Wirklich?

Heute ein total nettes Gespräch beim Warten auf das Sohnkind geführt. Ich wurde regelrecht ausgefragt
nach meinen Kindern, den Geburten, meinem Alter, dem Alter der Kinder, was der Gatte arbeitet und wie
wir wohnen. Dabei hat es mich wirklich gar nicht gestört, es war einfach echtes Interesse da, würde ich
sagen und dann mitunter auch die Frage „Und fertig mit Kinder bekommen?“ Wissen Sie, eigentlich ist
das tolle ja, dass diese Frage irgendwann überhaupt aufkam, früher hieß es einfach. „Aber jetzt ist Schluss
oder?“ Heute wird eher neckisch gefragt, ob da noch was kommt. Und es variieren eigentlich nur die
Gesichtszüge bei der Antwort, von echter Freude zu Angst. Meist kommt dann dieses Kopfnicken: „Whou,
Respekt.“ oder „Ich könnte das nicht!“ Gern auch kombiniert mit „Wie alt sind Sie noch mal?“ Ja, na Gott
sei Dank können das nicht viele. Dann wäre es ja nichts besonderes mehr, oder? Spaß bei Seite. Ja klar, es
ist viel zu tun. Und mit jedem Kind mehr. Auch wenns keiner hören mag. Es macht sehr wohl einen
Unterschied, ob man drei oder vier hat, so wie es einen Unterschied macht, ob man keines oder eines,
eines oder zwei oder zwei oder drei Kinder hat. Viele Kinder haben kann eigentlich jeder. Die Kunst ist wie
ich finde, dabei nicht verrückt zu werden bevor sie ausziehen und sich täglich selber leid zu tun, sondern
Spaß dabei zu haben. Ohne Freude geht nichts und das geht vielen ab. Ich kenne Mütter, die schlürfen
täglich durch den Alltag mit ihren Monstern und wundern sich, dass das keiner nachmachen will. Die
Kunst ist der Spaß und sich selber nicht zu vergessen, auf sich aufzupassen und glücklich zu sein und
nicht seinen Kindern täglich das Gefühl zu geben, man würde sich nur aufopfern. Dieses gefühlte Unglück
fühlt doch dein Gegenüber. Und dann kann es passieren, dass die Leute reden. Ich höre selten fiese
Sachen. Und hoffe mal ganz frech, dass man mir das Glück an der Nasenspitze ansieht.

27 Responses to “Wirklich?”

  1. Eva Says:

    Sehr schön gesagt!!

    „Dieses gefühlte Unglück fühlt doch dein Gegenüber.“ Nicht nur der Gegenüber, sondern auch und insbesondere der/die/das Kind(er). Und dann darf man sich mMn auch nicht über besagte „Monster“ wundern. Wie hieß noch mal dieser Spruch? „If Momma ain’t happy, ain’t nobody happy!“ ;-)

    Lieben Gruß,
    Eva

  2. isabella Says:

    also ich sah deine nasenspitze noch nicht, aber wenn du nicht voller esprit sprühst, wer dann!? ich kenne kaum eine mutter, kaum eine frau (vor allem in diesem alter) die so voller power steckt, so viel optimismus ausstrahlt, so hohe erwartungen an sich stellt wie du! du wirfst mich immer wieder um!

    liebe grüße, isabella

  3. die_schottin Says:

    Das hier „Die Kunst ist wie ich finde, dabei nicht verrückt zu werden bevor sie ausziehen “ gefällt mir besonders gut. Schön hast Du das geschrieben. Ich glaube Dir, dass jeder Tag eine neue Herausforderung ist. Man muss gut organisieren können und für den Fall der Fälle immer spontan umorganisieren.

  4. Eva Says:

    Für mich ist die Kunst, bei sich zu bleiben und festzustellen:“Ja, SO bin ich glücklich.“
    Und inzwischen ist es mir ganz dolle piepe, ob andere das gut oder nicht gut finden, dass wir ne Grossfamilie sind. Denn mein Leben lebe ja nur ich. Übernimmt ja kein anderer, der mich „bedauert“ um den angeblich vielen Stress….
    Ach, das ist so ein abendfüllendes Thema.
    Ich freue mich, dass Du so glücklich über Dich und Deine Familie schreibst.

  5. Fräulein Tina Pappnase Says:

    Ganz genau.
    Spaß muss es machen und von Herzen muss es kommen.

    Mit Kindern ändert sich alles und natürlich ist es anstrengend.
    Ich wusste, bevor ich schwanger wurde, dass es mit einem Kind so sein wird und ich weiß auch dass es mit zwei, drei, vier … Kindern immer mehr wird.

    Aber ich wusste auch, dass es unglaublich schön und erfüllend sein würde und glücklich macht. Und ich weiß auch, dass es mit zwei, drei, vier … Kindern so sein und immer mehr werden wird.

    Ich finde es auch sehr schade wenn Mütter so eine negative Ausstrahlung haben :(

  6. isabella Says:

    qtinapappnase: weil du schreibst, du findest es schade, wenn mütter so eine negative ausstrahlung haben. oft sieht man mütter die genervt und gestresst sind. die sehe ich einmal, vielleicht zwei mal und dann nie wieder. wir sollten aber auch bedenken, dass eS auch für vollzeitmütter noch andere dinge im leben gibt, und dass nciht immer ein grimmiges gesicht auch frust über die eigenen kinder bedeuten muss.

    ich schreibe weil zb ich mich angesprochen fühle. ich hadere in meinem leben viel mit mir selbst und bin leider auch oft genervt von den eigenen kinder die ich liebe und wollte. wenn man aber ausserhalb der eigenen kleinen familie auch noch einiges durchmacht und man einfach nur noch den tag zu ende bringen will, müde ist und die kidner ins bett sollten, dann schau ich schon mal in der strassenbahn, als wäre ich dem teufel begegnet – kann ich mir jedenfalls vorstellen, dass ich so dreinsehe :-D ich würd emir allerdings nciht unterstellen lassen wollen, dass ich prinzipiell eine negative einstellung im alltag zeige…

    man sollte froh sein wenns bei einem selber läuft und weniger darüber nachdenken, warum und was bei anderen nicht läuft.

  7. isabella Says:

    verzeiht mir bitte die vielen tippfehler :) ich schreibe immer viel zu hastig und svenni sitzt mir zudem am arm .)

  8. Mairlynd Says:

    Man liest es jedenfalls aus all Deinen Beiträgen hier heraus. :-)

    Ich kenne auch so Mütter mit zwei oder drei Kindern, die durch den Alltag schlurfen, unheimlich farblos dabei aussehen und immer nur jammern. Ja, SO macht das keinen Spaß, das glaub ich auf’s Wort.

    Liebste Grüße
    Mairlynd

  9. 5kidsmami Says:

    Klar sieht man dir es an und das spürt man hier im Blog auch sehr!

  10. Frau Zausel Says:

    Ich glaube, ich bin so eine durch den Alltag schlurfende Einzelkindmama, oder besser ich war es. Und ehrlich, schön ist das nicht. Aber manchmal kann man sich die eigenen Gefühle, das eigene Befinden und das Umfeld eben nicht aussuchen. Ich fühle mich angesprochen, weil es sich aus deinem Mund (oder aus dem von noch mind. 3-4 bekannten anderen Müttern) so einfach anhört. Doch ich weiss aus schmerzhafter eigener Erfahrung, das sowas sehr, sehr schwer sein kann. Glücklicherweise bin ich aus dem Jammertal irgendwann herausgekommen, aber mein Kind ist jetzt auch schon 6 Jahre alt. Für mich ein gutes und verhältnismäßig problemloses Alter und wir kommen endlich wieder zum Schlafen nach 5 langen schlaflosen Jahren (2 davon wieder arbeitend und 1 davon noch zusätzlich hausbauend). Dafür habe ich nun ein anderes Problemfeld – der Job! Und der wirkt sich phasenweise aufs Private aus, weil ich nicht immer abschalten kann und den Ärger vor der Türe lassen kann. Deswegen laufe ich wahrscheinlich weiterhin schlurfend durch den Alltag und habe eine negative Ausstrahlung. LG Frau Zausel

  11. Das Glück an der Nasenspitze « Geologenkinder Says:

    […] wollte ich bei der Frau Kassiopeia ein Kommentar hinterlassen, nun es wäre sehr lang […]

  12. denise Says:

    Auch hier eine durch den Alltag schlürfende Mama mit drei kleinen Kindern. Das ist wirklich traurig, nur leider kann man das nicht einfach so abstellen, denn das Umfeld spielt eine große Rolle dabei, ob man Spaß im Leben hat, ob man zufrieden ist oder auch mal glücklich. Deshalb geb ich Isabella recht, das man sich darüber freuen soll wenn bei einem selber alles gut läuft und sich nicht ständig darüber gedanken machen soll, warum es bei anderen nicht so gut läuft!!!

  13. kassiopeia Says:

    Mmh… Ja meine Rede geht hier eindeutig in Richtung der Mehrkindmuttis, die sich zwar unheimlich gerne Komplimente anhören, ob der Kinderschar, aber immer wenn man fragt, wie es geht, nur jammern und zwar über ihre Kinder. Das geht mal gar nicht. Frauen, die scheinbar immer das Kreuz der Nation auf ihrem Rücken tragen, anstatt das Glück im Herzen.
    Ich schlürfe auch durch den Alltag hauptsächlich vor Müdigkeit. Und das ist genau, dass was mich jetzt hier gerade in den Kommentaren anpiekst. Wenn sich die Damen angesprochen fühlen, und hier unbedingt eine Lanze für „auch mal müde und geschafft sein dürfen“ brechen wollen: Nur zu! Ihr lauft offenen Türen ein!
    Wenn ihr mir aber erzählen wollt, eure Umstände seien erschwert, muss ich leider sagen, dass kann nicht euer ernst sein! Hier steppt der Bär seid Wochen und Schlaf, was soll das sein? Und trotzdem gehe ich mit einem Lächeln durch den Alltag, weil ich das so will. Nicht weil ich hier so irre viel Hilfe habe, sondern weil ich nicht wacher werde, die Arbeit nicht weniger und die Umstände nicht besser. Ich kann entweder jammern und grummeln oder trotzdem mit einem Lächeln und mit einem Gewissen Witz den Alltag meistern, ein Alltag der mein Leben ist. Und ich will kein Grummelleben!
    Es gibt einfach einen Unterschied zwischen auch mal und immerzu. Und ja ich sehe da durchaus auch einen Zusammenhang zwischen den Menschen, denen man begegnet und einen blöd anreden wegen der Anzahl der Kinder oder ob sie die Möglichkeit haben auch zurück zu lächeln. Nicht immer, ich bin auch nicht Mommy Sunshine, aber ich weigere mich so täglich so durch die Gegend zu laufen, unglücklich zu sein und ich wehre mich hier total gegen: „Ist ja schön, wenn hier alles gut läuft!“ Gut ist anders. Ich kann ja gern mal über meine letzten Tage schreiben!

  14. isabella Says:

    nein halt, mit gut meine ich nicht die eigenen kindre das eigene befinden. sondern das gesamte eigene leben. die dinge die mit meinen kindern, absolut nichts zu tun haben und viel zu nah neben einem leben. ich bin 23 jahre und noch zu frisch aus dem nest, als dass ich das alles von mir schieben könnte. es gibt auch noch eltern und geschwister, krankheit und tod.und wenn man all das nicht nur mitbekommt sondern tagtäglich mit drei kinder, einer hausrenoviereung und einem riesen garten mittendrin steht und nicht nur mit anpacken muss und helfen muss, sondern auch psychisch verarbeiten muss, während zu hause die kinder kreischen… wenn mir da jemand in der strassenbahn begegnet und mich fragt wie es mir geht..ja was soll man da antworten. ich überspiele es, aber an meine blicke sprechen sicher bände.

    daher…es kommt eben sehr wohl ganz arg auf die rahmenbedingungen an. punkt, das ist so. ob finanzielle sorgen, krankheit, die unterkunft, die partnerschaft, die familie die man im hitnergrund hat oder nciht hat. es gibt viele mütter die keine schwiegermutter oder mutter als unterstützung haben. es ist wie im theater. die lächelnden mütter sieht man, welche hilfe dahinter stekct nicht.

    es gibt f´genügend frauen, die arztbesuch mit ihren müttern machen, die sich im wochenbett ausruhen können und bekochen lassen, die mal ein wochenende ohne kidner haben usw.

    und da geht es noch nicht mal darum, dass man da jetzt wie im kindergarten anfängt du hast das und das und ich nicht,

    sondern es erlauben sich viel zu oft frauen, mit hilfe im hintergrund, über frauen die alles allein meistern, urteilen. manche meiner tage wünsche ich so mancher mutter in meinem umfeld (ein, max. zwei kinder, mann welcher um drei zu hause ist, auto, tolle schwiegis und eltern) nicht, denn sie würden verzweifeln :) ich kenne es schon fast nicht mehr anders, ich bin hart im nehmen, aber ich würde nicht wollen das jemand läppisch sagt „ich jammer halt einfach mal so.“ verstehst du was ich mein…

    aber das geht zu sehr ins detail, ich glaube so genau hat so wohl auch keiner gemeint..was schreib ich überhaupt :)

    mutter sein ist sehrwohl ein knochenjob :) mir tun sie jedenfalls oft weh :-D aber ich bin ja auch eine überglucke und „tut mir vielleicht dinge an“, die nicht immer sein müssten und meine kinder wären trotzdem glücklich… ich würde es jedenfalls nie mehr anders machen. man erlebt dinge mit kindern, die würde man ohne SO nie erleben!!

  15. isabella Says:

    oh gott und schon wieder so viele tippfehler :/ verzeiht mir!

  16. fishly Says:

    „Ich kann entweder jammern und grummeln oder trotzdem mit einem Lächeln und mit einem Gewissen Witz den Alltag meistern, ein Alltag der mein Leben ist. Und ich will kein Grummelleben!“ du sagst es, genau so muss man das Leben anpacken :D

    Das entspricht übrigens in etwa meinem Lieblingszitat von Hugo v. Hoffmannstal „Werde aus Freiheit, was du aus Schicksal bist“ Wir haben eben nur dieses Leben und die Bedingungen sind oft von Dritten vorgegeben. Aber was wir für uns daraus machen, das liegt allein in unserer Hand.

    Musste ich einfach mal loswerden, auch wenn ich sonst nur äußerst selten mal kommentiere.

  17. kassiopeia Says:

    @Isabella: Ich weiß nicht, was du eigentlich sagen willst :) Worauf du hinaus willst.
    Du sprichst von Rahmenbedingungen, aber ich halte es da mit dem Spruch meiner Schwiegermutter: „Jeder hat sein Päckchen zu tragen.“ Du glaubst doch nicht wirklich, dass deine Rahmenbedingungen besonders schwer sind, ohne die der anderen zu kennen? Das fänd ich arrogant. Jeder hat Sorgen und Nöte. Und ich will gar nicht groß jammern, aber diese Dinge die du da beschreibst, die kenne ich wohl und trotzdem… trotzdem bin ich glücklich und froh…
    Das man aber mal ne Hänger hat im Leben, der Wochen oder gar Monate anhält und sich endlos zu ziehen scheint, klar… wie gesagt offene Türen, diesen Hänger hatte ich vor kurzem erst. Was mich grad einzig und allein verärgert ist dieses Aussage, dass du es besonders schwer hättest. Das kann doch nicht richtig sein.
    Ich sage nicht, dass du es nicht schwer hast, aber es ist nicht richtig zu behaupten, es wären besondere Umstände, die niemand kennt oder versteht.

    Oder hab ich jetzt einfach was missverstanden?

  18. isabella Says:

    hohoh ich bin ein mensch mit witz :-D aber sowas von! ich bin dann wohl auch kein grummelmensch. denn´ich jammer schon mal aber eher zu hause beim mann. ich steh nicht auf der strasse und zähle auf was ich zu tun habe, auf wieviel stunden schlaf ich pro nacht komme usw :) aber ich fühl mich schon oft erledigt, etwas verlassen und unverstanden. ich bin ja nciht supermommy sondern ein MENSCH mit ecken und kanten.

    und ich kenne keine mutter die einfach nur durchs leben schlurft. ich kenne mütter die gute tage und schlechte tage haben. und die die tatsächlich schlurfen..die schlurfen nicht nur in der rolle als mutter sondern überall auch. das sind diese ganz speziellen kandidaten.

    dennoch, froh sein wenns bei einem selber läuft. ganz egal ob ihr auch nicht durchschlaft, ihr könnt eben besser damit umgehen als andere. bei jedem sitzt die belastungsgrenze wo anders…. denkt mal nach ob ihr nie jammert! und? eben!

  19. kassiopeia Says:

    Das ist eine ganz schön krasse Aussage. Deine Ordnung der Dinge mit Hilfe von Rahmenbedingungen und Belastungsgrenzen.

    Klar, jammer ich. Aber darum ging es gar nicht, es ging um eine Sorte Frau, die vielleicht jeder kennt, die nicht müde wird zu jammern, über den Alltag und Stress mit ihren Kindern, gern mehr als zwei. Aber nie ein nettes Wort verlieren, nie ihr Glück sehen egal an welcher Stelle. Warum du dich jetzt da so gepiekst fühlst, dass du eine Lanzen brechen willst, für etwas dass bei mir hier total sinnlos ist, weil die schon längst gebrochen ist, versteh ich aber immer noch nicht ganz.

  20. isabella Says:

    ich habe jetzt einen ewiglangen text gelöscht. denn ich habe das gefühl es bringt ohnehin nichts das zu schreiben. ich wirke arogant, dann hast du mich missverstanden oder ich mich unverständlich ausgedrückt.. ich habe eher umgekehrt das gefühl dass hier arogante worte fielen. auch von dir. ich werds dann in zukunft lassen.

  21. kassiopeia Says:

    Ich versteh dich einfach nicht. Ich weiß nicht, was du mir sagen willst. Ich versteh deine Erschöpfung, aber nicht deinen Ärger über meine Worte. Ich versteh, dass du das erst missverstanden hast, aber ich versteh nicht, wieso du dich mehr belastet fühlen solltest, als andere, ja. Und ich da war ich einfach ehrlich, wie immer.
    Aber vor allem versteh ich nicht, wieso du jetzt nicht mehr lesen oder kommentieren willst.

    Arrogant war vielleicht nicht ganz das richtige Wort, aber es fällt mir beim besten Willen um diese Uhrzeit nach diesem Tag kein anderes ein, dass tut mir leid, aber ich wollte es nicht ganz unkommentiert stehen lassen. Deswegen sitze ich hier ja trotzdem und schreibe dir immer wieder. Aber ja, ich gebe zu ich finde deine Sichtweise nicht richtig und da ist es dann auch letzten Endes auch egal, ob da arrogant steht oder nicht.

    Und wo ich arrogant bin möchte ich mal wissen, ich hab mir das hier erarbeitet. Mir flog (wie jedem anderen auch nicht) alles zu, sondern das ist meine Arbeit. Ich hab genau da angefangen, wo du angefangen hast. Meine Arbeit zu entwerten, mit verschobenen Belastungsgrenzen oder irgendwo hinein zu interpretieren, ich würde bei anderen nach dem Unglück suchen, anstatt ganz bei mir zu bleiben ist nicht fair. Überhaupt nicht.
    Fakt ist, ich meinte eine Sorte Frau. Wenn du dich angesprochen fühlst, bin ich nicht daran Schuld, und es tut mir leid, dass mit aller Direktheit sagen zu müssen. Da solltest du bei dir bleiben.

  22. kassiopeia Says:

    Für all die Schaulustigen der Unterhaltung, ich hab Isabella gemailt.

    Und auch wenn es arg viel Überwindung kostet, weil ich mir das so schweinehart erkämpft habe, was ich habe, aber es tut mir leid, wenn der Eindruck entstand ich hätte keinen Respekt für die Frauen, die noch kämpfen. Aber den habe ich. Ich hatte auch Tiefen und lange Schlurfzeiten und stehe heute hier und bin glücklich ja und stolz. Und alles was ich vielleicht wollte, war zu sagen, dass das jeder kann, jeder sollte glücklich sein können um seiner selbst willen und da ändern besondere Umstände nichts dran, jeder hat besondere Umstände, die arbeitende Mutter die sich die Hacken abläuft wie die Hausfrau mit drei Kindern, die sich die Hacken abläuft. Und ich meinte nur das Glück, vielleicht nicht wenn man gerade Bahnfährt oder im Kindergarten in letzter Sekunde aufschlägt, sondern das Gefühl das trotzdem alles gut ist, dass beim Aufwiegen im Leben noch das Positive überwiegt. Und es gibt Menschen, da ist das nicht so. Und diese Frauen würde ich am liebsten durch schütteln! So richtig durch schütteln! Aber hilft ja nix.

    Mein Schlussstatement: Frauen denkt mehr an euch! Macht euch glücklich! Es wird keiner kommen, der euch das abnimmt. Manchmal werden die scheiß Umstände einfach nicht besser. Ja wie fishly schreibt: „Werde aus Freiheit, was du aus Schicksal bist!“

    Geht Schwimmen, das tut gut :)

  23. isabella Says:

    ich muss jetzt ehrlich zugeben, dass ich nicht alles (ge)lesen (konnte) habe…

    aber ich entwerte DEINE arbeit bei gott nicht. du bist doch genau die mutter die auch immer wieder weit über ihre grenzen geht…. und was ich mitbekommen hab, alles andere als iene unbeschwerte kindheit hatte. aber du kannst wohl damit, mit dir, besser umgehen.

    mich machen aber aussagen stutzig, von einkindmamas mit hilfe und hilf eund noch mehr hilfe, die meinen, sie könnten meinen alltag beurteilen aufgrund meiner hilflosigkeit, die ich auf der strasse schon mal ausstrahle und nicht aufgrund dessen als immerjammernde, fasblose mutter zb abgewertet zu werden…

    der satz ich laufe bei dir offene türen ein, der klang arogant. auch wenn ich nur drei kinder habe. ich habe teilweise dinge erlebt, die erleben andere in 50 jahren nicht :) ich weiss durchaus was ein harter alltag ist und ich habe nie erwähnt dass andere keine sorgen haben. aber es gibt leute die sind in watte gepackt und denken sie kennnen die welt…. schwieriges thema…

  24. isabella Says:

    diese phasen hat man aber im leben. gute und schlechte. mal die mal die. ist einfach so. und wenn ich nicht an mich denken würde, wären wir nicht da wo wir sind.

  25. Frau Zausel Says:

    „Aber darum ging es gar nicht, es ging um eine Sorte Frau, die vielleicht jeder kennt, die nicht müde wird zu jammern, über den Alltag und Stress mit ihren Kindern, gern mehr als zwei. Aber nie ein nettes Wort verlieren, nie ihr Glück sehen egal an welcher Stelle.“

    Ich möchte zu diesem Satz mal was zu Bedenken geben. Ich habe im Laufe meines Mutterseins zwei verschiedene Typen von Müttern erlebt. Die einen, die eben meistens gut gelaunt durch die Gegend laufen, egal wie schlecht sie geschlafen haben oder wie anstrengend der Tag war. Und die erzählen dir auch immer wieder, wie toll das alles ist, wie süß die Kinder sind, wie glücklich man sich fühlt, wenn sie einen anlächeln, wie einem jeden Tag das Herz aufgeht usw., usf.. Für mich hat das dann immer so leicht einen rosa Wolken Touch. Und dann gibt es da die andere Seite, die nicht müde werden, zu jammern, weil alles so schwierig ist, sie so müde sind, die Kinder so anstrengend. In Foren oder in Blogs wirken beide Seiten noch krasser, denn das geschriebene Wort ist viel mächtiger. Bei den einen möchte man aufschreien, weil man diesen ewigen Sonnenschein, den es nun mal im Leben nicht gibt, nicht glauben kann und die anderen möchte man rütteln, damit sie endlich aus ihrem Jammertal kommen. Wenn man sich aber mal die Mühe macht, hinter die Fassaden zu schauen oder zwischen den Zeilen zu lesen, dann merkt man, dass es weder nur Sonnenschein noch nur Jammertal gibt. Doch Menschen sind verschieden. Während die einen lieber über ihr Glück schwärmen, nutzen andere die Kommunikation auch als Frustabbau. Ich z.B. gehöre zu Letzteren. Ich bin weder romantisch, noch mag ich lächelnd durch die Gegend laufen, wenn mir nicht danach ist. Auch meinem Mann mag ich nicht jeden Tag erzählen, wie unglaublich glücklich ich mit ihm bin. Er weiss das auch so!
    Was mich an dieser Diskussion hier ein wenig stört ist, dass erwartet wird, bei der Fraktion der lächelnden Mütter, natürlich auch die Anstrengungen dahinter zu sehen und dass sie es ja trotzdem schaffen zu lächeln. Auf der anderen Seite macht sich aber keiner die Mühe zu schauen, wie es hinter der Fassade der Jammernden aussieht? Vielleicht dreht sie sich nach dem Gespräch um, geht nach Hause und spielt dann ganz glücklich und zufrieden mit ihren Monstern und geht auch ganz liebevoll mit ihnen um? Und damit sind wir mal wieder bei dieser ewig währenden Diskussion „gute Mutter, schlechte Mutter“. Zumindestens kommt das bei eurem Dialog hier gerade rüber. Wer hat den schlimmeren Alltag? Wer hat das Recht zu jammern? Und wer schafft es trotzdem noch den ganzen Tag lächelnd und glücklich aussehend durch die Welt zu gehen?
    Mutter sein, ist ein harter, verantwortungsvoller Job und deswegen verstehe ich nicht, warum wir Mütter uns nicht gegenseitig unterstützen, anstatt immer wieder aneinander herumzukritisieren.

    Aber mit einer Aussage im Ausgangstext bin ich nicht einverstanden. Denn es kann nicht jeder viele Kinder haben. Ich könnte das nicht und ich wollte es auch gar nicht, weil ich es eben nicht wuppen würde. Ich habe lange mit mir gehadert, weil ich eben nicht so eine Vollblutmama bin. Mich gefragt, ob irgendwas nicht mit mir stimmt, weil meine Bekannte immer so romantisch von ihrem Mamadasein erzählt, während ich nicht die letzte Nacht vergessen kann, nur weil mein Kind mich anlächelt. Aber heute weiss ich es glücklicherweise besser. Ich bin eine tolle Mama, mit einem tollen Töchterchen. Und ich mache meinen Job gut, auch wenn ich gerne mal darüber jammer! Und ja, ich bin glücklich mit meinem Leben, auch wenn ich das nicht immer nach aussen hin zeige! LG Frau Zausel

  26. kassiopeia Says:

    Liebe Frau Zausel,

    nein sie machen das zu einer dieser Diskussionen. Isabella und ich haben zum Teil einander vorbei geredet, dass hat hier jetzt gar nichts mit ihnen zu tun.
    Es tut mir leid, aber ich finde schon dass das eben auch Einstellungssache ist und ich mag ganz sicher nicht grummelig durch die Gegend laufen, so seh ich mich nicht und das hat nichts mit rosa Traumwolken zu tun. Ich will das einfach nicht sein. So einfach ist das. Das ist keine Wertung für andere und bedeutet auch nicht im geringsten, dass nicht einer meiner Lieblingsmütter jammerig und grummelnd und abgehetzt durch die Gegend flitzt.
    Sie möchten mich gar nicht verstehen, es geht nicht um jammern und meckern, sondern um Unglück. Empfundendes Unglück. Und Mütter, die eben nicht heim gehen und glücklich mit ihren Kindern spielen. Wissen Sie mir ist es doch pupsegal, ob sie in der SBahn lächeln oder nicht. Ich finde wichtig am Ende des Tages glücklich zu sein, unterm Strich meine ich.
    Und Sie brauchen mir hier keine Predigt halten über Forenmütter. Ich kenne solchen Forenmütter gar nicht. Ich lese keine Foren. Ich mag keine Foren und Foren haben in meinem Beitrag auch nichts zu suchen.
    Es hatte auch hier überhaupt nichts damit zu tun in meinem Beitrag, ob Mütter in der Bahn lächeln müssen oder nicht. Es hat auch nichts damit zu tun, ob es Mütter gibt, die nicht Rasten. Es geht um Frauen, die sich selber gar nicht mehr sehen, nur noch den Kummer. Und da nicht raus kommen. Und nur die meinte ich. Was hier daraus gemacht wurde ist finde ich ärgerlich.
    Ich kenne solche Mütter. Und die tun mir leid. Und Sie mögen mir doch wohl nicht absprechen, dass ich solche Mütter kenne? Und wenn sich wer hier irgendwo von meinem Beitrag angesprochen fühlt, was soll ich da schon tun? Ich kann mir ja anscheinend den Mund fusselig reden. Es ist egal, was ich schreibe. Sie lesen irgendwie anscheinend immer etwas anderes.

  27. kassiopeia Says:

    Wissen Sie eigentlich wie mir das hier alles vor kommt?

    Ich sage: „Man muss nicht grummelig durch die Gegend laufen.“
    Und man schreit: „Ja, aber man darf!“
    Und ich sage wieder: „Ja, aber man muss doch nicht nicht!“
    Und man meint wieder:“ JA, aber es ist okay, man darf das!“
    Und ich sage: „Ja schon KLAR, aber man MUSS nicht. Ich will nicht!“
    Und Sie sagen: „Ja, aber ich DARF das! Ich muss nicht damit aufhören.“
    Und ich sage: „GENAU! Ich will aber nicht.“
    Und sie werden immer saurer: „ABER ich mach das so. Und bin trotzdem eine gute Mutter.“
    Und ich steh da und kanns nicht glauben…