Kinder und rhetorische Fragen

Beim Anblick dieser Wand, hätte ich mir eine Frage eigentlich sparen können: „Warum hast du das gemacht?“

Ich bekam keine Antwort. Aber zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass es ein Verbrechen aus
Leidenschaft war, samt Komplizen. Und er hat die Tat gestanden.

Ich kann mich an etwas erinnern, vorhin vernahm ich irgendwann die Information, dass das Papier
im blauen Zimmer alle sei. Daran kann ich mich noch erinnern und ich und das Tochterkind sagten,
im lila Zimmer wäre noch welches: „Geh dir welches holen.“ Aber irgendwie auf dem Weg ins
Gehirn, quasi von der Ohrmuschel nach ganz tief drinnen, wurde aus dieser unserer Aufforderung
ein: „Geh doch die Wand in deinem Zimmer ruhig anmalen.“

Können Sie es auch sehen? Einer der Täter hat versucht seinen Namen zu schreiben.

9 Responses to “Kinder und rhetorische Fragen”

  1. Zimtapfel Says:

    Der Künstler und sein unbremsbarer Schaffensdrang… ;-)

    Wir hatten als Kinder ein Stückchen Wand, in der Küche über der Eckbank, das wir offiziell vollmalen durften. Was wir auch mit Begeisterung taten. Oma fand das zwar un-mög-lich („was sollen die Leute denken!“) aber Mama hatte das so entschieden und so wurde es gemacht. :-)

  2. Pfarrfrau Says:

    Meine Eltern hatten fuer solche „Zwecke“ alte Tapetenrollen. *g*

  3. morgan Says:

    :D immerhin haben sie die tapete genommen ;-) ich erinnere mich, dass meine geschwister und ich die tapete hinterm esstisch weggepopelt haben um direkt auf die wand zu kritzeln… da konnte man die verschiedenen wachstumshöhen von 4 kids exakt nachvollziehen – je bunter die wand, desto mehr konnten den teil errreichen…

  4. Mairlynd Says:

    Hihi. Ich glaube, das passiert in wirklich absolut jeder Familie irgendwann mal. :-) Meine Schwester hat im Kindergartenalter einmal riiiiiesengroß ihren Namen mit Filzstift auf die Wand gemalt – geschrieben kann man nicht sagen, denn die Buchstaben waren wirklich monströs und teilweise auch spiegelverkehrt. Wir Kinder fanden es sehr hübsch und amüsant, unsere Eltern weniger. Als Strafe wurde diese Wand im Zimmer meiner Schwester nie renoviert, und im Teenageralter ärgerte sie sich dann doch darüber. :-)

  5. Lorelei Says:

    Ich erkenne da ein O, ein H, und ein N — ich würde sagen, der Täter ist überführt! :-)
    Ich habe in meinem Kinderzimmer einmal Teile der Tapete in langen Streifen von der Wand gezogen, nachdem sich ein Eckchen gelöst hatte. Das war irgendwie suchtauslösend, ich konnte gar nicht mehr aufhören.

  6. Schussel Says:

    Wir haben auch schon so eine Bleistiftmalerei im Flur. Aber den Namen hat er nicht versucht ;-)
    Naja, entweder das wird bald übermalt, weil wir sowieso Farbe wollten – oder, wie der Mann vorschlug, es gibt irgendwo ein Wandstückchen, auf dem er auch malen darf.

  7. Trueffel Says:

    Wir haben seit ein paar Wochen ein rießiges „Wandgemälde“ über der Couch. Während der Papa schlief und Mama essen kochte, ist der kleine Mann auf den Papa geklettert und hat großflächig getestet ob Kugelschreiber oder Bleistift schöner aussieht. :D
    Aber die Idee, diese Ecke komplett als Wandmalereiecke zu erlauben, gefällt mir gut. Immerhin wird Nummer 2 sicherlich auch mal auf die Idee kommen und die geplante Nummer 3 will dann sicherlich auch mal. Warum also jetzt renovieren? :D

  8. Wolfram Says:

    Als meine zwei Großen noch ziemlich klein waren (und der Hund auch noch jung…), haben wir das Wohzimmer renoviert. Alles frisch gestrichen, auch die Decke und den Hund (der hat einen Klecks mitten auf den Kopf gekriegt).
    Auch den Pfeiler zwischen den zwei Heizkörpern… den durften die Kinder streichen, das war ja in ihrer Höhe. Aber wenige Wochen später war der Pfeiler von oben bis unten bekritzelt.
    Egal, hat nicht gestört.
    Ärgerlicher sind immer noch die Zeichen, die in die Schranktür geritzt wurden… und Macoree-Holz zum Ausbessern ist einfach nicht mehr zu kriegen.

  9. die_schottin Says:

    Ach, ich glaube es gibt kein Elternhaus wo nicht irgendeine Wand bemalt wurde. Immerhin hat OTM die Buchstaben richtig geschrieben. Nur an der Reihenfolge hapert es.