. In der Früh fuhr ich mit meiner Schwiegermama ohne
Kinder in den Baumarkt. Danach sauste Nils zum Ikea. Und ich holte den Sohn meiner Freundin
14Uhr vom Hort ab und sie meine Großen samt ihrem jüngeren Sohn vom Kindergarten, damit wir
bei ihr einen schönen Nachmittag verbringen konnten. Am Abend wartete ich sehr, sehr lange auf Nils,
der im neuen Haus auf die Spedition mit dem Ikeakram warten musste. Erst gegen 22Uhr war er hier
und dann schliefen wir langsam dem Wochenende entgegen. Um 5Uhr lag ich dann wach im Bett.
Meine Nase lief und ich konnte einfach nicht mehr einschlafen. Um 9Uhr ging Nils mit den Jungs zum
Friseur und um 10Uhr kam Nils bester Freund. Zusammen fuhren sie drei Touren ins neue Haus,
eine zum Wertstoffhof, eine zum Obi und eine zurück ins Haus mit den Großen. Ich lief um 14 Uhr
mit den Kleinen ins Haus, wo meine Schwiegermama wartete, damit wir 2 Stunden arbeiten
konnten. Ich wollte unbedingt im Garten arbeiten. Clematis wollte ich einsetzen. Und fand wenig Erde,
dafür drei Nägel, unzählige Steine und Schutt. Danach war ich gartengeheilt. Als meine Schwiegermama
ging, kam eine meiner Freundinnen, die mit mir und einem Spaten im Auto ein paar Kartons aus der
Wohnung ins Haus rüber fuhr. Als sie nach Hause fuhr, wischte ich ein bißchen Staub von den Böden,
malerte, versuchte die Kinder davon abzuhalten auf den Grassamen zu tanzen. Erst gegen 20Uhr wackelten
wir Heimwärts. Todmüde. Aber Noahs Zimmer war fertig. Heute morgen war Nils dann gegen 9.30Uhr
im Haus und ich mit den Kindern gegen 12 Uhr. Zwei davon schliefen selig im Zwillingskinderwagen
bei der Ankunft und so konnte ich Nils gut beim Streichen von Zoes Zimmer helfen. Heute auch noch
ein paar Möbel aufgebaut- einfach viel geschafft. Zwei Zimmer sind nun fertig. Heute waren wir dann
schon um 17 Uhr aus dem Haus zurück. Und jetzt 23 Uhr?! Eigentlich wäre hier noch soviel zu tun, aber
nach dem Packen und allem, muss das jetzt doch nicht mehr sein. Die Kinder sind gebadet, die Sachen
der Kinder rausgelegt, abgewachen- das Nötigste eben erledigt. Lecker Abendessen gab es auch. Also
ich bin gespannt, was die nächste Woche so bringt. Morgen Ikea und Ballett mit Zoe. Dienstag Turnen
mit Tom, Mittwoch Fenkid mit Ben und Abends Arbeiten zu Zweit ohne Kinder im Haus, Donnerstag
Ergotherapie mit Noah und in der Nacht kommen meine Eltern. Ab Freitag dann munter arbeiten
im Haus und Garten. Irgendwann denke ich vielleicht auch wieder daran Fotos zu machen. :)

10 Responses to “Ein Wochenrückblick.”

  1. CooKie Says:

    Uff. Mehr fällt mir im ersten Moment nich ein.
    Du legst ja im Moment nen echten Marathon hin!

  2. Karin Says:

    Der helle Wahnsinn … ich bin sprachlos und wünsch dir für die restliche Zeit bis zum Umzug alles Gute und viel Kraft und Motivation!

  3. eva Says:

    boah, ich wünschte, wir wären mal schon soweit ;)
    ich glaub wir ziehen in eine fertige etage ein und der rest ist noch baustelle oder so.
    aber: gönn dir weiterhin die pausen. mit schönen stunden zwischendurch!!
    ganz wichtig!!
    lg eva

  4. die_schottin Says:

    Hut ab!!!

  5. Judith Says:

    hab schon schweißausbrüche nur vom lesen! schicke dir ganz viel Kraft!!!

  6. Laudi Says:

    Respekt!!!! Nach SO einer Woche würde ich mich erschiesen. Ganz sicher.
    Also, ich bin seeeehr auf die Fotos gespannt.

  7. Janine Says:

    Wow! Du bist vielleicht ein Arbeitstier, meine Güte! :-)

  8. Lisbeth Says:

    Nichts für ungut, aber du würdest das Lesen der Artikel DEUTLICH erleichtern, wenn du ab und an mal einen Absatz machen würdest bei solch langen Texten ;-)

  9. kassiopeia Says:

    @Lisbeth: Danke für den Hinweis. Ich mochte es ja selber kaum lesen. Aber ich muss nur ehrlich zugeben,
    dass mir das egal ist. Es ist ein Abriss aus dem Leben und um 23Uhr bei dem Pensum bin ich froh, wenn der
    Text nach 5 Mal lesen überhaupt Sinn ergibt und die gröbsten Rechtschreibfehler ausgemerzt sind.

  10. frau musgrave Says:

    Und da dachte ich *ich* haette schon viel zu tun, Du bist aber einfach nur grossartig wie Du alles unter einen Hut bringst! Wuensche euch weiterhin so viel Schaffenskraft und viel Spass daran!