Archive for August, 2010

Wo ist die Frau Kassiopeia?!

Samstag, August 28th, 2010

Das sind übrigens die Bilder zu diesem Artikel.

Was hier so idyllisch anmutet, sieht hinter den Kulissen aber so aus :)

Geschützt: Ich rüttel mich und schüttel mich…

Freitag, August 27th, 2010

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Selbstversuch II

Donnerstag, August 26th, 2010

Das Bloggen. Es wird im Augenblick von mir analysiert. Mein eigenes Schreibe- und Leseverhalten.
Ich bin kritisch, mit mir, meinem Blog, meinen Artikeln, meiner Zeit. Die einen sagen, die
Fragmente, diese winzigen Splitter im Blog machen interessant und Spaß, die anderen sind
davon gelangweilt und ärgern sich über die Oberflächlichkeit. Aber die Wahrheit, meine Wahrheit
liegt irgendwo dazwischen. Ich schreibe sehr persönlich, ich bin nicht oberflächlich, ich schreibe
über das was mich bewegt, wenn die Zeit dafür da ist. Und ich schreibe ganz klar für mich. Nicht
für meine Kinder. Für mich. Gegen das Vergessen und einfach weils so schön ist, das Schreiben.
Ich schreibe gern und das fehlt mir hier, am Meer. Und irgendwie, so schön das auch gerade hier
ist im Texteditor auf dem Macbook, mir fehlt mein Blog. Mir fehlt das Einloggen und Lostippen.
Erst jetzt hier 1000km weg von daheim, wird mir bewusst wie sehr mir das Bloggen übergegangen
ist in Fleisch und Blut. Ich könnte ohne, aber ich will gar nicht.

Selbstversuch I

Mittwoch, August 25th, 2010

Ich nahm vor dem Urlaub an, dass ich auch gut ohne Twitter leben könnte. Es würde nur
unnötig Zeit fressen. Es wäre nicht weiter wichtig zu wissen, wer was, was genau tun würde,
keine dummen Sprüche zu lesen, sich nicht in Meinungsverschiedenheiten zu verlieren, es
wäre einfach nicht wichtig zu wissen, wem was genau wo weh tut und wer mit wem wann
warum zum Arzt geht. Aber ich bin heute nicht mal eine Woche hier und mir fehlt das. Mir
fehlt der weibliche Teil meines Lebens. Das Ratschen, der tägliche Austausch. Kurz, es
interessiert mich eben doch, wem was wo genau weh tut und es ist auch schön zu lesen,
wenn jemand plötzlich doch mit etwas besser zurecht kommt als vorher gedacht.
Und das allerschlimmste, ich hab doch soviel zu erzählen. Und einfach mal die Klappe zu
halten, ist für mich verdammt schwierig…

Alter Hase und junger Sandhüpfer

Dienstag, August 24th, 2010

Der erste Strandsand 2010.

Liebe ist…

Montag, August 23rd, 2010

im Strandkorb zu sitzen mit Blick runter aufs Wasser, während das Meer rauscht und der
ablandige Wind einem von hinten um den Strandkorb saust, geschützt und warm eingepackt
mit einer Decke, das liebste vierte Bärenbaby, das heute genau 11 Monate alt wird im Arm
zu halten, zu spüren wie es sich anschmiegt, tiefer rutscht und schließlich einschläft…
Und plötzlich rauscht nicht nur das Meer, es pfeift nicht nur der Wind, man hört auch das
geliebte Baby schlafen. Man versucht sich zu erinnern wie es war vor 11 Monaten, aber es
dauert nicht lange und plötzlich wird man umzingelt von drei weiteren kleinen Minimonstern
und man bleibt einfach im Hier und Jetzt, weil sich das so verdammt gut anfühlt…

Weit weg

Freitag, August 20th, 2010

Eine Woche lang…

Donnerstag, August 19th, 2010

konnte ich es gut verdrängen. Aber dann ein Lied im Auto nach einem Gespräch. Er auf dem
Weg zum Flughafen, bricht es aus mir raus und es laufen die Tränen… Eine Woche vorbei ohne
ihn.
Und das schlimme ist, dass das was wir für einander empfinden, können wir weder heute richtig
ausleben noch morgen. Erst übermorgen, Samstag Abend sind wir wieder zu Zweit. Wir zwei.

Zauberhaus II

Donnerstag, August 19th, 2010

Nur noch einmal schlafen, dann sind wir wieder da. In unserem Zauberhaus. In diesem Jahr noch glücklicher als sonst, dass wir dort sein dürfen. Der Trubel um des Gatten Arbeit hätte beinah dafür gesorgt, dass dieses Jahr dieser wichtige Teil unseres Lebens einfach ausfällt. Jetzt sind wir fast da. Ich kann das Meer beinah schon riechen. Trotz unheimlich anstrengenden letzten Tagen, erwachte ich heute so beschwingt und glücklich: Die Vorfreude.
Dieses Jahr war einfach zu schnell für mich. Mehr denn je, suche ich Zeit und einen Ort ähnlich dem Wochenbett letztes Jahr um mich zurück zu ziehen und einfach mal meinem Körper die Zeit zu geben den Geist einzuholen. Wir sind zwar sehr dankbar und selig, der Gatte hat eine wundervolle Arbeit und wir leben in einem Traum von Haus, wir sind alle gesund und munter. Aber ich bin ausgelaugt. Erst wollte ich es nicht wahr haben, schließlich ist doch alles gut, und das ist es ja auch, aber der Weg dahin war steinig. Wir sind stolz, was wir geschafft haben in diesem Jahr, was wir alles erreicht haben. Aber es ist Zeit für das Zauberhaus. Ich brauche Zeit und Stille. Ich möchte niemanden hören oder sehen, nur eins sein mit meiner Familie. Mal die ganze Anspannung einfach abschütteln.
Es ist unglaublich im letzten Jahr fuhr ich hochschwanger dort weg. Ich hatte Zeit dort mit dem Gatten zu träumen, wie es wohl sein würde in diesem Jahr mit unseren Vieren. Jetzt ist die Zeit da. 4 kleine Minimonster werden den Sandstrand entlang gehen. Ja, auch Ben, nicht einmal 11 Monate alt. Er läuft. Schon seit über einer Woche. Täglich, so scheint es einen Schritt mehr. Und er ist so mutig. Er will es. Unser Dickkopf. Unsere vier Dickköpfe. Sie freuen sich seit Wochen darauf. Endlich ans Meer zu fahren. Noah flüsterte mir vor zwei Tagen zu, er freue sie so auf den Strand. Da bekam ich fast Gänsehaut. So viel Sehnsucht nach diesem Haus, diesem Ort der Ruhe schon bei den Kleinen. Familie und sonst nichts. Nur noch einmal schlafen, dann hören wir das Rauschen des Meeres in unseren Betten liegend.

Wenn einer mit vier Kindern fliegt, dann…

Donnerstag, August 12th, 2010

Der Gatte war noch angesäuert, weil er nicht als Begleitperson durch die Sicherheitskontrolle mit durfte.
Die Begründung: Ich wäre ja dabei. Einer reicht. Eine Frau für vier Kinder, kein Problem am Münchner
Flughafen. Aber egal, alles halb so wild. Es waren ja nur noch 30min bis zum Abflug, vielleicht sogar
nur noch 20. Gerade winkte ich noch dem Gatten und warf ihm Luftküsse zu, hauchte ein letztes
Liebevolles: „Genieße es auch!“, was das Sicherheitspersonal aus mir persönlich unerfindlichen Gründen
unheimlich witzig fand und deshalb von Nöten hielt noch mindestens 10 Mal zu wiederholen, als ich ein
„Häbbähäbbäbhäbbahäbääh…Gate 18!“ hörte. Oh!- Ich fühlte mich schon leicht angesprochen. War das
doch unser Gate von dem die Dame da über Lautsprecher sprach und spät dran waren wir auch. Ich mit
Ben in der Tragehilfe, ein Kind links, eins rechts, eins musste alleine, liefen wir zu fünft doch sehr zügig
in Richtung Gate als das Tochterkind fragte: „Mama? Warum ruft die Frau uns?!“ Ups. Also doch ungläubig
unseren kurzen, genuschelten Namen gehört. Das wollt ich doch schon immer mal erleben: „Frau Hitze
bitte!“ Ja nun, aber schnell! Und auf einmal verpuffte alles, was mir einzig und allein Sorge bereitet hatte,
nämlich die Zeit nach der Kontrolle vor dem Boarding herum zu bringen und die Kinder pädagogisch
wertvoll zu bespaßen, denn wir waren die Letzten an Bord. Schnell in die letzte Reihe gelaufen, dabei
ein Paar Leuten entweder Babyfüsse oder Wickeltasche genauer gezeigt. Die Jungs zu mir, das Tochterkind
an den Gang, damit ich alle im Blick habe. Während des Flugs ein Meisterwerk der mütterlichen Künste
vollführt: Ein Gang zur Toilette mit Ben. Ich hatte keine Wahl, ich hatte schon vor der Sicherheitskontrolle
mal kurz die Wasserflasche entleert und nun musste ja einer die vier fast vollen Becher Getränk leeren,
die die Kinder bei der Flugbegleiterin geordert hatten, die Laugenstangen hätten das vielleicht positiv
beeinflusst, aber auch um 8Uhr hatte ich noch keinen Hunger, wie auch war ja voll bis oben hin fällt mir
ein. Meine Blase ist eben endlich. Ich hatte ja mit allem gerechnet, ins dieser Zeit, wild auf dem schmalen
Gang schreiende und hüpfende Kinder, aber nur Tom protestierte lautstark meinen Abgang ums Eck.
Zur Landung gaben die Kinder in Dolby Digital noch einmal alles, wunderschön. Aber ich war die Ruhe
selbst, etwas anderes kam ja gar nicht in Frage, ich wollte ja keine Massenpanik über den Wolken.
Gelandet half mir ein Herr den in den Schlaf genuckelten Ben in die Tragehilfe zu friemeln, wobei ich
nicht mehr sagen kann, ob die Begeisterung daher rührte, dass Ben so süß aussah oder an dem kleinen
Busenstreifer… So oder so- auf jeden Fall, hatte der Mann um 8.25Uhr einen super Start in den Tag!
Die Kinder liefen dann einfach mal freudig gerade aus dem Flugzeug, obwohl ich meine Tasche, die in
etwa so schwer war, wie fünf Dosen Pfirsiche, noch gar nicht umgeworfen hatte. Aber man wir ja
entspannt. Ist ja nur ein Flughafen. Sie können ja nicht weit weg laufen. Ich sah dann auch gleich meine
Eltern, suchte wie eine Idiotin den tatsächlichen Ausgang, gab den älteren Kindern den zarten Hinweis,
Tom in die Mitte zu nehmen, was sie auch taten und so stolzierten sie ohne ihre Mutter, in fremder
Umgebung allein raus in die Arme ihrer Großeltern.
Ich informierte die Welt über die Landung des Fliegers und vollführte noch schnell ein Kunststück-
auf die Toilette mit der Pfirsichdosenhandtasche, während das Kind in der Tragehilfe seelig lummerte.
Ich schaffte es tatsächlich, mich wieder richtig anzuziehen und das ohne das Kind aufzuwecken- bevor
ich mit besten Timing meine Koffer elegant vom Band zog. Als ich mich gerade umsah, ob irgendwie
mein Stokke kam, war da auch schon der nette Sperrgepäckmensch und überreichte mir freudestrahlend
meinen Kinderwagen. Es kamen Leute herbei geeilt um zu helfen und ich stellte fest, dass dieser Tag
im Zeichen der hilflosen kinderreichen Frauen stand, denn als ich meinen Wagen gerade zusammen
gebastelt hatte, mit Baby in der Tragehilfe kam ein netter Beamter und zog mir beide Koffer raus zu
meinen Eltern, nicht ohne vorher zu mosern, dass ich ja einen Rollwagen dafür hernehmen könnte.
Durchaus ne nette Idee, wenn meine Eltern nicht draußen gewartet hätten, ich eine Münze aus meinem
Geldbeutel in der Pfirsichdosenhandtasche hätte zaubern können oder mir bei der Geburt jeden Kindes
ein zusätzlicher Arm oder Muskelmasse von Dauer gewachsen wären. Hey, aber ich war da! 8.45Uhr mit
allen Kindern und Gepäck! Ich schaffte das schlafende Bündel noch von Tragehilfe in Kindersitz und
vollbracht wars… Und jetzt sind wir hier. Die Stadt sieht aus wie immer, Berlin eben, ein heimatliches
Gefühl stellt sich nach den Jahren irgendwie nicht mehr ein, ich bin verspießt in der Vorstadt Münchens,
dafür ist in Windeseile im Zusammensein meiner Ursprungsfamilie mein Hochdeutsch verschwunden…
Und wenn die Kinder da oben jetzt endlich mal die Augen zumachen würden, die lieben Kinderlein,
die seit heute morgen kurz vor 5Uhr wach sind, dann wäre die Welt noch ein viel besserer Ort, finden
Sie nicht auch? Einen wunderschönen Abend wünsch ich Ihnen und schlafen Sie gut, denn ich werde
es wohl bis nächsten Freitag nicht mehr…