Archive for Oktober, 2011

5+2

Montag, Oktober 31st, 2011

Außer dem Mann konnte ich heute niemanden sagen, dass die Blutung besser geworden war. Ich hatte und habe solche Angst, dass der Hammer noch kommt. Im Moment ist jeder Gang zu Toilette ein Graus. Zu recht. Da ist halt einfach Blut, altes so scheint es, aber ein bißchen.
Aber nicht nur diese Angst ist allgegenwärtig. Sondern auch woher es kommt?! Lebst du schon gar nicht mehr? Ist das Unvorstellbare schon geschehen? Oder schwimmst du fröhlich in mir herum und hast von nix eine Ahnung, bekommst von alledem hier gar nichts mit?
Ich denke die ganze Zeit an dich, spreche dir Mut zu, uns beiden, hoffe dass wir das alles beide schaffen und eines Tages zurückdenken, so wie damals ich bei Ben und alles einfach weniger schlimm aussieht.
Morgen noch und Mittwoch habe ich den Termin. Was wird bis dahin sein? Werde ich weiter schmieren? Werde ich dich verlieren? Habe ich dich schon verloren? Werde ich dich sehen können und wird es überhaupt schon Entwarnung geben oder leben wir weiter mit der Ungewissheit bis zur nächsten Woche. Oder ist es diemals nur anders? Dein Seele schon längst gegangen und dein Körper gehalten von mir im Hier und Jetzt.

Ich liebe dich. Egal wo du bist. Und ich hoffe so sehr, ich bete, ich erhoffe nach wie vor, dass du da immer noch unter meinem Herzen wohnst. Denn da gehörst du hin, ausgebrütet, weil du hier so erwünscht wirst. In Liebe.

5+1

Sonntag, Oktober 30th, 2011

Und auch heute, statt unbändiger Vorfreude und Liebe, tiefe Sorge. Gestern Abend noch mal Blut, ein Besuch im Krankenhaus, ein Gefühl im Magen als müsste ich mich sofort vor Schock übergeben, weil es einfach nicht sein durfte.
Ich hatte dann gehört, dass es altes bräunliches Blut sein sollte, der Mumu noch stünde, man sah einen Embryo und Dottersack (aber wie erwartet noch keinen Herzschlag), dass schlimmste war die Information, dass das Kindlein nicht zeitgerecht entwickelt sei, sie sagte statt 5+0 eher 4+3.
All das wäre kein Grund für große Sorgen in meinen Augen, wäre da nicht das Blut.
Ich hatte heuten einen schönen Tag. Mit meiner Familie. Auf dem Kürbisfest. Dort traf ich Freunde und all das tat mir gut. Zu Hause war da wieder noch einmal Blut. Ich bete so sehr, so so sehr, dass die Blutung von Utrogest kommt. Ich nehme es nun oral ein. Und bete, ersehne, hoffe auf mein Kind, unsere Kraft und eine Chance auf Leben.
Ich kann nur warten. Bitte, bitte es muss einfach alles in Ordnung sein.

5+0

Samstag, Oktober 29th, 2011

Eigentlich sollte dieser Post heute vor Hoffnung nur so übersprudeln. 5+0 schon. Seit 1 1/2 Wochen weiß ich doch schon mit Gewissheit, dass es dich gibt. Geahnt hatte ich es vor zwei Wochen schon.
Mein kleiner Spatz. Es darf nicht sein. Vorhin nach dem anstrengenden Vormittag beim Kinderkleidermarkt war da Blut. Eine winzige Menge. So wenig. Aber es war da und nun kann ich an nichts anderes mehr denken. Ich war mir doch so sicher, dass wir zwei das schaffen. Und nun hab ich Angst. Wirklich. Echte Angst. Ich möchte dich nicht verlieren. Und ich gebe dich auch noch nicht auf. Ich glaube an dich, an uns.
Ich bete zu Gott. So sehr. Dass du zu uns kommen kannst. Bisher kam noch nichts nach. Aber ich weiß wie wenig Zeit es braucht von ganz wenig, zu einem Schwall.

Das darf es noch nicht sein. Du gehörst zu uns. Trotz allem bin ich mir so sicher. Aber die Angst bleibt.

4+6

Freitag, Oktober 28th, 2011

Jeden Morgen, wenn ich aufwache, denke ich an dich. Gleich heute noch im Bett, hallte es in Kopf und Herz: „4+6!“ Ich beginne zu träumen und fühle mich dir von Tag zu Tag immer näher. So nahe schon. Da ist soviel Liebe.
Und ich hab immer weniger Sorge. Und das macht mir Angst. Als würde es mich mehr beschützen, wenn ich allem mehr Zeit lasse. Ich genieße einfach, dass ich dich fühle. Mir ist seit heute Mittag so schlecht, dauerhaft wie mir dann immer schlecht ist und seit über einer Woche schon zieht es abends so sehr bei der Gebärmutter. Du machst dich bemerkbar. Baust dir dein Apartment aus. Und das ist doch genau richtig, sollst es dir so richtig gemütlich machen und du hilfst mir so… mit allem.
Mein Busen ist auf Ernähren umgestellt. Nichts fände ich schöner, als dich im Sommer auf der Terrasesse, womöglich noch im Schaukelstuhl zu stillen… also Vormittags, denn nachmittags ist das wohl keine gute Idee.

Ach du, wachse einfach weiter. Ich hab dich lieb!

4+5

Donnerstag, Oktober 27th, 2011

Wofür so ein Besuch beim Arzt doch alles gut ist. Aber von vorne. Gestern Nacht hatte ich Krämpfe. Ich konnte nur nicht einordnen, ob von der Gebärmutter oder vom Magen und Darm. Mir war zwar wirklich schlecht und es gesellten sich Bauchkrämpfe dazu mit Verdauuungsproblemen, aber ich war einfach unsicher ohne Ende.
Heute blieb dann der liebste Mann zu Hause und ich hätte zwar morgen einen Termin bei meiner Ärztin gehabt, aber ich ging dann nach gestern lieber heute.
Beim Schall sah man ein kleines Pünktchen. Und kein Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt. Sie machte das aus, weil sich die Schleimhaut nicht bewegte, der Darm wiederum arbeitete ohne Unterlass. Ein gutes Zeichen sagte sie.
Sie gab mir aber mit meiner Vorgeschichte ein Rezept für 3x täglich Utrogest mit. Was war ich glücklich darüber! Mehr kann ich doch schon gar nicht für das kleine Winzlingswesen tun!
Dann wurde mir noch Blut abgenommen und sie meinte, sie möchte mich am nächsten Mittwoche sehen. Sie meinte einmal in der Woche.
Sie war unheimlich lieb, drückte mir Daumen und man merkte, dass sie es wirklich gut meint und uns alles Liebe wünscht!

Ich bin so dankbar.

Der Mann sagte heute, er könne sich gar nicht richtig freuen. Das muss er auch nicht, er fühlt nicht was ich fühle und er musste auch in diesem vergangenen 11 Monaten 3 Seelchen wieder ziehen lassen. Unser Kind. Ich verstehe ihn ohne Worte und alles berede ich vorerst mit Freundinnen. Ich denke, er müsste mal zum Schall mit kommen. Vielleicht versteht er es aber auch erst, wenn er das Baby selbst spürt? Oh Gott, ich plane… Das wollte ich diesmal nicht.

Kaum einer weiß davon. Nur Menschen, die mir gut tun. Und sonst auch erstmal nur alles langsam. Herzschlag. Wir brauchen einen Herzschlag. Übernächste Woche hoffentlich!

„Es war heute ein unbeschreibliches Gefühl. Da warst du. Ein kleiner Haufen Leben. So wunderbar. Lass dir einfach Zeit, wachse in Ruhe. Ich hab Vertrauen. Wir schaffen das zusammen! Lass uns einfach im Hier und Jetzt bleiben!“

Und das wo ich heute hörte „Aber die Schwangerschaft ist noch nicht festgestellt worden?“ Es war so ein Schlag ins Gesicht, der nicht mal weh tat. Ich hätte ja am liebsten gesagt: „Hör mal Schnecke, ich hab fünf Schwangerschaftstests gemacht, immer alle zwei Tage, mit einer stärker werdenden Linie. Klar bin ich schwanger.“ Aber sagte brav, nein.
Um so schöner, mein Wert über 1000. Zu einem „Diesmal wird es wohl bleiben,“ liess sich die Arzthelferin am Telefon gerade hinreißen. Überrascht und mitfreudig.

Und ich? Ich kanns noch immer nicht glauben, nachdem ich gestern so gut meine Mitte gefunden hatte, hatte ich einfach ein gutes Gefühl, dass ist ja das Verrückte. Ich saß da völlig ruhig und dachte nur, entweder ist da jetzt ein Punkt zu sehen oder die Schleimhaut ist nicht mehr da. Ich war ganz ruhig. Aber ich bin dennoch froh, erleichtert, dankbar und durcheinander. Alles zu gleich.
Die Angst ist da, aber auch Zuversicht! ZUVERSICHT!

Aber ich hab Angst, wenn ich das laut sage oder schreibe, dass dann das Unglück über uns herein bricht. „Was tät ich dich gern so lachen hören, wie deine Geschwister. Wie gern tät ich dich stillen, dich beschnuppern, dein Lachen sehen, dich aufwachsen sehen… Bleib doch einfach hier, kleiner Winzling!“

4+4

Mittwoch, Oktober 26th, 2011

Ich weiß nicht wieviele Gefühle heute in mir einfach übersprudelten? Blanke Panik seit gestern Nacht, mit keine Luft mehr bekommen, schlecht Einschlafen und einfach keine Ruhe finden, das Gefühl, dass irgendetwas grad nicht mehr stimmt fraß mich schier auf. Mit Nils wollte und konnte ich nicht darüber reden. Er ist ebenso betroffen wie ich, was soll er groß sagen?
Dann heute immer weiter reingesteigert im Gefühl, dass körperlich etwas überhaupt nicht stimmen kann, mit noch mehr Panik und Entsetzen festgestellt, dass ich erst Freitag einen Termin bei meiner Ärztin ergattern konnte. Und immer unruhiger geworden, während eine Freundin hier war.
Als ich dann gerade dabei war Ben zu schmusen, auf dem Fußboden saß, setzte sie sich zu uns, schaute mich direkt an und fragte: „Würdest du mir sagen, wenn ein fünftes Kind unterwegs ist?“ Und es bröckelte und sprudelte so alles aus mir heraus. Die Art wie sie es sagte, was sie sagte waren einfach heilsam. Ich kann es nicht mehr genau wieder geben, aber in etwa: „Ich hab ein gutes Gefühl. Es kommt wie es kommt. Du kannst nichts tun. Es ist nicht deine Schuld. Du kannst nichts machen. Es ist gut.“ Sie nahm mich in den Arm, streichelte lange und ruhig meinen Rücken und fing mich auf, als ich es wirklich brauchte. Sie log nicht. Wir sprachen über ihren und meine Verluste und es war einfach trotz aller Ehrlichkeit ein warmes, liebesvolles Gespräch ohne das Übliche, was man sich so anhören muss. Ein Mensch, dem ich bedingungslos vertraue und der schon in der Vergangenheit immer für mich da war, genau in diesem Momenten. Mich heile machte. Weil er menschlich war, echt und für mich da.
Ich bin dankbar. Etwas ruhiger heute Abend. „Hör auf deine innere Stimme“, hat sie gesagt, „nicht auf deinen Kopf, der rumort.“ Es rumort. Ich kämpfe gegen die Angst. 4+4- ich verlor im Juni genau so ein Seelchen.

Ich weiß seit einer Woche, dass es dich gibt. Ich sehne mich nach dir und mit jedem Tag wachsen meine Gefühle zu dir. Ich hab Angst, dich wieder hergeben zu müssen… weil ich dich liebe… aber wie sagte sie heute „Dein Herz ist groß, du hast soviel zu geben, gib dem Kind deine Liebe, egal ob es bleibt oder gehen muss.“
Ich gebe dir alles mit. All meine Liebe. Und vielleicht wenn ich das jetzt zu lasse, vielleicht egal was passiert, finde ich meine Mitte wieder.

Denn ich habe Angst. Wenn ich nicht genug hoffe, dass du gehst. Ich hab Angst, dass alles nur an mir liegt. Wie immer suche ich die Schuld bei mir. Dafür gebe ich doch alles, was ich habe.

4+4. Ich möchte doch erstmal nur die Daten der ersten Fehlgeburten schaffen. Einen Herzschlag sehen, Schritt für Schritt. Ich hänge derweil in der Luft, denn wenn es später wäre, fände man doch einen Herzschlag oder eben nicht, jetzt warte ich in Gottes Händen darauf, ob es überhaupt jemals schlägt dein kleines Herz. Und ich hoffe so sehr. In Liebe.

Lange Nacht der Münchner Museen 2011

Mittwoch, Oktober 26th, 2011

In diesem Jahr ging ich mit einer liebsten Freundin durch die Nacht. Wenn man sich wirklich Zeit lässt und sich alles in Ruhe ansehen will, schafft man eigentlich nur circa 3 verschiedene Orte, zumindest war das so im letzten Jahr. Deswegen schauten wir vorher genau, wo wir eigentlich hin wollten. Wir zwei schafften in diesem Jahr aus akuter Müdigkeit um halbeins allerdings sogar nur zwei. Und leider war die Pinakothek der Moderne an diesem Abend geschlossen. Meine liebste Freundin und ich waren im Brandhorst nachdem wir vorher sehr viel Zeit in der Ehemaligen Karmeliterkirche verbracht hatten.
Das Brandhorst glänzte zum Abschluss mit vielen bekannten Künstlern. Eigentlich war für jeden etwas dabei, ob Raum-Installationen von Dan Flavin oder die Video-Installationen von Isaac Julien „Ten Thousend Waves“ oder „True North“. Viele Werke von Andy Warhol waren zu sehen. Lange sitzen konnte ich bei Damien Hirsts „Waste“ oder „In this terrible moment“. Das Brandhorst bildete dann irgendwie mit all seiner Fülle einen schönen Abschluss für unseren Abend.

Der Start in den Abend bildete die Ausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“ in der Ehemaligen Karmeliterkirche, und die hatte uns doch lange gefangen gehalten. 103 Menschen packten ihre Koffer für die letzte Reise. Einige Ausschnitte habe ich mir notiert. Besuchen kann man die Ausstellung in München noch bis zum 25. November.

Gleich einer der ersten Koffer, die ich mir ansah, enthielt einen schönen Vers.

Das Sterben
Vielleicht
Ist es kein weggehen
Sondern Zurückgehen ?

Sind wir nicht
Unterwegs
Mit ungenauem Ziel
Und
Unbekannter Ankunftszeit
Mit Heimweh
Im Gepäck?

Wohin denn
Sollen wir gehen
Wenn nicht
Nach Hause zurück

Eine Frau hatte ganz viele Sterne in ihrem Koffer, für unzählige und unterschiedliche Momente ihres Lebens.

Die eingentlich noch recht junge dreifache Mutter nimmt ihrer ältesten bereits verstorbenen Tochter Harry Potter Bücher mit.

Die Frau, die Flügel will, falls sie wieder weg will.

Eine Hebamme nimmt ihr Höhrrohr mit, weil sie ihren Beruf liebt und immer auswählen würde und falls es im Himmel auch Schwangere gibt. (Nach diesem Koffer, hatte ich einen ziemlichen Kloß im Hals.)

Die Frau mit der Decke, der Laterne und den Schuhen.

Jemand schrieb: In Liebe Geborgen sein.

Jemand anderes: Das Leben ist bunt.

Susanne Fröhlich, nimmt ein Feuerzeug mit für mehr Licht und Lipgloss für mehr Glanz.

Hier und da entdeckte ich ein Stück Berliner Mauer oder einen Fotoapparat und Blumenzwiebeln.

Claudia Breu schrieb „Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.“ und packte ein Zitat dazu: „Den eigenen Tod, den stirbt man nur. Doch mit dem Tod der anderen muss man leben.“ (Mascha Kaleko)
Außerdem packte sie ein Dosentelefon ein, um in Kontakt zu bleiben mit den Menschen, die ihr im Leben begegnet sind.

Fine Zimmermann schrieb „Mit leeren Hânden bin ich gekommen und mit leichten Fûssen ziehe ich von dannen.“

Hermann Josef Baus packte Rätselhefte ein, damit er weiter rätseln kann.

„Man trägt das Vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“ Dietrich Bonhoeffer

Der 16 Jahre alte Etienne nimmt eine Uhr mit, denn die Zeit ist unendlich, sie läuft immer weiter.

Viele Menschen hatten Fotos ihrer Lieben dabei, ansonsten gab es auch sehr viele leere Koffer. Weil man nichts mitnehmen könne.

Wir haben zugegeben nicht alle Koffer genau anschauen können, oder das Papier dazu lesen, das es gibt. Für mich war es so, dass ich am Ende wirklich irgendwann überwältigt war von so viel Leben.
Und ganz am Ende der Ausstellung darf man sich fragen, wenn ich einen Koffer mitnehmen könnte? Was würde ich einpacken?

4+3

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Gestern Abend nach dem 25er Test war ich so euphorisch. Heute morgen nach dem Test auch, es war eine so starke Linie und dann übern Tag war mir so flau, richtig börks. Aber irgendwie wurde das besser, unten zieht es heute auch nicht so wie gestern und nun bin ich einfach nur noch verunsichert. Ich hab solche große Angst, diesen Winzling hier wieder her geben zu müssen.
Dabei ist das alles wieder so typisch. Zieht es unten wie verrückt habe ich panische Angst es könnte mehr ziehen, anfangen zu krampfen und wie schon zweimal der Vorbote für eine Fehlgeburt sein, zieht es aber nicht oder kaum, habe ich sofort Angst, dass es schon zu spät ist. Ich bin so unsicher. Es ist eine Achterbahnfahrt.
Egal wie gut ich mich fühle, wenn ich daran denke, dass ich heute schon 7 Tage weiß, dass ich schwanger bin. So sehr hab ich doch Angst. Jeden Tag, jeden Schritt den ich gehe ist keine Garantie. Das tut so weh.

Dann wieder erinnere ich mich an gewisse Dinge aus Dezember und Juni und eine kleine und furchtbar leise Stimme meines Verstandes sagt mir, dass doch grad alles anders ist als damals.
Und dann passiert es. Ich stelle mir ein Leben vor mit diesem Kind. Es schleicht sich so ein… wie könnte es sein… in ein paar Monaten.

Ich brauche diesmal Hilfe von meinem Kind. Ich brauche Zeichen. Denn Angst und Hoffnung geben sich täglich mehrmals die Klinke in die Hand.

4+2

Montag, Oktober 24th, 2011

Ich habe kein Datum. Ich schaff es einfach nicht zu überwinden, den genauen errechneten Termin heraus zu finden. Ich habe nur ein ungefähr. Ich weiß nicht, welches Sternzeichen. Ich plane nicht groß, ich rechne nicht hinterher. Ich schaff es nicht.
Auf der anderen Seite, wozu auch? Ich will dieses Kind. Und es ist doch eigentlich egal, wann es wie und als was zur Welt kommt. Hauptsache es kommt.

4+1

Sonntag, Oktober 23rd, 2011

Wieso? Wieso nur war dieser dritte Test heute nicht wie erwartet? Wieso war die Linie nicht pinker? Mir fällt so viel Gutes ein, woran es liegen könnte. Aber ein schrecklicher Grund. Dieser eine Grund liess mich heute morgen fallen. So tief. Nach dem Frühstück hatte ich keine Kraft mehr und musste wieder ins Bett, dort schlief ich weitere 2 Stunden. Danach war ich noch immer wie in Watte, aber es ging schon besser.
Die Wochen sind anstrengend. Aber nichts im Vergleich zu dem Tanz den ich gerade mit mir tanze. Da ist soviel Angst, soviel Unsicherheit und gleichzeitig soviel Liebe und Hoffnung.
Ich weiß nichts.
Ich habe Angst mich zuviel zu sorgen und gleichzeitig Angst zu naiv zu sein. Es ist als könnte ich fühlen und leben wie ich will, aber nichts wäre richtig. Ich will einfach nur, dass du bleibst, ich will dich halten. Ich will, dass meine Kraft bei dir ankommt. All meine Liebe. Ich genieße diese Zeit mit dir. Jeden Tag.

Wenn ich die ziehen lassen muss, kann ich dich nicht aufhalten, aber ich will das du weißt wie unglaublich sehr du gewünscht bist. Wie sehr wir auf dich warten.