Archive for November, 2012

5 Monate

Dienstag, November 27th, 2012

Vor einem Jahr habe ich mir nichts mehr gewünscht, als dich in meinen Armen zu halten, dich zu berühren, dein Lächeln und in deine Augen zu sehen und heute, heute hast du mich berührt, deine beiden Hände um mein Gesicht geschlossen, mich zu Tränen gerührt, mich angestrahlt, zum Lachen gebracht und mir Geschichten erzählt.

Ein Moment. Kleine große Liebe. Du.

(Es sind zwei Zähne geworden. Und ich wage zu sagen, das Schlimmste hättest du heute somit vorerst überstanden. :) )

Chocolate Rainbow Cake

Freitag, November 23rd, 2012

Ich habe vor ein paar Wochen meinen ersten Regenbogenkuchen gebacken. Eine kleine Torte. Als Test für den Geburtstag des Tochterkindes. Die war auch ganz toll gelungen. Sah fantastisch aus, aber geschmacklich? Ich hatte meinen Lieblingsrezept unseres Familien- Zitronenkuchen eingefärbt und für das Frosting wirklich nur Puderzucker, Zitronensaft und Wasser gemischt. Ich dachte viel hilft viel, aber es war süss und sauer. Zuviel. Kurz: Der Kuchen sah definitiv für meinen Geschmack besser aus, als er schmeckte. Ein paar meiner Kinder pulten den Kuchen zwischen den Schichten raus, ich auch. Weg kam er, aber es war ja auch eine Miniaturausgabe. Dann dachte ich, wieso nicht mit Schokolade versuchen? Also nahm ich ihren Vanille- Kuchen als Grundrezept und vervierfachte die Portion.

Zutaten für den Teig:

160g Butter
480g Mehl
560g Zucker
1/2 Tl Salz
6 TL Backpulver
Vanillin Zucker oder Bourbon Vanille
kleines Röhrchen Butter-Vanille- Aroma
480ml Milch
4 Eier
3 Packungen Lebensmittelfarbe.

Ich hab als Erstes die Schüssel gewogen, dann die trockenen Zutaten mit der zimmerwarmen Butter darin verrührt, die Eier dazu gegeben und zum Schluss die Milch, die Schüssel samt Inhalt gewogen, minus das Gewicht der Schüssel durch vier Portionen. Das waren etwas weniger als 500ml. Alle vier Teile habe ich in verschiedenen Schüssel eingefärbt, dabei fand ich rot und blau am intensivsten. Grün und gelb scheinen mehr Farbe zu brauchen.
Ich habe eine Springform mit Backpapier ausgelegt, zusätzlich gefettet und die bunten Teige(?) hinter einander bei 180 Grad ca. 20 min gebacken, unbedingt die Stäbchenprobe machen, wie immer.
Die erkalteten bunten Böden habe ich dann über einander gelegt, zwischen das Frosting. Zuerst nahm ich den blauen Teigboden, darauf verstrich ich etwas Schokobuttercreme, dann wieder ein Boden, wieder Creme, Boden, Creme, Boden, alles restliche Frosting drum herum- das wars schon.

Für das Frosting:

4 Tafeln Zartbitter
500g Puderzucker
500g Butter
ein Schuss Milch

Für das Frosting wie so oft Schokolade überm Wasserbad schmelzen. Diese abkühlen lassen und mit zimmerwarmer Butter dank des Mixers gleichmässig verrühren, Puderzucker dazu, etwas Milch und fertig.
Diese Creme kommt zwischen die Böden wie oben beschrieben.

Weiß zwischen den Böden sieht natürlich viel spektakulärer aus, aber mir schmeckt es mit Schokolade viel besser, auch wenn es immer noch super süss ist- gefällt es mir persönlich einfach mehr.

Boden ohne Rollen

Dienstag, November 20th, 2012

Gestern habe ich sie seit längerem mal wieder gefühlt: Ohnmacht, Wut, Hilflosigkeit, Angst, Ratlosigkeit, Zorn.

Und eigentlich aus einem ganz banalen Grund.

Die Leute fragen uns immer: „Habt ihr aus Überzeugung kein Auto?!“ Schön wäre es. Ich wünschte, ich könnte nach wie vor sagen wie toll und super ich das finde, dass unsere Kinder so viel laufen müssen. Aber das ist es schon lange nicht mehr, toll und super. Im Gegenteil, laufen tun sie viel weniger als früher. Zumindest schon mal seit unserem Umzug in dieses Haus vor 2 1/2 Jahren nicht mehr.
Also zurück zu der Frage: Nein, niemals nicht aus Überzeugung. Sondern weil wir beide keinen Führerschein haben, unser kleinstes Problem. Sondern weil wir ganz schlicht und einfach weder Geld haben einen Bus zu kaufen oder zu unterhalten, von all dem, was drum herum aus Spaß an der Freude so anfällt, den Überraschungen die ein Auto auch mitbringt, mal ganz zu schweigen. Wir sind nicht arm oder bemitleidenswert. Aber wir können kein Auto bezahlen. Punkt.

In gewisser Weise habe ich mich daran gewöhnt. Wir haben uns daran gewöhnt, dass viele Ausflüge nicht gehen. Oder zumindest nicht so schön regelmässig. Denn der Ausflug in den Tierpark ist eigentlich schon mit der Fahrt Hin und Zurück Abenteuer genug. Eine Fahrt dauert jeweils 1 1/2 Stunden. Bus, Bahn, U-Bahn. Mit kleinen Kindern, fast Ausflug genug. Ich hab mich daran gewöhnt, dass wir keinen Sport/Musik/wasauchimmer mit unseren Kindern machen können, weil ich kein Mama- Taxi sein kann. Über das Glück und Unglück dessen kann man sich streiten. (Muss man sich aber nicht, schon gar nicht hier und jetzt.)
Ich habe mich daran gewöhnt, dass wir oft ein Taxi brauchen, wenn es zu lange dauert und zwar geschluckt, aber akzeptiert das unser kleiner Ausflug in den Playmobil- Funpark allein über 100Euro an Taxikosten gefressen hat, ohne Bahnfahrt, ohne Eintritt, ohne Essen. Nur das Taxi. Denn Sonntags fuhr hier vor 9Uhr kein Bus. Der Weg zum Bahnhof mit Kindern seit dem Umzug dauert aber so um die 45Minuten. Wenn es mal reicht, aber wir hatten es Ben versprochen.
Ich habe mich daran gewöhnt, dass wir Essen und Co in Etappen, wie Menüs nach Hause transportieren. Angewiesen sind auf liebe Menschen und Verwandte, die uns mal mitnehmen oder extra für uns fahren.

Wir fahren seit 2 1/2 Jahren viel Bus. Auch nach dem Unfall. Etwas was viele gerne vergessen, ich nicht. Ich lebe damit. Als die Frau heute im Bus umgekippt ist, war das nur ein kleiner Unfall. Ich habe keine Panikattacke bekommen. Ich lebe damit. Gibt ja auch schöne Momente. Wenn einer, der unzähligen Busfahrer heute morgen meine kleinen Söhne die Knöpfe für den Türöffner drücken lässt zum Beispiel. Daran halte ich mich fest oder dieser eine nette Fahrer, der den Kindern letzte Woche McDonalds Käfer schenkte. Prima. Aber es ist kalt, wenn man auf Busse wartet. Und es ist gefährlich, das Warten und das Fahren. Es kotzt mich nur noch an. Eine schönere Umschreibung finde ich nicht.
Busfahren mit drei Kindern ist kein Spaß, mit vieren, fünfen oder mehr schon mal gar nicht. Auch ist Busfahren mit kleinen Kindern nicht lustig. Busfahren kostet mich als Mutter viele, viele Nerven, die ich gerne in andere Dinge investieren würde. Ich erziehe meine Kinder gerne und bestimmt gut und trotzdem stehen sie manchmal auf oder stoßen sich „schlimm“, ohne eigenes Verschulden. Deswegen trage ich Emil im Tai. Die ganze Zeit, damit ich zwei Hände frei habe. Emil ist schwer. Er wiegt schon lange über 9 Kilo, aber ich trage, weil es sicherer ist. So ist das eben, man arrangiert sich, ich hab mich daran gewöhnt.

Woran ich mich nicht gewöhnt habe, sind außerplanmässige Anrufe aus dem Kindergarten, gestürzte Kinder, blutende Kinder, kranke Kinder, die ich nicht erst 30Minuten heimwärts mit einmal Umsteigen durch die Gegend ziehen will, manchmal nicht mal kann. Ich erinnre mich an ein Kind, das mir im Bus in Gesicht gespuckt hatte, weil es Magendarm hatte. Das war kein Spaß.
Gestern kam der zweite Anruf seit Kindergartenbeginn Mitte September. Ben hätte eine Riesenbeule und müsste bitte abgeholt werden. Gar kein Drama. Trotzdem da waren sie eben: Ohnmacht, Wut, Hilflosigkeit, Angst, Ratlosigkeit.
Ich war so unglaublich sauer auf die Welt. Und dankbar, dass meine Eltern noch da waren. Meine Ma die eben mal mit mir in 5min mit Auto rüber fuhr und die Jungs holte, (ich hätte 30 gebraucht) während mein Papa bei Emil blieb.
Wie soll ich das schaffen? Ab Februar? Es donnerte durch meinen Kopf. Wenn noch zwei kleine Mädchen hier herum springen? Wie sehr macht es mich wütend, dass ich eines der Tageskinder nicht länger hier lassen kann, weil wir kein Auto haben und ich unter keinen Umständen mit zwei Einjährigen und Baby- Emil Bus fahren werde, um zwei kleine Jungs einzusammeln, samt zweimal Umsteigen. Das geht nicht. Und das nervt mich. Das macht mich so rasend, weil es mich meiner ganzen Autonomie beraubt. Genau so fühlt es sich an.

Ich bin allein untertags mit 5 Kindern und möchte nächstes Jahr 2 weitere betreuen. Ich bin überfordert, nicht von meiner Struktur, sondern von den Ausnahmen, die das Leben nun mal mit sich bringt, von den Anrufen aus dem Kindergarten zum Beispiel.
Ich habe dieses Leben gewählt, aber manchmal ist sie eben da: die Wut, der Zorn, darüber, was ich nicht kann. Nicht geben, nicht bieten, nicht leisten, nicht haben kann. Unser Leben bleibt so einen Ticken komplizierter, begrenzter und das gefällt mir überhaupt nicht, dass macht mich traurig und das ist das, was bleibt, wenn all die anderen Gefühle verraucht sind.

Und er tut es doch…

Sonntag, November 18th, 2012

sich drehen. Nicht mehr nur vom Rücken auf den Bauch, was er wirklich schon so elegant beherrscht, sondern zaghaft immer öfter gelingt ihm die Rolle zurück auf den Rücken und das Bedarf zumindest beim Zusehen unglaublich viel Überwindung, dieser Fall aus der schrägen Lage. Er muss sich wirklich dafür fallen lassen… und er schafft es. Immer öfter. Bald kugelt er durch die Gegend. Das ist unglaublich, jedes Mal wieder.

Ich lieb dich, kleiner Mensch!

Emil ist 4 Monate und 3 Wochen alt.

PS: Und als würde das nicht reichen, hast du gerade eben beim Abendessen soviel Innenleben aus Ofenkartoffeln gegessen, dass ich gar nicht weiß wohin genau :)

Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen?!

Donnerstag, November 15th, 2012

Zoe und Noah sind noch nicht wirklich groß. Sie sind weder erwachsen noch wirklich große Kinder oder Teenager. Schulkinder, nur. Trotzdem sind die Sorgen andere, als bei Emil oder Tom und Ben. Es ist anders. Ich werde niemals vergessen wie essentiell die Sorgen sind um ein Baby. Wie viel Schlafentzug und langes Stillen an einem zehren, einem Tränen in die Augen treiben, weil man einfach am Limit ist und keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Solche Tage eben, einfach nur weiter atmen, es geht im übertragenden Sinne für die Eltern ums pure Überleben und das Problem ist doch, fürs Kind geht es nicht mal im übertragenen Sinne darum, es geht genau darum. Alles ist fragil. Kostbar. Man entscheidet allein ohne Hilfe über das Leben eines kleinen Menschen- Impfen oder nicht, Arzt jetzt ja oder nein? Das ist eine große Aufgabe, das sind große Sorgen.

Dem entgegen stand ich heute morgen auf, ich war noch gar nicht richtig wach, tröstete Ben, der nur seine Mama wollte, weil Papa den Laden allein schmiss bis dahin und ein Zeitdruck entstanden war. Da standen die Muffins für den Verkauf, dessen Erlös Kindern in Not zu Gute kommen sollte und es gab ein Problem.
Und ich wusste nicht, was ich tun soll. Was nur tun, damit das Kind nicht dringend Therapie braucht- praktisch sofort? Alles oder nichts. Der Mann entschied sich gegen die Muffins, aber so einfach war das für mich nicht. Es gab neben der Lösung für den Kindervater in meinen Augen nur noch Holzhammer oder überraschende Veränderung des morgendlichen Plans. Und nicht mal das war mir klar. Ich merkte nur meinen Bauch, der schlaftrunken erstmal schrie: „Geh mal mit. Kannste immer noch nachdenken.“ Und dann kam da schon der Bus und wieder war keine Zeit zum nachdenken. Also stieg ich mit Emil und den Schulkindern ein. Dann dachte ich, hätte ich Zeit- so im Bus. Ich sprach mit meinem Kind, das der Meinung war ich solle das regeln, aber wollte ich das? Was war verdammt noch mal das richtige? Mitfahren war schon mal gut, … doch ja, das sagte mein Bauch, denn was mein Kind da gesagt hatte, war essentiell, war wichtig. So sehr. Und dann war da auch noch ein fremdes Kind mit Nasenbluten und ich die einzige mit Taschentüchern, die einzige Mama weit und breit. Und wieder keine Zeit zum groß Nachdenken, keine Lösung weit und breit. Wo ist dieser scheiß Souffleur, wenn man ihn braucht? Plötzlich waren wir schon an der Schule, also stiegen wir aus und ich war mir immer noch nicht sicher, ob ich gerade wirklich meinem Kind half oder mich übermutternd vor es schmiss. Und dann… stand es da das Kind, wuchs an meiner Seite über sich hinaus und tat einen großen Schritt, in die richtige Richtung. Ohne Drama. Es gab noch ein Missverständnis, dafür war ich dann da. Und alles passte ins Bild. Letztendlich denke ich, dass es richtig so war, aber wissen tu ich es nicht. So spontan zu sein war gut, auch wenn ich lieber zu Hause noch ein Nickerchen gemacht hätte, aber es war wichtig. Ich wollte und konnte mein Kind in diesem Moment nicht allein lassen, es war zu wichtig. Ist es noch, sonst würde ich nicht darüber schreiben. Es ist eine große Aufgabe, dieses Kinder begleiten, es gibt nämlich keine Anleitung. Und es sind eben auch genauso große Sorgen. Nur in anders.

Aus dem Zahnfleisch

Donnerstag, November 15th, 2012

Heute morgen wunderte ich mich noch warum Emil so müde ist. Mittags dachte ich „Komisch, jetzt sabbert er auf einmal gar nicht mehr, die Welle ist wohl vorbei…“ und nachmittags liefen da Tränen, ohne das ich sie aufhalten hätte können. Ein liebste Freundin saß mit Babytochter neben mir, Emil ließ ich an meinen Fingern knabbern und da fühlte ich was. Nein das konnte doch nicht sein, da irre ich mich bestimmt, dachte ich noch, aber doch… Eine Zahnecke. Definitiv. Neuer Familien- Rekord, falls ich mich nicht irre.
Kullertränen. Aus Spaß sagte die liebste Freundin: „Ich dachte nach vier Kindern hättest du dich daran gewöhnt…“ und ich wischte und wischte das nasse Zeug weg. Überwältigend. Wunderschön. Mein großer kleiner Sohn…

Und… wenn ich mich nicht irre… also dann… nachdem ich heute dachte, er wurschtelt anders als sonst, lag er vorhin plötzlich auf dem Rücken, nachdem ich hätte schwören können, er lag noch eben auf dem Bauch. „Wer… hat jemand Emil umgedreht?!“- „Nein.“ Aber neee. So was macht der noch nicht, der ist noch ganz klein… :)

Liebste Freundin meinte beim Gehen: „Und wenn wir das nächste Mal kommen, kann er laufen, wenn wir gehen.“ Worauf ich sagte, dass wir uns dann leider eine ganze Weile nicht sehen könnten :)

PS. Kommando zurück! Zoe bekam ihren ersten Zahn mit 5 Monaten, Noah mit 4 1/2, Tom mit 4 Monaten. Einzig Ben scheint sich etwas mehr Zeit gelassen zu haben. Warum geht das bei uns so schnell?!

Gegen die Betriebsblindheit

Mittwoch, November 14th, 2012

Manchmal da sehen Menschen, die mit deinem Kind eine Zeit verbringen Dinge, die du nicht gesehen hast. Kleinigkeiten eigentlich, die wenn man sie denn im Auge hat alles noch schöner machen würden. Also geht man sie an diese Dinge, damit das Leben schöner wird.
Und manchmal da siehst allein du Dinge, die für dich offensichtlich sind und teilst sie mit den interessierten, offenen Menschen dir gegenüber für dein Kind, die sich das zu Herzen nehmen und aufschreiben, damit alles ein bißchen schöner wird.

So ist das. Miteinander.

Laterne, Laterne…

Montag, November 12th, 2012

Ich liebe das: Dieses Grölen aller Kinder, nachdem der Rest des Textes schon nur noch verwaschen genuschelt wurde und dann am Ende noch mal alles in diese Textzeile gegeben wird: LATERNE, LATERNE! Sonne, Mond und STERNE!

Ein Jahr. Ein Jahr ist es her. Präsent ist es so in diesen Tagen, der Tag an dem dieser verdammte Kinderwagen durch meine eigene Dummheit erneut in meinen Bauch gerammt war und ich wirklich alles gab es mir nur einzubilden, aber nur kurze Zeit später wieder im Krankenhaus darauf wartete untersucht zu werden. Und es einfach nicht sein durfte. Ich hatte solche Angst. Ich hatte all das erlebt. Und dann war da unser Baby, lebend in meinem Bauch. Heute vor einem Jahr und ein richtig großer Bluterguss. Und dann lag ich heimlich zu Hause auf dem Sofa, während der Mann zum allerersten Mal allein Laterne mit unseren Kindern lief, ich das allererste Mal nicht dabei war, lag ich voller Hoffnung und Sorge auf unserer Couch.
Heute also in dieser Kirche zu sitzen stehen mit diesem großen, wunderschönen, wachen Emil neben unseren vier Großen und dem Kindervater war unglaublich großartigst! Und wenn dann einer meiner liebsten Freundinnen vor mir steht, die ebenfalls so viel hat durch machen müssen in diesem vergangenem Jahr mit klitzekleinem Babymädchen auch vor der Brust hängend, ja dann durchströmt mich pures Glück. Dankbar. Ehrfürchtig. Glücklich.

Bed & Breakfast

Samstag, November 10th, 2012

Manchmal- so wie gerade jetzt, wenn ich während ich unten die Seife auffülle zum Kindervater hoch rufe: „Ist oben noch genug Seife?“, ja dann kommt mir das alles hier sehr wie eine kleine Pension vor. :)
Wenn wir Klopapier aus dem Keller hoch holen, dann am Besten gleich sechs Rollen- pro Stockwerk zwei. Ist in den Spendern noch Seife oder wurde diese untermalt mit einem „Ich mach das!“ mal eben komplett entleert?!
Saubere Handtücher falte ich täglich und wenn wir die Bettwäsche einmal komplett waschen wollen, bedarf die Nutzung nur einer Waschmaschine samt Trockner ganz genauer Planung, sowie das Ab- und Aufziehen der dann sauberen Wäsche. :)

Irre auch so ganz langsam vor Arbeitsbeginn nächstes Jahr, obwohl nicht mal alle Möbel da sind und etwas anderes wichtiges auch noch fehlt, realisieren wir brauchen: Mehr Besteck, mehr Melamingeschirr, mehr… einfach noch mehr von allem, was schon viel da ist :)

Lass liegen!

Donnerstag, November 8th, 2012

„Lass liegen!“ ist quasi die Forsetzung von „Schmeiß weg!“ Der Zustand in dem sich das Kind selbst zu Boden wirft, weil halt. Weil Mama so doof war, es zu hektisch wurde, weil es im Bus zu lange dauerte und weil Mama dem Kind nicht mehr erlaubte aus dem Bus zu „Boxen“, was auch immer das sein mochte. Vermutlich heraus hüpfen, da ich aber nicht riskieren wollte, dass das Kind im Bus hinter verschlossenen Türen hüpft, während der Bus dank liebenswertem Busfahrer abfährt, anstatt heraus zur Haltestelle zu uns, hob ich ihn aus dem Transportetwas. Böser Fehler: Kind verlieh mit Hilfe des stilistischen Mittels sich auf den Asphalt zu legen, seinem Unmut großen Ausdruck. Er sagte auch etwas, vermutlich was ich für ne doofe Mama war. Und verdammt, das Kind hatte Recht. Ich hatte alles versaut. Ich entschuldigte mich sofort, aber es war nichts zu machen, mehrere Male sogar. Das musst ich jetzt aushalten. Warten. Ich wollte bestechen mit Traubenzucker, den ich in der Hand dar bot. Aber das waren halt keine Gummibärchen. Ich entschuldige mich weiter, von Herzen. Ich hatte mich einfach zu schnell unter Druck setzen lassen und hoffte auf Vergebung. Er versteckte sich derweil hinter dem Haltestellenhäuschen. Bis er nicht mehr wütend war, ich wieder seine Hand nehmen durfte und wir heim gingen. Es tat mir wirklich leid und vielleicht sollte ich beim nächsten Mal dem Busfahrer Traubenzucker anbieten, damit er wartet bis mein Kind aus dem Bus geboxt ist :)