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Der große Tag, ich renne quasi zur Ärztin. Ich liebe dich! Ich möchte nichts mehr, als dich heute sehen! Bitte. Sei da. Viele Küsse, Mama

Jetzt liege ich auf dem Sofa mit einer neuen anderen Mischung. Ich hab dich gesehen! Das ist so wunderschön! Da war eine Fruchthöhle mit innen einer wie die Ärztin sagte: „Wahrscheinlichen kindlichen Anlage.“ Die Ärztin war sehr nett und lieb. Erst bekam ich einen Riesenschreck, weil sie sagte, du wärst zu klein, aber dann kamen wir auf die Befruchtung und dafür passt es wohl genau. Pi mal Daumen Ende der fünften, Anfang der sechsten Woche. Obwohl mir Letzteres halt eher ins Herz passen würde. Ich erfuhr auch eher unfreiwillig deinen Stichtag. Jetzt weiß ich ihn und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.
In der Praxis schwitzte ich vor Aufregung und Panik ganz schlimm und das legte sich erst, als erst Dr. DI und dann Dr. DE mit mir sprachen. Nun ist dieses Mal schon jetzt eine Einblutung um das Kind zu sehen und wieder sieht das alles so verdammt nahe aus. Mich beunruhigt das so sehr. Die Ärztin schien deswegen überhaupt nicht besorgt, aber ich bin es. Und versuche nicht durch zu drehen, auch kann das bedeuten, dass ich wieder blute. Davor hab ich Angst, das sind dann wieder diese schrecklichsten Augenblicke, die man erst verarbeiten kann, wenn der Monitor noch anzeigt, dass alles da ist wo es hingehört.

Kleines Menschlein, ich gebe mir gerade so viel Mühe nicht durch zu drehen. Zu Atmen. Zu hoffen. Es mag traurig klingen, aber immerhin haben wir schon soviel mehr mit einem Blick auf dich, als in zwei traurig endenden Schwangerschaften. Ich bin sehr durch den Wind. Mit einer Mischung aus purem Glück und Freude über dich, dieses kleine Wunder und der Angst, dir könnte etwas zustoßen. Ich liebe dich wahnsinnig.

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