Krankenstand

Letzten Montag ging es los. (Eigentlich schon Sonntag Abend, er schlief unruhig und stand etwas neben sich, nach einem Tag an der Sonne machten wir uns eher Sorgen, er könne einen Sonnenstich abbekommen haben, auch wenn er eigentlich einen Hut aufgehabt hatte usw.) Emil war vormittags ganz still und kuschelig, gegen 9Uhr dann, als alle schon eine Stunde aus dem Haus waren, hörte ich ihn auf mir würgen und er übergab sich ein erstes Mal. Hoppla. Einmal Kind liebevoll hoch nehmen, duschen, umziehen, dann aufwischen. Da wiederholte sich leider noch weitere Male, so das ist mir nicht anders zu helfen wusste, als den Mann zu bitten sofort nach Hause zu kommen, denn so könnte ich unmöglich die Kindergartenkinder abholen und so langsam war ich aus der Puste mit meinem Anton im Bauch. Ich hatte dann ein Riesenglück, er kam und half und gegen Abend dann behielt Emil endlich etwas Tee in sich. Ich wiegte mich schon in Sicherheit, dass es nun vielleicht schon bergauf gehen würde wie im Dezember, aber so war es leider nicht. Den nächsten Tag verbrachte Emil fiebernd und spuckfrei auf mir. Die folgende Nacht mit seinem Papa schon bereits das dritte Mal im Wohnzimmer auf dem Sofa. Dann am Mittwoch übergab er sich wieder, kuschelte und schlief viel auf mir, wirkte aber insgesamt schon etwas fitter. Als er am Donnerstag dann wieder nur quengelig war und weinerlich, morgens gar nicht mehr aufhörte, blieb Nils daheim, denn ich war am Anschlag, hätte den Tag nie allein gewuppt, mein Auge war geschwollen von den Pollen und Emil wurde von Nils zum Kinderarzt gefahren, der aber nichts weiter feststellen konnte, als einen Infekt. Ich kochte allen eine magere, schnelle Hühnersuppe, die guten Anklang fand, was mich freute, dachte ich nur soviel Kraft und Vitamine in die Familie, wie nur geht. Freitag dann weiterhin endlich etwas Nahrung und Flüssigkeit im Kind, kuschelig und schläfrig war er zwar noch immer, machte aber nur einen langen Mittagsschlaf und lief am Nachmittag schon etwas umher, spielte mit seiner Schwester. Das erste Mal so etwas wie Normalität.
Jetzt freute ich mich auf das Wochenende und fragte mich auch, ob es das nun gewesen sein mag, immerhin hatte noch niemand ähnliche Symptome. Gestern war ich dann nur sehr weinerlich, weil meine Allergie mich so quälte, außerdem war ich müde und unfit, mir hing die Woche so nach. Nachts dann, als Nils mir ins Bett folgen wollte, ein Geräusch und Ben übergab sich. Zusammen machten wir Kind und Bad sauber und nachdem beide unten gut versorgt waren, ging ich ein weiteres Mal allein ins Bett in dieser Woche. Weil Ben zum Abendbrot leider normale und keine laktosefreie Milch erwischt hatte, kann es sein, dass diese in wieder verlassen hatte. Es wäre nicht das erste Mal, dass eines unserer Kinder so heftig darauf reagiert. Trotzdem setzten wir ihn auf Schonkost, es gab nur das Nötigste, aber es passierte nichts Spektakuläres. Tom fühlte sich dazu berufen zu verkünden, ihm sei nun auch schlecht, was ihm nichts weiter einbrachte, als leider ebenfalls Schonkost. Auf dem Nachmittag bekam er jetzt hohes Fieber, Ben krebst nur bei erhöhter Temperatur herum. So ist das grad. Die Welt ist bunt. Wir läuten wohl eine weitere Woche ohne Kindergarten ein, zumindest die ersten Tage sind gestrichen- letzte Woche waren die Jungs zu Hause geblieben, weil niemand sie hätte abholen können, mit Emil hätte ich es mir nicht zugetraut und die paar Stunden machten jetzt auch nichts weiter.
Wir Eltern sind ein bißchen müde, kaputt und angespannt, weil wir nicht wissen, was genau uns in dieser Woche erwartet und zucken bei jedem Husten der Kinder zusammen.
Eigentlich sollten wir alle gesund sein, denn Freitag steht ein Kindergeburtstag bei uns an. Aber Noah ist vorgewarnt. Ich habe schon mit ihm gesprochen und einen Alternativplan ausgeheckt, sollte es wirklich so schlimm sein und alle Stränge reißen. Seufz.
Ich bin ziemlich durch, war jetzt seit über einer Woche nicht mehr draußen bis auf den eigenen Garten und etwas drüber hinaus, habe Freundinnen nur per WhatsApp gesprochen und niemanden sonst bis auf ein paar Nachbarn, aber die sind eben nur nett und keine Freundinnen. Ich hab etwas Lagerkoller und könnte eine Auszeit gebrauchen, um ehrlich zu sein. Bin aber auch froh, wenn alles soweit für mich gut meisterbar ist und der Mann seinem Broterwerb nachgehen kann. Auf in die nächste Woche…

One Response to “Krankenstand”

  1. Judy Says:

    Oh weh! ich schicke mal ganz viel gute Besserung zu Euch rüber!

    Ich wechsel mich seit Monaten mit dem BabyChief am Kranksein ab, der Kerl holt in der Kita echt alles, was geht. Und das ist nur EIN Kind. Ich kann mir das mit mehreren grad so gar nicht vorstellen…

    Viel Kraft Dir :-)