Unter der Dusche

Haben Sie bestimmt alle schon mal gehört oder? „Ja, also mit einem Kind war alles viel leichter.“ Als gäbe es für das Gegenüber plötzlich keinen Grund mehr sich groß zu beklagen, denn jetzt, genau jetzt mit nur einem ist es doch so einfach? Nur fühlt es sich nicht danach an. Erst jetzt mit zwei, drei, vier, fünf, sechs Kindern wird einem angeblich bewusst wie leicht es mit einem, zweien, dreien, vieren oder fünf Kindern weniger war. (Können Sie mir folgen?) Also müssen sie immer eines mehr bekommen, um zu wissen wie ruhig der Alltag mit weniger war. Aber ich verrate Ihnen mal was: Das dürfen Sie niemals nicht auf sich beziehen! Ihr Gegenüber freut sich nur diebisch, weil ein Kind grad nicht da ist. Oder darüber wie er JETZT den Alltag wuppt, dabei darf er sich gerne auch darüber freuen, wie er das früher wuppte. Also ich freu mich sehr, dass ich Zoe überlebt habe. :)
Aber wissen Sie, wie sie verstehen, was das Gegenüber das eigentlich meint? Stellen Sie sich vor sie hätten zwei Ehemänner. Himmel Herrgott! ZWEI! Und nun nehmen sie einen wieder weg. AH. Viel besser. Einer reicht doch auch oder? Stellen Sie sich mal vor, sie müssten zwei ertragen? (Die Herren dürfen sich auch gern an dieser Stelle lieber zwei Frauen vorstellen.) Ja, Sie würden das auch gewuppt bekommen. Aber wenn Sie sich mit zwei Ehemännern (Die Herren denken wieder an zwei Ehefrauen), daran zurück erinnern würden, wie schön anstrengend es mit nur einem war… dann würden Sie doch vielleicht auch diesen Satz sagen oder?! „Also mit einem war alles viel leichter.“

(Nein, dass müssen Sie jetzt nicht verstehen. Echt nicht. Das passiert, wenn man fast noch schläft, wenn man schon duschen muss. Da kommt nur Quatscht bei rum. Und so komische Gedankenfetzen, vielleicht sollte ich doch weiterhin weniger bloggen :) )

9 Responses to “Unter der Dusche”

  1. Rinjah Says:

    Quasi aus Protest kommentiere ich jetzt einfach hier ;)

    Ich kann folgen.
    Schön, dass man auch mal einen Moment Ruhe für einen solchen Gedankengang findet.

  2. bumswurstegal Says:

    …nee, nee, bitte weiter so!

    Ich würde mal sagen mir reicht eine, die eine, also meine Frau! Denn mit einer ist es auch nciht einfacher als mit zwei. Nur Kinder, da kann ich mehr von haben, denn mit einem war es nur anders, aber nicht unbedingt einfacher. Das „EINe“ macht’s nicht unbedingt „EIN“facher! auch wenn manche das so sehen möchten…

    Schöne Grüße
    Thomas

  3. Anne Says:

    :-))))
    Zur Untermalung dieser Geschichte empfehle ich dringend die Lektüre von „Mein Haus ist zu eng und zu klein“ (http://www.amazon.de/Mein-Haus-ist-eng-klein/dp/3407760701/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1318489011&sr=8-1).
    Oma Agathe findet, dass in ihr Haus nichts rein passt. Der Rabbi sagt ihr, dass das Huhn (die Ziege, das Schwein, die Kuh) mit ins Haus müssen. Als er ihr zum guten Schluss empfiehlt, nun alle wieder rauszuschmeißen, erlebt sie das Gefühl “ und nun nehmen sie einen wieder weg. AH. Viel besser“.

  4. stadtfrau Says:

    also ich versteh‘ nur bahnhof! häh? :D

  5. Beerenmama Says:

    Hallo Frau Kassiopeia,
    ja, lustig – darüber dachte ich neulich auch nach. Wenn man z.B. zwei Kinder hat, dann denkt man wie leicht es doch war, mit nur einem. Ah, paradiesisch denkt man sich dann so…
    Ich wette aber, wenn man dann wieder nur eins hätte würde man es auch nach einiger Zeit wieder als anstrengend empfinden ;-)
    Ehemänner finde ich prinzipiell anstrengend *gnihihihihihi*
    Liebe Grüße Beerenmama

  6. Pienznaeschen Says:

    Neiiiiiin, Du solltest auf keinen Fall weniger bloggen!
    Sitze hier grinsend entsetzt bei dem Gedanken an zwei Ehemänner … ;)

  7. kassiopeia Says:

    @bumswurstegal: Ja, aber freust du dich nicht auch mal, wenn ein oder zwei Kinder weniger da sind und wie still es plötzlich ist? :) Das meinte ich :)

  8. bumswurstegal Says:

    Hallo Frau Kassiopeia,

    dann habe ich dich da ein bißchen falsch verstanden. Aber Du hast schon recht: Wenn mal zwei weg sind (bei einem fällt es noch nicht so auf, wenn’s insgesamt vier sind) dann ist es schon ruhiger. Zu einen erschrickt man manchmal, weil „irgendwas“ fehlt, zum anderen ist man erleichtert, weil „irgendwas“ fehlt. Seltsamerweise stellt sich auch gleich ein anderer „Trott“ ein, ein anderer Alltag. Ruhiger und stiller: ja, aber einfach anders.

    Im übrigen bleibe ich dabei: Eine Frau genügt mir völlig! :-)

    Liebe Grüße
    Thomas

  9. morgan Says:

    Oh Gott, ich versteh das so gut! Bin seit einer Woche tagsüber mit zwei Kids allein daheim und mitunter echt am zweifeln, ob da irgendwann mal noch so was wie Ordnung reinkommt oder ob es bei dem Ritual „großesKind [verwüstet die Küche | fasst in Steckdosen | schaltet den Herd ein] während kleinesKind gestillt wird“ bleibt… ;-)