Gewissheit

Wenn ich abends auf der Treppenstufe sitze und zwei kleine wimmernde, immer noch nicht gesunde
kleine Menschen in meinen Armen halte, ganz fest und ganz sicher und in Gedanken immer noch
geschriebenen Wort von anderen nachhänge und ich mich immer wieder zurück ins Hier und Jetzt
und in diesen Augenblick holen muss, dann weiß ich einfach mit einer Ruhe und Gewissheit, dass ich
etwas ändern muss.
Es war nie anders, verstehen Sie. Es war schon immer so. Ich bin ein ganz und gar Mensch und ich
lass die Dinge gern an mich heran. Aber die Dinge ändern sich und im Moment, gibt es Menschen,
die sind mir näher als sie sollten und die die mir gut tun, die sind nicht nahe genug, weil ich meine
ganze Energie dafür verwende mich den falschen zu erklären. Was will ich nur da? Und deswegen
brauche ich diese Veränderung, damit ich wieder ganz hier und ganz da sein kann. Und sich nicht
alles so vermischt. Mir tut das nicht gut. Und anstatt mich zu freuen an meinem Mut hier etwas
zu verändern und nicht einfach fort zu laufen und mich zu verstecken, erkläre ich mich und suche
nach Verständnis. Das ich eigentlich gar nicht brauchen sollte. Ich sollte reichen. Das was mir gut
tut, sollte als Erklärung reichen. Ich sollte mir reichen.

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