Selbstversuch I

Ich nahm vor dem Urlaub an, dass ich auch gut ohne Twitter leben könnte. Es würde nur
unnötig Zeit fressen. Es wäre nicht weiter wichtig zu wissen, wer was, was genau tun würde,
keine dummen Sprüche zu lesen, sich nicht in Meinungsverschiedenheiten zu verlieren, es
wäre einfach nicht wichtig zu wissen, wem was genau wo weh tut und wer mit wem wann
warum zum Arzt geht. Aber ich bin heute nicht mal eine Woche hier und mir fehlt das. Mir
fehlt der weibliche Teil meines Lebens. Das Ratschen, der tägliche Austausch. Kurz, es
interessiert mich eben doch, wem was wo genau weh tut und es ist auch schön zu lesen,
wenn jemand plötzlich doch mit etwas besser zurecht kommt als vorher gedacht.
Und das allerschlimmste, ich hab doch soviel zu erzählen. Und einfach mal die Klappe zu
halten, ist für mich verdammt schwierig…

2 Responses to “Selbstversuch I”

  1. Jacqueline Says:

    :-)
    Genau!

  2. frau siebensachen Says:

    ooh, das kann ich so gut verstehen!

    ich habe drei wochen ferien in italien hinter mir mit einem nicht so gesprächigen mann und den drei kindern (die zwar rechte plaudertaschen sind, aber das ist was anderes)…
    was hat mir das plauschen, das spinnen, das entwickeln von gedanken im austausch gefehlt!

    das internet konnt ich gut entbehren, das örtliche internetcafé war keine versuchung!

    genieß die ferien!
    mit lieben grüßen