Archive for September, 2012

Umgestaltung

Sonntag, September 30th, 2012

Vor einer Woche, sagte der Mann zu mir, wir könnten ja aus dem Gästezimmer unten im Keller doch lieber ein Spielzimmer machen. Heute ist das Zimmer beinahe leer, der Schrank und die Kommode wurden vorhin abgeholt und das obwohl erst gestern ins Netz gestellt, fehlt nur noch das große Bett. Beinahe drei Wände sind heller gestrichen und allerlei Kinderspielzeug hat den Weg nach unten gefunden… Es wird. Und manchmal ist es verrückt wie schnell.

In fremden Betten…

Samstag, September 29th, 2012

Gestern Nacht hat Tom das erste Mal bei einem seiner Freunde übernachtet. Das ist etwas ganz Besonderes. Zwar haben unsere großen Kinder schon alle mal allein bei ihren Großeltern geschlafen, aber bei einem Freund noch keines. Unser Drittgeborener hat somit als erstes Kind bei einem Freund geschlafen, weil er es wollte. Weil er es sich so sehr gewünscht hat und diese meine liebste Freundin meinen Vierjährigen hat bei sich schlafen lassen. Sie waren beide lange wach bis kurz vor 22Uhr und hätte es bis dahin gedauert, hätte meine Freundin ihn doch noch gebracht, weil er ihr einfach so aufgeregt erschien und danach, statt das unser Kind wie immer unheimlich lange schläft, wachte er kurz nach fünf wieder auf und weckte seinen Freund mit einem beherzten Ruf. Es gab ein ausgiebiges Frühstück und schon wurde er uns zurück gebracht. Er war so stolz… und wir sind es auch.
Und während wir hier ohne ihn waren, hab ich ihn vermisst. Bei allem, was unsere drei restlichen Großen heute morgen gemacht haben fehlte er, ich hörte die Stimmen und spürte beinahe körperlich, das seine fehlte, er fehlte einfach mittendrin… das war unglaublich berührend…

Geburtstagskind

Sonntag, September 23rd, 2012

Sah so aus.

Day before #20

Samstag, September 22nd, 2012

Lieber Ben,

so weit weg sei deine Geburt, dachte ich noch. Und dann plötzlich gestern ging es los. All die Erinnerungen waren wieder da. Was hast du da nur gemacht? Ein Wirbelwind im Bauch, so wie jetzt hier draußen. Du hangelst dich an Bücherregalen entlang, kletterst Möbel und Schränke hinauf, hüpfst mit zwei Beinen und landest auf den Tisch und wieder runter… Du bist ein kleines Kraftpaket, steckst voller Energie und hast dabei einen Charme, der seines gleichen sucht…

„Bist du aufgeregt?!“ hab ich dich heute im Bett gefragt und du hast ohne zu zögern nur geantwortet: „Ja.“- „Ich auch…“ meinte ich noch, aber das hast du vermutlich gar nicht mehr gehört. Morgen also, dein großer Tag. Unser letzter großer Familienausflug dieses Jahr, den du dir ausgesucht hast. Ich hoffe, es wird ein wunderschöner, unvergesslicher Tag für dich!

Ich liebe dich! So sehr! Mein kleiner Großer, mein Propellerkind!

Ein Geschenk

Donnerstag, September 20th, 2012

Der Mann an meiner Seite, der noch in der Schwangerschaft am Liebsten dafür gesorgt hätte, nie wieder ein Kind in meinen Bauch zu zaubern, beendete gestern seine Vorstellung auf einem Elternabend mit „… und kein Ende in Sicht.“

Ganz egal ob Emil unser letztes Kind sein wird oder nicht, er hat uns verändert. Er hat uns trotz oder gerade dank des Weges, den wir gemeinsam gegangen sind, ein Stück Leichtigkeit zurück gegeben. Das ist ein unglaublich großes Geschenk. Und das würde ich am Liebsten konservieren, festhalten für mein ganzes Leben.

Fluss der Zeit…

Mittwoch, September 19th, 2012

Als wir auch dieses Jahr oben im Tierpark waren, musste ich daran denken, wie die Zeit so vergangen ist und ich fragte mich, ob wir eigentlich schon immer ein Foto vor den Ziegen gemacht haben. Haben wir nicht, aber es gibt doch Bilder aus dem Urlaub und Tierpark. Jedes Jahr eines.

Auf dem ersten Bild sin wir zwar nicht im Tierpark, aber im Urlaub. Was man auf dem zweiten Bild (2006) mit Zoe nicht sieht ist Noah, erst ein paar Monate alt. Auf dem dritten Foto (2007) bin ich ganz frisch schwanger mit Tom, ich hatte es gerade meinen Eltern erzählt. Auf dem vierten Foto (2008) fehlt natürlich Tom– wieder ein ein paar Monate altes Baby im Urlaub mit dabei. Im fünften Bild (2009) fehlt immer noch Tom, dafür bin ich gerade sehr schwanger. Auf dem sechsten Foto (2010) ist endlich Tom mit dabei, aber es fehlt Ben, der schon laufen konnte zu diesem Zeitpunkt und schrecklichst niedlich war. Auf dem siebten Bild (2011) sind endlich alle vier und im letzten von diesem Jahr (2012) fehlt Emil.

Erster Kindergartentag #4

Montag, September 17th, 2012

Ich kann gar nicht so genau sagen, woran es lag, aber ich hab sehr wenig für Ben vorbereitet. Ich war froh noch Hausschuhe organisiert zu haben, Rucksack und Brotdosen besaß er schon. Eigentlich hätte ich noch seinen Namen in seine Klamotten bügeln müssen, aber ich gestehe dafür überhaupt keine Lust gehabt zu haben. Ich suchte also heute morgen noch einen Schwung Wechselsachen für Ben raus, packte Wechselsachen für Emil und Windelkram in meinen Rucksack und am Frühstückstisch hatte ich mal eben noch Papierkram für Noahs Lehrerin ausgefüllt. Wie früher, auf den letzten Drücker. :)
Wir sind dann alle los gezuckelt und ich hatte mit dem Mann ausgemacht, der genauso wie ich gern bei Bens ersten Tag dabei sein wollte, wir würden Zoe und Noah alle zusammen zur Haltestelle bringen und die kleinen Jungs und ich würden für unseren Bus schon mal die Straßenseite wechseln, käme der Bus pünktlich könnte er auch rüber nach kommen, ansonsten würde er mit dem Rad zum Kindergarten fahren.
Der Schulbus kam pünktlich und der Kindervater kam gleich zu uns, zusammen fuhren wir in die Altstadt und latschten den Berg zum Kindergarten runter. Erst schälte sich Tom unten aus den Klamotten und Ben sollte das oben machen, zog sich aber vorsichtshalber schon mal unten aus. Wir begrüßten Toms Erzieherinnen, wobei Tom eher zurückhaltend war. Die Räume sind frisch gestrichen alles sieht zwar wunderschön, aber anders aus und Tom hat ja auch eine neue Kinderpflegerin in seiner Gruppe, die ebenfalls unheimlich sympathisch wirkt, aber eben auch neu ist. Wir hatten uns im Voraus geeinigt, dass er mit rauf kommt in Bens Gruppe und dann beide oben winken würden.
Oben angekommen ebenfalls große Begrüßung, drei liebe sehr bekannte Gesichter und ein neues. Ben hatte die Wahl zwischen Motiv Kuh und Motiv Wecker an der Garderobe und wählte den Wecker. Großes Thema gerade, wo er doch so vernarrt in den Wecker von seinem größten Bruder ist, den dieser zur Einschulung bekam und der pünktlich um 6.30Uhr seinen Dienst tut.
Dann wollte er schon los in den Gruppenraum, ich wollte noch einen Kuss, bekam auch einen, woraufhin ihm seine Maus einfiel, die er sofort noch aus seinem Rucksack holen musste und dann hatte ich für eine Sekunde das Gefühl es würde wackeln, also murmelte ich meine Einkaufsätze und machte mich so schnell es ging mit Mann und Emil vom Acker. Unten dann stellten wir uns auf für fröhliches Winken und weg war ich. In 1 1/2 Stunden sollte ich wieder da sein.
Ich zog dann los, besuchte zwei Drogerien, eine Spaßkasse, einen Supermarkt mit Bäcker inklusive Stillstop auf einer Parkbank. Was man alles in so kurzer Zeit schafft, wenn keine Kinder hinter einem her zuckeln und das obwohl ich wechselte zwischen Kinderwagen, Tuch und wieder Kinderwagen.
Als ich kam spielte Ben gerade unten in Toms Gruppe und ich muss sagen, dass anziehen ging dann wieder super gut, Emil verpennte alles unten im Kindergarten trotz der Lautstärke. Ich könnte morgen etwa 15min dran hängen, aber da er vermutlich schon früher kommt wird das passen, denk ich.
Ab morgen fährt dann der Kindervater die Lütten in den Kindergarten, wie das so eben Gewohnheit ist bei uns. Das fällt mir leichter und Ben sicherlich auch. Der war heute schon etwas irritiert warum der Papa ihn nicht fährt und hatte nach dem Monat Elternzeit vor den Ferien noch im Kopf, dass sein Papa ihn auch wieder abholt, aber das wird ja nun leider nicht so sein. Ab morgen also bringt der Kindervater und ich hole wieder ab, dann muss ich auch nicht draußen so die Zeit tot schlagen unterwegs, man merkt nämlich auch, es wird frisch und wenn sie dann doch noch vertieft spielen, kann ich ja auch mal da noch etwas rumsitzen, aber vorerst reicht das eigentlich. Es gibt viel zu verarbeiten für einen so kleinen Menschen, sogar die liebste Leitung meinte, es sei heute schon sehr laut und selbst ihr mache es zu schaffen.
Ich bin jedenfalls sehr glücklich mit diesem ersten Tag. Ich fühle Ben, Tom und mich in sehr guten Händen und bin zuversichtlich, der erste Tag ist geschafft. Und vor dem hatte ich am allermeisten Angst. Jetzt bin ich gespannt wie es weiter geht.

Unseren Reaktionen nach gerade mittags bei einem Streit, merkt man doch wie angespannt wir alle drei sind, aber das wird, das braucht nur Zeit :)

Neues Abenteuer

Sonntag, September 16th, 2012

Wenn ich an morgen denke, wird mir etwas flau. Morgen startet für beide kleinen Jungs der Kindergarten. Für Tom nichts neues, aber für Ben. Verrückt ist bestimmt, dass ihr mir Sorgen mache, obwohl eine liebste Freundin, dort gut auf ihn aufpasst. Generell wird er in guten Händen sein, aber nach der Erfahrung der Tagesgruppe macht es mich eben doch nervös. Denn die haben wir abgebrochen, dann doch. Ben wollte erst nicht hin und der Abschied von mir fiel ihm schwer. Aber am Schlimmsten war dann der Protest schon im Bus, das nicht aussteigen wollen und dass ich, weil ich ihn nicht heben durfte, liebevollst rausziehen musste, aber dann stand er da und wollte nicht einen Schritt weiter gehen. Einzig und allein meine Bitte, dass wir wenigstens hoch gehen um uns zu verabschieden für diesen Tag überzeugte ihn- umso größer meine „Enttäuschung“, als er dann wirklich gehen wollte und nicht da bleiben. Es half sicher, irgendwie noch dort in der Gruppe zu sitzen und dann später im Büro allein weiter zu sitzen, aber irgendwann hatte ich eben (recht schnell) keine Lust mehr. Ich wusste nicht, wozu wir uns das antun sollten. Vielleicht habe ich am Ende das alles nicht verarbeitet und das hat mich bis hier her verfolgt, belastet mich. In der Gruppe war man enttäuscht, ich fühlte mich ein Stück weit unter Druck gesetzt, trotz der wunderbaren Betreuung dort oder gerade deshalb, nicht genug gekämpft zu haben. Immerzu musste ich erklären und mich rechtfertigen. Aber es ging einfach nicht, ich wollte ihn einfach nicht zwingen. Für einen popligen Tag. Nur drei Stunden.
Und jetzt? Was wenn er wieder nicht möchte, dass ich gehe? Ich bin so nervös und ich frage mich wie ich das abstellen kann, denn er wird das spüren meine Nervosität. Ich fühl mich auch in diesem Kindergarten pudelwohl und nirgendwo wäre er besser aufgehoben, nicht mal bei mir. Hier ist es langweilig. Dort ist aber klar auch laut und alles neu und eben ohne mich.
Man hat mir schon angeboten, ich könnte da bleiben, aber auf der einen Seite spüre ich wie sich jede Faser meiners Körpers dagegen wehrt, auf der anderen Seite möchte ich ihm seine Zeit lassen. Ich hole ihn ja nicht gleich erst um 12Uhr ab, sondern früher, so lange wie er es braucht. Aber wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann ein Kind, das lächelt wenn ich gehe oder bitte bitte nicht weint, wenn ich gehen möchte, auch nicht nach einer Woche oder zwei. Das tut einfach so weh im Mamaherz. Und da gibt es doch auch kein zurück. Kindergarten ist wichtig. Ich bin schrecklich nervös. Erwähnte ich das? :)

Und morgen beginnt wohl so etwas wie Alltag nebst Bens Eingewöhnung. Zwei Kinder in der Schule, zwei im Kindergarten, abholen, einsammeln, Mittag, Hausaufgaben, Nachmittag, Abendessen, Duschen, ins Bett bringen bis der Mann kommt. Allein also. Also als Erwachsene- um mich meine großen Kinder und mittendrin unser fast 12 Wochen altes Baby. So wie ich es mir so lange ausgemalt hatte. So wie ich es mir so sehr gewünscht hatte und trotzdem bin ich aufgeregt.

Geschützt: Noch mehr Fotos (Kinderpasswort)

Freitag, September 14th, 2012

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Die Kleinen

Freitag, September 14th, 2012

Diese beiden Jungs, was haben die mich zusammen auf Trab gehalten über die Jahre. Kaum zu glauben, dass Ben ab Montag in den Kindergarten gehen soll und Tom jetzt schon ein Jahr vormittags nicht mehr bei uns zu Hause war. Soviel Quatsch schon gemeinsam gemacht, gestritten und dann wieder Stunden zusammen gespielt, jeder wenn es darauf ankommt für den anderen da. Beide eine kleine Einheit und dennoch ganz drinnen im Gefüge.