Ertappt!

Die Zeitschrift „freundin“ ist in dieser Woche am Mittwoch neu erschienen mit dem Titel- Thema „Das Geheimnis glücklicher Paare“. Vor ein paar Wochen wurden wir (und viele andere Paare) im Zuge dessen gefragt, ob wir Lust hätten dabei zu sein. Und wir hatten Lust. Wir haben zwar kein Patentrezept für die Liebe, das hat wohl niemand, aber es schien eine schöne Strecke zu werden mit vielen persönlichen Geschichten.
Ich war gespannt, denn da bot sich ein kleines Abenteuer für uns. Mich verunsicherte es zwar etwas meine ganze Familie in einer Zeitschrift zu sehen, Teil eines großen Artikels zu sein, aber das Angebot die gesamte Familie dafür auf ein Foto zu bannen, lockte zu sehr. Also auch mit mir- nicht nur wie ich meine Lieben fotografiere.
Für dieses Abenteuer hat uns zu Hause eine nette Redakteurin besucht und uns über eineinhalb Stunden interviewt. Anschließend wurden uns nach ein paar Tagen zwei verschiedene Texte geschickt, dessen Veröffentlichung wir bzw. ich autorisieren durften. (Der dort zu lesende Text ist also in der Ich- Form, aber nicht von mir, sondern über mich von jemanden geschrieben, der das beruflich macht und nicht nur zum Spaß an der Freude, so wie ich.)
Weiter ging unser Abenteuer. Der regelmässige Besuch beim Friseur stand vor der Tür, sowie wurde darum gebeten frische, fröhliche Kleidung mit zubringen, die nicht zu bunt sein sollte für das Foto. Als gingen der Mann und ich getrennt von einander, ich mit einer lieben Freundin noch schnell auf den letzten Drücker ein paar mehr Klamotten einkaufen, die Vorräte aus dem Kleiderschrank wurden erstmalig seit Jahren von mir gebügelt und im Anschluss suchte ich noch ein wenig Spielzeug wie gewünscht heraus.
Am Morgen des Termins dann zwei Kinder mit Bindehautentzündung schnell verarztet und dank des Ersatzverkehrs am Wochenende und des nicht vor 9Uhr fahrenden Busses am Sonntag, kamen wir in den Genuss ein (Großraum-)Taxi in die Innenstadt nehmen zu dürfen und wurden direkt zum Studio gefahren, wo wir zwei Stunden unseres Sonntags mit den Kindern verbringen durften. Und das war wirklich spannend. Wir Eltern wurden geschminkt und noch mal frisiert, ich bekam Chucks geliehen, wir wurden positioniert und es wurde geduldig versucht ein schönes Foto von sieben Menschen gleichzeitig zu machen. Gar nicht so einfach, ich kenn mich da aus. :) Aber der Fotograf Wilfried Wulff war wirklich super nett und hatte einen langen Atem.
Ich bin vielleicht auch kein Mensch, der sich super schön und wohl in seiner Haut fühlt, ich zappel dann mal gern rum oder weiß im Gegenteil gar nicht wohin mit mir und meinen Körperteilen während der Mann so ein Kameragesicht hat, der lächelt irgendwie immer. Bei mir? Die Augen halbauf, wie in Mombie. Am Ende des ersten Durchlaufs der liebevolle Hinweis, statt in die Kamera zu sehen wie in der Einstellung gewünscht, gab es von sehr vielen Fotos exakt eines, auf dem ich geradeaus schaute, bei den anderen war mein Blick immer bei den um uns herum wuselnden Kindern- der Mann derweil? Sah natürlich nach vorn, wie sich das gehört! :)
Es war wirklich anstrengend, alles insgesamt- auch die Anweisungen zu verstehen, während die Kinder um uns so einen Krach machten, denn die blieben ja nicht wie Statuen in früheren Jahrhunderten fürs Foto stehen, sondern in Bewegung. Und irre zu sehen, wie viel Arbeit da drinnen steckt, wie viele (nette) Menschen dort mitwirken und helfen, um ein einziges brauchbares und schönes Bild für so einen Artikel auf den Weg zu bringen. Eine ganz andere Welt…

Nun also ertappt, weil wir erkannt wurden von anderen Internetmenschen, denn ich war mir gar nicht so sicher, ob wir das „an die große Glocke“ hängen wollten, denn es ist keine große Sache oder doch?! :) Ein Foto vom Fotografen mag ich hier zeigen, ich mags sehr, auch wenn der (potente) Ehemann (ja, so wurde er genannt von Bekannten) und Kindervater sein Brusthaar darauf entblößt, unfreiwillig zugegeben von Emil, der am Tshirt zieht und Ben nicht gut zu sehen ist und ich auf die Kinder sehe… Ich mags sehr, ich mag den Artikel und wer den lesen und ein weiteres Bild von uns sehen möchte, der muss zum nächsten Zeitschriften- Dealer und sich eine „freundin“ besorgen…

Mit freundlicher Genehmigung durch den Fotografen, ein Foto fürs Blog.

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