3+5

Ein Tag mit dir wissend in meinem Bauch.

In mir herrscht Chaos. Heute morgen zog und zieht es im Unterbauch und diese Richtung von Schmerz ist ja genau vor der ich mich fürchte. Genau so begannen meine Fehlgeburten, also beim jedem Schmerz habe ich sorge, er könnte mehr werden und ich verliere dich.

Ich frage mich immerzu, ob ich mich enger verbunden mit dir fühlen müsste, ob das nicht ein Zeichen ist, dabei ist da Liebe. Ich spüre sie ja. Ich habe Angst zu verpassen, nicht einsehen zu wollen, dass es sich genauso anfühlt wie bei den Fehlgeburten. Sagt man das nicht so, man würde spüren, dass „diesmal“ alles gut werden wird?

Dann ist da wirklich Freude und Hoffnung. Ein Tag. Und die Erkenntnis am Morgen, dass uns diese Zeit niemand mehr zurück bringen kann, solltest du doch noch gehen, mir bleibt wohl am Ende nichts anderes für mein Mamaherz, als jeden Tag und falls es noch weniger ist, jede Stunde zu genießen, dass du gerade bei mir bist! Ich liebe dich! So sehr! Bitte bleib, wenn irgendjemand da ein gutes Wort für uns einlegen könnte, ich würde gern dieses Kind in unserer Familie begrüßen, es aufwachsen sehen. Bitte! Das wäre so ein unglaubliches Geschenk!

Neben mir schmatzt Emil, das Kind, das zeigt, dass sich all das lohnt. Irgendwann. Er verschlingt gerade eine Clementine und möchte glaube ich noch mehr…

Nils sprach heute morgen, vom nicht reden müssen, wir würden beide das gleiche fühlen. Und er hat recht. Zoe umarmte mich heute und ich dachte dabei „Schau, lass dich von deiner Schwester ruhig feste umarmen!“

Ich wünschte ich könnte mehr tun. Mehr lieben. Mehr hoffen und damit noch mehr bewegen. Ich möchte mein Kind (be)halten. (Aus)tragen. Ich lieb dich!

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