Wochenpost

Diese Woche begann anstrengend. Am Montag war ich im Kindergarten und schoss Fotos von 70 Kindern für eine Überraschung. Ich bot mich dafür an, nicht weil ich glaubte, ich könne das besonders gut, sondern weil ich meinen (wenn auch oft sehr kleinen) Teil zum Elternbeirat beitragen möchte und mir das Spaß macht. Es war aber eine ganz schöne Herausforderung jedes Kind in wenigen Minuten warm und ein schönes Foto zu bekommen. Aber es hat gut geklappt und nach dem Sichten und Bearbeiten, hab ich das Gefühl die Seele eines jeden Kindes ein Stück weit eingefangen zu haben. Bringt ja nichts, wenn der Betrachter der Bilder sich fragt, welches Kind da um Himmels Willen abgelichtet wurde.

Ab Dienstag hatte ich dann alle drei Kleinen daheim plus den zwei Tageskindern. Es war zum Einen viel zu heiss, schon am Montag zeigte sich wie schnell sich der Kindergarten aufheizt und Tom hatte mit dem Kreislauf zu tun gehabt und dank unseres kaputten Zwillingswagens konnte ich nicht mal eben so zum Kindergarten mit meinen beiden Kleinen, ich hätte das Tagesmädchen schieben und Emil tragen müssen, bei über 30 Grad kein Spaß.
Die Pause tat uns allen gut, denke ich und wir hatten schöne Vormittage, auch wenn es natürlich für mich ein ganz anderes arbeiten war, als ohne zwei weitere eigene Kinder. Am Dienstag war ich abends noch schnell schwimmen, was sich als Slalomschwimmen erwies, aber es tat mir gut und kühlte mich ordentlich ab.

Am Freitag hatte ich dann schon vier eigene Kinder daheim, da Noah am Donnerstag total kaputt aus dem Schulbus stieg und erhöhte Temperatur mitbrachte. Aber es tat meiner Laune keinen Abbruch, denn statt wie geplant die Kinder in den Kindergarten zu bringen und zum Frühstücken zu einer Freundin zu gehen, kamen die Freundinnen hier her und wir machten es uns hier gemütlich mit einem weiteren Kind, dass ebenfalls Kindergarten schwänzte. Dieses Treffen war wieder Balsam für meine Seele. Da ich dank einer Unruhe von Emil Donnerstag Abend schon nicht zu einem Elternabend gekommen war, tat es mir umso besser mich mit meinen Freundinnen im wachen Zustand auszutauschen und zu lachen.

Freitag Nachmittag kam der Mann dann krank heim mit Fieber und schlief dann eigentlich durch bis heute morgen. Auch das war okay, irgendwie machten wir eben das Beste draus. Emil erwachte dann mit Fieber, ob nun Zähne, Impfreaktion oder angesteckt- keine Ahnung. Einfach krankes Kind. Aber Noah geht es besser und so konnte er heute nun endlich wieder einen Ausflug mit seinen Paten machen. Es ist ein Stück weit unbeschreiblich wie sehr ich mich für ihn gefreut habe, er war überglücklich und es war höchste Zeit!

Es geht einfach bergauf, manchmal bergab. Alltag halt, irgendwas ist immer. Wir sind ja flexibel :) Und so lange ich mich für eine Stunde davon stählen kann um meiner Seele was Gutes zu tun, ist alles perfekt. Und das tat ich heute. Gegen Nachmittag verzogen sich die Wolken und ich gab meinem Herzen einen Ruck und fuhr ins Freibad. Genoss die Sonne und das leere Bad. Es war himmlisch, einfach traumhaft. Nach 40 Minuten im Wasser, zog ich mich um, setzte mich auf mein Fahrrad und fuhr wieder nach Hause. Gerade rechtzeitig um die Schwiegermama in Empfang zu nehmen.

Jetzt sitzen wir hier zu viert noch gemütlich herum, weil die drei Großen mit ihrer Oma in Schrobenhausen beim Mittelaltermarkt sind und ihrer Tante beim Feuerspucken zugucken, sobald es dunkel wird. Morgen werden sie wohl total übermüdet sein, aber auch das… irgendwie wird das schon gehen. Die Erinnerung ist es wert. Und wir lassen es gemütlich angehen.

Mittlerweile liegt Emil im Bett, mal schauen wie lange und Ben spielt wie versprochen ein bißchen auf dem Ipad. Das war alles, was ihn davon abhielt unglaublich traurig zu sein, weil er nicht mit durfte. Jetzt ist er selig, denn er hat das Spielzeug für sich allein. :)
Wir Eltern genießen noch ein bißchen Terrasse. Und ich hoffe, der Vater meiner Kinder ist morgen noch ein bißchen fitter und alle anderen auch wieder. Mal schauen, was wir morgen Vormittag noch machen (können) bis die Mäuse zurück sind…

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