The Rhythm Of The Night

Der Schlaf mit Kindern oder der Schlaf der Kinder, ein immer wieder schönes Thema. Fakt ist, dass wir so dermaßen unterschiedliche Kinder haben, keiner ist dem anderen im Schlafverhalten gleich.
Zoe macht viel im Schlaf aus, würde ich sagen. Heißt wenn sie was bedrückt, schläft sie unruhiger, träumt schlecht, aber in der Regel schläft sie ganz wunderbar in ihrem süßen Bett. Aber sie braucht seit jeher unglaublich wenig Schlaf. Sie schläft als Letzte ein, in den Ferien auch nach 21Uhr und steht dann trotzdem in der Früh selbstständig und ekelhaft früh wieder auf. Von mir hat sie das ja nicht. :) Kam uns jetzt aber mit der Schule sehr entgegen, man muss sie weder wecken noch ist sie muffelig. Sie ist einfach fit am Morgen.
Noah ist unser Vielschläfer. Es ist nicht mehr so extrem, aber es gibt Tage da schläft er bei Berührung der Matratze. Gern auch als erster. Völlig unbeeindruckt, ob des Chaos und der Geräusche um ihn herum. Seit ein paar Tagen hört er abends gern eine Entspannungs-CD und möchte nicht mehr vorgelesen bekommen, was ich unheimlich schade finde, aber es ist seine Entscheidung. Er ist dann morgens nicht unbedingt als Erster wach, aber ich würde sagen rund um Zoe. Und auch munter. Unter der Woche geweckt werden ist nicht so ein Spaß, gerade wenn es ums Anziehen geht und irgendwie frühstücksfein werden. Was ja sehr früh ist mit 7Uhr. Da ist er dann doch muffelig. Wie seine Mama. Aufstehen ist einfach nicht sot toll. :) Aber schlafen kann er so gut und ausdauernd. Super Kind.
Mit Tom hatten wir bisher die meisten Probleme, würde ich sagen. Erst hüpfte er aus dem Bett, dann lief er umher, später lief er ohne Hüpfen aus dem Bett und lief umher. Es war furchtbar. Und wir hatten auch keinen blassen Schimmer wie das ändern. Er schlief generell sehr spät ein und aufstehen war dann auch dementsprechend schwierig. Mittagsschlaf hatte er wie Zoe und Ben später auch mit 2 schon abgeschafft. Warum schlief er also nicht ein? Irgendwann im Sommer pennte Ben weg, er hatte vorm zweiten Geburtstag seinen Mittagsschlaf abgeschafft und schlief einfach auf der Couch ein. Ich trug Ben dann in sein Bett und erklärte Tom, dass er heute leider nicht mit Ben in einem Zimmer schlafen könnte, sondern bei uns einschlafen müsste. Und was passierte? Er schlief. Innerhalb kurzer Zeit, alles vorbei. Kein Laufen, kein langes Wachbleiben. Es war himmlich. Seitdem schläft Tom in unserem Bett ein. Wird dann in sein Bett getragen und wandert dann nachts sehr regelmässig in unser Bett zurück. Schläft gut. Nach wie vor ist Tom eher eine Nachteule, lange wach und möchte lange schlafen. Funktioniert nur unter der Woche nicht so gut mit dem Ausschlafen.
Ben schlief erst nur beim Stillen ein, dann auf dem Arm, dann in seinem Bett, dann kletterte aus seinem Bett und es war wie bei Tom. Er schlief nicht mehr. Also zurück aufs Sofa. Oder eben Kinderwagen. Wird das Kind geschmust oder geschuckelt. Schläft er erstmal, kann man ihn tragen wohin man mag. Dann schläft er in seinem Bett bis er zu uns wandert. Er schläft würde ich sagen, das Nötigste. Schläft zu einer humanen Zeit ein und wird morgens auch allein wach.
Nun liegen also zwei Kinder in unserem Bett. Der eine unruhig, dreht sich ohne Rücksicht auf Verluste, so wie es ihm beliebt. Erinnert mich sehr an die Bauchzeit. Da hat man mal Füße im Gesicht oder den Kopf in den Rippen. Tom ist eher der Kuschler, der Kontaktsucher, der immer mit dem Körper angekuschelt Wärme sucht, ein Finger oder der Fuß. Und er füsselt. Was einen schier irre machen kann. Ich hab das auch, diese Füße reiben. Damit habe ich -so unter uns- schon ein Laken ruiniert, es hatte auf einmal ein großes Belüftungsloch. Gut, dass das Laken nicht Feuer gefangen hatte :)
Also der eine kleine Mensch rotiert mit dem ganzen Körper, der andere dreht nur einzelne Körperteile… Ja, so ist das. Wir haben da oben gute und schlechte Nächte. Schlecht eher, wenn ein Kind krank ist, so wie über Weihnachten erst Tom dann Ben röchelte und hustete. Besonders toll sind auch Nächte ohne Besucher im Bett. Dieses unglaubliche Platzangebot.
Aber niedlich ist es dennoch schon. Da bekommt man mal mit wie die Kleinen sich nachts aneinander kuscheln und sich beschmusen oder ein anderes Mal, wie Tom sich elegant über Ben wälzt, nur damit er bei mir liegen kann.
Also alles in allem gut, ein größeres Bett hätte ich super gefunden. :)

4 Responses to “The Rhythm Of The Night”

  1. Pienznaeschen Says:

    Ach Du, der Titel passt wunderbar und es spricht wieder einmal soviel Herz mit.

  2. kassiopeia Says:

    Du bist so lieb! Danke! Wollte es nur festhalten für die Ewigkeit…

  3. Katharina Says:

    Hallo, hab dich via Kreativberg gefunden. Danke für diesen Post. Er ist so herzlich und voller Gelassenheit geschrieben. Auch wenn wir nur halb so viele Kinder haben wie ihr, schlafen dennoch oft zwei Kinder in unserem Bett, und die Großen schlafen dann häufig nicht, weil’s entweder zu eng ist oder weil ich nicht aufhören kann, meine aneinandergekuschelten Kinder anzusehen und zu zerschmelzen… Ja, so ist das. Alles Liebe!

  4. kassiopeia Says:

    Liebe Katharina,

    ich hab mich so sehr über deinen Kommentar gefreut! Vielen Dank! Alles Liebe auch für euch! Und Gelassenheit im Herzen tut uns doch allen gut! (Aber frag nicht, was das für ein Weg bis dahin war, kann man definitiv eine Abkürzung nehmen :) )