Archive for Februar, 2011

9+2

Sonntag, Februar 27th, 2011

Ich weiß nicht richtig wo ich anfangen soll. Es ist schon wieder soviel passiert. Und ich kann nicht
glauben, dass wir schon in der 10. Woche gelandet sind. Es wirkt alles so zerbrechlich, jede Zeile
mehr, die ich schreibe.
Mittlerweile wissen es schon drei paar Hände Menschen und es macht mir Angst, weil wir ja noch
nicht übern Berg sind, aber das sind Gefühle, die ich wohl schnell annehmen sollte, denn das wird
wohl nicht besser werden, es gibt immer Gefahren. Diese Menschen hüten unser Geheimnis,
an unserer Seite, aber ein bißchen ist es so, als würde jeder ein Stück dieses Geheimnisses mit sich
nehmen und das ist es, was mir so Angst macht, dass Stücke fehlen.
Ich bin wieder wie auf dem zu gefrorenen See. Jedes Stück bringt mich dem Ufer näher und man
wünscht sich nichts mehr, wenn man nur schnell genug geht, dass man es sicher erreichen kann.
Sicher mit dir. Du in mir.

Gestern sprangen und tobten deine Geschwister auf mir. Und sie drückten ihre Schnuten ganz dicht
an den Bauch und riefen: „Hallo Baby!“. „Hallo Baby, bist du ein Junge oder ein Mädchen?“ Es war
ein ganz zauberhafter Moment, auch wenn du noch gar nicht hören kannst und auch noch nichts
sicher ist, diese Nähe hat mich bewegt. Und es ist genau das, was ich euch nicht nehmen wollte,
trotz dieser elterlichen Fürsorge, euch schlimme Dinge zu ersparen, nehmen sie euch an anderer
Stelle wichtige Erfahrungen und in diesem Fall auch Liebe. Deine Oma beendete ein Strickjäckchen,
dass sie vor vermutlich zwei Jahren begann, für dich. Du wirst geliebt, Kind. Jetzt schon. Von allen
Seiten. Ist das nicht wunderschön? Es wird Zeit, ganz langsam, diesen Schatz zu teilen.

Taschen-Test

Sonntag, Februar 27th, 2011

Eine Woche ist nun um, seitdem ich meine neue Wickeltasche bekam. Ich sortierte meine Sachen
aus meiner gewohnten Tasche heraus in meine schokobraune Kunstleder Willvin, die voll mit Extras
war: eine Wickelauflage wie bei vielen Herstellern, ebenso eine durchsichtige Plastiktasche, einen
Beutel und obendrauf noch eine Hülle für Fläschchen.
Vom Aufbau ist die Tasche im Innenbereich ähnlich vieler anderen Wickeltaschen, es gibt vier
Fächer in die ich persönlich immer Windeln, Feuchttücher, Spielzeug und eine kleine Apotheke
einsortiere. Außen findet man zwei größere Taschen, in die ich instinktiv immer Handy, Geldbeutel,
Schlüssel und Taschentücher packe. Zur Innenseite hin gibt es dann noch einmal eine Tasche für
ein Buch oder kleine andere Geheimnisse und auch noch einmal eine an der Außenseite der Tasche.
Bisher wirklich noch nicht gesehen aber sehr schön: ein mit Reißverschluss zu öffnendes Fach am
Boden der Tasche, perfekt für Wechselsachen.
Ich finde die Tasche nach wie vor wirklich schön, sie ist in sehr natürlichen Farben gehalten, also
nicht so auffallend, was vielen Frauen gefallen wird. Sie hat ein geringes Eigengewicht und
einen Stoffgurt, was sie wirklich angenehm tragen lässt. Eine wirklich formschöne Tasche mit vielen
Extras, die man sich mit Schwung gern über wirft bevor man zur Tür raus stürmt.
Ich für meinen Teil würde Sie uneingeschränkt Mamas und Papas von ein oder zwei Kindern
empfehlen. Die Tasche ist zwar groß aber nicht riesig und erst nach diesem Test fiel mir auf, wie
unheimlich groß meine eigene Tasche ist. Sie besitzt zwar viele gut durchdachte Fächer, aber leider
nicht viel Stauraum. Ich brauche für meinen Teil schon Platz für 1-2 Keksrollen, manchmal auch für
vier Trinkflaschen und wenn möglich noch für ein paar Hausschuhe. An dieser Stelle macht die Willvin
schlapp, sie verformt sich unschön und trägt sich nicht mehr angenehm, aber das ist ja wohl ein
sehr kleiner Kreis an Konsumenten, nicht jeder braucht eine Reisetasche für unterwegs dank
Großfamilie. Daher mein Urteil: Tolle Tasche, greifen Sie zu!

(Fotos folgen.)

Unterwegs

Freitag, Februar 25th, 2011

Es gibt Tage oder auch Wochen, da frage ich mich, ob ich nicht noch mehr tun könnte. Ich schaue
mich um und sehe so viele engagierte Mütter, denen der Alltag so leicht zu fallen scheint. Ich weiß
eigentlich, tief drinnen, dass ich das auch kann und oft tue. Aber Zweifel gibt es genug. Und dieses
Erwarten, es müsste noch mehr sein, auch wenn ich mich frage woher es noch mehr geben sollte.
Ich weiß natürlich auch zum Teil, warum ich in den letzten Wochen, nicht so kann wie ich möchte.
Aber möchte ich wirklich? Oder möchte ich nur mithalten? Reicht das, was ich tue? Unterm Strich
bleibt da ein gut genug?
Und dann gibt es Tage wie heute. Ich fahre mit dem Bus ins Kinderhaus, lasse Tom dort, laufe mit
Ben im Kinderwagen zum Einkaufen, laufe von dort aus zur Bushaltestelle, steige wieder in den Bus,
fahre heim, habe zu Hause 10 Minuten Zeit, um den Einkauf zu verräumen bis ich zurück zur
Bushaltestelle mit Ben im Kindergarten laufe, steige dort ein, fahre in die Altstadt, laufe den Berg
runter in den Kindergarten, helfe dort mehr oder minder eine Stunde aus mit Ben, schnüre eine
Luftballontraube, achte kurz auf die Kinder im Bewegungsraum, halte Ohren offen, räume die
Spülmaschine aus und ein, schaffe noch ein paar Teller abzuwaschen, packe dann schon wieder meine
Sachen, Ben in den Wagen und Zoe und Noah, helfe noch zwei Kinder beim Anziehen und stehe wieder
an der Bushaltestelle, fahre zurück in die Altstadt mit den zwei Großen und Ben im Kinderwagen, steige
dort aus und um und fahre bis fast zum Kinderhaus, erklimme mit den Kindern den Berg um Tom
um 12Uhr abzuholen, laufen den Berg wieder runter, zu fünft und wieder zur Bushaltestelle, fahren Heim,
dort koche ich, wickle ein Geschenk ein, sauge ein zerbrochenes Glas auf, öffne die Post, telefoniere
noch schnell mit einer Freundin, sause in Lichtgeschwindigkeit (dank der tollen Kinder) zurück zur
Bushaltestelle, fahre dann mit den drei Großen und Ben im Kinderwagen Richtung Bahnhof, kaufe beim
Bäcker ein, laufe zu Zoes Freundin, gebe sie ab, laufe ein Haus weiter und besuche meine Freundin,
verbringe einen schönen Nachmittag mit immerzu unterbrochenen Gesprächen, hole mehr als spät
mit meiner Freundin und ihrem jüngsten Sohn und meinen Jungs unsere großen Kinder bei der tollen
Geburtstagsparty wieder ab, laufen von dort aus zum Bahnhof und steigen dort erneut in den Bus ein,
fahren heim, in ein Heim, dass aussieht wie Bombe, das Mittagessen steht noch auf den Tisch, nichts
war hier heute groß passiert, nur rein und wieder weg und wieder rein und wieder weg. Als der Gatte
kommt verräumen wir die Kinder zusammen ins Bett und bewältigen den Haushalt. Und zurück bleibt
ein Stück weit das Gefühl von, ich kanns ja doch noch.

Geschützt: Lila Frösche

Freitag, Februar 25th, 2011

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8+6

Donnerstag, Februar 24th, 2011

Heute Nachmittag Krämpfe durchlitten. Keine Schmerzen sondern leichte Krämpfe und sofort
war die Erinnerung da, an die zwei Tage vor der Fehlgeburt im Dezember. Ich konnte kaum
laufen und hatte Angst. Ich rief auch diesmal den Gatten an, der einfach überfordert war. Ich
sorgte mich, wusste aber nicht was zu tun ist. Ich wollte nicht hysterisch sein, aber wusste, es
würde mir keinerlei Ruhe lassen.
Ich rief in der Arztpraxis an und hoffte auf ein wenig Verständnis, wenigstens hätte ich wissen
wollen, wie lange ich warten müsste mit fünf Kindern, aber man blieb kalt. Ich weiß, dass ich nur
eine von vielen Patienten bin, aber es wäre wundervoll, dass nicht immerzu zu spüren zu
bekommen. Da ich den Kindern und dem Besuchskind nicht antun wollte, zwei Stunden beim
Arzt zu sitzen wie beim letzten Mal entschied ich mich dagegen gleich zum Arzt zu fahren. Man
bot mir ja auch während des Telefonats an, ich könnte abends in die Klinik gehen, dass schien
eine Alternative. Keine gute zwar, aber eine.
Ich rief die Hebammen-Oma an, aber auch sie konnte nichts weiter sagen, außer es würde schon
nichts sein. Aber als meine Freundin kam und mich sah, schickte sich mich los in die Praxis. Ich
kann gar nicht sagen wie dankbar ich ihr war. Ich war 15 Minuten später dort und 20 Minuten
später schon wieder fertig. Ich konnte kurz mein Kind sehen. Und als der Arzt mich schallte,
sagte er: „Also hier ist die Gebärmutter. Und da ist das Manschgal.“ Ein Manschgal. Mit Herzschlag.
Gewachsen. Und ich erstmal froh und glücklich. Das hielt dann so bis Abends an und als es Zeit
war ins Bett zugehen, waren sie wieder da, die Gedanken, dass hin und her. Wie geht es weiter?
Was will ich? Praxis wechseln? Hebamme suchen? Hausgeburt wenigstens besprechen? Welche
Hebamme, die die hier geliebt wird oder die die angeblich auch im Krankenhaus entbindet. Was
auch schon schön wäre. Ich merkte an dieser Stelle einfach sehr, dass ich schon vier spannende
Schwangerschaften hinter mir habe, eine ganz schlimme, und vier Geburten, die unterschiedlicher
nicht sein könnten. Ich grübel viel. Blöde Hormone :)

7. Hochzeitstag

Mittwoch, Februar 23rd, 2011

Jedes Jahr, plaudere ich an dieser Stelle aus dem Nähkästchen. Letztes Jahr, hab ich unsere
Reise zur Hochzeit beschrieben, im Jahr davor, den Tag der Trauung. Und irgendwie trotz allem,
fällt mir jedes Jahr noch soviel ein, was ich noch gar nicht erzählt habe…

Ich kann immer weniger glauben, dass wir nun schon so viele Jahre Seite an Seite zusammen
durchs leben gehen. Wirklich und in echt vier Kinder mit einander bekommen haben und sie
großziehen und uns in diesen bisher sieben Ehejahren trotz lautstarken Streitereien sooft
und immer wieder auf dem Sofa zum Lachen und Lästern treffen, ganz romantisch Macbook
nebst Macbook, jeder auf seinem Sofa…
Sieben Jahre. Sieben. Du warst gerade 21 geworden und ich immer noch zarte 20 Jahre alt.
Wir haben in kürzester Zeit diese Hochzeit auf die Beine gestellt, eine Hochzeit die weder
viele Freunde oder Verwandte wirklich verstehen konnten. Aber das mussten sie ja auch
gar nicht. Nur an unseren Seite feiern. Für uns war es das richtige. Und heute ist es eben
wieder ein gemeinsames Jahr mehr.

(Wer noch mehr Fotos mag, bitte hier entlang.)

Als ich diesen wirklich süßen Mann mit 19, dass erste Mal in echt sah, ihn anfassen und
sprechen hören konnte und der redete vielleicht auch viel, da erzählte er mir von seiner
Zukunft, seinen Träumen. Reisen wollte er, überall hin, nach Tokyo und berühmt sein, jeder
sollte seinen Namen kennen. Ich weiß noch so genau, dass ich im ersten Moment dachte:
„Na super, du Arsch“ (Ja Liebling, meine zauberhafte Ausdrucksweise liebst du so, ich weiß)
warum bist du dann überhaupt hier?! Mit mir gibbet datt nicht.“
Bis ich diesen (jungen) Mann traf, wollte ich keine Kinder mehr. Nicht unbedingt. War ja nicht
wichtig. Aber als dieser Mann dann da war, so leibhaftig vor mir stand. Ja, da wollte ich.
Und zwar nur mit diesem Mann. Ich wollte vor allem diesen Mann. Für mich ganz allein. Und
der war so unnötig zurückhaltend. Erst in der Nacht, der erste Kuss. Muss man nicht haben,
so mitten in der Nacht ohne Zähneputzen. Aber der zweite. Ja dieser zweite, erste richtige
Kuss, der war so wie heute.
Letztens fragte mich eine Freundin beim Frauenabend: „Und kribbelt es etwa bei dir noch, wenn
ihr euch küsst?!“ Ähm ja. Wir küssen nicht täglich wild und hemmungslos, aber wenn dann,
dann gibt es noch Feuerwerk und Bauchkribbeln. Unsere Mischung machts.
Nähe und Distanz. Gemeinsamkeiten und keine Ahnung haben, was der andere treibt. Träume
wahr werden lassen. Der Mann heute, in „seiner“ Welt wirklich bekannt und berühmt, seinen Namen
kennt wirklich jeder. Er reist. Wohin er kommt, ich lass ihn ziehen und kümmere mich derweil
um unsere Piepmätze bis er wieder da ist.

PS: Ich liebe dich!

Die geraden Zahlen

Sonntag, Februar 20th, 2011

Noah ist 4 Jahre und 10 Monate und Ben 1 Jahr und 4 Monate.

Im Wickeltaschen-Himmel

Samstag, Februar 19th, 2011

Ich dachte, ich wäre im Paradies gelandet als ich Anfang der Woche eine Email von einer
Therese aus Schweden bekam.
Nicht irgendeine Werbeemail. Nein, ich soll allen ernstes eine Willvin Wickeltasche testen. Ich!
Mein erster Gedanke: Ich wäre im Himmel gelandet. Ich selbst besitze zwar schon mehrere
Taschen und bin quasi der Wickeltaschen Experte, benutze doch seit Zoes Geburt vor über sechs
Jahren nichts anderes mehr. Aber ich liebe sie einfach diese großen geräumige Taschen! Und
da ist doch eine Wickeltasche perfekt für mich!
Nun durfte ich mir eine neue Willvin aussuchen. Aussuchen! Ich mir! Und schon heute ist
sie da. Ich hab sie sofort ausgepackt und mich gefreut. Sie ist wirklich schön. Fühlt sich
angenehm an. Jetzt werde ich gleich meinen ganzen Kram von meiner jetzigen Wickeltasche
aus- in die Willvin Wickeltasche einräumen. Und sie in dieser Woche ausgiebig testen.
In den kommenden Tagen gibt es dann Zusammenfassung meiner Erfahrungen :)

Und so wie es aussieht, könnte es sein, dass ich eine Leserin meines Blogs noch sehr sehr
glücklich machen könnte :)

Passwort-Änderungen

Samstag, Februar 19th, 2011

Ich habe mir nun lange Zeit überlegt, dass ich zwei Passwörter brauchen werde. Eines für die
Kinder, ihre Geschichten und Nacktfotos und eines für mich und meine Geschichten und
meine… ach lassen wir das… :)

Also falls in den nächsten Artikeln irgendwann das Passwort nicht mehr geht, dann weil es
zu alt ist. Ich möchte die Liste der Leser für meinen Kram bewusst sehr klein halten und werde
mir auch tatsächlich zwei Listen machen, um den Überblick besser zu behalten.

Und für all jene, die kein Passwort bekommen: So wichtig ist das ja nun auch nicht! Ich bins
doch nur! :)

PS: Noch gilt das alte PW. Ich werde die neuen Passwörter einfach bei den nächsten Einträgen,
das erste Mal tippen. Und dann darf super gerne danach gefragt werden! Ich schreibe dann auch hin,
welches davon gefragt ist, damit man nicht erst ewig rum probieren muss.

Geschützt: Von verzeihen, loslassen und an sich ranlassen

Samstag, Februar 19th, 2011

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