39+4

Noch drei Tage.

Oder auch: Ich bin fix und fertig. Ich weiß, drei Tage sind ein Witz plus ein paar Tage. Nicht viel. Dennoch. Die Nächte werden kürzer und kürzer. Jeder hat irgendwelche Tage, die ihm mal gar nicht in den Kram passen und das nervt mich total an. Tom hat heute morgen um 5Uhr gespuckt, gestern Abend auch. Ich dachte und denke nach wie vor, dass das am Kranksein liegt, gestern Abend hat er zudem unreife Früchte genascht. Aber alles egal, der arme Wurm ist krank. Hat Ben nicht daran gehindert, statt seines Bruders zu uns ins Bett umzuziehen, laut. Dafür hat er so ruhig geschlafen. Tom liegt jetzt hier, Noah ist wirklich total lieb, Ben ein bißchen verspult. Und ich hoffe, Zoe bleibt fit, weil sie über Kopfschmerz klagte morgens.
Ich hab Wehen, da tut sich so dermaßen was. Heute morgen wieder viel viel Schleimabgang. Und nun eben Wehen. Ich mag nicht mehr, die Wehen zermürben mich. Ohne sie, ginge es besser. Denn immer wenn ich versuche sie zu fassen, mich frage ob es vielleicht doch los geht., hört alles wieder auf. Das ist zwar toll, weil ich schlafen kann, wenn ich denn schlafen könnte aber ich möchte eigentlich erst dann Wehen verpusten müssen, wenn es wirklich losgeht. So sicher wissen, dass ich Nils und Schwiegermama anrufen muss und fertig. Das auf und ab rüttelt sehr an meinen Nerven. So sieht es aus. Um 10Uhr. Am Mittwoch.

Was soll ich denn jetzt eigentlich machen? Wehen seit dem aufstehen. Also seit 7Uhr. Dreieinhalb Stunden, immer mal wieder… Traue mich weder den Mann zu nerven, der sich so auf die Google IO freut noch meine Schwiegermama, die ja auch nichts sagen kann, außer dass ICH schon wissen werde, wann es losgeht. Haha. Ach so ein Käse.
Stehe in der Küche. Laufe durchs Wohnzimmer und sehe die zwei Quartett- Bilder. Muss unweigerlich ein bißchen Tränen wegschieben. Zeitgleich Schmerzen und immer noch so eine Unruhe. Geht es wirklich los? Oder hab ich Nils jetzt einfach den Tag verdorben. Es tut die ganze Zeit weh, drückt und schiebt nach unten. Traue mich dennoch nicht jemanden anzurufen, aus Angst falschen Alarm auszulösen. Dabei tut das schon gescheit weh. Und nun war ich auf der Toilette, mal sehen wie sich das jetzt weiter entwickelt. Ich bin mordsmäßig aufgeregt. So richtig. Ich kann mir gar nicht richtig vorstellen, dass es jetzt wirklich soweit ist, der Tag auf den wir so lange warten. Aber das glaubt man wohl immer erst, wenn man mitten unter der Geburt ist oder die Kleinen da sind. Bitte, bitte lass es keinen falschen Alarm sein.

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