Archive for November, 2013

8 Jahre Souffleurlos

Freitag, November 29th, 2013

Heute ist für mich ein besonderer Tag, vor acht Jahren schrieb ich als Kassiopeia meinen ersten Blogpost. Warum es mich in diesem Jahr interessiert, hat wohl nur einen Grund: Euch. Schon vor ein paar Wochen wurde ich sentimental und dachte an all die fabelhaften Menschen, die ich hier oder dort kennen gelernt habe, im Internet. Also für mich ist es etwas Außergewöhnliches so ein Blog- Geburtstag, weil ich nur an die wertvollen Geschichten, die Leben hinter den Kommentaren und Emails denken kann, mich an so viele Gedanken, Worte und das teilweise über Jahre erinnere, die ihr mich hier begleitet.
Und an dieser Stelle mag ich ein „Danke“ da lassen. Man bekommt wohl die Leser, die man verdient und ich bin sehr glücklich mit Euch allen und da darf sich ein jeder gerne reichlich angesprochen fühlen, denn genau an Euch denke ich in diesem Moment! Danke für alles! Mir bedeutet das so wahnsinnig viel!

Ich habe mir zwar überlegt, ob ich etwas verlosen soll, aber ich wüsste nicht was. Ich kann weder besonders toll nähen oder stricken, ich bin ein mieser Paketverschicker und komme wenig dazu schöne Dinge zu erstöbern. Am Ende blieben ein Buch und Plätzchen, aber ich wollte gar nicht so nach Worten fischen, sondern eher welche hier lassen. Das nur am Rande. Ich denke an euch, hier wie da. Das war mir ein Bedürfnis los zu werden. Danke, dass ihr da seid ♥

Das liest sich jetzt irgendwie gar nicht so zauberhaft, wie ich das gern gehabt hätte, aber etwas Besseres, Wortgewaltigeres, werde ich heute nicht mehr fabrizieren.

Sonntagsfreude

Sonntag, November 24th, 2013

Heute hatten wir hier verkaufsoffenen Sonntag und da zogen wir nur kurz los, um das erste Mal mit den Kindern den Weihnachtsmarkt zu erkunden. Alle fuhren mit der Eisenbahn und den eigenen fünf Kindern dabei zu zusehen war schon etwas ganz Besonderes. Im Anschluss gab es noch eine Leckerei und schon ging es wieder nach Hause, wo wir dann „Polarexpress“ als Einstimmung zur Adventszeit gesehen haben.
Auch wenn dieses Wochenende auch anstrengend war, weil unsere Schule gestern Tag der offenen Tür hatte, die Großen zwei Stunden Unterricht, Tom mit war um zu schnuppern und ich das erste Mal drei Kinder in den Schulbus setzen durfte, Nils bis Mittags in der Schule seinen Stand hatte und der Tag und das Wochenende somit etwas zerrissen wurden, hatten wir lauschige Pausen und Familienzeit, auch wenn es allem in allem ruhig ruhiger werden darf, kann und eigentlich muss.

Nach einer Idee von Maria.

5+2

Samstag, November 23rd, 2013

Der Morgen startete richtig gut, keine Schmerzen mehr, was mich aber jetzt direkt nervös machte, ob das nicht heißt, dass das Schlimmste bereits passiert sein könnte. Ich werde noch irre. Ich bete natürlich, dass die Schmerzen gestern nur vom Husten kamen und hoffe, dass der Beckenboden der heute so ziept eher ein gutes, als ein schlechtes Zeichen ist. Alles ist so fragil. Ich wünschte, ich könnte in meinen Bauch sehen und wissen, dass es unserem Kind gut geht.
Ich hab dich kleine Maus so unendlich lieb. Halt dich weiter fest. Lass mich durch drehen, zeig mir wohl möglich noch einen Vogel, aber bleib hier bei mir. Bei uns.

Schnappschüsse

Freitag, November 22nd, 2013

Drei kleine Jungs in meiner Küche…

5+0

Donnerstag, November 21st, 2013

Der große Tag, ich renne quasi zur Ärztin. Ich liebe dich! Ich möchte nichts mehr, als dich heute sehen! Bitte. Sei da. Viele Küsse, Mama

Jetzt liege ich auf dem Sofa mit einer neuen anderen Mischung. Ich hab dich gesehen! Das ist so wunderschön! Da war eine Fruchthöhle mit innen einer wie die Ärztin sagte: „Wahrscheinlichen kindlichen Anlage.“ Die Ärztin war sehr nett und lieb. Erst bekam ich einen Riesenschreck, weil sie sagte, du wärst zu klein, aber dann kamen wir auf die Befruchtung und dafür passt es wohl genau. Pi mal Daumen Ende der fünften, Anfang der sechsten Woche. Obwohl mir Letzteres halt eher ins Herz passen würde. Ich erfuhr auch eher unfreiwillig deinen Stichtag. Jetzt weiß ich ihn und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.
In der Praxis schwitzte ich vor Aufregung und Panik ganz schlimm und das legte sich erst, als erst Dr. DI und dann Dr. DE mit mir sprachen. Nun ist dieses Mal schon jetzt eine Einblutung um das Kind zu sehen und wieder sieht das alles so verdammt nahe aus. Mich beunruhigt das so sehr. Die Ärztin schien deswegen überhaupt nicht besorgt, aber ich bin es. Und versuche nicht durch zu drehen, auch kann das bedeuten, dass ich wieder blute. Davor hab ich Angst, das sind dann wieder diese schrecklichsten Augenblicke, die man erst verarbeiten kann, wenn der Monitor noch anzeigt, dass alles da ist wo es hingehört.

Kleines Menschlein, ich gebe mir gerade so viel Mühe nicht durch zu drehen. Zu Atmen. Zu hoffen. Es mag traurig klingen, aber immerhin haben wir schon soviel mehr mit einem Blick auf dich, als in zwei traurig endenden Schwangerschaften. Ich bin sehr durch den Wind. Mit einer Mischung aus purem Glück und Freude über dich, dieses kleine Wunder und der Angst, dir könnte etwas zustoßen. Ich liebe dich wahnsinnig.

4+6

Mittwoch, November 20th, 2013

Ein für mich wichtiger Tag, der mit fiesen Schmerzen begann und mich mit mit Tränen, Flehen und Bauchstreicheln zurück ließ. Falls bis morgen nichts Schlimmeres mehr geschieht, erfahre ich in weniger als 24 Stunden, ob mein, nein unser Baby da ist wo es hingehört und es bis hier her geschafft hat. Ich bin dezent aufgeregt und bete inständig, dass es ein gutes Zeichen ist, dass die Schmerzen wieder normal sind. Aber es zeigte mir auf eine brutale Art und Weise, was einen Unterschied es immer macht, ob man nur Angst hat und da große Sorge und Unsicherheit sind oder ob man gerade erlebt, wie das Allerschlimmste passiert.
Ich bete, ich wünsche, ich hoffe gerade so sehr, dass ich morgen das erste Mal unser Kind sehen werde können. Das erste Mal. <3 Ich liebe dich! Was der Morgen auch brachte war unbändige Liebe zu unserem Kind. Ich kämpfe gerade genau um dieses Kind.

4+3

Sonntag, November 17th, 2013

Eine so wackelige Zeit. Ich versuche tief einzuatmen und mich nicht zu sehr verrückt zu machen, aber die Wahrheit ist, dass ich sehr nervös bin. Gerade jetzt wenige Minuten bevor Blumenpost kommt, merke ich eine Unruhe. Genau jetzt, meines Wissens nach morgen in dieser Zeit hatte ich eine Fehlgeburt und einmal den Start dazu mit diesen Schmerzen. Große Angst habe ich davor, auch wenn mein Mantra ist: Ich kann nichts tun. Ich mache alles, was in meiner Macht steht und hoffe. Hoffentlich tut mir die Ablenkung gut. Blutungen begannen immer abends, dachte ich grad. Wenn ich zuviel nachdenke, wird mir nur schlecht vor lauter Aufregung. Gestern laß ich, unser Baby wäre so groß wie ein Mohnkorn. Das ist so winzig. Und dennoch so viel Gefühl. Einmal vorspulen bitte. Der Zug im Beckenboden ist der normal? Argh.

4+2

Samstag, November 16th, 2013

Die Tage vergehen zäh und in habacht. Es zieht und drückt in meinem Bauch. Und wenn ich zur Toilette gehe, bin ich angespannt. Ich wünschte an dieser Stelle, ich könnte die Zeit vorspulen.
Ich fühle mich schwanger und im Bett, wenn es mir gut geht, dann habe ich auch ein gutes Gefühl. Ich fühle mich so gesehen auch schwanger. Auch wenn mir noch nicht schlecht ist oder ich besonders müde wäre. Regelmässig nehme ich Utrogest und gönne mir eine Pause.
Ich mag das kleine Wesen in meinem Bauch am Liebsten festhalten, erwische mich hier und da, dass ich mich in Träumereien verliere und mir denke, wie es wohl wäre…

Davon kann ich mich nicht frei machen. Es sind nur wenige Tage. Aber sie können alles verändern. Das ist das schlimmste Seilakt in der Luft gerade. Ich könnte ewig so weiter machen. Ein Segen ist es doch (noch) nicht zu bluten. Und nur Angst zu haben. Keine Gewissheit auch im negativen. Ich wünsche mir dieses Kind so sehr. Ich versuche positiv zu denken. Ich versuche mir zu erklären wieso alles war wie es war und hoffe inständig es möge diesmal einfach auch wieder alles gut verlaufen. Ich streichel immer wieder zärtlich meinen Bauch. In dem ein kleines Leben heranwächst. Das ist wunderschön.

4+0

Donnerstag, November 14th, 2013

Hier hin wollte ich, genau an diesen Tag, der berühmt berüchtigte Nicht- Menstruations- Tag. Dank der Schmerzen gestern Abend und heute morgen bin ich kein Stück weiter. Das Schlimme ist, ich fühle mich total rund um schwanger. So ganz und gar. Und vom Gefühl her ist alles gut, aber die Angst, die Unsicherheit für dem Test morgen und dem was er zeigen könnte, lässt mich den Atem anhalten. Ich habe so unendlich viel Angst. Ich würde doch so gern die nächsten 36 Wochen mit dem kleinen Menschlein durch die Gegend wackeln, statt dessen diese Unsicherheit, die natürlich jede schwangere Frau kennt. Die Schmerzen und der Test gestern tun nicht gerade dazu beitragen entspannt und frohen Mutes durch den Tag zu gehen. Ich lenke mich ab, soweit das möglich ist und streichele hier und da versonnen meinen Bauch. In Liebe.

Wiederholungstäter, eine Generation* übersprungen *toitoitoi

Donnerstag, November 14th, 2013

Lang ist es her, dass das Tochterkind eine Geomag- Kugel verschluckt hatte. Lange genug dachte wohl Tom gestern Abend und stand mitten beim Sandmann plötzlich neben meinem Sessel und flüsterte: „Mama, ich hab grad ein Geldstück verschluckt, aber ist gar nicht schlimm. Es ist gleich runter gerutscht.“ Ich sah in Richtung meines Mannes und dachte nur: „Ne. Oder?!“ (Da kommt er einmal pünktlich nach der Arbeit nach Hause und dann das.) Weil Tom im Gegensatz zu seiner Schwester keine Halsschmerzen hatte und auch sonst fit wirkte, bat ich den Mann in der Kinderklinik anzurufen und da gab es auch Entwarnung. Wir sollten ihn beobachten, sollte er stark sabbern, Bauchschmerzen bekommen oder ähnliches, sollen wir jederzeit kommen, aber wir müssten jetzt nicht extra zum Röntgen in die Stadt fahren.
Also brachten wir die Kinder ins Bett und gingen später auch wie gewohnt schlafen, so uns Emil ließ. Dennoch schlich ich nachts an Toms Bett und schaute, ob es ihm gut geht. Aber er scheint fit und unbeeindruckt des Fremdkörpers in seinem Innern. Wir warten jetzt also auf die Rückkehr der Münze. Und auf das was noch kommen mag. Im Moment scheint keine Ereignislosigkeit in Sicht.

Und wir sagten den Kindern in den letzten Jahren noch: In die Nase oder ins Ohr! Das kann man doch hier behandeln! :)