Hinter den Kulissen

Ich kann hier nicht mehr ich sein. Und das sollte ich genau hier können. Einfach ich sein. Ich kann
nicht mal sagen, wovor ich genau Angst habe. Weil es nichts greifbares gibt. Es passierte einfach.
Ich fing an Dinge zu verheimlichen. Hier. Und das könnte alles so uninteressant für mein weiteres
reales Leben sein, wenn es nicht schon dort wäre. Diese Heimlichkeit. Wenn nicht ein Teil meines
realen Lebens das Schreiben hier wäre. Die Poesie in den Worten ist fort. Weil ich nicht mehr
sagen kann, was ich denke. Nicht mehr darüber schreiben kann, was ich fühle. Aber das machte
mich immer aus. Meine Schreibe aus, meine Blog aus, dass ich trotzdem, trotz allem hier immer
ehrlich war, sein konnte. Unabhängigkeit und völlig frei, obwohl ich weiß und wusste, wer hier alles
liest.
Und als wäre das nicht schon an sich problematisch genug, zeichnet sich in meinem Leben, nicht
hier immer mehr ab, wie ungut mir die Heimlichkeit tut. Wie sehr mir fehlt, ehrlich zu sein.
Hauptsächlich vor mir selbst. Mir fehlt es so sehr, dass es mich in meiner Arbeit, meinem Muttersein
beeinträchtigt, dass es mir die Luft nimmt. Ich habe einen Ort geschaffen an dem ich ehrlich sein
kann, und dieser Ort ist und bleibt mir wichtig. Aber es ändert nichts daran, dass ich es dort nicht
wirklich sein kann, ich stehe dort nicht zu mir, ich bin dort ein anonymer Schatten, der spricht.
Ich bin nicht ehrlich zu mir selbst.
Der Gatte ist in solchen Dingen immer gerade aus. Er sagt, entweder schreibst du wie früher oder
du lässt es bleiben. Aber die Entscheidung ist schon längst gefallen, ich hab sie gefallen. An dem
Punkt, an dem für mich klar ist, dass ich gern schreibe. Und was nützt das geschriebene Wort,
wenn es keiner liest? Was nutzt die Wahrheit, wenn sie keiner hört, weil man sie nicht laut
ausspricht?
Letzten Freitag sagte eine hochschwangere junge Mutter zu mir, für sie sei mit zwei Kindern
Schluss. Aus dem einfachen Grund, dass sie noch Zeit für sich bräuchte. Das ist in Gesprächen
immer ein sehr kritischer Moment. In dem ich laut etwas sagen will. Sagen will, dass das der
größte Mist ist, den ich je gehört habe. Den zugegebener Maßen gibt es mehr Kram zu erledigen,
das liegt auf der Hand, ob Wäsche, Geschirr, Einkäufe, anfallender Dreck, Termine oder sonst
der gleichen, aber unterm Strich, hab ich ebenso viel Zeit für mich wie früher. Ich bin kein
aufopfender Klumpen Mensch, der sich in seinem Mikrokosmos nur um die Kinder dreht. Das
war ich nie und werde ich nie sein. Ich bin hier. Ich lebe. Und eigentlich bin ich glücklich.
Und das ist mehr, als man sich wünschen kann. Und ich schreibe. Da bin ich. Das sage ich nicht
gern in meinem realen Leben da draußen, weil es genug Menschen gibt die leise und still mein
Blog, mein Leben lesen ohne mich jemals darauf anzusprechen oder mich zu fragen wie es
mir geht oder wie ich mich fühle. Aber wenn ich schreibe hier, dass bin nunmal ich. Hier habe
ich Zeit mich zu sortieren. Hier bin ich gereift. Und wenn ich hier nicht mehr schreiben kann,
dann bin ich nicht mehr richtig da. Das Schreiben macht mich glücklich und ist ein Puzzleteil.
Was tu ich armes Ding mit den vielen Kindern nur? Ich tippe. Und es gibt Menschen, die lesen
das doch tatsächlich gern. Und das bedeutet mir viel. Das hier ist ein Teil von mir. Also
sollte ich wieder schreiben, von mir, meinem Leben.

21 Responses to “Hinter den Kulissen”

  1. Sandra Says:

    Klar solltest Du offen schreiben,um Dir selbst über Dinge klar zu werden.
    Aber ich würde sagen, nur weil es für dich nicht so ist muss es ja für andere nicht dieselbe Situation sein!
    Ich würde deshalb nicht sagen,sie reden Mist…es ist nicht so für dich,s ie aber fühlen es so und erleben es sicher jeden Tag so.
    Deshalb gibt es vielle Frauen die KEINE Kinder wollen und damit glücklich sind…(sie kennen es nicht anders) und behalten ihre Zeit ganz für sich oder zwischen Erwachsenen.
    Es gibt Momente da kann man dieses generve nicht aushalten und bittet das Kind um Rücksicht….aber die Kinder sprühen nur vor Energie…(ist ja auch ihr gutes Recht) aber wie soll man da eigene zeit haben genauso wie ohne Kinder? Das geht doch gar nicht…..oder aber Du musst Unterstützung haben, von menschen,die Dir auch mal den Rücken frei halten.
    Aber deshalb würde ich anderen Menschen nciht ein eigene andere Meinung absprechen udn sie Mist nennen.

  2. kassiopeia Says:

    Liebe Sandra, du bist anstrengend. Wirklich. Es ist Mist. Ich kann doch wohl am Besten beurteilen, ob ich mit vieren mehr oder weniger Zeit habe, als vorher mit Zweien oder? Und darum ging es in dem Gespräch. Es ist Mist. Die Zeit wird nicht einfach weniger. Ich könnte einen wunderbaren Blogartikel darüber schreiben und er würde verstanden werden, weil ich dazu eben extra einen Blogartikel schreibe. Aber das würde ich nicht für mich tun, sondern für Menschen wie dich.
    Hier geht es um etwas ganz anderes. Es geht um mich. Und alles, was dir einfällt ist wieder genau das heraus zu picken, was man verzerren, missdeuten und auf dem man rumtrampeln kann. Menschen wie du, machen das Schreiben hier schwer. Menschen wie du, sorgen dafür das andere aufhören zu bloggen.
    Aber das lass ich nicht mehr zu. Ich schreibe hier. Über mich. Man muss nicht jedes einzelne Wort auf die Goldwaage legen, nur weil ich als Schreiberling plötzlich nicht mehr in die Schablone passe.
    Diese Passage ist einfach nicht wichtig in diesem Zusammenhang. Okay?

  3. Frau Federschwarz Says:

    du weißt schon, was ich denke, schätze ich. ;)

    ich bewundere dich – das tu ich ehrlich. und zwar nicht deshalb, weil du die supermom mit den vier kindern bist, die alles locker flockig unter einen hut bekommt. sondern weil du eben bist, wie du bist. humorvoll, selbstkritisch, überlegend, gelassen. wie schon gesagt, heile welt und alles im griff kann ich bei supernanny haben (zumindest die letzten 10 minuten der folge, wenn die nanny mal wieder alles sauber erklärt und gelöst hat ;) ) ich will reales leben. und deshalb les ich bei dir.

    mir ist klar, das viele kinder eine anstrengung sind (hey, meine schwester hat 5 und ich bin oft genug da.) aber es ist subjektiv empfunden nicht mehr anstrengung als mit 2 kindern. zumindest die erste zeit, als meine sis nur zwei kinder hatte (ich hab ein jahr dort gewohnt) war es extrem anstrengend und oft genug drückte meine schwester mir meinen zahnenden heulenden neffen rkaftlos in die hand. heute, mit 5 kindern ist sie viel gelassener – was soll schon groß sein? da kann nix neues mehr kommen das sie schocken könnte ;)

    und das find ich auch so wunderbar an dir – du nimmst es gelassen. wenn es toll läuft, berichtest du davon, aber du hast auch keine scheu davor zu sagen, wenn es schlecht läuft. wenn die kinder sich streiten, wenn es zoff und stress gibt. und du bist keine von diesen „orbit-Müttern“, die wie ein Satellit um ihre Kinder kreisen und sich keien Zeit mehr für sich und ihre Bedürfnisse nehmen.

    du bist was besondres, ich les dich gern. hör bloß nicht auf, hörst du?

  4. Patricia Says:

    Oh, ich glaube ich weiss, was du meinst! Meine kinderlosen Freunde gehen auch stets davon aus, dass ich ein selbstloser Mutterklumpen bin, den es zu bedauern gilt, da ich ja seit Jahren so fuerchterlich fremdbestimmt sei, dass es mich selbst gar nicht mehr gebe. Ich halte das fuer Quatsch, denn meine Zeit mit den Kindern, das ist auch MEINE Zeit, das bin ich und es geht mir gut damit – gelegentliches Jammern eingeschlossen! Bitte bleib weiterhin du beim Schreiben!

  5. Frau Muschel Says:

    ♥ Du Liebe….♥

    Ich schliesse mich voll und ganz Frau Federschwanz an. Sie hat es genau auf den Punkt gebracht.

    *An mein Herz drück*

    Frau Muschel :)

  6. Frau Muschel Says:

    entschuldige, ich meinte natürlich Frau FederschwaRz…*seufz*

    Es ist noch so früh *gähn*

    Aber ich habe Zeit für mich ;)

  7. Lalobe Says:

    Ja. Ich finde auch Sie sollten wieder schreiben. :-)
    Ich lese gerne hier, -und ich hoffe, dass Sie das nicht falsch auslegen- ich leser hier gerne, gerade weil Ihr Lebensentwurf so völlig konträr ist zu meinem und zu dem der Menschen in meiner Umgebung und ich das spannend finde.

  8. Sandra Says:

    Ich lese hier weil es so wunderbar realistisch geschreiben ist. So echt. Keine Fotos wo vorher ein Bühnenbild aufgebaut wurde, sondern pures echtes Leben. Das hebt diesen,Ihren Blog von den vielen vielen anderen einfach ab.
    Ich bewundere Ihre Art das Leben mit vier Kindern zu meistern, es zu genießen und jedne Moment aufzusaugen. Ganz egal ob es für mich auch das richtige wäre. Ich bewundere Sie!

  9. fishly Says:

    Ja bitte, machen Sie weiter :)

  10. Schussel Says:

    Oh, ich weiss gut, was Du meinst. Manchmal (je nach eigener Verfassung auch bei mir) ist es schwer, unabhängig zu sein in dem, was man schreibt. Und dann beginnt die Eigenzensur. Aber eigentlich sollte uns das wurst sein und ich jedenfalls freue mich, wenn ich hier lesen kann!

    Wenn Du hier wirklich nicht mehr Du sein kannst, also wenn es gar nicht mehr geht, steht vielleicht ein Umzug an? Das kann doch mal ganz gut tun, denke ich. Neu anfangen und unbeherrscht schreiben, ohne den Korrekturstift schon an der ersten Zeile anzusetzen. Aber schön natürlich auch, wenn das hier weiter Deins bleibt, ich würde auch nicht umziehen wollen und Dein Blog ist schon so viel älter und gewachsener…

    Und was die „Aufopferung“ angeht: dieses Argument wird immer wieder kommen. Leider. Ich kenne das in anderer Form, mir wird gelegentlich irgendein Hang zum Märtyrer unterstellt, weil ich lange stille und familienbette und mein Kind immer noch nicht fremdbetreuen lasse, so what? Ich bin zufrieden damit, wie es ist, und deshalb ist es kein Opfer und bitte, danke, ich bin durchaus noch Frau und ich selbst und habe jede Menge anderer Interessen. Aber da rede ich an Mauern. So wie es Dir vielleicht mit dem Thema mehrere Kinder geht. Also freu Dich einfach so, wie Du es tust, an Deiner Familie und daran, dass es für euch genau das richtige ist. Lasse reden, lasse reden… :) (auch wenn das manchmal gar nicht so einfach ist..)

  11. agichan Says:

    das wichtige wurde gesagt. etwas unwichtiges möchte ich dennoch hinzufügen.
    jene schwangere frau übertrug lediglich ihre angst vor etwas auf die realität. das liegt schlicht daran, dass wir die welt nicht sehen, wie sie ist, sonder wie wir (!) sind. ärger dich nicht. ihre realität ist nicht deine. und deine sollte von ihrer völlig frei sein. damit lebt es sich jedenfalls deutlich entspannter. :)

  12. denise Says:

    Ich lese seit 2007 bei dir, täglich, auch wenn ich mich so gut wie nie zu Wort melde. Bitte geb nicht auf. Ich finde du bist ehrlich, nämlich aus dem Grund weil du zu dem was du sagst stehst! Wie soll ich nur sagen was ich sagen will, ohne das du es falsch verstehst? Ich vermisse in deinem Blog im Moment deinen Alltag mit 4 Kindern. Wenn du schreibst, das du heute Morgen fast eine Stunde gebraucht hast deine Haare zu Fönen, weil die Kinder sich ständig wegen Kleinigkeiten in den Haaren lagen – dann erkenne ich mich wieder, dann muß ich schmunzeln, weil mir klar wird ich bin nicht alleine da draußen. Dann spüre ich das du ehrlich bist. Und ich mag auch sehr an deinem Blog das du keine Fotos einstellst die gekonnt in Szene gestellt sind.

    Liebe Grüße

  13. kassiopeia Says:

    Nur kurz. Zu dieser schwangeren Frau, die ich im übrigen sehr mag und deren Kind ganz wundervoll ist. Mist ist nicht ihre Angst oder Vorstellung davon wie es wohl wäre noch mehr als dann zwei Kinder zu haben, sondern meine Unfähigkeit in diesem Augenblick dazu zu stehen, dass ich blogge, ihr irgendwie mit Händen und Füßen zu erklären, dass ich sehr wohl noch existiere. Es eine Zeit für mich gibt. Die ich mir nehme. Aber Frauen suchen Gründe für all ihr tun, und sie sieht es wie viele andere übrigens auch in mangelnder/schrumpfender Zeit für sich selbst. Was ja nicht stimmt, denn das müsste bedeuten, ich habe mit jedem Kind eine Stunde weniger Freizeit am Abend, weil ich immer später ins Bett gehe. Aber das ist ja Mist oder meinethalber Quatsch. Oder wie auch immer- bitte fügen Sie ein Wort ihrer Wahl ein. Aber wie schon einmal in einem anderen Beitrag von mir erwähnt, es geht auch ohne Gründe.
    Und nur darauf wollte ich in meinem Beispiel eigentlich hier hinaus. Ich wollte wieder den Bogen zum Bloggen finden. Nicht auf der Frau herum hacken.

    Und zu den lieben Umzugsvorschlägen. Aber das ist genau, der Grund für meinen plötzliche Ausbruch hier. Ich will es nicht still und heimlich. Ich will mich nicht verstecken. Ich will stark sein und dazu stehen, was mir gut tut, was ich fühle, was ich mir wünsche. Und nicht nur irgendwo heimlich unter falschem Namen. Damit verleugne ich doch auch ein Stück meiner Selbst und das tat mir einfach nicht gut.

  14. Martina Says:

    Ach Du…
    Wer bist Du? Wie alt bist Du? Was hast Du in dieser kurzen Zeit alles geschafft?!
    Und wieviel Zeit hast Du noch zum Lernen?!

    Ich habe das Gefühl, dass Du – vielleicht im Moment zu tief – in Dir drin genau weißt, was Du willst, was Du erreichen möchtest, worin Deine Stärken bestehen…

    Ja! Mach DEIN Ding und mach es so wie DU es für richtig hältst.

    Es gibt immer mal Zeiten – und Themen – die erst einmal „zensiert“ werden (müssen). Manche bleiben es, manche nicht. Manchmal würden Dinge erst so richtig „echt“ werden, wenn man sie aufschreibt, und das kann ganz schön einschüchtern. Das ist normal – und nicht falsch.

    Liebe Grüße! (wenn auch nicht immer kommentierend, lese ich sehr gerne bei Dir)

  15. kassiopeia Says:

    @Patricia: „Meine Zeit ist eben auch meine Zeit“- genau so seh ich das auch. Obwohl wohl jeder auch mal froh ist, über Stille und Feierabend :)

    @Sandra: Ich freu mich so sehr, wenn ich so was lese! Bleiben Sie hier, nehmen Sie sich ein Stück Kuchen und einen Milchkaffee, wenn Sie mögen! :)

    @Schussel: Ich kann das verstehen. Die Leute denken einfach zuviel :) Wenn es für euch passt, ist es perfekt. Ich hatte die Woche auch schon wieder Diskussionen ums Stillen. Das nervt! Und nein, einfach ist das Überhören natürlich nicht, weißte ja. Aber wie erklären, dass man das gern macht und nicht weil man muss? Ob stillen, familienbettlern?

    @agichan: Ich bin immer noch verwirrt beim Lesen und mir schwirrt leicht der Kopf! :) Aber ich glaube zu verstehen.Wie gesagt sie ist total nett! Aber sie kann es sich einfach nicht vorstellen, wie viele, klar und irgendwo auch natürlich, wenn ich so drüber nachdenke.

    @Denise: Mmh. Ich schreibe, was mir in den Sinn kommt und ehrlich gesagt mag ich nicht täglich über meinen Alltag schreiben, denn das langweilig mich ja, weil es oft ähnlich ist. Ich freu mich, wenn sich hier wohlgefühlt wird und andere das lesen, was ich schreibe, wie ich es meine :) Aber Fotos sind doch auch hier und da in Szene gesetzt oder? :)

    @Martina: Wer bin ich? Gute Frage. Das hier ist wohl die Sinnkrise, die mich nach bisher jedem Kind ereilt hat. Und eigentlich bin ich ganz einfach ich. Nur gern auch glücklich! Und es war okay, so wie du es schreibst, erst zu zensieren, aber es dauerte einen Hauch zu lange, damit auf zu hören! Jetzt ist es okay, wie es ist. Ich schreibe wieder bewusster, würde ich sagen. Und das tut mir gut! Ich danke dir!

  16. Sandra Says:

    ich könnte jetzt zwar einfach schweigen…(schweigen ist ja bekanntlich Gold) aber da Du mir ja direkt geantwortet hast, sag ich doch noch mal was.Natürlich kann das für DICH nicht stimmen und Mist sein.spricht Dir ja niemand ab.was ich lediglich ausdrücken wollte war,das es schade ist ,das es sich so anhört,als sprächest du der andern Frau ab,das sie es SO empfindet.
    In dem Zusammenhang finde ich nämlich schon mehr als ein Kind mutig.
    jeder verbringt seine zeit wie er möchte und jeder geht mit Kindern um wie er kann….Die Frau würde doch ihren Kindern gar nicht gerecht werden,hätte sie die ganze zeit das Gefühl, überlastet zu sein.
    (wenn es das ist was sie meint…Ist doch klar das man,entscheidet man sich für ein Kind die Zeit lieber mit dem Kind teilt und solange die Kinder wollen,die zeit mit ihnen verbringt.
    Die Erfahrung die ich mit Kindern ist nämlich, das sie Dich nie vergessen….aber auch nciht wirklich an ihrem Leben teilhaben lassen….mit eigenen ist das vielleicht anders,aber bei meinen Au Pairkindern ist es irgendwie so (zwei mal drei an der Zahl) Immerhin bin ich innerhalb von elf Jahren zu zwei hochzeiten eingeladen worden…so konnte ich sie mal wiedersehen…aber zb erfuhr ich erst bei der Hochzeit von der Geburt des dritten Kindes…..beim zweiten bekam ich noch eine Karte die es mich wissen liess.
    Um ehlich zu sein,bin ich schon froh das der jüngste (ich verbrachte die zeit von früh bis fünf Jahren bei und mit ihm) es mir nicht immer und ewig übel nahm,das ich ihn „verlassen“habe um in einem anderen Land auf drei andere Kidner aufzupassen und zeit mit ihnen zu verbringen.
    Ich wette ja,du has tmich auch teilweise falsch verstanden….aber vielleicht missverstehe ich das jetzt ja.

  17. Sandra Says:

    ps Ich lese hier übrings auch wahnsinnig gerne, den Du schreibst sehr offen und hast einen wunderbaren Schreibstill. Sehr sympatisch….
    Und wie >du das mit dem Mist meinst habe ich wohl völlig missverstanden,aber irgendwie passte das auch nciht so ganz zu Dir.

  18. neph Says:

    Ach Jeanine. Jetzt im Sommer, Juli, glaube ich, stand ich ganz kurz davor, mit dem Bloggen aufzuhören, u.a. weil ich Monate davor dachte, nicht bloggen zu können, was mich in den Momenten doch so sehr belastet hat. Also hab ich´s nicht gebloggt, sondern nur den Rest und mein Blog war irgendwann nicht mehr meiner.
    Dann habe ich mir ein Herz gefasst und geschrieben und irgendwann nur noch ganz bestimmte Kommentare gefürchtet. Daraufhin hab ich die Kommentare einfach auf Moderation geschaltet. Gelöscht habe ich seither nur einen einzigen, überhaupt der einzige in meiner ganzen, immerhin knapp vierjährigen, Bloggerlaufbahn.
    Aber allein schon (das war nicht der einzige Grund, aber mit der größte) das Wissen, das Annehmen, dass es MEIN Blog ist, dass es MEIN web-zuhause ist und ich alles Recht der Welt habe, zu schreiben wonach mir ist, keine Erwartungen zu erfüllen und auch gewisse Reaktionen oder Besucher einfach nicht annehmen zu wollen, allein schon das und der darauf folgende Umzug hat mich mir auch in meinem Blog wieder ein STück näher gebracht.
    Es ist mir egal, ob manche mich für jammerig oder eingebildet halten. Es ist mir auch egal, dass ich die Erwartungshaltung einiger, was ganz wunderbare Bilder und Texte angeht, immer und immer und immer, einfach nicht erfüllen kann. Das ist alles das Problem anderer Menschen, nicht meines.
    So ganz abgegrenzt habe ich mich nach wie vor nicht, so leicht fällt mir das Umschalten leider nicht, aber ich habe erste Schritte getan und die tun mir gut.

    Ich freu mich, dass Du wieder Deinen Bogen und Deine Offenheit gefunden hast/findest. Ich kann Dich so gut verstehen und wünsch Dir sehr, dass Du so bald nicht wieder das Gefühl hast, Dich verstecken zu müssen.

    Manchmal scheibt man eben Dinge, die bei anderen Menschen wieder irgendeine Schablone pressen. In die passt man nicht wirklich, aber da herauszukommen bedeutet eben wieder Rechtfertigung und Rechtfertigung und noch mehr Rechtfertigung, so wie hier ganz oben in den Kommentaren indirekt „gefordert“ wurde. Und eigentlich kann es nicht sein, dass der Blogger mehr Zeit dafür aufwenden muss, sich rechtzufertigen und seine Posts oder einzelne Sätze in seinen Posts zu erklären, als er für das Bloggen selbst aufwendet.
    Meine Oma sagt immer „Wenn´s dir nicht passt, kannste ja jehn.“ und so schlecht ist der Spruch nicht.

    Ich diskutiere ja auch gern, nur ist es eben oft kein Diskutieren. Es ist ein Urteil, das gefällt wird und dann ein Schweigen von der anderen Seite. Aber auch damit muss ich leben. Ich habe genau denselben Fehler auch schon gemacht, vorschnell geurteilt und völlig ignorant nur gesehen, was ich sehen wollte. Doch dazu hatte ich kein Recht und umso mehr stehe ich jetzt in der Pflicht, zweimal hinzuschauen und nehme diese Pflicht für mich auch an. Und genau das verlange ich nun auch von meinem Gegenüber.
    Wenn´s ihm nicht passt… ;)
    Ein Blog ist ein Blog ist ein Blog und keine Zielscheibe.

    *drück*

    (Und noch was: ich wünsch Euch alles Liebe und Dir, dass Du bald wieder schwanger sein darfst. Das wünsch ich Dir sehr.)

  19. Heartcore Says:

    Ich lese gerne, still und heimlich. Obwohl wir uns nicht kennen. Und ich freue mich. Jedes Mal.

  20. WieDieBlume Says:

    Liebe Frau Kassiopeia,
    der Kommentar Nummer 19 beinhaltet genau das, was ich auch schreiben möchte.
    Ich lese gern hier! Danke, dass Sie Teile Ihres Lebens mit der Welt teilen. :)

  21. Sandra Says:

    also als ein fordern habe ich es nicht gemeint(wenn Du mich meinen solltest…) wie gesagt, meistens kann man mit Heartcores Devise wenigstens ncihts falsch machen und nicht anstrengend sein…Aber so schön schreiben und sich ausdrücken wie es hier in diesem Blog geschieht,möchte ich auch mal wieder…das konnte und wollte ich früher ,als ich 16 war.
    Jetzt möchte ich vielles einfach für mich behalten….und meine Gedanken sind eh zur zeit sowas von durcheinander, das ich mich eh nicht so gut und zusammenhängend ausdrücken könnte.