Archive for Oktober, 2010

Mutter-Tochter-Geschichten

Sonntag, Oktober 31st, 2010

Es gibt wohl nichts schöneres als abends diese letzen Sätze in Ruhe mit dem Tochterkind,
sie im Bett, ich auf der Bettkante oder im Türrahmen.
„Noch 6 Mal schlafen, dann hast du Geburtstag.“ Und das Tochterkind strahlt übers ganze
Gesicht, nickt heftig mit dem Kopf und sagt „Ich weiß, das hat mir der Papa schon gesagt!“
„6 Jahre wirst du schon alt! Aber weißt du welcher besondere Tag heute eigentlich ist, Zoe?-
„Ja, Omas Geburtstag und Helloween.“ „Aber heute ist auch ein anderer ganz besonderer
Tag. Heute vor 6 Jahren solltest du eigentlich geboren werden. Das kann man ausrechnen so
pi mal Daumen, wann die Kinder schlüpfen können. Und an diesem Tag feierte Oma ein
riesengroßes Geburtstagsfest, auf dem alle eingeladen waren“, mache ausladende Gesten in
Bauchhöhe, „und ich hatte schon so einen dicken Bauch und alle fragten mich, ob es denn
jetzt losgehen würde. Aber du wolltest nicht. Du wolltest lieber noch drinnen bleiben.“ Das
Tochterkind lauscht mir gebannt und ihre Augen strahlen. „Man sagt oft, dass die Kinder die
nicht rauswollen, sich noch hübsch machen und du hast dich ganz besonders hübsch
gemacht.“, werde immer sentimentaler und das Tochterkind sagt: „Weißt du warum ich nicht
raus wollte? Weil es so schön kuschelig und so schön warm bei dir war…“ Hach, seufz…

Tun Sie mir den Gefallen?

Samstag, Oktober 30th, 2010

Und drücken feste die Daumen, dass der Gatte und das Sohnkind Noah weiterhin verschont bleiben,
und Ben, Tom und Zoe vor Rückfällen, bitte danke?!

Bestes Timing

Samstag, Oktober 30th, 2010

Die Nacht auf Freitag war eigentlich ruhig. Bis auf ein Erwachen und längeres Jammern vom Tochterkind
und eines von Tom und Ben, fanden wir wirklich Schlaf. Am nächsten Morgen schien es den betroffenen
Jungs schon besser viel besser zu gehen, aber ich setzte weiterhin auf Schonkost. Und nachdem wir am
Donnerstag einen Spucketag hatten, stand der Freitag im Zeichen des Wickelns. Das Tochterkind litt immer
noch, scheinbar unverändert an Bauchweh und ich litt mit.
Und wie das so ist, an solchen Tagen- stürzte unser Babykind von der Treppe. Und zwar richtig böse.
Er schrie gleich, spuckte nicht, aber zwischen seinen Augen schwoll die Partie rasch und bedrohlich an.
Ich war total klar, rechnete den nächsten Bus kurz aus, versuchte den Gatten zu erreichen und dann den
Kinderarzt. Natürlich wurde mir gesagt, dass ich kommen sollte, zur Kontrolle und das tat ich sogar
richtig gern. Wir waren alle angezogen und schnell fertig, schafften den Bus. Ben sah aus, als hätte er
ein Chromosom zuviel. Die Leute starrten. Und Ben sah nicht gut aus, er wurde müde. Und wie ich da
stand im Bus und das Adrenalin langsam weniger wurde, alle anderen Kinder sicher saßen, da bekam
ich richtig Angst. Ich hatte richtige Angst, dass es diesmal nicht glimpflich ablaufen würde. Und da
stand ich nun, das Babykind pennte weg und ich hatte Angst, er würde aufhören zu atmen. Wenn es
das eigene Kind ist, ist man da nicht sonderlich rational. Ich brauchte einen ganzen Moment bis mir
einfiel wie ich jetzt genau überprüfen könnte, ob er atmet, tastete hier und dort, bis meine Hand auf
seinem Brustkorb landete. Mir wurde mulmig. Ich hatte den Gatten nicht erreicht, mein Handyakku
war fast leer, ich konnte nur kurze Nachrichten auf Twitter absenden. Immerhin.
Als wir beim Arzt ankamen, musste ich Ben aus dem Wagen nehmen und er war gleich wach und
klarer. Aber sah schrecklich aus. Beim Überreichen der Krankenkassenkarten, das Tochterkind litt ja
noch und sollte gleich mal angeschaut werden, erwähnte ich vorsichtshalber, dass drei von vier
Kindern gestern gespuckt hätten und hoffte man möge uns fünf irgendwo zwischenlagern. Tat man
aber nicht, sie zuckten mit den Schultern die guten Arzthelferinnen, scheinbar genug Party im Haus.
Es gibt zwei Warteräume. Einer war voll mit Kindern und Baby. Einer leer mit einer Frau und Baby. Ein
sehr kleines Baby. Am liebsten hätte ich im Flur gewartet, ging aber nicht. Also behielt ich Ben auf
dem Arm, was er gar nicht lustig fand und quetschte die anderen drei in die hinterste Ecke. Dort
wurde sich ordentlich gekloppt, alles zu eng und zu doof und überhaupt. Mir rann der Schweiß. Ich
versuchte ruhig zu bleiben, bis noch jemand ins Zimmer kam. Und da warf ich einen Blick auf das
Klitzekleine. Es war frisch geschlüpft und das andere Kind laut Aussage der Mutter 8 Monate alt.
Hurra, wie schrecklich und wir alle in einem Warteraum. Ich hoffe so sehr, wir haben alles von zu
Hause Mitgebrachte wieder zurück Heim genommen! Irgendwann, wie das so ist, nach einer
gefühlten Ewigkeit durften wir in eines der Behandlungszimmer. Und dort gab es vom weltbesten
Kinderarzt für beide Kinder Entwarnung. Bei Ben wäre es eine fies aussehende Weichteilschwellung
zwischen den Augen. Wenn er erbricht, sollten wir eine Klinik aufsuchen. Das übliche eben. Im
Anschluss stürmten wir noch schnell den Rossmann für allerlei Kram, vor allem Dinkeltrallala,
fuhren Heim und versuchten einen ruhigen Tag zu verbringen. Was nicht ganz gelang, weil ich
so langsam was schaffen wollte hier im Haus. Es sieht hier nämlich unmöglich aus, nach drei
Tagen nichts schaffen.
Am Abend kam der Mann und nach einer weiterer ruhigen Nacht, steht fest heute werde ich den
Samstag zu Hause und im Bett verbringen. Mit zarten Unterbrechungen von Toilettengängen. Wie
sich das eben gehört, hab ich damit hübsch gewartet bis die Kinder versorgt sind vom weltbesten
Gatten. Börks, mir ist so schlecht. Hoffentlich ist das bis nach dem Wochenende vorbei, noch mehr
wünsche ich mir keine kindlichen Rückfälle und kein Einsteigen vom Gatten in die Nummer. Soll
der mal schön gesund bleiben!

Wahr gewordene Albträume

Donnerstag, Oktober 28th, 2010

Seitdem ich Kinder habe, genau genommen seit der Geburt unserer Tochter hatte ich Angst
davor allein mit einem, zweien, dreien oder eben vier Kindern zu sein und eiskalt von der
Spuckerei heim gesucht zu werden. Wir hatten das letzte Mal alle zusammen zu viert diese
wunderbare Geschichte und das zweimal hinter einander im Abstand von drei Wochen. Fies.
Saumässig fies. Und wir waren verschont bis auf ein klitzekleiner Ben und ein anderes Kind
spucken um die Wette vor ein paar mehr Monaten. Aber ich war damit nie allein. Der Gatte
war da, weil auch krank oder oder.
Heute morgen klagte Tom über Bauchschmerzen und war sehr unleidlich. Zoe zog mit, aber
wir waren uns beim besten Willen nicht sicher, ob sie nicht eher Kummer hätte. Den gab sie
sogar zu, also brachten wir sie in den KiGa. Aber ich lauerte den ganzen Tag. Als der Gatte
gerade zur Tür raus war und ich oben stand im Bad, spuckte Tom sich voll. Da er sehr sparsam
gegessen hatte, war es okay. Soweit ich das beurteilen konnte. Ich rief den Mann zuerst an,
tankte Mut und ordnete meine Gedanken. Was jetzt tun? Alles voll bis auf die Socken. Mein
erstes Mal Kinderspucke im Alleingang. Dann verfrachtete ich das Kind auf die Couch samt
Spuckschüssel. Keine Stunde später, fiel Tom unter der Spuckerei im Wohnzimmer ein, das da
doch eine Schüssel steht und das gerade mal zweijährige Kind griff geistesgegenwärtig sogar
danach und traf (also die zweite Hälfte). Mein Lauern wurde zu einem Anruf aus dem Büro
vom Kindergarten. Der Tochter ginge es doch mies. So ein Mist, dachte ich und ich wollte
noch anrufen und fragen wie es ihr geht und nun? 11Uhr Ben müde und gnatschig, Tom hing
auf dem Sofa total schlapp. Wie jetzt Zoe aus dem Kindergarten holen und Noah gleich mit?
Anrufen wollte ich niemanden wegen der Ansteckungsgefahr. Also mit dem Zwillingskinderwagen,
der Manduca, Wechselsachen, vielen Tüchern und einer Decke hier los. Keine Ahnung habend,
wie ich das hinkriege aber ich müsste, entweder Ben umlagern und das Tochterkind in den Wagen,
in die Manduca oder gar den Radanhänger und den Zwillingswagen heim schieben. Gleichzeitig.
Ich war auf alles gefasst. Unterwegs schlief Tom ein. Kann nicht schaden, dachte ich. Das
Tochterkind war im Kindergarten weitaus fitter als erhofft und so bekam ich auf die laut in den
Raum für mich hinein geworfene Frage und wie machen wir das jetzt, ein simples „Busfahren“.
Leichter gesagt als getan, denn wir müssen einmal umsteigen und der erste Bus vorm
Kindergarten ist so ein knuffiger Shuttlebus, wenn da schon ein Wagen steht, müssen wir warten.
Aber wir hatten Glück. Der Bus kam und war schön leer, wir passten mühelos rein und waren gut
in der Zeit für den zweiten Bus. Ich war glücklich.
Im Bus erwachte sehr unruhig Tom und spuckte sofort wild los. Auf die Decke und in mein Gesicht,
die Haare nur noch Galle. Er quälte sich sehr, der Busfahrer hatte Angst, das konnte ich sehen,
aber es landete alles in unseren Sachen. Danach ging es Tom viel besser, aber ich wischte erstmal
herum. Und freute mich aufs Umsteigen und fast da sein zu Hause, wo das Waschbecken ist.
Zuhause zog ich alle aus, machte Noah glücklich mit einem Nutellabrot und versorgte die
anderen auf der Couch. Dann goss ich mir ein Glas Rotwein ein und dachte nur, solange es eben
drinnen bleibt, man weiß ja nie. Dann spuckte Ben dreimal herzhaft, natürlich nicht sofort hinter
einander. Aber auf Fliesen, immerhin. Zoe schlief weg und ich brachte sie hoch. Ben war natürlich
sehr anhänglich die ganze Zeit, er fühlte sich einfach nicht wohl, was aber alles andere unmöglich
machte. Aufstehen, zum Klo gehen zum Beispiel. Irgendwann am Nachmittag schaffte ich es ein
Maschine Spuckwäsche endlich anzustellen, damit die wieder sauber wird.
Als ich den Kindern gerade vorlas machte das Tochterkind seltsame Geräusche und ich sie ins Bad.
Auf dem Weg dahin, hörte ich dieses Geräusch. Sie wissen schon, dieses Platsch. Jetzt liegen alle
im Bett, die Jungs schlafen und ich hoffe das wars heute. Der Gatte kam soeben zur Tür hinein. Und
ich bin so stolz. Ich war gut drauf. Beschränkte heute alles aufs Nötigste, Getränke reichen, aufwischen
und Brote machen. Und ich hoffe für meine Kinder, dass sie das schlimmste überstanden haben.
Ich hab keine Ahnung, was die Nacht uns bringt oder der nächste Tag, aber ich bin so erleichtert.
Davor hatte ich immer Angst und es war gar nicht so schlimm. Es war okay. Mir geht es gut. Mein
Freund und Helfer ist hier und wir werden das wuppen, vielleicht in der Nacht nicht mehr so
entspannt und witzig, aber wir werden.

Ursache und Wirkung

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Eines unserer Kinder lernte heute, was passiert, wenn man stark an der Rückenlehne zweier
Stühle zieht. Das Kind lernte, sie geben nach und brechen. Das Kind wollte es genau wissen.
Toll, dass es so aktiv lernt, so wissensdurstig ist und forscht. Blöd, dass zwei Stühle kaputt
sind. Tja. Meine Strafe war das intensive Bearbeiten des Kindes, um die Wahrheit zu
finden. Das war Folter, ganz eindeutig. Echte Folter. Ich war sauer, weil ich nicht wusste, was
passiert war und zwar mächtig. Als ich es wusste, war ich sehr erleichtert und natürlich immer
noch sauer. Meine Strafe lautet Mithilfe beim Kleben/Reparieren der Stühle.
Es wurden heute Stimmen laut, dass Kind müsse richtig bestraft werden. Nur wie? Und wozu
eigentlich? Machtdemonstration? Da kann ich auch in eine Ecke des Zimmers pinkeln, dass
wäre in etwa ebenso effektiv.

Wortlos

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Seit drei Monaten versuche ich einen Bericht über Ben zu schreiben und es geht nicht. Es sollte nicht
sein. Und das ist schon irgendwie okay. Er fing so schnell an zu laufen und mittlerweile, ja mittlerweile
steht er in der Badewanne und sieht aus ein Großer. Immerhin, kann er noch nicht richtig sprechen,
obwohl er schon Dsüssi und Dülie sagen kann. Letzteres mit unglaublicher Begeisterung. Die Katze
ist einfach der Hit. Er ist aber kein Baby mehr. Er ist ein Kind geworden. Manchmal stehe ich einfach
nur da und staune. Da sind vier Kinder, die um einander wuseln. Nicht mehr drei und eines sitzt
oder liegt noch etwas ab auf meinem Arm, nein es sind vier. Ben erklimmt die Treppe, den Garten,
den Weg vorm Gartenhäuschen, Nachbars Garten, räumt zielsicher alles aus, was ihn interessiert, ob
für ihn gedacht oder nicht, er guckt sehr böse, wenn er sauer ist, und zeigt und sehr genau, was
er mag oder nicht, aber ganz anders als sein Bruder Tom, schmeißt am Tisch Dinge runter, die er
nicht will und klettert gekonnt auf diesen, wenn er etwas haben mag, was wir nicht schnell genug
bemerken, aber vor allem dieses Lachen ist unglaublich.
Aber für dieses Gefühl, dieses besondere, was mich erfüllt, wenn ich unsere vier Kinder sehe,
dafür hab ich keine Worte. Nichts was auch nur annähernd sagen könnte, was ich fühle. Liebe,
Stolz, Zuversicht, Glück sind ein paar. Aber da ist soviel mehr. Ich bin dankbar, für jedes einzelne
Kind, für diese kleinen Menschen und die Charaktere, die sich hinter den Gesichtern verbergen
und hier und da hervorschauen. Nur ein Kind oder zwei, das wäre nicht meines. Auf kein einziges
möchte ich verzichten und das wusste ich schon immer, mir wäre zuviel entgangen: Meine Ü-Eier.

Wochenendwerk

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Ich kam heute nicht drum herum. Es sind nur noch zwei Wochen bis zu ihrem Geburtstag und wenn
ich in einer Woche wissen wollen würde, wer jetzt von den kleinen Damen kommt, müsste ich die
Einladungen morgen einstecken. Ja also. Ich hatte keine Lust. Gar keine. Aber Schreibtisch aufräumen
war jetzt auch nicht attraktiver. Das Tochterkind half und das war schön, aber am meisten hoffe ich,
dass ich nicht noch mehr Karten nachbasteln muss, weil jemand nicht kann. Das wäre blöd. Das war
heute nämlich ganz schön viel Schweinehund.

Tänzlein

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Es gibt momentan ganz viele Dinge, die ich gern tun möchte. Ich habe einen kleinen Schimmer
davon, was sich für mich gut anfühlt und kreise um diesen Schimmer herum, möchte zugreifen,
aber es ist alles so ganz verschwommen, wenn ich danach greife, greife ich ins Leere. Ich
bekomme meine Wünsche nicht richtig zu fassen, immerhin habe ich eine Ahnung. Aber ich stoße
an Grenzen. Unüberwindbare Grenzen.
Früher dachte ich immer, wenn ich nur wirklich wollen würde, wenn man etwas wirklich will,
dann schafft man es auch. So im Groben mag das stimmen, aber ein arbeitsloser Mann, der von
Sozialhilfe lebt, der Zeit hat sich um die Kinder zu kümmern, während ich meinen Träumen
nachjage ich nur bedingt, dass was ich wirklich (auch) will. Aber es ist sonst niemand da. Der
Preis für diese Familie wäre ingesamt zu hoch für dieses oder jenes, was ich mir (auch) wünsche.
Und so wage ich eben ein Tänzchen zwischen Unerreichbarem und Realität, den Träumen
und Wünschen, meinen Träumen und Wünschen und dem Leben, das es zu vereinbaren gilt
mit vier Kindern. Ein Versprechen, das ich gab.
Es ist so wie es ist und eigentlich war es immer gut so. Eigentlich. Und bis vor kurzem. Aber im
Moment, trauere ich ein Stück weit ein Teil meiner Pläne ab, stampfe hier und da wütend und
trotzig auf- weil ich es doch so sehr will und all das spüre ich sehr deutlich. Trauer über das, was
ich niemals haben werde oder zumindest im Augenblick nicht haben werde können und knuffe mir
selbst in die Seite, sage mir „Kopf hoch! Konzentriere dich auf das, was geht, die Realität und leb
endlich wieder im Hier und Jetzt! Und sei wieder stolz auf das, was ist- was gut ist.“

Auf das was ich geschaffen habe und wieder mehr Vertrauen in die eigenen Schaffenskräfte haben.

.

Atemberaubend…

Freitag, Oktober 22nd, 2010

ist immer wieder Abend für Abend diese unglaubliche Stille, wenn alle Kinder in ihren Betten schlafen.

Selbstgespräche

Donnerstag, Oktober 21st, 2010

Stehe vor meinem Kühlschrank, den ich heute kurz auswischte und frage mich, warum mein
Kühlschrank so verdammt aufgeräumt aussieht, alles mögliche so aufgeräumt ist, aber ich
nicht. Ich bin nicht aufgeräumt. Im Moment bin ich zerstreut. Wie mein Sekretär. Der sieht
aus… Alles was nicht zugeordnet werden kann, alles was erst irgendwo hinsortiert oder
abgeheftet werden muss, landet erst einmal dort. Er fundiert als Zwischenlager.
Nur wenn einer kommt, mach ich die Klappe lieber zu und alles ist fein und sieht nett aus. Nur
darf niemand ne Schere, Klebeband oder gar einen Stift suchen, solange der Besuch da ist,
denn erst fällt einem alles entgegen und dann geht die Klappe nicht mehr so richtig zu…