25+1

26. Woche. Soviel in Kopf und Herz. Sorgen, um so viele Dinge, die es braucht und die wir nicht haben können. Was würde ich gerne Nest bauen, aber all das muss warten können. Gar nicht so leicht, wenn man so ungeduldig ist.
Körperlich geht es mir eigentlich sehr gut. Gestern bin ich mit Schwiegermama das erste Mal seit Monaten wieder Fahrrad gefahren. Das war ein unangenehmes Gefühl um den Bauch, so gequetscht, bin ja auch nicht so groß wie sie. Als ich dann abends ins Bett wollte oder mich vorher zum Einschlafen zu Ben legen wollte, da merkte ich sofort mein Schambein. Aua. Da muss ich so aufpassen. Wenn ich da keinen Quatsch mache, geht es mir sehr gut.
Ich träume wild. Und der Heuschnupfen hat mich schon im Griff. Aber auch das ist leider ausbaufähig. Ich genieße, dass ich noch Luft bekomme. Entweder kommt da noch ganz viel oder ich hab mit Emil im Bauch super viel Glück und erlebe das etwas geschonter.
Ich bin abwechselnd unheimlich glücklich und kann kaum glauben, wie schnell die Zeit auf einmal rennt, dann wieder packt mich die Angst. Zwei Nachbarn haben mich heute angesprochen. Der Erste fragte, ob Frau Storch da war, er hätte da was gehört aber wollte nicht stören, die Zweite fragte mich direkt wie weit ich sei und schob ein: „Da passiert ja jetzt nichts mehr hinterher.“ Solche Sätze gehen mir nahe, all das geht mir nahe. Die Wahrheit ist, dass ich so große Angst hab, dass man mir all mein Glück wieder aus den Händen reißt, auch wenn ich ganz feste hoffe, dass ich es endlich nach all dem Leid in den Armen ganz sanft wiegen darf. Deswegen möchte ich vielleicht ein Nest bauen.
Obwohl ich total ungewöhnlich nicht mal 5 Kilo erst zugenommen habe, fühle ich mich zusammen gequetscht in meinen Sachen. Viele Sachen sind viel zu eng, weil ich ja nun auch nicht sehr leicht startete. Da fühl ich mich hier und da wie hinein gepresst und kurz vor der Entbindung stehend.

Es ist wunderschön Emil immer wieder fühlen können, ob nur ein Flattern oder ein richtiger Tritt, der mich tatsächlich hin und wieder erschrecken lässt. Ich kann mir nur gar kein Leben mit ihm vorstellen. Irgendwie verrückt. Ein kleines Bündel. Und ich weiß so genau, nach ein paar Tagen oder nur ein paar Stunden ist es unvorstellbar, dass er jemals gefehlt hat.

Auch wenn ich weiß, dass das nur eine Kleinigkeit ist, ich wünschte wirklich sehr, ich müsste mir nicht so viel Gedanken ums Geld machen. Kaum geschrieben schon schäme ich mich, weil doch das allerwichtigste ist, dass es ihm und uns gut geht. Aber vielleicht hilft schon ein bißchen Nestbau so langsam… da ist so ein Kribbeln… Vorfreude… Nur noch 14 Wochen und 6 Tage…

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