Verschiedene Tempi

Im Urlaub war nicht alles perfekt, aber das Tempo war langsamer als es das jetzt ist. Ich habe nach wie vor Schwierigkeiten Anschluss an mein Leben hier im Süden zu finden, mich dem schnelleren und dichteren Tempo anzupassen, wo mein Herz doch Weite und Freiheit sucht.
Dabei hilft es mir Stück für Stück anzunehmen, dass ich mich hier anders bewegen muss, um meine Mitte zu finden, glücklich zu sein, ausgefüllt zu leben. Gefühlt war das da oben mit weniger Handgriffen viel leichter.
Ich traf am Montag schon eine liebste Freundin, gestern Nachmittag die Schwiegermama, am Abend zwei andere Freundinnen und heute Nachmittag und abends sehe ich auch noch mal ein paar liebe Menschen. Das bin ich hier. Das ist mein Leben. Hier braucht alles mehr Bewegung, mehr Schwung und ich sehe mich noch oft stolpern, mich verheddern. Vielleicht mich auch wehren. Ich muss mir hier anders Zeit für mich nehmen. Mir Nischen suchen.
Gerade jetzt. In den ersten großen, langen Ferien für mich mit fünf Kindern allein. Eine Zeit in der jeder auch erstmal reinfinden muss. Hinzu kommt die fehlende Arbeit, ich denke noch oft an die Mädchen. Frei sein in dem Sinne hat sich noch nicht eingestellt. Aber ich bin zuversichtlich. Alles braucht seine Zeit.

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