Festgehalten

Auf den Friedhofsmauern heute entdeckt, ein Spruch eingelassen in die Steine:

„Der Tod ist so wenig eine Niederlage, wie das Leben ein Sieg ist.“

Und es arbeitet in mir…

3 Responses to “Festgehalten”

  1. Ivonne Says:

    Hallo,
    ich weiß gar nicht ob es richtig ist dir zu schreiben. ich lese hier sehr still und trotz das ich euch nicht kenne, finde ich es sher schlimm was ihr erfahren musstet. Es tut mir leid mehr Worte kann man eigentlich nicht finden. Ich selbst habe im letzten Jahr zwei sehr harte Erfahrungen machen müssen, diese brinegn mich heute noch zum nachdenken. Für mich ist es schwer dies alles in Worte zu fassen und ich finde Du kannst das wunderbar. Ich hoffe es gibt ein wenig erleichterung.
    Einmal ist mein Vater an Prostatakrebs gestorben. Ich habe ihn zwei Jahre begleitet aber zum Schluss haben wir den Kampf verloren. Damit nicht genung bekamen wir paar Monate später die Diagnose das unser Sohn an einer schweren anatomischen Fehlbildung litt. Wir mussten eine sehr schwere Op in kauf nehmen wo wir nicht wussten ob er diese übersteht. Es waren fünf Wochen voller Angst auf der Intensiv Station. Wir haben Kinder doch sterben gesehn. Ich habe so oft gemerkt wie unfair das Leben läuft. Natürlich bin ich sehr dankbar das unser kleiner Mann alles gut überstanden hat, aber die Trauer und das ungerechte bleibt dies macht mich in manchen Momenten so unsagbar ärgerlich. Viele sagten vor der Op, dass der kleinen Mann es schaffen wird, da er zäh ist und einen Schutzengel hat. Aber was ist wenn er es nicht geschafft hätte wie all diese anderen Kinder? Wäre er nicht stark genug oder hätte er keinen schutzengel? Was ist mit meinem Vater? Warum hat das Leben es so mit ihm gemeint? Ach es sind so viele Fragen in mir die ich nicht beantworten kann. Aber was ich sagen wollte, es tut mir in meiner trauer so gut Deine Worte zulesen. Du bist eine tolle und eine besonders starke Frau. Ich hofffe ees war nicht falsch dies alles hier zu schreiben.
    Grüße
    Ivonne

  2. kassiopeia Says:

    Starke Frau? Ich? Ne, du… ich hab bei euch ein bißchen verfolgt, was euch da widerfahren ist. Und ich bin froh, dass ihr nun zu Hause seit und hoffe, dass sich euer Junge schnell erholt! Auch das klingt so hohl. Ich hoffe, es kommt richtig an.
    Ich verstehe all deine Gedanken rund um Leben und Tod, es wirkt alles so dermaßen zerbrechlich. Da bekommt man Angst oder aber… und das ist so verdammt schwer, lebt noch mehr im hier und jetzt. Was aber auch bedeutet auch die Trauer im hier und jetzt zu leben…
    Seufz… Danke dir für deine Worte!

  3. Ivonne Says:

    ich danke Dir für Deine Worte. Und das denke ich auch Trauer gehört auch im Hier und jetzt dazu. Es ist wichtig es gehört zum Leben. Ich habe im Krankenhaus mit einer Mama oft über unsere Situation gesprochen. Sie hatte Zwillige ein gesundes und eins mit Trisomie 21 und einem schweren Herzfehler. Wir beiden sind gläubige Menschen und uns hat der glaube geholfen: Das man nur das zum tragen bekommt was man auch tragen kann. und die kleinen Maus mit ihren nur 3 Monaten ist reanimation nach op und weitern zahlreichen komplikationen eine Woche später als wir top fit nach hause gekommen.