Gemischte Gefühle

Der Gatte fand es vor ein paar Tagen eine großartige Idee mich bei Facebook anzumelden. Ohne
mich vorher zu fragen, sei hier erwähnt. Und ich find das scheiße bin so mässig begeistert davon.
Sonst hätte ich mich sehr wahrscheinlich schon etliche Zeit vorher selbst angemeldet. Ich hasse
Facebook, zumindest will ich keine alten Schulfreunde mehr sehen in meinem Leben oder lesen.

Um ehrlich zu sein, Bloggen ist ganz fein und Twitter überforderte mich schon eine Zeitlang sehr.
Dazu noch unzählige Emails. Datt reicht. Meine Zeit wird nicht mehr. Und ich hab wirklich wenig
davon, finde ich, zumindest wenn ich weiterhin für nötig halte mein (reales) Leben aufrecht zu
erhalten und so etwas wie Hobbies zu pflegen, andere Hobbies sind gemeint, Dinge außerhalb von
Tasten und geschriebenen Buchstaben.
Es dauerte nach der Anmeldung gefühlt keine Stunde, da kam die erste Freundschaftsanfrage. Ich
wehre mich noch sehr dagegen. Denn wissen Sie was? Da sind echte Menschen aus dem realen Leben
UND die unechten aus dem Web 2.0. Die paaren und vermischen sich da und das ist ziemlich
unheimlich. Ich hab auch keinen blassen Schimmer, was ich da überhaupt schreiben soll? Was tut
man da? Außer Freundschaftsanfragen zu bejahen? Und woher zum Teufel nehmen andere die Zeit?
Ich bin mir wirklich noch uneins. Also falls Sie sich wundern, warum die olle Frau Hitze da so unhöflich
nie was schreibt oder antwortet, nehmen Sie es doch bidde nich persönlich…

Edit: Der Gatte hat gestanden mehr Leser anlocken zu wollen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Ich ahnte das. Nee, is klar :)

22 Responses to “Gemischte Gefühle”

  1. Ansku Says:

    Man nutzt Facebook um sinnlos Zeit zu vergeuden und dumme Spielchen zu spielen, wie zum Beispiel virtuelle Äcker zu pflügen oder eine Westernstadt aufzubauen. Ausserdem kann man sich da „anstubsen“, was wohl die moderne Form von „gruscheln“ (eine ziemlich alberne Mischung aus „grüßen“ und „kuscheln“ bei StudiVZ) sein soll. :D Also mit einem Wort: Zeit vergeuden.

    Einige schreiben mehr, andere schreiben weniger. Jeder muss seinen eigenen Nutzen dafür finden, warum dann nicht auch, um die Weltherrschaft an sich zu reißen?

  2. mujerfuriosa Says:

    :) gleich mal suchen gehen… hihi…

    nein m ernst, ich habe mittlerweile auch so meine „gemischten gefühle“ – bin zwar mit einer babyhandvoll bloggerinnen dort befreundet, aber das sind auch wirklich diejenigen mit denen ich in email/skype/postverkehr stehe und das ist okay.

    und gerade du hast doch auch einen persönlichen blog, man kennt deinen namen und auch den deiner kinder. dein gesicht kennt man auch…ist also kein großer unterschied.
    ich nütze facebook um alte freundschaften (zumindest kurzzeitig) wiederzubeleben und schnell was zu „teilen“, was ich mag. etc. pp.
    aber auch lang nicht mehr so intensiv wie vor etwa einem jahr.

    aber klar. es ist ein schritt mehr zur totalen web 2.0.- nacktheit ;)
    man wid dann doch vorsichtiger :)

  3. Mairlynd Says:

    Mir ist facebook auch ein Rätsel. Vor einem halben Jahr habe ich mich einmal angemeldet, den Account aber nach einigen Tagen wieder löschen lassen. Diese Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich zehn Jahre nicht gesehen habe und von denen ich mir sicher bin, dass sie nicht die Bohne interessiert, was ich so mache, wie es mir geht – wozu soll das gut sein? Und es ist mir außerdem suspekt, wenn ich sehe, dass XY 500 Freunde hat. Inflationär, irgendwie.

    Und mir geht es da ähnlich wie Dir – fürs Blog finde ich ja schon wenig Zeit im Moment und für Twitter langt es erst recht nicht mehr. Ich bin virtuell ausgelastet. :-)

  4. Ansku Says:

    @ mairlynd: Mir geht es auch nicht um die Schulfreunde, von denen ich seit zehn Jahren nichts mehr gehört habe und in solchen Fällen hat jeder das Recht, eine Freundschaftseinladung auch abzulehnen. Habe ich auch schon ein paar Mal gemacht. Jeder muss für sich selber wissen, was man will, ob man 500 Freunde haben will oder nur 50, aber dafür gute. ich bekomme aber z.B. über Facebook mit, was meine Freunde im Ausland so treiben. Also könnte man sagen, ich nutze ähnlich wie mujerfuriosa Facebook um Freundschaften wiederzubeleben, dafür finde ich es ganz nett.

  5. Katrin Says:

    Ich finde Facebook auch irgendwie nutzlos …
    Bin zwar angemeldet, da fast meine ganze Familie dabei ist, ich schaue aber so gut wie nie vorbei …
    Und ich denke bereits seit Wochen darüber nach, meinen Account wieder zu löschen. Dann doch lieber Zeit vergeuden beim Bloggen ;-)

  6. Gabriela Says:

    Ich habe mich bei facebook angemeldet, weil mein Sohn mich bestürmte. Lange wehrte ich mich, bis mir klar wurden, dass es eine Vertrauenskundgebung ist, wenn er als 15Jähriger seiner Mutter zeigen will, wo er sich „trifft“. Unterdessen ist er das facebook-kritischste Familienmitglied. :-) Ich habe die ganzen Spiele gesperrt, lese dort vor allem Gespräche zwischen interessanten Menschen, welche im Netz kennen gelernt habe, schreibe aber kaum je selber.
    Und jetzt gehe ich dich suchen! :-)
    Grüss dich lieb!

  7. eva Says:

    stimmt, es nervt.
    es ist ein zeitfresser. geht nur mit internetfähigem handy, damit man mal eben zwischendurch was posten kann, so total interessante dinge wie xyz „geht jetzt ins bett“ oder „ich esse grade ein käsebrot“
    also, man kann es auch lassen. tu das, was du für gut befindest. einmal infiziert, ist es schwer von los zu kommen ;)
    lg eva

  8. kassiopeia Says:

    Naja, bei Twitter schreib ich ja auch nichts fürchterlich wichtiges :) Und das macht Spaß. Ich stelle es mir auf Dauer nur schwierig vor, beides Parallel zu tun.
    Ich finde es seltsam, bisher natürlich auch schön, dass es scheinbar die einzige Möglichkeit ist mit einer bestimmten
    Gruppe Menschen Kontakt zu halten oder wieder aufzunehmen.

  9. Claudia Says:

    Ich habe dich nicht gesucht, aber trotzdem gleich entdeckt – du bist mir vorgeschlagen worden. ;-) Jetzt trau ich mich nicht, anzufragen…. ;-)

  10. Judith Says:

    ich mag facebook, ich such dich mal……;-)

  11. KatjaW Says:

    Das geht mir mit Twitter so – dem kann ich nix abgewinnen. Und nutze facebook wahrscheinlich so, wie andere twitter. Vor allem aber weiß ich so, was meine Verwandte/ Bekannte in den USA machen und kann so einfach mit ihnen Bilder teilen. Die Spiele ignorier ich und sooo viele Freundschaftsanfragen hab ich da nicht. Ein netter beschaulicher Kreis, auch von Leuten, mit denen ich wirklich ewig keinen Kontakt hatte. Naja. Anfangs hatte ich aber auch so meine Probleme, fand’s nicht so hitverdächtig. Aber nun geht’s nicht mehr ohne. :)

  12. Sabrina Says:

    du kannst twitter mit Facebook verbinden somusse nicht beides pflegen ;) soie den blog auch per feed einbinden lol

    ich spiele da gerne und vertreib mir zeit, hab mich auch lange gestreubt und bin nun man kann es sagen süchtig nach fb. also vorsicht kann zur sucht werden ;)

  13. Fräulein Mama Says:

    Also ich lehne ja alle Freundschaftsanfragen ab… :D
    Nur die von echten Freunden nicht, versteht sich ja von selbst. ^^

  14. Frau Bergzwerg Says:

    Hallo,

    ausprobieren und testen, ganz einfach :). Man muss sich ja nicht mit alten Schulfreunden verbinden. Habe ich auch nicht getan. Ganz einfach ist das. Es sind soooo viele nette Bloggerinnen dort, das kann auch sehr lustig sein. Diese bekannten Spiele die es da gibt kann man ausblenden, geht ganz einach :-). Da finde ich Twitter viel anstrender und so einseitig.

    Probieren Sie es aus und wenn es nichts ist, melden Sie sich ab.

    Was ich so gar nicht mag, sind Freundschaftsanfragen ohne ein nettes Wort dazu.

  15. kassiopeia Says:

    Jaja, das hab ich auch schon gesehen! :) Da sind ziemlich viele nette Bloggerinnen, und wie gesagt Facebook ist für viele vielleicht das, was für mich Twitter ist. Ich stelle es mir einfach unheimlich anstrengend vor alles parallel zu pflegen, aber vielleicht stell ich mir das einfach zu schwierig vor.

  16. Shura Says:

    Ich habe mich auch lange gegen Facebook gesträubt. Aber nun bin ich da..es ist gut, es ist ok..aber mehr net..ich schreibe mit Freunden dort, um kurz was zu sagen und net gleich immer ne Email schreiben zu müssen oder einen Brief. Und befreundet bin ich nur mit den Leuten, die ich auch im realen Leben kenne und treffe oder im Studium kennengelernt habe und nun den Kontakt halten mag. :-)

    Ich wünsche viel Spaß beim Erkunden!

  17. Schussel Says:

    Ich nutze Facebook und Twitter ganz unterschiedlich. Twitter ist für mich so eine Art Kurznachricht des Blogs, oft belanglos, aber nicht immer, und das Publikum ist fast das gleiche. Darunter sind kaum Leute, die ich wirklich „kenne“, höchstens die ganz wenigen, die ich über ihre Blogs dann schon real getroffen habe. Klappt natürlich nur, weil ich auch anonym blogge.

    Bei Facebook lasse ich dagegen nur Leute zu, die ich auch im „echten“ Leben kenne. Das sind Studienkameraden, alte Schulfreunde, meine AuPair-Familie, Freunde aus dem Ausland, die ich ewig nicht gesehen hatte… genau dafür nutze ich Facebook eben. Um mit diesen Menschen Kontakt zu halten, wenn auch nur sehr lose, oder wieder in Kontakt zu kommen. Ich habe dort Leute wiedergefunden, von denen ich keine Adresse mehr hatte und keine Möglichkeit mehr, sie zu finden. Ich erlebe auf diese Weise mit, wie meine AuPair-Kinder Tante und Onkels werden, und sie sehen den Knirps. Und deshalb packe ich ab und zu ein paar Bilder hoch oder hier und da einen Kommentar, vielleicht ein Wort zu unserem Urlaub – viel mehr nicht. Mehr Details dann doch wieder persönlich per Brief oder Mail oder was auch immer. Die ganzen Spiele habe ich übrigens zur Anzeige gesperrt, das geht zum Glück, sonst hätten mich Mafia und Farm-Meldungen schon wahnsinnig gemacht….

  18. LiaMia Says:

    Mir persönlich ist FB mittlerweile sogar lieber als Twitter, weil Twitter in meinen Augen von vielen (missbräulich) als Chat genutzt wird. Da macht es manchmal schon gar keinen Spaß mehr, wenn man seitenweise scrollen muss. Bei Facebook dagegen lese ich die Statusmeldungen und kann selbst entscheiden, ob ich die Kommentare anderer dazu lesen möchte oder nicht.

    Mit Spielen habe ich dort aber so gar nichts am Hut.. die hab ich gesperrt.

    Ich hoffe, du findest auch ein bisschen Spaß dran… ich freu mich jedenfalls, dass du nun auch dort bist. :-) (Und Twitter und Facebook lassen sich sogar auch verknüpfen.. und die Facebookgruppen sind im Übrigen auch ganz ganz toll, um das RL vom VL zu trennen.)

  19. kassiopeia Says:

    @Shura: Ich weiß eben noch nicht so genau wie ich das finden soll. Es liegt wohl daran, dass ich total skeptisch bin, was Freundschaften angeht, die nur so gepflegt werden können. Wirklich. Aber ich sehe auch -klar- Vorteile.

    @Schussel: Siehste, bei mir fängt das ja da an, wie oben schon mal besprochen, dass ich überall meinen Namen benutze. Eigentlich könnte ich Kassiopeia ja total streichen, wenns nicht so schön wäre. Nichts ist hier „geheim“. Und somit stellt sich mir natürlich schon die Frage wozu ich ein Blog, Twitter und Facebook „brauche“.

    @LiaMia: Wer hat denn eigentlich mal gesagt, wozu Twitter denn gedacht ist? Ich höre das ja hin und wieder und find das ein bißchen seltsam, dieses Statement. Und wer zieht denn da die Grenze? Auf Facebook schreibe ich doch auch zum Beispiel über einen Status Quo und andere antworten darauf, auch da kommt dann vielleicht nochmals eine Antwort. Für mich als Frischling sieht das schon sehr ähnlich aus, muss ich sagen. Oder was meinst du anderes. Übrigens weißt du ja, dass ich Twitter dafür liebend gern nutze :) Zum Ratschen.
    Du kannst doch bei Twitter auch selbst entscheiden, ob du alles lesen willst? Oder hast du ein anderes Gefühl?
    Danke, dass ist lieb, bisher war ich wirklich positiv überrascht wie viele nette Leute ich da gefunden habe. Jetzt schon. :) Und So ein Listentyp bin ich dann nicht, also für Kramszeug schon, aber nicht für Menschen :)

    PS: Was denn für Spiele eigentlich? Ich springe ja generell auf so was nicht unbedingt sofort an. Bin da eher ein verheirateter Spieler. Aber… die Werbung nervt so was von!

  20. Lorelei Says:

    Dieses Vermischen von Blogbekanntschaften, Real-Life-Freunden/Bekannten und Familie ist es, was mich dazu gebracht hat, vor kurzem meinen Facebook-Account zunächst einmal zu deaktivieren. Das hat für mich einfach nicht funktioniert und ein immer unangenehmer werdendes Gefühl hinterlassen. Ich dachte anfangs: okay, Facebook für die Familie, zum Fotos austauschen und Kontakt über den Atlantik halten, und das Blog/Twitter für Internetbekannte. (Ich muss dazu sagen: ich blogge und twittere anonym und würde sofort damit aufhören, sollte meine Familie mein Blog entdecken. Nicht weil ich dort irgendetwas schreiben würde, was die Verwandtschaft nicht lesen dürfte, einfach weil … das ist mein Privatding, das geht meine Eltern etc. nichts an.)

    Nun, es kam, wie es kommen musste, nach einer Weile bekam ich Freundschaftsanfragen von denjenigen (wenigen) Internetbekannten, die meinen Nachnamen kennen, und kann man die einfach so ablehnen? Einige Internetbekannte hat man in 5 Jahren des Bloggens ja auch schon mal real getroffen und es vermischen sich die realen und die internetten Freundeskreise. Alles sehr kompliziert, und wenn dann noch die Familie mitmischt … Das ganze hinterließ jedenfalls in den letzten Wochen einen zunehmend unschönen Beigeschmack bei mir, und bevor sich da erst jemand verplappert und mein Blog verlinkt, so daß die Familie es sehen kann, lasse ich das lieber mit Facebook. Wenn es auch ein wenig schade ist, denn der Kontakt mit Familie und Freunden in Übersee war dadurch schon einfacher. Nu ja.

  21. steffi Says:

    gerade kucken gewesen :O)

  22. kassiopeia Says:

    @Lorelei: Ja, das kann ich wirklich mehr als gut verstehen. Ich tendiere in den letzten Tagen wirklich dazu, den Account zu löschen. Das hat verschiedene Gründe, die ich so gar nicht offen legen möchte. Oder doch? :) Aber vor allem, weil mir ein (von mir zugegebener Maßen schon angesprochener Punkt hier in den Kommentaren) Grund sehr missfällt. Sehr. Und ich denke, ich werde das noch aufschreiben. Also nochmalst sehr ausführlich hier.

    @Steffi: Und? Da gibt es nichts Spannendes oder? :) HIER ist doch viel schöner oder?