Eine Nacht

In der letzten Nacht verbrachte Ben mit seinen Geschwistern die erste Nacht bei seinen Großeltern. Die Großen waren da schon öfter und Ben auch, aber nicht ohne uns Eltern, die nachkamen oder vor Ort waren, sie waren zu viert wirklich ganz allein bei Oma und Opa.
Wir haben den gestrigen Nachmittag, den Abend, die Nacht und den Morgen sehr genossen, beinahe 24Stunden ohne Kinder, die leider bitter nötig waren. Denn um genau zu sein hatten wir bis gestern exakt 1 Geschenk für 1 Kind. Wir sind in diesen Dingen in diesem Jahr sehr entspannt. Kein Hardcore Plätzchenbacken, kein kontrolliertes Geschenke kaufen ab Oktober, keine bereits verschickten Grußkarten. Wir sind völlig planlos. Ja beinahe trantütig.
Mein Tag begann mit einem Termin beim Friseur und einem Besuch der Candisserie, die mir lächelnd winkten beim Gehen, weil ich ein Vermögen da gelassen hatte. Aber ich wollte noch für die oder den noch dies oder das… Zu Hause packten wir noch die Sachen und schon endlich kam Oma mit dem großen Auto. Ich glaube so gelöst haben wir noch nie den Kindern hinterher gewunken: „Wiedersehen!“
Gleich machten wir uns dann auf die Socken, guckten uns noch was Kleines an, schlenderten gemütlich übers Tollwood trotz der Menschenmengen und begaben uns im Anschluss in die Vorhölle: Toys R Us. Ich weiß ja nicht, was die da in die Luft tun, was den Kauf anregen soll, ich mag dann einfach nur noch raus, mein Kopf dröhnt und schreit nach frischer Luft, aber meist ist mein Wille dann doch größer als der Fluchtinstinkt. Wir verließen das Geschäft auch recht erfolgreich mit einer großen Tüte und fuhren zum Marienplatz. Dort ging es kurz in den H&M in genau eine Richtung und wieder hinaus. Im Anschluss fand ich eine Kleinigkeit im Body Shop fürs Tochterkind und dann ab ins Bohne & Malz zum Sitzen und Essen. Danach liefen wir ins Kino, aus dem wir wegen akuter Platzangst rückwärts wieder raus gingen. Aber das Ausweichkino war weniger leer, nur war dort an Popcorn und ein Getränk nicht mehr zu denken. Der Film „Happy New Year“ hat uns gut gefallen. Und es war einfach ein runder schöner Abend. Um 23Uhr fuhren wir nach Hause und fielen dann kurz vor 1Uhr todmüde, glücklich und durch gefroren ins warme Bett. Allein. <- das ist wichtig Wir schliefen mehr oder minder komatös bis 9.30Uhr, frühstückten lecker vor dem Fernseher mit unseren DVDs und kurz nach 12Uhr wurden die Kleinen frei Haus geliefert.

2 Responses to “Eine Nacht”

  1. Pienznaeschen Says:

    Das klingt nach einem wundervollen Tag und ich bin mir sicher das nicht nur Ihr einen solchen Tag hattet ;)

  2. Steffi Says:

    Ich beneide Sie beide, alleine der Tatsache wegen, bis 9.30h durchgeschlafen zu haben. Selbst wenn hier kein Minizwerg zu Hause wäre, dann hätten selbst wir als Eltern das Durchschlafen mittlerweile verlernt…
    Eine schöne, entspannte Weihnachtszeit noch!