Archive for Oktober, 2013

In den Ferien

Dienstag, Oktober 29th, 2013

Gar nicht satt sehen, konnte ich mich heute daran und deswegen heute mal schöne Fotos meiner beiden Großen im Ferienglück.

Auf der Suche nach Alltag in den Ferien zwischen Spu(c)k in der Nacht und am Tag nach Köpper auf den Fliesenboden

Dienstag, Oktober 29th, 2013

Dieser Herbst ist voller neuer Eindrücke, so viele Menschen die unser Heim besuchen. Das freut mich zum einen so sehr, zum andern habe ich gefühlt kaum Zeit das Eine zu verarbeiten, da folgt schon das Nächste.
Und so sagte ich Nils Tante für Montag Vormittag kurzfristig zu, trotz des gefüllten Wochenende, das hinter mir lag und freute mich auf sie und meine Schwiegermama.
Bis Nachts etwas zwischen uns röchelte und Nils panisch Emil zur Seite riss, der sich in unser Bett übergeben hatte. Nun stiegen wir knallwach nachts kurz nach 2Uhr aus unserem Bett, Nils schickte mich zum Duschen und Umziehen des Kindes, wo ich auf den wachen Ben traf, er selbst ging in den Keller, holte neue Wäsche und bezog unser Bett frisch. Als wir alle wieder im Bett lagen, tat ich mich trotz der bleiernen Müdigkeit so schwer wieder in den Schlaf zu finden, weil ich zum einen Angst hatte, er würde erneut spucken, zum andern, weil ich mich fragte, was denn los mit ihm war. Wir hatte nur unseren Besuch gesehen, sonst niemanden und im Hallenbad hatte er zwar reichlich Wasser geschluckt, war auch einmal gefallen, aber so elegant, dass er den Kopf oben gehalten hatte, klar hatte er später lange geschrien, aber ich grübelte so vor mich hin, nickte immer mal wieder weg und wachte dann von neuem Spucken kurz nach 5Uhr auf. Das war der Punkt, an dem ich definitiv erstmal absagte und entschied morgens als Vorsichtsmaßnahme erstmal alle Kinder zu Hause zu behalten. Aber der Tag verlief ruhig, es passierte nichts und Emil war auf Schonkost und Stillen umgestellt, schlief auch statt einmal, zweimal am Vor- und Nachmittag. Als er danach mit seinen Brüdern im Keller war, hörte ich nur das unheilvolle Geräusch eines auf den Fliesenboden aufschlagenden Kinderkopfes und war auch schon im Keller, wo Emil schrie. Kaum waren wir oben in der Küche, übergab er sich. Nun was tun? Der Kinderarzt wäre mir lieber gewesen, aber man schickte uns telefonisch gleich weiter wegen der langen Spuckpause von zehn Stunden zwischen dem letzten und dem vorletzten Mal, und weil das letzte Spucken sofort nach dem Knall auf dem Kopf war in die Kinderklinik. Also rief ich den Mann an, der sich sofort auf den Weg machte, packte und suchte mir den Weg in unsere Lieblingskinderklinik. Meine große Hoffnung war ja, dass alles halb so wild war und man uns heim schicken würde. Und das zeichnete sich ab, Emil spielte und war wach, Emil aß auf dem Weg und erbrach nicht erneut. Als wir nach einem langen Weg und beschwerlichem Umsteigen am Hauptbahnhof in die U-Bahn dann die Kindernotaufnahme gefunden hatten, warteten wir keine 10 Minuten dann stellte sich ein freundlicher Arzt vor, der versuchte Emil zu untersuchen. Ich war froh, dass er keinen Grund sah uns da zu behalten. Wir durften Heim, sollten ihn beobachten und hätten jederzeit wiederkommen können, aber auch ihm erschien das Kind fit. Ich war dann kurz nach 21Uhr zu Hause mit Emil, der mich auf der Fahrt nach Hause wie schon auf dem Hinweg ganz schön auf Trab gehalten hatte und war müde, aber auch unglaublich erleichtert.
Heute wieder halbwegs normaler Betrieb nach den Ferien und nach wie vor noch so ein bißchen abwartend vorsichtig, ob der Spu(c)k wirklich schon vorbei ist. Es wird einfach nicht ruhiger hier :)

Zwei Herzen im Gleichklang

Montag, Oktober 28th, 2013

Die letzte Woche endete wie die zuvor mit lieben Menschen um mich herum. Erst am Donnerstag hatte ich zum Frühstück eine schöne Zeit und dann am Freitag Nachmittag mit einer lieben Freundin und ihrem Sohn, die ich viel zu lange nicht gesehen hatte. Das Wochenende aber, das brachte noch einmal ganz viel Herzklopfen.

Die liebe Frl. Mieke hat gefühlt mich im Netz gefunden und ich fand sie super sympathisch. Wir haben uns öfter ausgetauscht, mit der Zeit festgestellt, dass wir hier und da Gleiches erlebt haben oder gleich empfinden und so wurde das immer intensiver. Irgendwann dann stand ein Treffen im Raum, was jedes Mal doch ein kleines großes Abenteuer ist, das mit Aufregung einher geht. Dieses Mal vielleicht noch einmal mehr, weil wir uns nur über Fotos und ein paar Sätze darunter, Briefe und Mails kannten. Vielleicht reichte das aber, fragte ich mich im Wochenende. Ist das Leben im Netz von einer Person am Ende eine Essenz des Menschen, den man vor sich hat? Geplant war also das Zusammentreffen von drei Fremden, ihr Mann musste leider arbeiten und unseren insgesamt acht Kindern. Uns blieb eine Nacht und und etwas mehr als vierundzwanzig Stunden. Die wir erstaunlich voll bekamen, mit noch Schwimmen am Sonntagvormittag und Kürbis schnitzen am Nachmittag.
Beim Sichten der Fotos jetzt fiel mir auf, dass ich mal wieder fast nur Bilder von meinem Esstisch gemacht habe. Aber nirgends sonst vereint man so viele liebe Menschen, als an einem großen gedeckten Tisch. Es verläuft sich einfach, jeder ist hier und doch wieder wo anders, ein Ding der Unmöglichkeit das Beisammensein von allen gleichzeitig festzuhalten, es sei denn ich würde nur Schuhe fotografieren. :)
Ich hatte es versucht abends die Kinder beim Fernsehen abzulichten, mich sogar auf die TV-Bank gestellt, aber ich bekam nicht alle auf ein Bild.
Ich bin auch nicht der Mensch, der Kinder aufstellt wie in einer Versuchsanordnung. Eine Freundin von mir schafft das regelmässig und die Fotos von ihr sehen sogar schön aus. Mir bleiben dafür Bilder unseres Esstisches in vielfacher Besetzung :)

Dabei ärgere ich mich, dass ich nicht mit der Kamera los gezogen war, um die Kinder beim Spielen festzuhalten, aber irgendwie waren wir Zwei, zumindest ging es mir so, froh über jeden zu Ende gesprochenen Satz. Nun, wir hätten auch mit dem Betäubungsgewehr die Kraft der wilden Kerle bannen können, aber wir wollten ja auch, dass sie eine schöne Zeit miteinander haben.
Als wir dann ohne Hilfsmittel die kleinen Menschen im Land der Träume hatten, war unsere Zeit gekommen, die wir bis auf kleinste Pausen erst auf der Terrasse, später im Wohnzimmer verschnatterten bis Emil um halb eins weinte- als würden wir einander schon Jahre lang so treffen. (Böses Erwachen am nächsten Morgen mit kurzem Schreck beim Blick auf die Uhr, als vor 6Uhr erste Legokisten ausgeschüttet wurden, dank der Zeitumstellung)

Es war ein unglaublich schönes erstes Mal, es ist beinahe unheimlich wie vertraut man mit einem Menschen sein kann, wie nahe man sich einem Menschen fühlen kann, den man noch nie zuvor gesehen hatte, aber eigentlich müsste ich das ja kennen, von mir und meinem Mann.

Liebsten Dank noch einmal an dieser Stelle für das Wagnis, das Abenteuer, die vielen Kilometer, den offenen Gesprächen und es war einfach nur ganz toll.

Das Wesen der Zeit

Donnerstag, Oktober 24th, 2013

Zeit spielt in meinem Leben grad eine übergeordnete Rolle.
Dabei ist es nicht nur so, dass die Tage voll und ereignisreich sind, sie sind vor allen überraschend voll. Lieber und herbei gesehnter Besuch gibt sich zum Beispiel in den nächsten Wochen quasi die Klinke in die Hand. Auch wenn mich diese Fülle erfüllt und die Vielfalt auch mir ermöglicht mich zu entfalten, bin ich doch ein Stück weit gefesselt, eine Gefangene der Zeit.
Zeit für die Kinder, Zeit für den Mann, als Paar, Zeit für Familie, Zeit für Freunde, Zeit für mich. Und all diese Zeit wird fein säuberlich wiederum nochmal geteilt und in Pläne gesteckt: Zeit zum Schwimmen, Zeit zum Essen, Zeit zum Schreiben, Zeit zum Lesen,
Da bin überall ich, ich habe nicht das Gefühl zu kurz zu kommen und mich zu verlieren, nie war ich mir in den letzten Monaten näher, aber das Pensum, die Enge… Es drückt. Und ich kann es grad gar nicht ändern. Ich muss da jetzt durch. Und wenn es nicht immer nach Mitternacht wäre, es Zeit mal für eine Pause gäbe, die Nächte nicht unruhig durch zwei Kinder und durchstillt von einem anderen wären, wäre mir wohl wohler und meine Stimmung heiterer.
Aber wie sagte mein Vater immer: „Wer das eine will, muss das andere mögen.“

Und wächst…

Mittwoch, Oktober 23rd, 2013

*Emils kognitive Fähigkeiten werden immer besser. Gestern war er unglaublich sauer, weil seine Geschwister alle raus in den Garten geeilt waren, ohne ihn. Erst stand er verloren am großen Fenster und mir brach schon das Herz, aber ich wollte wie das so ist, nur ganz schnell noch etwas fertig machen. Und dann ging Emil einfach und holte seine Jacke. Das hatte er bis gestern noch nie so bewusst gemacht.
*Jeden Abend steht derselbe kleine Mensch vor der Badewanne und möchte duschen, heute sagte ich dann ganz bewusst, er müsste sich erst einmal ausziehen, also fing er an an seinen Klamotten zu zerren. Wie er das öfter im Moment macht.
*Er liebt das Wasser nach wie vor. Nur fängt er an, selbst aus der Badewanne aussteigen zu wollen, wenn er keine Lust mehr hat oder aber noch schlimmer, wieder zurück, weil er sich anders überlegt hat.
*Wenn wir Glück haben öffnet er den Mund, wenn er die Zahnbürste sieht und macht „Ahhh“, wenn wir Pech haben müssen wir etwas nach helfen.
*Wenn er etwas haben will ruft er fordernd laut „MAMA!“, allein wegen des Tonfalls, weiß ich dass er etwas von mir möchte. Oder „diss da“.
*Egal welche Frage ich ihm stelle, er antwortet erst einmal grundsätzlich mit „Nein“. Theoretisch könnte ich mir im Moment noch sparen, ihn etwas zu fragen, weil er das Wörtchen „Ja“ weder zu kennen scheint, noch nutzen mag.
*Heute morgen ist er wie Linus bei den Peanuts mit seiner Decke herum gelaufen, eine kleine süße Macke, die sein kleiner großer Bruder auch hatte. Ich hoffe, dass wiederholt er nun ganz oft.
*Morgens wenn ich im Bad bin, hat er immer noch sehr viel Spaß daran, die Schränke seiner Schwester auszuräumen, sie hat dann weniger Freude daran, im Anschluss alles wieder einzuräumen und festzustellen, dass etwas fehlt oder kaputt ist, aber meistens finden wir zusammen alles wieder.
*Meine aktuelle Lieblingshausarbeit ist das Ausräumen der Spülmaschine, weil Emil da hilft, irgendwie hebt das meine Stimmung enorm.
*Der Staubsauger wäre dann Emils liebstes Spielzeug, auch wenn nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem das doofe Ding sich nicht mehr richtig hinterher ziehen lässt.
*Nach wie vor hat Emil eine Vorliebe für Tische und Stühle zumindest, was das Hinaufklettern betrifft, aber nur wenn keine Fremden im Haus.
*Denn sobald jemand Unbekanntes kommt, hat er Sorge, ich könnte einfach so weg gehen, weg von ihm. Das wird gefühlt besser, aber es ist ihm nach wie vor Unheimlich, wenn jemand uns besucht.
*Und das Wichtigste: Er liebt es zu tanzen. Sehr.

Emil wird in wenigen Tagen 16 Monate alt.

Lange Nacht der Münchner Museen 2013

Sonntag, Oktober 20th, 2013

Ein bißchen komisch war es schon, wirklich alle Kinder bei ihrer Oma zu lassen und für unsere Verhältnisse weit weg rein in die Stadt zu fahren. Ich hatte mein Möglichstes getan, um ihn glücklich zu übergeben und dennoch je später es wurde, desto mehr war ich mit den Gedanken zu Hause, machte mir Sorgen, ob er schon wach war und nach mir weinen würde. Wie froh und glücklich ich war, als wir um halb eins wieder zurück kamen und Emil total ruhig im Kinderwagen lag, auch wenn er sich freute mich zu sehen, schien er für seine Verhältnisse in sich zu ruhen.
Letztes Jahr noch waren wir mit Emil im Tragetuch unterwegs gewesen, im Jahr davor war ich mit Lisa da und schon so etwas wie schwanger, wie sich später heraus stellen sollte und ich meine im Jahr davor, also 2010 war ich mit Nils allein unterwegs, so wie gestern ganz ohne Kinder. Wie ein Zeitsprung also, als wäre dazwischen nie etwas gewesen.

Ich hatte nicht wirklich Zeit gehabt etwas vorzubereiten und so nur kurz vor der Abfahrt geschaut, was mich interessieren könnte. Unser erster Weg sollte uns in die Pinakothek der Moderne führen, gerade weil diese die letzten Jahre geschlossen geblieben war. Dabei liefen wir am Amerika- Haus vorbei und konnten nicht anders, als hinein gehen. Und das war auch gut so, da man im Moment noch bis Ende November wunderschöne Fotos von National Geographic ansehen kann. Mehr noch als Steve McCurrys „Afghan Girl“ hat mich das Foto von Joanna Pinneo beeindruckt. Es ist einfach unbeschreiblich wie wunderschön es ist, welche Kraft und gleichzeitig Ruhe es ausstrahlt und dazu diese Farben. Man sieht auf dem Bild eine schlafende Tuareg Familie in der Halbwüste des Sahel. Eine Mutter die auf der Seite liegt, vor ihr ein Kleinkind und daneben ein älteres Kind. Das Bild ist schon aus dem Jahr 1997, hat Aktualität nichts eingebüßt. Die Fotografin wollte die klimatische Veränderung in Mali, West Afrika einfangen.
Dort fiel mir auch das Foto der drei Fischer auf Stelzen aus Sri Lanka auf. Unglaublich wie ein Foto doch das Leben, die Stimmung und die Andersartigkeit eines anderen Lebens einfangen kann.

In der Pinakothek der Moderne mussten wir sofort zur Ausstellung Afritecture, wo wir unsere Schuhe auszogen und in Papierüten steckten um uns die Projekte „Bauen mit der Gemeinschaft“ anzusehen. Eine großartige interaktive Ausstellung. Mitunter der Kindergarten „Emmanuel“ gebaut von der TU Wien, bei dem man die Baustoffe Pinienholz und Trapezblech verwendete, die vor Ort zu finden sind, was wie es abschließend heißt, eine vertraute Ästhetik schafft. Eine Kinderklinik im Sudan beeindruckte mich auch. Alles neue Bauten, ihrer Umgebung angepasst und dabei mutiger, als vieles was man hier finden würde.
Weiter zog es uns zu den Zeichnungen aus den 50er Jahren von Andy Warhol.
Als ich dann vor dem Bild „Der Mandrill“ von Franz Marc sah von 1913 und viele weitere Werke anderer Künstler seiner Zeit, musste ich schon sehr in mich hinein lächeln, weil ich gerade erst im Buch „1913- der Sommer des Jahrhunderts“ von Florian Illies gelesen hatte. Ein wenig mehr als bedrückt war ich dann als ich vor einem Kriegsbild von 1914 stand und wieder einmal musste ich an Illies Buch denken und die Vorboten, die die Künstler ihrer Zeit sahen, sie ahnten diesen Krieg. An dieser Stelle also noch einmal eine kleine Werbung für dieses Buch. Und der Vermerk „Lesen bildet“ ich war somit gut ausgestattet mit Hintergrundinfos.

Wir sind dann einmal kurz durch die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Vorbei am Lenbachhaus, weil so viele Menschen davor anstanden und so fuhren wir weiter zur Volkssternwarte, wo wir den Mond angesehen haben, einfach so. Den Mond mit verschiedenen Teleskopen. Ich dachte noch wie irre das eigentlich ist, sich mal eben den Mond genauer anzusehen.

Von da aus fuhren wir zur Galerie im IBZ – Münchner Flüchtlingsrat. Eine kleine aber sehr mitreißende Ausstellung.

Und so kurz wie hier die Texte am Ende werden, genauso klein wurden meine Augen am Ende des Tages. Auch wenn ich noch die ganze Nacht hier und da hätte etwas ansehen wollen, ich war einfach irgendwann so müde, ab von dem schlechten Gewissen in meinem Mutterherz. Letzten Endes habe ich ein weiteres Mal soviel im Herzen mitgenommen und bin wieder ein Stück weit gewachsen. Hoffentlich sind wir auch im nächsten Jahr wieder dabei. Mir hat es erneut super gut gefallen.

Mutter an Sohn! Mutter an Sohn, hörst du mich?!

Samstag, Oktober 19th, 2013

Ben kaut das erste Mal (gefühlt zumindest) auf einem Kaugummi herum. Leider ging dieses Stück Überraschung eines Eises nicht direkt in seinen Magen, sondern macht einen Umweg durch den Mund. Ich sage also: „Und Ben was machst du, wenn du den nicht mehr kauen magst? Nimm dann bitte ein Stück Toilettenpapier und wirf ihn in den Müll. Da musst du aufpassen, Kaugummis gehen nämlich nicht so leicht heraus, aus Haaren zum Beispiel.“ Ich habe schon Horrorszenen von Kämpfen mit Schere und Kamm vor Augen, da dreht sich das Kind einfach um und geht weg. „Ben? Ben, hast du mich gehört?“ Er schweigt, wohin des Wegs weiß ich nicht. Aber ich liebe ja diese wortlose Kommunikation und frage mich, wo genau gleich der Kaugummi wieder auftaucht.

PS: Auf Nachfrage meinerseits beim Antreffen des Kindes ohne Etwas im Mund, sagt es mit einem Schulterzucker, natürlich wäre der Kaumgummi im Müll, wie ich es gesagt hätte. Natürlich.

Nur ein paar Minuten noch…

Freitag, Oktober 18th, 2013

Vor nicht einmal einer Stunde im Bad, wollte ich weit weg, als mich das eine Kind biss, während ich Zahnseide zwischen den Fingern hatte, ein anderes weinte und ein weiteres sich trotz starker Inanspruchnahme des Vornamens nicht angesprochen fühlte und sich somit keinen Zentimeter bewegte.
Genau jetzt aber, da zwei von heute vier zu Hause weilenden Kindern schlafen, bin ich selig und denke mir: Haben wir nicht die wunderbarsten Kinder der Welt?!
So schnell kann es gehen, was ein paar Minuten so aus machen können. Schon sind sie vergessen, die zärtlichen Bisse des Kindes.
Er wollte doch nur spielen.

Freitagsfrühstück

Freitag, Oktober 18th, 2013

Heute morgen war ich früher aufgestanden, damit ich Zeit haben würde in Ruhe den Tisch zu decken. Ich war so aufgeregt, weil ich Frau Jademond zum Frühstück erwartete. Richtig erinnern, wann ich das letzte Mal so nervös gewesen war, konnte ich mich gar nicht. Und als sie dann da waren, sie und der Sternengucker, da verging die Zeit wie im Flug mit Essen, erzählen und Kindern von Tisch, Stühlen, Treppen runter zu pflücken oder um sie zu wickeln. Als Emil und ich dann nach zwei Stunden schon zum Kindergarten aufbrechen mussten, stand die Sonne wärmend am Himmel, die Aufregung hatte sich gelegt und war einer neuen Erfahrung, einer schönen Erinnerung und vielleicht einem Anfang gewichen.

Couchgeflüster

Donnerstag, Oktober 17th, 2013