Triple Déjà-vu

Da denkt man doch wochenlang, man wäre halt einfach pingelig gewesen. Die Hormone in der
Schwangerschaft hätten letztes Jahr im Sommer dazu geführt, dass ich jeden Nachmittag die
Küche gesaugt hätte. Na klar. Nein. Einfach die Zeiten haben sich verändert. Tom hat aufgehört
soviel zu bröseln und ich lief nicht mehr barfuss durch den Dreck, schlicht weil es so kalt war.
Mit gemütlichen Hausschuhen ist es zwar auch ein ganz besonderes Erlebnis in Matschnudeln
zu treten und darauf zu rutschen, aber barfuss in zermatschten Keks zu treten ist doch wirklich
unschlagbar. Und da ist es: das Déjà- vu. Zum dritten Mal habe ich das Gefühl, dass alles schon
Mal erlebt zu haben. Ben sitzt mittlerweile am Tisch mit uns und verteilt munter Nahrungsmittel
in großen und kleinen Portionen unter Tisch, auf Stuhl, Tshirt, Hose, Mamas und Papas. Und
wieder stehe ich da und sauge außerordentlich oft. Und wenn dann noch das Wetter mitspielt,
dann auch wieder im täglich wiederkehrendem Rhythmus. Ach so war das doch gleich mit den
breifressenden Krümelmonstern… Da war was, nämlich Dreck und Matsche… Ich erinnere mich…

4 Responses to “Triple Déjà-vu”

  1. eva Says:

    ..und vergiss nicht die vollgepieselten u-hosen plus 1-5x mit größerem inhalt beim trocken/sauber werden!
    soll ich dir mal was sagen: wir sind windelfrei. komplett, seit ca 2 monaten, nachts. keine windeln mehr. nie mehr wickeln. nie mehr wickeln. morgenpipistinkewindel der großen wegschmeissen.
    ich hab schon echt darüber nachgedacht, mit meinen 2 mädels das zu feiern. ein neuer lebensabschnitt. ok, samuel darf auch mitfeiern ;)
    boah. dass ich das noch erleben durfte!
    lg eva

  2. esther Says:

    liebe kassiopeia,

    wie sage ich danke zu jemanden, den ich eigentlich gar nicht kenne und in dessen leben ich doch seit tagen (heimlich im büro :-)) lese und lese und noch ganz viele spanneden und ungelsene einträge vor mir habe?
    danke, danke, danke.
    wofür?
    fürs angst nehmen. fürs aufzeigen dieser anderen und so unbekannten welt.
    denn da ist ein wunsch, seit einem jahr. ein wunsch nach einem dritten persönchen, neben dem bekannten „uns“. aber werde ich das schaffen? dieses neue leben? werde ich es lieben, das neue persönchen? kann cih das überhaupt?und was ist mit dem uns? mit dem wir?

    „sie wollen ja gar nicht. die angst blockiert sie. und solange sie angst haben, wird es nie klappen“ sagt der mensch, der berufsmäßig in die psyche guckt udn meine krankenkasse ein heidengeld kostet.

    und dann sitzt man zuhause, mit dem großen wunsch und dieser großen sehnsucht und die angst schaut einem über die schulter.

    und dann- auf einmal- findet man eine seite im netzt. eine bunte seite. voller liebe. nicht eitel freude sonnenschein, sondern das echte leben. so schön, so wundervoll geschrieben.

    und ganz leise schleicht sich die angst aus der tür, schaut nicht mehr über die schulter und alles was bleibt ist sehnsucht nach dem neuen. freude auf das abenteuer.

    danke, danke, danke

  3. Ines Says:

    Ja ich bezeichne mich gern als „vollbiologische Küchenkehrmaschine“ :-)

  4. kassiopeia Says:

    Liebe Esther,

    mich haben diese Worte noch am gleichen Tag zu Tränen gerührt! Wirklich sehr. Es ist wohl das erste Mal
    in dieser Bloggeschichte, dass Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung übereinstimmen. Diese Seite
    ist einfach nur bunt, voller Leben eben- einfach klaresbuntesglas. Ich danke Ihnen! Sehr sogar.