2 Jahre

Ich gebe zu, dankbar zu sein wie schnell doch die letzten Tage bis hier her vergangen sind, ein wenig erleichtert. Die letzten Tage im März gehören dir. Sie sind durchzogen mit Erinnerungen. Erst vorgestern habe ich morgens deinen Papa gefragt, ob er denkt, ich sei Schuld, dass ich besser hätte Acht geben sollen. Auf dich. Auf uns.

Ich hab in seiner ganzen Art ohne das er etwas hätte sagen müssen, gemerkt dass er es nicht tut. Was mich zutiefst erleichterte. Aber natürlich habe ich mich oft gefragt, ob ich mich anders hätte hinstellen können. So oft. Im Herzen weiß ich, dass es einfach nur ein Unfall war. Das war es auch, was es die Monate nach deinem Tod so schwer gemacht hat. Du warst einfach nur perfekt und wurdest aus mir, aus dem Leben gerissen, bevor es überhaupt begann.
Heute morgen hielt ich deinen kranken Bruder Emil und ich denke, doch er hätte sich auch sehr gewünscht einen tollen kleinen großen Bruder zu haben. Zusammen hättet ihr bestimmt allerhand Blödsinn gemacht.

Das ist es auch was schmerzt. Sicherlich verändert sich die Trauer mit der Zeit, aber die Zeit ist es auch die einem nicht nur zeigt, wie lange du schon fehlst, sondern auch im weitesten Sinne wie viel Zeit mit dir uns genommen wurde, was wir alles nie erleben werden. Das tut so unendlich weh. Und das ist sicherlich eines der Dinge, die in diesen nächsten Jahren schlimmer werden wird, weil es natürlich mehr Jahre werden.

Mein geliebter Sohn, vor zwei Jahren war ich noch überglücklich und nur wenige Stunden später hörte dein Herz auf zu schlagen.
Meine Liebe ist nach wie vor da, vielleicht wächst sie auch wie unter einer Art Glocke so wie die Sehnsucht nach dir. Du bleibst ein Teil von mir. Auch wenn wir weiter wachsen, leben, atmen, lieben und lachen. Ich liebe dich!

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